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Pelletsheizung vs. Gasbrennwert+Solar?

Diskutiere Pelletsheizung vs. Gasbrennwert+Solar? im Forum Heizung 1 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Pelletsheizung vs. Gasbrennwert+Solar?

    Hallo,

    wir planen gerade eine Doppelhaushälfte in Emmering (Bayern) zu bauen.
    Nun stellt sich uns die Frage welche Heizung nehmen wir denn. Tja und da gehts los. Man hat ja die breite Auswahl.

    In den engeren Kreis haben es nun eine Pelletsheizung oder eine Gasbrennwerttherme+Solar geschafft. Doch was sollen wir jetzt nehmen.
    Von der einen Seite hört man auf jedenfall Pellets, von der anderen ne lohnt sich gar nicht. Lieber ne Gasbrennwertthermie mit Solar. Wobei wir auch schon gehört haben ne Gasbrennwerttherme allein reicht auch aus.

    Zu unserer Doppelhaushäflte:

    KfW-60 Haus. Heizlast wurde leider noch nicht berechnet.
    U-Wert im Gefachbereich von 0,15 W/m2K.
    U-Wert Dach 0,19 W/m2K.

    Es wird eine Doppelhaushälfte Keller+EG+1+DG.
    Dachgeschoss vorerst nur ausbaufähig.

    Wohnfläche 110 qm mit ausgebauten Dachgeschoss dann 150qm.
    Solar würden wir nur machen damit wir daß Kfw-60 Darlehen bekommen.
    Denn nur mit Gasbrennwerttherme bekommt man anscheinend daß Darlehen nicht, oder?

    Der Aufpreis für die Pelletsheizung zu der Gasbrennswerttherme liegt bei
    8000 €. Pelletsheizung mit WW-Speicher von 200 Liter inkl. Lagersilo (3 to).

    Was haltet ihr davon? Lieber Pelletsheizung oder Gasbrennwert mit oder ohne Solar?

    Vielen Dank schon im Voraus

    Gruß Christian.
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  2. Pelletsheizung vs. Gasbrennwert+Solar?

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  3. #2

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    MEINE Meinung, weg von Gas.

    Wir wissen wohl alle, daß Energie teurer wird. Die Pelletpreise oder Strom werden den Steigerungen sicherlich in nichts nachstehen. Trotzdem zeigt die Tendenz bei Öl und vor allen Dingen bei Gas einen steileren Anstieg.

    Ich würde über folgende Lösungen nachdenken.

    a.) Wärmepumpe (Luft, Sole, Wasser, das muß man noch entscheiden)
    b.) Pellets

    Wegen der Solargeschichte würde ich mit ganz spitzer Feder rechnen. Da muß das Konzept passen, sonst hängen die Dinger umsonst auf dem Dach.

    Und weil wir schon beim Konzept sind, die 200Liter für den "Speicher" reissen mich auch nicht vom Hocker.

    Wie schon richtig erkannt -> Heizlastermittlung ist angesagt.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hallo R.B.,

    danke für die schnelle Antwort. Ja über Wärmepumpe hatten wir auch schon nachgedacht aber wegen der hohen Kosten (z.B. Bohrung) bzw. (für Wasserwärmepumpe zu hohes Grundwasser 1,50 - 2,30) wieder fallen gelassen. Luftwärmepumpe war eigentlich unser Favorit, doch hab ich viele Beiträge gelesen die einen sehr hohen Stromverbrauch hatten. Und was machen wenn doch mal ein richtig frostiger winter kommt. Dann heizt man mit Strom und das wird bestimmt nicht billig.

    Eine Frage zur Heizlast: Wie wird diese berechnet? Welche kriterien sind hier ausschlaggebend?

    Gruß Christian
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  5. #4

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    Für die Ermittlung der Heizlast gibt es eine EN12831.

    Grob gesagt werden die Gebäudedaten und Eure Nutzungsgewohnheiten (Raumtemperaturen) aufgenommen und daraus die Heizlast bei einer Außentemperatur von -xx°C ermittelt.

    Die Heizlast ist dann die Grundlage für die Auslegung der Heizflächen und des Wärmeerzeugers an sich.

    Wegen der WP, da würde ich das Thema Bohrung auch ad acta legen. Die Preise die momentan für eine Bohrung verlangt werden sind jenseits von Gut und Böse.

    Alternativ ein Flächenkollektor (Sole o. DV).
    Bei der Luft-WP kann auch bei Minusgraden noch eine ordentliche Leistungszahl erreicht werden.

    Aber hier gilt wie immer -> Sorgfältig planen und dimensionieren.

    Bei 150qm KfW 60 vermute ich die Heizlast irgendwo im Bereich 5kW. Bei einer DHH kann bzw. wird diese vermutlich noch niedriger liegen.

    Jetzt wäre die Frage, wie man den Pelleter so hinbekommt, daß er noch leistungsgerecht Wärme liefert. Vermutlich wird die Kiste dann in einen Speicher feuern da die Heizflächen die Wärme gar nicht aufnehmen können ohne daß die Räume überhitzen.

    Aber bitte beachten, ich lese mangels Details noch in meiner Glaskugel.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hallo Ralf,

    bei Flächenkollektoren muß doch eine bestimmte Größe des Grundstückes vorhanden sein, oder? Wir haben ein 303 qm Grundstück. Würde dies ausreichen für Flächenkollektoren (DV bzw. Sole)?
    Habe auch noch gelesen daß bei der Direktverdampfung der Rasen leiden würde (wird braun).
    Spielt bei den Flächenkollektoren das hohe Grundwasser keine Rolle?

    Heißt dies daß die Pelletsheizung zu stark ist? Was meinst du mit Räume überhitzen? Braucht man hierzu dann einen Pufferspeicher??

    Gruß

    Christian
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  7. #6

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    Grundstück 300qm frei verfügbar für einen Kollektor?
    (oder abzüglich überbaute/versiegelte Flächen)

    Mir ist nicht bekannt daß der Rasen leiden würde. Wenn es dazu kommen sollte, dann wurde der Kollektor nicht richtig dimensioniert. Ich sagte ja schon, das muß sorgfältig geplant sein (Entzugsleistung usw.).

    Das Grundwasser ist kein Problem, ganz im Gegenteil.

    Bei einer geringen Heizleistung wird es schwierig den Pelleter so zu fahren, daß er leistungsgerecht Wärme liefert. Also muß diese zwischengespeichert werden. Du kannst die Pellets ja nicht "einzeln" verbrennen.

    Gruß
    Ralf
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Zitat Zitat von Emmeringer Beitrag anzeigen
    Heißt dies daß die Pelletsheizung zu stark ist?
    gerade die Holzverbrennung bringt schnell viel Energie, daher ist hier ein Pufferspeicher je nach Auslegung sinnvoll.
    Wobei es auch schon Pelletskessel mit nur 9KW geben soll.
    Würden die Räume überheitzt, so liegt es nicht am Pelletskessel ansich sondern an einer falsche Auslegung.

    Grüsse
    Jonny
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  9. #8
    Themenstarter

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    Nein, 303 qm gesamtes Grundstück. Ich denke wir werden knapp 200-225 qm für Kollektoren übrig haben. Grundfläche Haus 10m * 6,65m und dann noch abzgl. Vorgarten, Garage etc.

    Hätten auch eine Pelletsheizung bis 8 KW von Ökofen. Paradigma steht auch zur Auswahl. Welches ist hier die bessere? Gibt es Erfahrungswerte?
    Würdet Ihr sagen ein Pufferspeicher wäre dann Pflicht beim Kauf?

    Räume werden über Fußbodenheizung geheizt.

    Gruß

    Christian
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Emmeringer Beitrag anzeigen
    ..... Ich denke wir werden knapp 200-225 qm für Kollektoren übrig haben.
    Könnte evtl. für eine DV WP ausreichend sein. Das weiß man erst wenn die Heizlast bekannt ist.
    Alternativ könnte man über Erdkörbe nachdenken. Bei der vermutlich geringen Heizlast reichen sicherlich 3-4 Körbe aus (Flächenbedarf ca. 6m x 6 m, Tiefe 2,5m).

    Zitat Zitat von Emmeringer Beitrag anzeigen
    Hätten auch eine Pelletsheizung bis 8 KW von Ökofen..........
    Würdet Ihr sagen ein Pufferspeicher wäre dann Pflicht beim Kauf?
    Überlege mal, bei einer max. Heizlast (im tiefsten Winter) von vielleicht 5kW produziert die Heizung 8kW. Wo soll der Überschuß hin? Was passiert während der Übergangszeit wo die Heizlast noch niedriger liegt?
    Dann kommt noch hinzu, daß die Heizung mit niedriger Temperatur (FBH, gute Entscheidung) läuft.

    Den Mini von Ökofen der angeblich bis 2kW runter kann, habe ich noch nicht in der Praxis gesehen. Daher bin ich etwas vorsichtig.

    Gruß
    Ralf
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  11. #10
    planfix
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    Bei der DV WP und einem gut gedämmten Neubau reicht eine Kollektorfläche entsprechend der Wohnfläche von 1:1. Die Kosten sind damit günstiger als alle anderen Syteme sowohl in der Anschaffung und erst recht im Betrieb.
    Noch Fragen? Hersteller gerne als PN.
    Oder auch erst mal hier lesen.
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  12. #11
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    @ R.B.

    Was sind diese Erdkörbe? Davon habe ich noch nichts gehört.

    Noch eine Frage zur DV Wärmepumpe. Wie sieht es da mit der BEpflanzung des Garten aus (Bäume , Sträucher etc.). Können die Würzeln den Leitugnen schaden zufügen? Oder ist dies kein Problem?

    Gruß

    Christian
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  13. #12

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    Zu den Wärmekörben:

    http://www.waermekorb.com/bilder.htm

    Google liefert auch einiges an Lesematerial.

    Zur DV. Wegen der Wurzeln muß man sich normalerweise keine Sorgen machen. Die üblichen Pflanzen wurzeln nicht so tief. Oder möchtest Du Bäume pflanzen?

    Gruß
    Ralf
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  14. #13
    Themenstarter

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    Hallo Ralf,

    hatten wir vielleicht vor. Also da kann es durchaus dann zu Problemen kommen sozusagen.

    Die Wärmekörbe klingen ja auch interessant. Da werd ich mich mal umhören bzw. informieren.

    Gruß

    Christian
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Frag´ mal einen GaLa bauer wie tief die Dinger wurzeln. Ich kann mich daran erinnern, daß hier schon einmal in einem thread mit ähnlichem Thema diskutiert wurde. Soweit mein Gedächtnis reicht, hatte keine der üblichen Pflanzen in einem Garten mehr als 1m tiefe Wurzeln.

    Wenn Du natürlich eine dicke Eiche pflanzen möchtest, dann wird´s nix.

    Da jedoch dies Leistung eines Flächenkollektor abhängig ist vom Ertrag von oben (Regen), sollte man sich die Bepflanzung sehr gut überlegen.

    Es gibt viele Möglichkeiten wie man einen Kollektor gestalten kann. Allen gemeinsam ist eine sorgfältige Berechnung damit die mögliche Entzugsleistung auch zur WP passt.

    Gruß
    Ralf
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  17. #15

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    Bei einem 150qm KfW60 Haus kann man auch gut über eine Luft WP nachdenken, finde ich.

    So ein Haus braucht im tiefen Winter vielleicht 5-6kW Leistung. In der Übergangszeit 1-2kW. Das geht nur gut (also ohne viel takten), wenn der Gas oder Pellets-Brenner modulieren kann. Bei WP gibts das Problem nicht so sehr, da die ja keine tausend Grad heiße Flamme haben, deren Energie weg muss.

    Es gibt, glaube ich, nur ein Gasbrennwertgerät, das so weit runter moduliert, die Thision 9 (0,9 bis 9kW). Bei Pellets gibt es glaube ich nichts vergleichbares, oder?

    Sicher ist der Wirkungsgrad einer Sole WP höher als bei einer Luft WP, aber ob sich das bei der Heizlast wirklich lohnt?

    Gruß, Hendrik
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