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Nachtragsangebote

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  1. #1

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    Nachtragsangebote

    Hallo,

    wir haben ziemlichen Ärger mit unserer Baufirma. Seit dem 01.12.2007 erscheint keiner mehr auf unserer Baustelle.
    Das Haus ist zu 90 % bezahlt und wir haben mittlerweile eine RA eingeschaltet und am 18.4.08 ist der erste Gerichtstermin.

    Seit der Bauunternehmer den Termin vom Gericht bekommen hat, sendet er usn tagtäglich Nachtragsangebote zu, die wir so niemals in Auftrag gegeben haben und auch keine Unterschrift dafür geleistet haben.

    Wir sind ziemlich verunsichert. Ist das den Rechtens? Für usn grenzt das ganze schon an Betrug.

    Hat jemand schonmal ähnliche Erfahrungen gehabt?
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  2. Nachtragsangebote

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Ich würde das einfach an meinen RA weiterleiten. Er weiß sicherlich was damit und wie zu tun ist. Nichts unternehmen ohne Rückfrage mit dem RA, damit ihr ihm nicht irgendwo einen Strich durch die Rechnung (Strategie) macht.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3

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    Zitat Zitat von mado Beitrag anzeigen
    Hallo,

    .....sendet er usn tagtäglich Nachtragsangebote zu, die wir so niemals in Auftrag gegeben haben und auch keine Unterschrift dafür geleistet haben.
    Handelt es sich um Angebote oder Rechnungen? Ist ein Unterschied!

    Bei Angeboten kann es ja sein, daß diese Leistungen für die Fortführung der Arbeiten erforderlich sind, selbst wenn sie nicht im Vorfeld beauftragt, also vergessen wurden. In dem Fall kann ich verstehen wenn der Bauunternehmer das erst einmal schriftlich geklärt haben will. Wer das dann zu vertreten hat ist eine andere Frage.

    Bei Rechnungen sollte in der Tat eine Beauftragung stattgefunden haben. Falls nicht ist die Notwendigkeit zu prüfen.

    Wo ist denn der Architekt überhaupt?

    Schlimme Vorstellung...vor Bauende aufs gericht zu müssen!
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  5. #4

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    Warum...

    ...geht denn nix mehr weiter (seit 01.12.2007)????

    Ich gehe mal davon aus, daß es hier wohl irgendwie zum Dissenz gekommen sein muß (Bauherr zahlt nicht, BU pfuscht,...wie auch immer).

    Nun schreiben Sie:
    Seit der Bauunternehmer den Termin vom Gericht bekommen hat, sendet er usn tagtäglich Nachtragsangebote zu, die wir so niemals in Auftrag gegeben haben und auch keine Unterschrift dafür geleistet haben
    Das erscheint mir "merkwürdig". Grundsätzlich sind Nachtragsangebote VOR der Ausführung zu stellen und vom AG freizugeben. Natürlich kann es schon mal sein, daß es zack zack gehen muß und man nicht wegen der Freigabe von drei nicht geplanten Schaufeln Sand wartet bis eine Freigabe erfolgt...

    Aber hier sieht es eher so aus, als wolle Ihr Vertragspartner seine noch ausstehenden Forderungen künstlich in die Höhe treiben.

    Leider wissen wir nicht um welche Art Vertrag es sich hier handelt (Pauschal, VOB,...) und warum es zum Verwürfnis gekommen ist (Gerichtstermin!). Außerdem in welcher Konstellation das Ganze hier abläuft (Schlüsselfertig, BT, GU/GÜ,....)

    Ansonsten kann ich mich nur meinem Vorredner anschließen: Ab damit zum RA.

    Gruß

    Thomas Bock
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  6. #5

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    Der RA hat wohl eine Strategie die er verfolgt. Deswegen könnte jede Unterschrift unter ein Dokument schädlich sein.

    Wenn es bereits soweit ist, daß ein Gerichtstermin feststeht, dann würde ich nichts unternehmen was meinen RA und seine Strategie vielleicht in Bedrängnis bringt.

    Daher nur in Abstimmung mit RA. Dafür wird er schließlich bezahlt.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo,

    wir bauen schlüsselfertig nach VOB.
    Wir haben das Haus zu 90% bezahlt und sind weit davon entfernt den Fertigstellunsgrad auf 90 % festzulegen.
    Jede Rechnung wurde fristgerecht bezahlt und auch die wenigen Nachtragsangebote die wir in Auftrag gegeben haben wurden fristgerecht bezahlt.
    Aber das geht nun zuweit. Etwas ins Haus einzubauen, uns dies kostenfrei anzubeiten und ein halbes Jahr später ein Nachtragsanbebot zuzusenden. Das grenzt meiner Meinung nach an Betrug.
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  8. #7

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    Aha...langsam kommen Details auf den Tisch.

    Etwas ins Haus einzubauen, uns dies kostenfrei anzubieten und ein halbes Jahr später ein Nachtragsanbebot zuzusenden.
    Wie wurde das "kostenfrei" angeboten? Frei nach dem Motto "wir werden uns schon einig"?
    Gibt´s Nachweise?

    Und wenn "täglich" solche Nachtragsangebote kommen, muß ja eine Menge "kostenfrei" angeboten und eingebaut worden sein".

    Die entscheidende Frage bleibt jedoch, "was sagt Euer Architekt dazu"? Der muß das doch mitbekommen haben. Also wäre schon einmal ein Zeuge vorhanden der Deine Argumentation unterstützen kann.....was ich vermute, schreibe ich jetzt besser nicht.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
    Avatar von Der Bauberater
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    Für die Rezeläcke,

    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    "was sagt Euer Architekt dazu"?
    Preisfrage für 2 Punkte:

    Wer bezahlt mado's Architekt?

    Gruß aus Baden
    Peter
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  10. #9

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    And two points go to....

    ...ME!

    Antwort: Niemand zahlt mados Archi, weil er gar keinen hat! Wenn dann hat der GU einen....ja wenn...

    Thomas
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  11. #10
    Avatar von Der Bauberater
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    Deshalb,

    gab es auch nur two points.
    Das war viel viel zu einfach
    Gruß
    Peter
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  12. #11
    Baufuchs
    Gast

    Wer

    schreibt, der bleibt!
    Zitat Zitat von Mado
    Etwas ins Haus einzubauen, uns dies kostenfrei anzubeiten und ein halbes Jahr später ein Nachtragsanbebot zuzusenden. Das grenzt meiner Meinung nach an Betrug.
    Dieses Motto gilt auch für Bauherren.

    Im übrigen wird der Anwalt schon wissen, wie er mit "Angeboten" umzugehen hat, die erst nach Ausführung der Leistung beim Bauherren eintrudeln.
    Mal z.B. § 2 (8.) VOB/B 2006 lesen.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Der Bauberater Beitrag anzeigen
    Preisfrage für 2 Punkte:

    Wer bezahlt mado's Architekt?
    Was glaubst Du warum ich geschrieben hatte:

    ....was ich vermute, schreibe ich jetzt besser nicht.
    Das war nur die Vorbereitung für:

    Wo ist der eigene Fachmann?

    Aber wie schon geschrieben, "da bereits die Juristen am werkeln sind" erübrigt sich jegliche Spekulation.

    Gruß
    Ralf
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  14. #13

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    @mado: Sie sind hereingelegt worden. Nicht umsonst buchstabieren viele die Abkürzung BT als Bautrüger. Auch die Methode ist klassisch, das passiert in Deutschland jedes Jahr tausendfach, wird aber meist aus Scham verschwiegen: Man hat Sie freundlich gefragt, ob dasundas vielleicht soundso gemacht werden soll, nicht wahr? Und weil von Geld nicht gesprochen wurde, haben Sie bei Gefallen bejaht, stimmts?

    Durch diesen klassischen Trick, den übrigens auch viele Handwerker ganz gut beherrschen, wechseln jährlich Millionen Euro ihren Besitzer. Es tut mir leid für Sie, aber wahrscheinlich ist das Geld für den RA rausgeschmissen. Ich schreibe diesen Text für die, die derzeit nur lesen und noch keine konkludenten Verträge der obigen Art abgeschlossen haben.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Baufuchs
    Gast

    Das

    Zitat Zitat von mado
    Etwas ins Haus einzubauen, uns dies kostenfrei anzubeiten und ein halbes Jahr später ein Nachtragsanbebot zuzusenden
    gehört für mich ein wenig in den Bereich "Märchen u. Sagen".

    Wie wäre es mal andersherum:

    Bauherr sagt "bauen Sie doch mal dies/das/jenes ne Nummer besser ein, wir werden uns schon einig!"

    Kommt die Rechnung weiß man von nichts und stellt fest: "wollten Sie doch kostenlos einbauen!"

    Welcher BU/BT/GU/GÜ baut irgend etwas kostenlos ein?

    Wie reagiert ein Architekt, der die mündlich nachgeorderte 3D-Visualisierung mit dem Hinweis nicht bezahlt bekommen soll "wollten Sie doch kostenlos machen!" ?

    Deshalb: Wer schreibt, der bleibt.

    @Stefan61
    So haben auch Bauherren schon Ihre Vertragspartner hereingelegt. Klassischer Bauherrentrick.
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  17. #15

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    Zitat Zitat von mado Beitrag anzeigen
    ..... Etwas ins Haus einzubauen, uns dies kostenfrei anzubeiten und ein halbes Jahr später ein Nachtragsanbebot zuzusenden. Das grenzt meiner Meinung nach an Betrug.
    @ all: naja, das hats wohl schon desöfteren gegeben, daß der Handwerker, der Bauträger in dem ein oder anderen Fall mal ne fünfe gerade hat sein lassen, insbesondere wenn der Bauherr dem Zahlungsplan vorbildlich nachkommt.

    Allerdings: Dies können und werden immer nur Kleinigkeiten von vergleichsweise geringem (Mehr-) Wert sein.

    Deshalb bedarf es der Erläuterung, was genau in welcher Höhe nachberechnet wurde und in welcher Art und Weise die Leistung/der Einbau von wem entschieden wurde.
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