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Wassereinbruch in meiner Gaube

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  1. #1

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    Wassereinbruch in meiner Gaube

    Hallo zusammen,

    bei dem Sturm/Starkregen letzte Woche hat es in mein neu errichtetes Dach reingeregnet, genauer gesagt an den Gauben am Übergang vom Querbalken der Gaubenkonstruktion zur Holzweichfaserplatte.

    Das sieht von innen so aus: Bild

    Daraufhin hab ich mal versucht, den Wassereinbruch zu rekonstruieren.
    Ergebnis:
    Sobald das Regenwasser „bergauf“ die Ziegel rauf läuft (letzte Woche wohl durch den Sturm), dringt Wasser ein.

    Nachdem ich mir meine älteren Bilder (hier) angeschaut habe, glaub ich die Ursache gefunden zu haben, ich denke die schwarze Unterspannbahn auf der Gaubenfront hätte weiter runter über die HWF geführt werden müssen.

    Was meint Ihr?

    Fertig sieht das ganze übrigens so aus: Bild

    Frage:
    Muss ein Dach auch bei den extremen Wetterverhältnissen von letzter Woche absolut dicht sein? Oder ist die Ausführung so in Ordnung und ich hab einfach Pech wenn das Wasser bergauf läuft?

    Die HWF wurde übrigens vom Zimmerer verlegt, Eindeckung und Spenglerarbeiten wurden durch eine andere Firma durchgeführt.


    Gruß
    Stefan
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  2. Wassereinbruch in meiner Gaube

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  3. #2

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    Übergang Gaube / Dachfläche

    Der Übergang von der vertikalen Gaubebegrenzung (OSB-Platten) zu den Unterdeckplatten hätte auf alle Fälle fachgerecht verklebt werden müssen. Dazu gibt es systemgerechte Klebebänder.

    Warum wurde denn das Brustblech nicht gleichzeitig ans Fenster angeschlossen; der "Blechverhau" rund um den Fensteranschluss schaut natürlich nicht ganz vertrauenserweckend aus?!

    Auch beim Trauabschluss fällt noch eine Schalungsbahn (?) auf, die offensichtlich nur auf die Unterdeckplatten aufgelegt ist - ist nicht genau zu erkennen.
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  4. #3

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    Also 1. Die Firma die diesen Fensteranschluss gemacht hat -> .
    So einen Anschluss hab ich noch nie gesehen sieht aus als hätte es ein Metzger gemacht. Wieso haben die das Brustblech nicht gleich richtig unters Fenster reingezogen sondern nochmal ein Fensterbänkchen gemacht noch dazu in den Ecken gelötet und nicht mit Quetschfalte? Davon geh ich mal stark aus, denn wenn die Quetschfalte richtig gemacht wurde braucht man nix löten. Auch die Unterspannbahn hätte ich weiter runtergezogen und richtig verklebt (z.B. Würth Eurasol). Ich geh mal davon aus dass der Wind dir das Wasser somit unten reingedrückt hat und es deswegen zum Wassereintritt kam.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Guten Abend,

    Zitat Zitat von Wilhelm Wecker Beitrag anzeigen
    Der Übergang von der vertikalen Gaubebegrenzung (OSB-Platten) zu den Unterdeckplatten hätte auf alle Fälle fachgerecht verklebt werden müssen. Dazu gibt es systemgerechte Klebebänder.
    ok, das dacht ich mir, Du meinst sowas wie Pavatape?

    Ich frage mich auch, wen der beiden spreche ich jetzt darauf an, sprich, wer muss das Problem beheben? Eigentlich hätte das ja wohl der Zimmerer abkleben müssen, aber der Spengler als Nachfolgender hats ohne einen Hinweis so hingenommen und drüber-gespenglert.
    Wenn ich das hier im Forum richtig gelesen habe, müsste doch das Folgegewerk (in dem Fall der Spengler) auf den Mangel hinweisen, richtig?

    Müsste das hier also der Spengler im Rahmen der Gewährleistung beheben?

    Ein Problem dürfte vielleicht sein, dass er dafür wohl das ganze Brustblech und evtl. auch das Fensterblech entfernen müsste.

    Zitat Zitat von Wilhelm Wecker Beitrag anzeigen

    Warum wurde denn das Brustblech nicht gleichzeitig ans Fenster angeschlossen; der "Blechverhau" rund um den Fensteranschluss schaut natürlich nicht ganz vertrauenserweckend aus?!
    Das war der Vorschlag vom Spengler, ich bin damals nicht auf die Idee gekommen, das aus einem Teil machen zu lassen...

    Zitat Zitat von Wilhelm Wecker Beitrag anzeigen
    Auch beim Trauabschluss fällt noch eine Schalungsbahn (?) auf, die offensichtlich nur auf die Unterdeckplatten aufgelegt ist - ist nicht genau zu erkennen.
    Du meinst die grüne Bahn? Die wurde vom Zimmerer angebracht und kommt unter den HWF-Platten raus, ich denk das sollte passen oder?

    Zitat Zitat von hardi Beitrag anzeigen
    Also 1. Die Firma die diesen Fensteranschluss gemacht hat -> .
    So einen Anschluss hab ich noch nie gesehen sieht aus als hätte es ein Metzger gemacht. Wieso haben die das Brustblech nicht gleich richtig unters Fenster reingezogen sondern nochmal ein Fensterbänkchen gemacht noch dazu in den Ecken gelötet und nicht mit Quetschfalte? Davon geh ich mal stark aus, denn wenn die Quetschfalte richtig gemacht wurde braucht man nix löten. Auch die Unterspannbahn hätte ich weiter runtergezogen und richtig verklebt (z.B. Würth Eurasol). Ich geh mal davon aus dass der Wind dir das Wasser somit unten reingedrückt hat und es deswegen zum Wassereintritt kam.
    genau so wars wohl.

    Wie würdet Ihr das nun nachträglich beheben?

    Gruß
    Stefan
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  6. #5

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    Gaubenverblechung

    Auf dem unfertigen Foto schaut es so aus, als ob die schwarze Schalungsbahn nur zur Notabdichtung der Gaube gedient hat. Aus welchem Material ist denn die Verblechung und wie ist die Unterkonstruktion?

    Du meinst die grüne Bahn? Die wurde vom Zimmerer angebracht und kommt unter den HWF-Platten raus, ich denk das sollte passen oder?
    Vermutlich liegt die Unterdeckplatte nur teilweise auf der traufseitigen Sichtschalung auf, der Rest wurde mit der grünen Schalungsbahn belegt, die unter die Unterdeckung hinaufreicht = ok. Ich habe es lieber, wenn die Unterdeckung bis zur Traufe geführt ist, funktioniert ganz gut, wenn die Sparren im Bereich der Sichtschalung um Schalungsdicke ausgeklinkt werden.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Wilhelm Wecker Beitrag anzeigen
    Auf dem unfertigen Foto schaut es so aus, als ob die schwarze Schalungsbahn nur zur Notabdichtung der Gaube gedient hat. Aus welchem Material ist denn die Verblechung und wie ist die Unterkonstruktion? .
    stimmt, die schwarze Bahn wurde als vorübergehende Abdichtung genutzt, die blieb aber unter der Front und vermutlich auch unter dem Brustblech dran, da aber eben leider nicht bis über die HWF-Platten.

    Die Blechverkleidung ist aus vorbewittertem Titanzink, drunter ist eine "Noppenbahn" namens Permosec (wegen Hinterlüftung). Diese Noppenbahn ist aber nur an den großen Seitenteilen drunter, an der Front ist nur die Unterspannbahn drunter, es hieß, für diese kleine Fläche wären die Noppen nicht nötig.
    Die Gaube selbst ist aus KVH und als Beplankung OSB-Platten.
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  9. #7

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    Korrosion?

    es hieß, für diese kleine Fläche wären die Noppen nicht nötig.
    Die Gaube selbst ist aus KVH und als Beplankung OSB-Platten.
    Nach den Verlegerichtlinien dürfte das nicht richtig sein, denn die strukturierte Trennlage soll - ich sage mal - die kontrollierte Korrosion an der Unterseite der Titanzinkbahnen ermöglichen. Ich hatte vor Jahren einen Fall wo der Spengler zwischen Mehrschichtplatten und Titanzink auch nur eine Schalungsbahn verlegt hat - das Blech war nach knapp 5 Jahren restlos durchkorrodiert.

    Die Frage ist auch noch, wie dick sind denn die OSB-Platten?
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  10. #8
    Themenstarter

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    die OSB sind 15mm dick, der Spengler bemängelte, dass die besser 22mm dick gewesen wären, dann hätte er nageln können, mit den 15mm musste geschraubt werden.

    Warum ist denn die Dicke der OSB wichtig?

    Achja, falls das wichtig wäre: hinter der OSB kommt dann 160mm MiWo WLG 035 ohne Hinterlüftung, innen eine Dampfbremse sd>=100m. Installationsebene mit 60mm + Innnenbekleidung aus GK-Platten.


    Nach dem Hinweis auf die Hinterlüftung hab ich mal beim Hersteller der Bleche nachgelesen: Link

    Ich denke ich hab die Doppelstehfalz-Bleche, obwohl die hier nur als Dachbekleidung aufgeführt sind.
    Gelten die Bedingungen der "strukturierten Trennlage" dann auch in meinem Fall der senkrechten Bekleidung der Gaubenfront?

    weiter oben (Link) steht in der Tabelle bei D: Standardtrennlage.
    Was ist denn eine Standardtrennlage? Keine strukturierte?


    Um nochmal auf mein Problem des eindringenden Wassers zurück zu kommen: Was würdet Ihr hier vorschlagen? Wie ist das mit der Hinweispflicht des Folgegewerks Spengler?
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