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  1. #1

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    Kalksandstein vs. Liapor oder Poroton

    Hallo allerseits,

    aus den bisherigen Beiträgen zur Wahl des optimalen Mauerwerks bin leider nicht allzu schlau geworden. Konkret geht es um einen Neubau in Frankfurt, recht moderne Architektur und die Frage nach dem optimalen Maueraufbau. Bislang liegt mir ein Angebot über eine Wärmedämmverbundfassade vor, 17,5er Kalksandstein zzgl. 14er Wärmedämmung, allerdings könnte ich auf Wunsch auch eine Liapor oder Porotonwand in 36,5 bekommen.

    Aus den bisherigen Beiträgen scheint bei dem angebotenen Wandaufbau die Algenbildung ein Problem zu sein, zusätzlich gibt es widersprüchliche Aussagen zu Raumklima, Akustik und Schalldämmung.

    Da das Haus recht nah an einer Autobahn gebaut wird, wäre eine gute Außenschalldämmung recht wichtig, zusätzlich verlangt die Stadt einen KFW60 Standard. Geheizt werden wird wohl mit Fernwärme, eine Anlage zur kontrollierten Be- und Entlüftung (Vitovent oder alphainnotec) verbaut werden.

    Was wäre unter diesen Voraussetzungen denn eure Empfehlung?

    Viele Grüße

    Tobias
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  2. Kalksandstein vs. Liapor oder Poroton

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  3. #2

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    Schallschutztechnisch ist der angegebene Aufbau der beste von den dreien.
    Wärmetechnisch müsste ich jetzt nachrechnen, aber bei KS-Dämmung kann man grundsätzlich jeden Wärmedämmwert erreichen (im Zweifelsfall halt mit 16 oder 18 cm Dämmung). Beim monolithischen Mauerwerk ist halt bei Lambda 0,08 W/mK Schluss und mehr als 36,5 cm zu bauen ist auch Käse.

    Gruß

    Thomas
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  4. #3
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Bauwahn Beitrag anzeigen
    Schallschutztechnisch ist der angegebene Aufbau der beste von den dreien.
    Wärmetechnisch müsste ich jetzt nachrechnen, aber bei KS-Dämmung kann man grundsätzlich jeden Wärmedämmwert erreichen (im Zweifelsfall halt mit 16 oder 18 cm Dämmung). Beim monolithischen Mauerwerk ist halt bei Lambda 0,08 W/mK Schluss und mehr als 36,5 cm zu bauen ist auch Käse.

    Gruß

    Thomas
    Hi Thomas,
    klasse, vielen Dank für deine Antwort. Hast du denn auch Erfahrungen bzgl. Stabilität, Algenbildung und auch Raumklima (bzw. Temperaturen) im Sommer?

    Viele Grüße

    Tobias
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  5. #4

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    Hast du denn auch Erfahrungen bzgl. Stabilität, Algenbildung und auch Raumklima (bzw. Temperaturen) im Sommer?
    Stabilität ist bei allen 3 Baustoffen kaum ein Thema, Liapor kann im Einzelfall statisch nicht ausreichen (Festigkeitsklasse meist nur bis 4), dann muss dort betoniert werden. Im EFH aber die große Ausnahme.
    Algenbildung tritt bei WDVS häufiger auf als bei verputztem Mauerwerk. Das hängt aber von sehr vielen Faktoren ab.
    Raumklima: Hier würde ich kaum Unterschiede sehen. Speichermasse haben alle. KS am meisten (selbst bei geringerer Wandstärke der Steine), zumal dort der gesamte Stein annähernd Raumtemperatur hat. Zudem ist die Speichermasse der Betondecken, Estrich usw. oft höher als die der Wände.
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  6. #5
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Ich heiß´ zwar nicht Thomas :Roll
    aber ich baue seit vielen vielen Jahren mit KS und WDVS und die Nutzer sind´s sehr zufrieden.

    Algenprobleme treten in der Nähe stark befahrener Straßen erfährungsgemäß nicht auf.
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  7. #6
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    dann wäre die Preisfrage:
    was würdet ihr eher empfehlen, einen 36,5er t8 oder die o.a. Konstellation?

    Viele Grüße

    Tobias
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  8. #7

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    Ich glaub' ich wär da bei Volker...

    Thomas
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  9. #8

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    recht moderne architektur kann viel heissen.
    wenn schlanke offene architektur sich in der fassade spiegelt, macht ein ziegelmauerwerk mit 30% betonanteil ( stützen, stürze, träger) wenig sinn.
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  10. #9
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    Zitat Zitat von sepp Beitrag anzeigen
    recht moderne architektur kann viel heissen.
    wenn schlanke offene architektur sich in der fassade spiegelt, macht ein ziegelmauerwerk mit 30% betonanteil ( stützen, stürze, träger) wenig sinn.
    Hallo, ich habe in mein Profil mal 2 Entwürfe abgelegt. Würde die Holzverkleidung denn auch an der WDVS gut halten oder müsste bzgl. der Befestigung ein besonderer Aufwand betrieben werden?
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  11. #10

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    ich würde dabei zu KS oder beton tendieren.
    für die holzverschalung gibts 2 lösungen
    klassisch : unterkonstruktion (mit mineralwolle) direkt auf die wand
    oder, unterkonstruktion (lattung) auf das WDVS (ohne endputz)
    siehe sto -> sidings
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  12. #11
    Themenstarter

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    hast du eine Idee, wie man neben der Holzstruktur auch eine Art Maserung auf die Sidings bekommt? Würde es da reichen, mit einer Farbe drüberzugehenn oder ist da mehr für nötig?

    2 weitere Fassadenmöglichkeiten habe ich zu den bestehenden Fotos beigefügt. Bin im Moment noch recht unschlüssig, wie man diese eine Säule am besten verkleidet? Ein Ansatz wären auch noch von Eternit die Ziegelfassade Tonality Classic Natur oder Cedral
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  13. #12

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    @Bauwahn

    und mehr als 36,5 cm zu bauen ist auch Käse.
    Könnten Sie das bitte näher erläutern? Wo wirkt sich das wie aus? Ich denke derzeit über einen 42,5er Poroton nach.

    Inwiefern kann es bei den verschiedenen Materialien Unterschiede im Raumklima geben?
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  14. #13

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Zitat Zitat von Seev Beitrag anzeigen
    Könnten Sie das bitte näher erläutern? Wo wirkt sich das wie aus? Ich denke derzeit über einen 42,5er Poroton nach.

    Inwiefern kann es bei den verschiedenen Materialien Unterschiede im Raumklima geben?
    Da das Grundstück und das Baufenster nicht größer wird, wird die Wohnfläche bei dicken Wänden eben kleiner. Ganz einfach

    Und Algen gibt es vermehrt wegen der sauberen Luft. Sonst würden Schwefelsäure und andere Genossen den Algen den Garaus maachen

    Gruß

    pauline
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    ich realisiere gerade eine lamellenfassade (lärche), in der art der uk wie die sidings von sto. ist allerdings eine sonderkonstruktion und mit dem bauherren abzustimmen.
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  17. #15

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    und mehr als 36,5 cm zu bauen ist auch Käse.
    Könnten Sie das bitte näher erläutern? Wo wirkt sich das wie aus? Ich denke derzeit über einen 42,5er Poroton nach.

    Inwiefern kann es bei den verschiedenen Materialien Unterschiede im Raumklima geben?
    Wenn man den Platz hat... wobei das Mauerwerk ja auch Geld kostet.
    Und die Verarbeitung ist bei 42,5 Dicke ja auch schon nimmer so komfortabel.
    Und meist nehmen aber die Wärmebrücken nicht in dem Mass ab, wie die Wand dicker wird.

    Das Raumklima hängt doch im wesentlichen von den Parametern Lambda (Wärmeleitfähigkeit), der Dichte Rho und c (spez. Wärmekapazität ab).
    Baustoffe mit höherem (Rho*c) speichern mehr Wärme im Verhältnis zur Raumluft bzw. brauchen mehr Energie, somit länger, um sich im Sommer aufzuheizen, aber auch um sich abzukühlen.
    Für den vielbeschworenen Feuchtehaushalt sind in der Regel ohnehin nur die obersten paar mm der Wand (also der Putz) entscheidend.

    Gruß

    Thomas
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