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  1. #1

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    Wer kennt sich aus mit Hausbrand

    Hallo,

    ich bin neu hier und suche jemanden der sich mit Hausbrand, Feuerversicherung, Neuaufbau usw. auskennt. Vielleicht ist
    hier im Forum jemand der auch ein solchen Schicksalsschlag wie
    wir erleben mußte. Am 13.12.07 ist unser Haus komplett durch
    einen Kabelschwellbrand abgebrannt.
    Es war ein Bioholzhaus in Ständerbauweise Bj 1992. Es war ein Schmuckstück,
    sehr individuell gebaut. Meinem Sohn und uns ist Gott sei Dank nichts
    passiert, jedoch konnten wir unseren Hund und Unsere 6 Papageien nicht retten. Nachdem die Feuerwehr erst nach 30 min. eintraf war alles schon
    zu spät.

    Kennt sich jemand aus mit Feuerversicherungen.
    Mein Haus war versichert und das ist auch alles ok, aber da
    ich keine Ahnung habe was zur Versicherung dazu gehört,
    komme ich mir vor als müßte ich all dass was die Versicherung sagt
    hinnehmen.

    Es wäre echt toll wenn ich hierrüber jemanden finden würde der sich
    mit diesem Thema schon befasst hat. Einen Anwalt will ich vorerst nicht
    in Anspruch nehmen, weil dies angeblich nicht die Versicherung übernimmt.

    Wahrscheinlich bin ich noch öfters hier im Forum, denn ich habe auch
    viele Fragen zum neuaufbau. Welche Bauweise, Heizung usw.

    Viele Grüße
    Pechvogel1968
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  2. Wer kennt sich aus mit Hausbrand

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Die Feuerversicherung ersetzt (idR) alle fest mit dem Haus verbundenen Bauteile.
    Also neben Wänden und Decken usw. Bodenbeläge, Tapeten und EINBAU-Möbel. (Die Einbauküche jedoch meist nicht).
    Alles, was Inventar war/ist, geht über die Hausrat.
    Aber das ist alles in den Versicherungsbedingungen ausschließbar oder zu erweitern.
    Grundlage ist also Ihr Vertrag.

    Aber an sich müsste die Versicherung doch bei so einem Totalschaden einen Gutachter bestellen, der alles aufnimmt und in € fasst.

    MfG
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  4. #3

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    Rotes Gesicht

    In so einem Fall würde ich nicht zuwarten, sondern umgehend einen eigenen Sachverständigen beauftragen! Auch wenn der was kostet, es lohnt sich bestimmt.
    Die Versicherungen spielen leider immer mehr auf Zeit bei Entschädigungsforderungen...

    Bei einem Fall hier in der Stadt hat es rund drei Jahre gedauert, bis man sich (trotz eigenen Gutachters!) auf eine Schadensumme einigen kommte. War allerdings ein historischer Fachwerkbau.

    Hoffentlich seid Ihr umfassend (z.B. Hotelkosten, Aufräumkosten) und ausreichend versichert. Wie teuer war das Haus (mit allen Ausbauten) damals?


    Was mich noch interessiert:
    -Warum kam die FW so extrem spät?
    -Ist schon Näheres zum Leitungsschwelbrand (es war wohl weder ne Schwellung noch ein Kabel) bekannt? An welcher Stelle war er?
    -Hast Du ein Bild, wie das Gwebäude hinterher aussah?

    Danke!
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  5. #4

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    Was ich nicht verstehe: Wie kann ein modernes Holzständerhaus so schnell abbrennen? Das hat doch normalerweise unbrennbare Dämmstoffe zwischen den Ständern und mindestens 1 Gipskartonplatte an allen Raumseiten. Wie konnte sich also der Brand so schnell ausbreiten?
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  6. #5
    Avatar von Peeder
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    Nachdem die Feuerwehr erst nach 30 min. eintraf
    Feuerwiderstandsklasse H(aus)30

    Peeder
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Torsten Stodenb Beitrag anzeigen
    Was ich nicht verstehe: Wie kann ein modernes Holzständerhaus so schnell abbrennen? Das hat doch normalerweise unbrennbare Dämmstoffe zwischen den Ständern und mindestens 1 Gipskartonplatte an allen Raumseiten. Wie konnte sich also der Brand so schnell ausbreiten?
    ....gute Frage! (interessiert mich auch). Es war vielleicht eine der beliebten Drei- (+x) steckdosen mit Verlängerungskabel ...von verlegtem Kabel steht da nix....

    gruss
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  8. #7
    Themenstarter

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    Das LKA hat den Brandherd als Kabelbrand (unter dem Boden im Wohnzimmer) technischer Defekt ermittelt. Mehr kann ich auch nicht sagen. Das mit den Gipsplatten ist schon richtig und war auch so bei uns, doch leider halten die auch nur 30 min. aus. Und die Feuerwehr kam erst nach 30 min.
    Da war nichts mehr zu retten. Darüber hinaus hat die Feuerwehr im wahrsten Sinne des
    Wortes "gewütet". Ich habe Bilder, versuche eines hier einzustellen.

    Fakt ist das Haus ist ein Totalschaden und die Versicherung will auch bezahlen. Aber herausziehen tun die die Sache schon. Da hat Julius recht...

    Wie ist das mit der Küche? Es ist doch auch eine Einbauküche gewesen mit eingesetzter
    Granitplatte. Die anderen Sachen Bad, Böden, Tapeten usw. sind inbegriffen.

    Das mit dem Gutachter ist eine gute Idee. Dies werde ich auch in Betracht ziehen.
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  9. #8

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    Trotzdem: 30 Minuten heißt bei den Gipskartonplatten, dass sie so lange einem Normfeuer standhalten müssen, bevor dieses sie durchdringen und dahinter befindliche Materialien entzünden kann. Und so ein Normfeuer habe ich mal gesehen: Dabei handelt es sich um eine richtige Powerflamme wie aus einem Flammenwerfer, die gegen die Prüffläche geschossen wird! Nichts von Kerze oder was man sich so vorstellen mag. Und erst nach 30 Minuten darf also das Holz dahinter langsam an zu kokeln fangen. Denn die massiven Ständer brennen ja auch nicht einfach so weg wie Streichhölzer. Das dauert in Wahrheit Stunden.

    Wenn der Brand in der Decke begonnen hatte, stellt sich für mich die Frage, welche Nahrung fand er dort, um sich so schnell auszubreiten? Lag auf der Decke kein Estrich, auch kein Trockenestrich, sondern vielleicht nur ein Aufbau aus Zellulosematerialien? Und welche Stoffe befanden sich in den Wänden? Diese Frage ist besonders interessant, weil ja von "Bio" die Rede war. Und die Hersteller von Zellulosedämmung und anderen "biologischen" Dämmmaterialien werben ja damit, dass ihre Ware brandhemmend ausgerüstet sei (mit Giften übrigens).

    Das die Hauptschäden möglicherweise von der Feuerwehr verursacht wurden, glaube ich wohl. Das ist oft so, denn die gehen radikal auf Nr. Sicher und öffnen u.U. sämtliche Wände, um nachzusehen, ob da nicht schon Brandnester sind. Dann bleibt im Prinzip ein angekokelter Rohbau übrig, der aber so schnell noch kein Totalschaden sein muss. Wenn mit der Brandbekämpfung wirklich nach 30 Minuten ohne weiter Fehler begonnen wird.
    Ich hätte jetzt nichts mehr geschrieben, wenn alle Innenräume mit Holzbrettern statt GKP ausgekleidet gewesen wären.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Torsten Stodenb Beitrag anzeigen
    .

    Wenn der Brand in der Decke begonnen hatte, stellt sich für mich die Frage, welche Nahrung fand er dort, um sich so schnell auszubreiten? Lag auf der Decke kein Estrich, auch kein Trockenestrich, sondern vielleicht nur ein Aufbau aus Zellulosematerialien? Und welche Stoffe befanden sich in den Wänden?
    ...Schwelbrand im Boden,Trittschalldämmung aus Holzweichfaserplatten?,Holzboden?, Unvollständige Verbrennung, Rauchgase (hochgiftig, hochbrennbar), Rauchgasexplosion(Backdraft), 2000 °C Temperatur (und mehr)....
    über die brandhemmende Wirkung von GK braucht man sich da keine Gedanken zu machen....
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
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    Hallo,

    also zu dem Brand kann ich auch nicht mehr sagen. Die Platten haben ja auch 30 min. ausgehalten. Nur dann brannten sie durch. Der Brand begann unten (nicht im Dach).
    Das Innendämmmaterial war reines Naturmaterial, Schafwolle usw.).

    Fakt ist es ist alles weg außer die Ständer natuürlich die stehen noch.

    Gruß Pechvogel
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  13. #11
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    Oft kommt dazu noch der sogenannte Ozeanische Löscheffekt!

    Bedeutet in das Gebäude wird oben solange kaltes Wasser reingejagd bis unten das Wasser in gleicher Temperatur rausläuft

    Aber im Ernst werden gerade Ständer- und Hohlwandkonstruktionen von der Feuerwehr nahezu zerlegt um Glutnester ausfindig zu machen.

    Die Brandursache ist doch eh klar... so what? Es geht nur noch um die Abwicklung.

    Die Versicherungen versuchen übrigens alles einem Allround Brandschadensanierer zu vergeben... ich finde die Idee nicht wirklich gut
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