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  1. #1

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    Abdichtung nach DIN 18195-6 Abschnitt 9

    Hallo

    Ein Bodengutachten für unser Grundstück hat bzgl. dem Thema Abdichtung / Wasser für den Keller folgendes ergeben:

    "Nach den Ergebnissen sind die Böden in die Bodengruppen SE und SU einzustufen. Unter Beachtung der Feld- und Laborversuchsergebnisse liegt die Wasserdurchlässigkeit der Böden in der Größenordnung 10 -4 m/s bis 10 -5 m/s. Nach DIN 18130 (Durchlässigkeit) sind die Böden als durchlässig einzustufen.

    Hieraus folgt, dass nach DIN 18195-1:2000 (Bauwerksabdichtung) damit gerechnet werden muss, dass in den Arbeitsraum eindringendes Oberfläche- und Sickerwasser vor den Bauteilen zeitweise aufstauen kann und diese als Druckwasser beansprucht. Es ist daher eine Abdichtung nach DIN 18195-6 erforderlich, wenn nicht ein Aufstau durch eine Dränung nach DIN 4095 mit Anschluss an eine Vorflut dauerhaft verhindert wird. Da eine Dränung voraussichtlich von den zuständigen Behörden nicht genehmigt wird, ist es erforderlich das Bauwerk nach DIN 18195-6 Abschnitt 9 (bei einer maximalen Gründungstiefe von 3 m – ansonsten nach Abschnitt 8 der DIN) abzudichten.

    Alternativ kann das Bauwerk auch als „weiße Wanne“ nach den WU - Richtlinien abgedichtet werden."


    Was bedeutet diese für die Abdichtung? Ist jetzt eine "weisse" oder eine "schwarze" Wanne nötig? Was von beiden ist denn günstiger?

    Hat jemand ggf. einem guten Link, an dem man nachlesen könnte, was genau eine Abdichtung nach DIN 18195-6 Abschnitt 9 fordert?

    Mit bestem Dank und Gruß
    T. Berger
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  2. Abdichtung nach DIN 18195-6 Abschnitt 9

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Hallo,
    wen der Boden durchlässig ist bedarf es meiner meinung nach nur eine Abdichtung nach 18195 Teil 4 wen die Arbeitsräume auch mit durchlässige füllmaterial angefüllt wird.
    Was zum lesen hier.

    Mfg.
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  4. #3
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    Hallo

    soe wie es verstanden haben hat der Boden eine Wasserdurchlässigkeit in der Größenordnung 10 -4 m/s bis 10 -5 m/s.

    Nach DIN 18130 (Durchlässigkeit) wäre er damit "durchlässig".

    Nach DIN 18195-1:2000 (Bauwerksabdichtung) wäre er damit "wenig durchlässig", und daher wird auch die Abdichtung nach DIN 18195-6 Abschnitt 9 empfohlen.

    So habe ich es verstanden (bin aber kein Fachmann!!).

    Beste Gruesse
    T. Berger
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  5. #4
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    Die Scnittstelle ist hier der KF Wert 10 -4 hier ist der Boden zwar durchlässig aber nicht ,ausreichend durchlässig für eine Abdichtung gegen Bodenfeuchte, Haftwasser Kapillarwasser der DIN 18195 -4 (YILMAZ!!!)

    Hier wäre eine außenumschließende Schwarze Wanne (Selten und Fehlstellen nicht/nur aufwendig zu beheben)

    2. Eine geplante Weiße Wanne gem. WU Richtlinie (Fehlstellen undichtigkeiten von innen trecht Problemlos zu beheben)

    3. Bodenplatte als WU Bauteil gem. Wu Richtlinie und Wandabdichtung schwarz per KMB oder Bahn. (Fehlstellen siehe schwarze Wanne)

    Eine Dränung gem. DIN 4095 scheitert meist an der Ableitmöglichkeit in einen geeigneten Vorfluter (Genehmigung) außerdem sind Dränanlagen Wartungsintensiv.

    Also Favorit hier die echte WW!

    Die DIN Normen sind geschützt und zu beziehen unter www.beuth.de Kosten aber
    außerdem muß man diese auch verstehen.
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  6. #5
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    @Robby diese mathematisches hatten wir nicht schonmal? k-wert 10-5 ist < als 10-4 also weniger durchlässig
    Thomasgberger sie haben gut aufgepasst.
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  7. #6
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    richtig yilmaz die Versickerung mit 10^-5 ist schlechter wegen des negativen Exponenten!
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  8. #7

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    Wird das hier Raten nach Zahlen?
    Auf alle Fälle ist das mit Sicherheit kein Lastfall Bodenfeuchte. Ergo Abdichtung nach 18195 T.4 plus Dränage oder Abdichtung nach T. 6 ohne Dränage. Alternativ wäre WW möglich (Kosten?, Überwachungspflichtig? usw.).
    Jedenfalls soll das doch ein trockener Keller werden oder wollt ihr das Spiel "Wer kommt der DIN am nächsten?" weiter betreiben?
    Für mich stellt die Kombinationsbauweise WU-Bodenplatte und gemauerte Kellerwände mit einer sicheren Bitumenabdichtung die kostengünstigste und sicherste Variante dar. Dazu noch eine Gewährleistungsverpflichtung auf mind. 5 Jahre (besser 10 Jahre) der Abdichtungsfirma und am besten den Produktlieferanten mit in diese Verpflichtung einbeziehen. Der soll vor Verfüllung der Baugrube Qualitätskontrolle durchführen - dann wird auch ordentlich gearbeitet! Schäden gibts nur, weil an irgendeiner Stelle gepfuscht wird! Dabei sind alle Bauweisen eingeschlossen. Vertrauen ist gut - Kontrolle besser!
    Oder du suchst dir einen rattenscharfen Bauüberwacher/Gutachter, der jeden Handgriff abnimmt und Schlamperei von vornherein unterbindet. Dann bist du auf alle Fälle aus dem Schneider und hast immer jemande, den du greifen kannst!

    Gruß aus L.E. Schnorbel
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Zitat Zitat von Schnorbel Beitrag anzeigen

    Gruß aus L.E.
    Los Engeles oder was?

    @Schnorbel hier spielt keiner! Wenn nichts vereinbart ist die gewähleistung ehe 5 Jahre nach BGB.
    Ihre empfehlungen stimme ich trotz der unschönen ton zu!
    Mfg.
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  10. #9

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    Hallo Yilmaz,

    Fast richtig - na Leibzsch, was'n sonst!
    Sollte nicht negativ klingen, mir klingeln nur immer die Ohren wenn unsere Fachleute auf den Normen rumreiten, obwohl doch jeder weiß, dass dies nur der kleinste Nenner aller Interessenvertreter im DIN-Ausschuss sind. Die Eier in den Normen sind doch hinreichend bekannt und am ende zählt doch der Erfolg und nicht die Einhaltung der Norm (wenn man's nicht bestellt hat!).
    Die Praxis zeigt doch immerwieder diesen Krampf oder kenntst Du das anders?

    Gruß aus L.E. Schnorbel
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  11. #10

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    Zitat Zitat von Schnorbel Beitrag anzeigen
    Für mich stellt die Kombinationsbauweise WU-Bodenplatte und gemauerte Kellerwände mit einer sicheren Bitumenabdichtung die kostengünstigste und sicherste Variante dar.
    Quatsch. Sorry für die harten Worte, aber wo soll er Vorteil liegen???
    Aussenabdichtung ist in der Herstellung und beim Verfüllen sehr schadenanfällig. Eine Weisse Wanne ist nicht teurer als ein fachgerecht aussen abgedichtetes Mauerwerk, aber langlebiger und reparaturfreundlicher.

    Was spricht also bei mehr als Bodenfeuchte für Aussenabdichtung.

    Und Ratespiel ist das hier auch nicht 18195 T6 Abs, 9 ist eindeutig

    MfG
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  12. #11

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    Hallo Herr Dühlmeyer!

    Das ist dann wieder der uralte Glaubenskampf schwarz oder weiß.
    Ich habe auch schon WW-Keller mit zusätzlicher KMB-Abdichtung wegen undichter Wand-Bodenfuge sanieren dürfen! Alles ist möglich. Letztendlich hängt's doch immer an der vernünftigen Planung und Ausführung der gesamten Konstruktion. Im Zeitalter der Hausmeisterservice-Fachbetriebe werden wir sicher nicht arbeitslos.
    Die Entscheidung schwarz oder weiß hängt von vielen Faktoren ab. wie z.B. Nutzung des Kellers (beheizt?), Statik und natürlich die Kosten. Soweit ich mich entsinne, ist doch eine echte WW eine überwachunspflichtige B1 Baustelle, oder? Was ist mit diesen Kosten (ich kenne da Angaben bis zu 1/3 der eigentlichen Kellerkosten).

    Gruß aus L.E. Schnorbel
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  13. #12
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Eine Weiße Wanne ...

    ... fällt in die Überwachungsklasse 2 .

    Und wenn KMB-Reparaturen von außen erforderlich wurden, dann war´s keine - sach ich mal.
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  14. #13
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    Neee Volker, tut sie nicht unbedingt vor allem nicht bei dem Wasserstand hier kommt noch ein bisschen Betontechnologie usw. dazu aber das ist gar nicht Thema und man sollte auch mal gucken was bei der Fremdüberwachung den überwacht wird!

    Ich hatte weiter oben schon die Vor- Nachteile der entsprechend regelgerechten Ausführungen aufgezeigt.

    Richtig ist Volkers Anmerkung zur KMB Reparatur, oder es handelt sich gem. WU RiLi um eine WW mit Systembedingter Fugenabdichtung? Bei einer WW egal welcher Bauart im Bereich der Fugenabdichtung ist eben der Vorteil das es von innen zu "heilen" ist.

    Das alles hat auch nichts mit rumreiten auf Normen sondern mit den anerkannten Regeln der Technik zu tuen und den Anschein das Normen dieses darstellen müssen sie sich, wenn auch widerlegbar, zurechnen lassen.

    Hier gibts sogar nochmehr DafStb Stellungnahmen und Hefte, RiLi´s, Merkblätter und auch Normen.

    Und ich hoffe nicht das Herr Schnorbel die Abdichtung gegen Diffusion ausgeführt mit KMB repariert hat um seine "WW" dich zu bekommen? Sowas gehört idr verpresst.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Danke!

    Ü-Klasse 2 und 3 ist demnach also eigen- und fremdüberwachungspflichtig. Fremdüberwachung durch anerkannte Überwachungsstelle. Die kosten ja nix, oder?

    Gruß Schnorbel
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  17. #15
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    ÜK3 Sehe ich hier schonmal gar nicht... und wenn ich mir das Wasser ansehe??? Aufstauendes Sickerwasser??? BWS ist wo? da fällt je nach gewählter Betonsorte auch die ÜK 2 raus...
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