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Terrassen-Sanierung

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  1. #1

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    Terrassen-Sanierung

    Hallo,

    ich muss meine Terrasse sanieren da sich die Fliesen ablösten. Nun habe ich die Fließen abgetrennt und den restlichen Fließenkleber abgeschliffen. Jetzt habe ich den eigentlichen Terassenaufbau gesehen (unten drunter ist ein Holzkeller) -> Betonhohldielen, Bitumen-Schweißbahn, 5cm Beton (Estrich). Diese 5cm sind aber nicht bewehrt und über die Jahre gerissen (Außenbereich, Frost). Die Dichtung ist aber intakt und der Holzkeller trocken.

    Wie mache ich nun weiter? Einfach drauf fliesen geht nicht, dann reißen die Fliesen kurze Zeit später wieder. Kann man jetzt irgendein Glasfaser-Vlies aufspachteln oder so was ähnliches? Grundierung/Haftgrund und dann mit Flexkleber fliesen und mit Flexfuge verfugen?

    Ein paar Tipps wären sehr nett und hilfreich. Vielen Dank.

    Gruß Thomas
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  2. Terrassen-Sanierung

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  3. #2
    Avatar von operis
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    Stop, nicht schon über die Neuverlegung nachdenken...Wie wird denn das wasser auf der unteren abdichtebene weggeführt???
    Also auf der bitumenschweissbahn.

    erstmal problem erkennen und dann neu bauen, am besten mit planer vor ort, terrassen und balkone sind äusserst anspruchsvolle konstruktionen, da verbrennen sich einige die hände.

    Grüße operis
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  4. #3
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    Am Gefälle-Ende ist unter der Schweißbahn ein Kupferblech eingelassen, welches über eine Dachrinne entwässert wird. Diese Unterkonstruktion ist intakt, leider der Estrich oben drüber nicht. Die Risse müssen ja sicher irgendwie versiegelt werden und es muss verhindert werden, dass es zur neuen Rissbildung kommt. Sonst reißen ja die Fugen bzw. Fliesen wieder auf und Wasser und Frost tun ihr übriges.

    PS: Die erste Konstruktion hat 15 Jahre gehalten und stammt von meinem Vorgänger.
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  5. #4

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    Da hat's doch schon lange gehalten!
    Der Frost hat ganze Arbeit geleistet. Ist den der Estrich noch tragfähig oder bröselt der schon auseinander und wie ist das Gefälle ausgebildet - Bitumenbahn schon im Gefälle?
    Wenn der Unterbau (Estrich) noch verwendar sein sollte würde ich darauf eine elastifizierte mineralische Abdichtung aufbringen. Die kann auch noch mit einem Gewebe armiert werden (hängt aber von der Beanspruchung der Fläche ab). Im Anschluss zu Wänden ist ein Dichtband (aber nicht das billige aus der Badabdichtung!) mit in die Abdichtung einzubetten.
    Auf diese Abdichtung kann mit einem Fließbettmörtel (besser als Flexkleber, da hohlraumfreie Verlegung angestrebt werden sollte) ein neuer Fliesenbelag aufgebracht werden.
    Es ist auch möglich auf die Abdichtung eine Entkopplung- und Dränmatte aufzulegen, die direkt mit Fliesen belegt werden kann (z.B. Fa. Gutjahr mit Watec-System). Da streiten sich aber die Geister, da keiner weiß, wie lange die Dränung funktioniert. Ich habe mit diesem System schon gute Erfahrungen gemacht. Es müssen natürlich die Randbedingungen stimmen (z.B.Anschluss an Dachrinne, Gefälle, Fugen usw.)

    Grüße aus L.E. Schnorbel
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  6. #5
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    Vielen Dank für den Tipp.

    Die Terrasse ist in einer Innenecke des Hauses und das Gefälle geht von dieser Ecke aus. -> so ca. 2% (komplett, nicht nur der Estrich). Wasser blieb bisher nie stehen (außer Schnee natürlich). Der Estrich ist noch sehr gut in Schuss, auf 10m² 4 Spannungsrisse. Ansonsten noch sehr stabil.

    Aber deine Beschreibung hat mir schon sehr weitergeholfen.

    Ich werde heute mal meinen Lieferanten fragen, was er so für Material im Angebot hat. Ich habe bei einem mittelgroßen Fliesengeschäft (das so heißt wie ich mit Vornamen) frostfeste Fliesen bestellt.

    Also, Abdichtung evt. mit Armierung -> Fließbettmörtel -> Fugenfüller (irgendwas besonderes??). Braucht das ganze dann noch eine Versieglung oder wäre das übertrieben?

    Gruß Thomas
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  7. #6
    Avatar von operis
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    Bist du aus dem Erzgebirge?

    Den thomas kenn ich...

    grüße operis

    Mir macht schon die entwässerung der unteren abdichtungsebene sorgen, dem herrn schnorbel anscheinend nicht...

    Grüße operis

    (aber 15 jahre ist schon eine relativ gute haltbarkeit)
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  8. #7
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    Ja bin ich...

    Kannst du mir eine Einschätzung geben wie gut die Ware zum Preis ist???

    Wie gut die Schweißbahn wirklich ist, kann ich leider nicht einsehen. Kann das nur am Rand der Terrasenplatte sehen, dass eine drinnen ist.

    Den Estrich abtragen und ein kompletter Neuaufbau ist natürlich das NonplusUltra. Leider fehlen dazu die finanziellen Mittel. Hast du Bedenken, dass die obere Abdichtung nicht halten könnte, wenn die untere noch aus der "Steinzeit" stammt?
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  9. #8
    Avatar von operis
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    Wenn die ober abdichtung korrekt ausgeführt wird, dann passts schon. aber wie ich weiter oben schon schrieb, ist ein fliesenbelag im Aussenbereich extrem anspruchsvoll.

    Mir gehts da eher um das korrekte abführen des wassers auf der unteren entwässerungsebene. Ist ja sicherlich noch wasser im estrich.

    Der thomas ist ein fachhändler, also sollte er euch auch das passende material verkaufen. am besten auch die verlegestoffe.

    Grüße operis
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  10. #9
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    Mit der Feuchtigkeit hast du recht. Die Risse sind auch tagelang nach dem abtrocknen der Platte feucht. Muss ich wohl warten bis es einige Tage warm war und es keinen Frost mehr gibt.

    Ich werde wohl nur das machen, was ich als Fliesenleger-Laie machen kann (bzw. wo ich mich ran traue). Ich möchte ja nicht einige Hundert Euro in den Sand setzen nur weil ich an einem Profi gespart habe.

    Was kostet eigentlich ein guter Fliesenleger für die 10m²? Material ist ja schon vorhanden!
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  11. #10
    Avatar von operis
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    Nach preisen solltest du mal bei euch in der gegend fragen, oder bei thomas

    Grüße operis
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  12. #11

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    Hallo Operis,

    Die Abdichtung mit der Schweißbahn macht mir insofern keine Sorgen, da ja die Terrasse seit 15 Jahren dicht ist und auf den alten Estrich eine neue, zusätzliche Abdichtung drauf kommen sollte. Die Bitumenbahn tritt also in ihrer Bedeutung zurück. Der Vorteil der oberen Verbundabdichtung ist, dass die Konstruktion bis auf die Fliesen trocken bleibt und nicht durch Frost abgesprengt wird. Diese mineralische Abdichtung ist übrigens nicht dampfdicht, sodass die Restfeuchte (gemeint ist feucht nicht naß!) problemlos entweichen kann.
    Eine Versiegelung der Fliesen bringt nicht wirklich etwas. In der Regel wird mit einer Siliconimprägnierung gearbeitet, die sich zumindest an der Oberfläche durch mechanische Belastung "abarbeitet". Lediglich saugfähige Fugen können damit etwas geschützt werden.
    Beim Materialkauf auf ein System festlegen, so kann man eventulle Gewährleistungsansprüche geltend machen.

    Gruß aus L.E. Schnorbel
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  13. #12
    Themenstarter

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    Hallo,

    ich habe gestern nun bei Thomas eingekauft - alles von PCI! Ganz schön teuer, aber es soll ja wieder einige Jahre halten.

    Ich habe nun eine rissüberbrückende 1k Dichtschlämme, Dichtband für den Wandanschluss, so eine Entkopplungsbahn (blau, 2mm, ähnlich styrodur), Flex(-fließ)mörtel und Flexfuge. Und wer baut mir das jetzt alles ein???

    Wie wird denn die Entkopplungsbahn richtig verlegt? Stoßfugen sicher etwas überlappt, aber wird die einfach nur aufgelegt und darauf gefliest oder wird die nach unten hin verklebt (z.B. mit der Dichtschlämme)?

    Ich werd mal fragen, was das Fliesen legen kosten würde. Soll ja ordentlich werden und das verlegen in Fließmörtel ist bestimmt nicht einfach.

    Gruß Thomas
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  14. #13
    Avatar von operis
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    Frag doch mal bei Thomas an, da kaufen doch auch fachunternehmen.

    Wenn du die leistung vergibst, dann hast du natürlich auch die gewährleistung auf die arbeiten insofern also nicht schlecht.

    @schnorbel

    danke für den hinweis, ich kenne die ganzen systeme in- und auswendig, ob die wirklich diffusionsoffen sind, da bin ich mir manchmal nicht so sicher.

    Best things, operis
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  16. #14

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    Klar, alles ist relativ!
    Auch eine Glasscheibe ist diffusionsoffen, die Frage ist nur wie viel!
    Die Dichtungsschlämmen haben einen Widerstand wie eine Luftschicht von ca. 0,5 -1,25 m (starre) und bis 3,75 m bei flexiblen Schlämmen je nach Kunststoffanteil und Dicke. Zum Vergleich: Schweißbahn liegt bei 120 -250 m und KMB bei ca. 100 m oder Fliesen liegen bei 0,4-4,5 m! Darum sollte man z.B. auf eine Fundamentplatte, die nur mit Dichtungsschlämme abgedichtet ist, keine hochwertigen Beläge ohne dampfdichte Abdichtung verlegen!
    Auf unserer Problemterrasse gibts ja noch unten drunter die Bitumenbahn und neue Feuchtigkeit sollte ja auch nicht dazukommen.

    Soviel dazu. Falls noch was unklar, helfe ich gern - so ich kann.

    Gruß aus L.E. Schnorbel
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  17. #15
    Themenstarter

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    Hallo,

    genau wegen der Abdichtung kommt ja noch so eine Entkopplunsschicht auf die Schlämme. Laut Lieferant ist die zum entkoppeln (is klar) und zur zusätzlichen Abdichtung. Nur wie wird das eigentlich verlegt? Wird die Matte verklebt oder nur lose verlegt und darauf gefliest?

    Die drei Abdichtungen sollten doch eigentlich ausreichen, oder?

    Danke für eure Hilfe.

    Thomas
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