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Anhydritfließestrich

Diskutiere Anhydritfließestrich im Forum Estrich und Bodenbeläge auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Anhydritfließestrich

    Hallo, bin neu im Forum und bräuchte Dringend fachlichen Rat zum Thema Anhydritfließestrich.
    Wir sind gerade dabei unser EFH zu bauen. Es wird im Kompletten Wohnbereich mit Fußbodenheizung geheizt werden.

    Vor kurzem war bei uns auf dem Rohbau ein Estrichleger der uns sein Produk näher bringen.
    Ein Anhydritfließestrich in dem sich nur reiner Natur Anhydrit befindet ohne Zusatztstoffe aus der Industrie wie Flugasche oder Gips.
    Durch diese Eigenschaft ist dieser Estrich absolut unempfindlich gegen Feuchtigkeit.
    Was ich bis jetzt so im Internet gesehen habe, wird Anhydritestrich aber immer als Wasserempfindlich beschrieben.
    Das, sagt der Estrichleger ist aber nur der Estrich mit Industriellem Anhydrit, da sich in dem Gips befindet oder so.

    Für Hilfe währe ich sehr Dankbar
    Mfg CZach

    Ausserdem gibt er eine Garantie dafür, das der Estrich vor dem Bodenlegen nicht mehr bearbeitet werden muss, (Schleifen, Spachteln) da er keinerlei Schlemme aufweist, bzw keinerlei Unebenheiten aufweis.
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  2. Anhydritfließestrich

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  3. #2
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    Also die Aussagen sind grundsätzlich falsch!

    rein chemisch ist Anhydrit totgebrannter Gips (Ca SO4 1/2 2H2O) und egal wie und wo der rohstoff des Bindemittels gewonnen wird feuchteempfindlich.

    Der Unterschied besteht lediglich in der Festigkeit welcher der Estrich nach erneutem trocknen aufweist.

    Ebenso falsch ist die grundsätzliche Aussage des schleifens, CAF sind grundsätzlich anzuschleifen!

    Es gibt jedoch Estriche welche bei korrektem Einbau tatsächlich so wenig Sinterungen an der Oberfäche ablagern das auf ein anschleifen verzichtet werden kann. Dies ist jedoch auf jeden Fall im Einzelfall zu prüfen!
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  4. #3
    Avatar von Berni
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    Der überwiegende Anteil der Anhydritbinder hat die chemische Formel Ca SO4.
    Ca SO4 1/2 2H2O ist Alpha-Halbhydrat.
    Alpha-Halbhydrat reagiert ohne Anreger und die Verarbeitungszeit wird durch Abbindeverzögerer geregelt.
    Ansonsten wie Robby.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Danke für die schnellen Info´s
    Bin ich bei einer Fussbodenheizung mit diesem Estrich gut beraten? oder gibt es da Alternativen, die im Preis Leistungsverhältniss günstiger liegen.

    Mfg CZach
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  6. #5
    Bauexpertenforum
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    Der Preisunterschied ist in der Regel eher gering. CAF hat einige technische Vorteile, aber auch einige Nachteile. Es hängt viel vom Einbau undvom Nachfolgehandwerker ab.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Hallo , nochmal zum Thema Estrich, was ist euerer meinung nach im Zweifelsfall vorzuziehen?
    Anhydritfließestrich oder herkömmlicher Zementestrich.
    Heute hatten wir nämlich einen zweiten Anbieter im Haus, der wiederum ausschließlich Zementestrich verwendet. Und natürlich wie soll es anders sein von diesem sehr überzeugt ist.
    Ich bin jetzt wiedermal total Ratlos und hoffe von euch Experten kann mir jemand einen Rat geben.

    Ausserdem würde ich noch gerne wissen wie man die Dampfsperre im Kellergeschoss ordnungsgemäß ausführt.
    Da gibt es scheinbar ja auch viele möglichkeiten.

    Mfg CZach
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  8. #7

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    Hallo C. Zach,
    ich kann die Aussage der " Wasserunempfindlichkeit " mit der für Zementestrich geworben langsam nicht mehr nicht mehr hören. Kein Estrich in einem Wohnhaus darf auf Dauer Feuchtigkeit ausgesetzt werden. Wenn der Zementestrich nachträglich feucht wird, macht er sehr unschöne Dinge ! Im Grunde genommen kannst du einen Calciumsulfatfließestrich zig mal mal nass machen, er muss nur umgehend getrocknet werden. Er macht dieses im Normalfall ohne Festigkeitsverlust mit.
    Aber jetzt nochmal zu Deiner Frage bzgl. der Estrichart. Du musst Dir einfach die Frage stellen, was Du haben willst. Willst Du einen formstabilen, dichten, gut Rohrumhüllenden Estrich, mit möglichst wenig Fugen, welcher ausserdem noch sehr gute u. ebene Oberflächen aufweist, dann must Du einen Calciumsulfatfließestrich nehmen.
    Willst Du einen Estrich, welcher die Wärme der FBH schlechter leitet, ein weniger dichtes Gefüge hat, viele Fugen benötigt und obendrein noch schüsselt und schwindet, solltest Du einen Zementestrich nehmen. Beginn der Aufheizphase bei CAF nach 7 Tagen bei Zementestrich nach 21 Tagen möglich.

    Gruß Timmi
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  9. #8
    Avatar von Berni
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    Junge, Junge Timmi,

    diese Kampange gegen Zementestrich ist aber genauso schlimm wie die anderer gegen feuchtigkeitsempfindlichen Anhydrit.:Roll

    Kontern kann ich dagegen, ich habe schon Fliessestriche gesehen, da musste man aufpassen, dass man nicht auf die Schnauze fällt. So uneben.
    Es ist alles eine Frage des ordnungsgemäßen Einbau's.

    Ich halte übrigens von Zementestrichen bei Fußbodenheizung, wo anschließend gefliest wird, auch nicht das meiste. Bis auf reine Nassräume.

    Aus stofflicher Sicht empfehle ich bei anschließender Fliesenverlegung immer einen konventionellen synthetischen Anhydrit. Und zwar wegen dem geringen Ausdehnungskoeffizienten, welche nur geringfügig größer ist als die Fliesenbeläge. Dadurch hast Du noch höhere Formstabilität und wesentlich geringere Spannungen zwischen Belag und Estrich.
    Und anschleifen muss man den bei ordnungsgemäßen Einbau auch nicht.

    Der einzigste Vorteil von CA-Fliessestrich gegenüber konventionellen CA ist eben die bessere Wärmeleitfähigkeit. Wäre vielleicht was für Parkett?

    Ausserdem würde ich noch gerne wissen wie man die Dampfsperre im Kellergeschoss ordnungsgemäß ausführt.
    Da gibt es scheinbar ja auch viele möglichkeiten.
    Nö, ordnungsgemäß nur eine.
    Abdichtung auf den Rohbeton aufbringen, und an den Wänden hochführen.
    Wenn möglich, mit der Horizontalsperre des Mauerwerks verbinden.


    Nachtrag:
    Heutzutage, wenn man sich für einen Estrichleger entschieden hat, sollte man ihn dass einbauen lassen, was er kann.
    Sonst kommt schnell sowas wie oben beschrieben bei raus. Und zwar bei allen Estrichen.
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  10. #9
    Avatar von Lukas
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    Zitat Zitat von Berni Beitrag anzeigen
    J Wäre vielleicht was für Parkett?
    Mach mal nur so weiter!
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  11. #10
    Avatar von Berni
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    Mach mal nur so weiter!
    Vielleicht für dickes Parkett?
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  12. #11

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    Berni, Du hast recht, habe etwas zu dick aufgetragen.
    Aber irgendwann kann man diese Aussagen mit der Wasserempfindlichkeit nicht mehr
    hören. Meiner Meinung nach hat jede Estrichart ihren Zweck. Bei FBH in einem Neubau erfüllt den am besten ein CAF( wie gesagt, meine Meinung ).
    Wir bauen auch jede Menge Zementestrich auf FBH ein, die wenigsten Probleme haben wir allerdings mit CAF !

    Gruß Timmi
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  13. #12

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    Hallo,
    Lalotte hier...
    Ich habe schon viel gegoogelt und die Verunsicherung bzgl. Fließestrich wird eher größer. Das wir einen CAF benutzen wollen, ist eigentlich sicher, nur welchen? Darum
    bin ich auf der Suche nach dem idealen Heizestrich für unser Vorhaben: Nun die Frage: Gibt es Unterschiede zw. konventionellem synthetischen und "anderem" Anhydrit? So ja welche(n). Wir haben eine max. Aufbauhöhe von 7.5/8 cm und wollen Holzboden. Ob massiv oder Lamelparkett wissen wir nicht, das sagt uns die Bank aber auf gar keinen Fall Laminat!

    Freue mich über jeden Tip, auch von Lukas, Du scheinst ja Dank Deiner Proffesion geeignet als Ratgeber für Holzfußboden.
    Grß,
    Lalotte
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  14. #13

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    Hsllo Berni,
    jeder Estrich ist anzuschleifen. Aber das Problem der sogenannten Feuchtempfindlichkeit liegt meiner Meinung nach nicht unbedingt beim Estrich, sonder viel mehr beim wieder trocknen der Dämmung, denn die leigt unter dem Estrich. Und wenn der CAF nach einem Wasserschaden wieder ordnungsgemäß getrocknet wird, habe ich persönlich noch kein Nachteil für die Biegezug oder Druckfestigkeiten feststellen können.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von Berni
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    Tach Desy,

    da geb ich Dir vollkommen Recht.

    Wenn CA-Estriche richtig nass waren und danach wieder trocknen konnten, ist die Festigkeit bei einigen sogar noch höher als vorher.
    Schaden nehmen sie nur, wenn bei Durchfeuchtung der Estrich belastet wird.
    Sie dürfen aus diesem Grund keiner dauerhaften Feuchtigkeit ausgesetzt sein, weil in feuchtem Zustand ihre Festigkeit verloren geht.

    Habe ich jeweils was anderes behauptet?
    Ich habe nur immer geschrieben, dass sie nicht in reinen Nassräumen eingebaut werden dürfen.
    Das Thema Feuchteempfindlichkeit ist von der Fragestellerin in ersten Beitrag ins Spiel gekommen.
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  17. #15
    Avatar von Stephan Roman j
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    was ist eigentlich aus den reinen Zementfliesestrich geworden???
    mfg
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