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  1. #1

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    Frage extremer Ölverbrauch

    Hallo miteinander,

    habe ein ganz ordentliches Problem.

    In unserem neulich erworbenen EFH (********-Haus, Bj. 1977)sind z.Zt. unsere Töchter und bewohnen dort je ein Zimmer.
    Ansonsten ist das Haus derzeit leer.
    Nun habe ich, weil nix mehr da war, am 28.01.2008 1.000 l Öl gekauft, die gestern Abend (!) aufgebraucht waren.


    Ich war wie vom Donner gerührt, denn die Heizanlage (Buderus Logalux) ist recht neu - so ca. 4 Jahre - und wurde meines Wisses auch regelmäßig gewartet. Die Einstellungen an der Anlage schienen mir soweit in Ordnung zu sein.
    Ach ja: die gesamte Wohnfläche liegt bei ca. 200m², von denen etwa 35 - 40 m² auch heiztechnisch genutzt werden. Warmwasser läuft ebenfallsüber die Anlage, aber so ein Verbruch in nicht mal 2 Mon. kommt mir doch sehr extrem vor.
    Hat vielleicht jemand eine Ahnung, welcher Kardinalfehler hier vorliegt ? ? ?
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  2. extremer Ölverbrauch

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
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    Der größte Fehler ist ... es ist Winter und es muss geheizt werden .

    Ursachen für den Verbrauch kanns viele geben.

    - Einstellung der Regelung / Betriebszeiten und Temperaturen der Anlage
    - hoher Warmwasserverbrauch
    - heftige Lüftungsverluste
    - unvorteilhafte Bausubstanz

    um nur mal einige Möglichkeiten zu nennen.

    Auf der anderen Seite vergessen viele dass der Verbrauch in den 4 Wintermonaten weit über dem *Durchschnitt* des gemittelten Monatsverbrauchs liegt.

    Hier mal ein Anhaltspunkt wie sich der Verbrauch *grob* über das Jahr verteilt :

    Januar 17%, Februar 15%, März 13%, April 8%, Mai 4%, Juni 1,4%, Juli 1,3%, August 1,3%, September 3%, Oktober 8%, November 12%, Dezember 16%

    Wie man sieht fallen von Jan bis März ca. 45% des Jahresverbrauchs an.
    Von November bis März 73% ...

    Ausgehend von einem Jahresverbrauch von 3000 bis 3500 l/a für das Gebäude liegts also ganz locker drin, dass da in knapp 8 Wochen so eben mal 1000 l verbrummt wurden, ohne dass da was *exorbitant* daneben wäre.

    Nachtanken, über die hohen Preise fluchen und sich dann Gedanken machen ob und wie da noch was *gesenkt* werden kann.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  4. #3

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    Und es ist ein Fehler zu glauben, weil nur 40qm von 200qm "bewohnt" werden, darf auch der Verbrauch nur bei 20% liegen. Sicher liegt der Verbrauch etwas niedriger als bei Vollbeheizung des kompletten Gebäudes, aber die Einsparung hält sich in Grenzen. Das wird oft überschätzt.

    Ich vermute mal die restlichen Räume sind zwar nicht direkt beheizt, aber trotzdem herrschen dort sicherlich keine Minusgrade. Logisch, diese Wärme muß ja auch irgendwo herkommen.

    Es macht also einen enormen Unterschied ob ich ein Haus mit 40qm beheize oder 40qm in einem 200qm Haus.

    Das soll jetzt nicht heissen, daß Du die 200qm voll beheizen sollst, ich wollte Dir nur zeigen, warum in 2 Monaten so 1.000Liter durch den Schornstein gerauscht sind.

    Tja, und dann wäre da noch das Thema WW Aufbereitung. Allein dafür kannst Du mit 1,5-2 Liter pro Tag rechnen. Erfahrungsgemäßt sind auch der Verluste hoch und vielleicht läuft auch eine Zirkulation den halben (ganzen?) Tag.

    Und weil heute Ostern ist und meine Glaskugel in Höchstform, schätze ich mal, daß Du den Verbrauch beim Beheizen der 40qm maximal halbieren kannst im Vergleich zu einer Vollbeheizung. Bei Vollbeheizung, Bj. ´77, 200qm, schätze ich mal 4.000 Liter p.a. je nach Raumtemperatur und ob es ein kalter Winter war oder eher ein milder "Herbst".

    Es hat schon einen Grund warum Leerstand einer Wohnung bzw. eines Gebäudes gerade im Winter so teuer werden kann.

    Tja, und jetzt wäre noch die Frage, wie kann man das abstellen (oder zumindest reduzieren). Ich würde zuerst einmal die WW Aufbereitung genauer untersuchen. Wie hoch ist die Temperatur? Was macht die Zirkulation?
    Und dann kann man versuchen die REgelung der Heizung ein wenig zu optimieren. Da Kessel und Brenner jedoch für die 200qm dimensioniert sind, und vermutlich auch überdimensioniert wurden, kann man nur an wenigen Stellschrauben drehen ohne die Kiste umzubauen (was auch nicht so einfach möglich wäre).

    Gruß
    Ralf
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo Ralf,

    schönen Dank für Deine erschöpfende Antwort.

    Du hast da eine Sache angesprochen, die ich mir auch bereits übrlegt habe: die Zirkulation.
    Ist die eigentlich abschaltbar ? ?
    Die Fage klingt vielleicht blöd, aber ich habe weder Erfahrung mit Ölheizungen, noch mit Zirkulation (gibt`s in meiner eigenen Wohnung alles nicht).
    Ich denke, hier geht sehr viel Energie drauf, was bestimmt vermeidbar wäre.
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  6. #5

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    Die Zirk.pumpe wird von Deiner Kesselregelung gesteuert.
    Details finden sich im Bedienerhandbuch.

    Ansonsten genaue Typenbezeichnung (Kessel, Steuerung) hier einstellen. Dann können wir nachschauen.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Die Zirk.pumpe wird von Deiner Kesselregelung gesteuert.
    Details finden sich im Bedienerhandbuch.

    Ansonsten genaue Typenbezeichnung (Kessel, Steuerung) hier einstellen. Dann können wir nachschauen.

    Gruß
    Ralf


    hmmmm, Kessel weiss ich jetzt nicht so geau, habe aber die Bedienungsanleitung vom Regelgerät da. Dat Dingens heisst
    Logamatic 2107

    Da steht geau 1 Satz zur Zirk.-pumpe drin:

    "Wenn eine Zirk.-pumpe für WW installiert ist,so wird diese zusammen mit der WW-Bereitung aktiviert."

    ....und Ende !

    Da ist für einen einigermassen Unbedarften wie ich es bin nix zu machen.....
    Aber vielleicht gibt es ja tatsächlich irgendeinen Kunstgriff..... ? ? ?
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  8. #7
    Avatar von OldBo
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    Eine Lösung wäre ein Zeitschaltuhr. Aber man sollte nie den Fehler machen, die Zirkulation total stillzulegen, ohne sie an den richtigen Stellen zu kappen. Nichtbewegtes Wasser (Stagnationswasser) keimt sehr schnell auf und drückt in die Warmwasserleitung rein.

    frohe Ostern

    Bruno
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  9. #8
    Avatar von JDB
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    Hallo Ralf,
    schönen Dank für Deine erschöpfende Antwort.
    Und was is mit Achims Antwort? Die brachte es auf den Punkt!

    Das warme Wasser beim ************ von 1977 ist wohl eher Nebensache.
    Geschätzter Anteil am Gesamtverbrauch im Jahresmittel: max. 20%
    In dem hier beschriebenen Zeitraum: 5%?
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  10. #9
    Themenstarter

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    Daumen runter

    .... moin,

    ja, o.k. und ..nix für ungut.....

    Ich bin Allen !!! wirklich dankbar für die kompetenten und durchdachten Antworten.
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  11. #10
    Avatar von Shai Hulud
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    ... außerdem muß man bedenken, daß die Zirkulation in der Heizperiode auch nur genauso wie die Heizung das Haus wärmt. "Verluste" mögen höchstens in den von euch nicht genutzen Räumen entstehen. Ein wenig sparen durch Abschalten könnte man beim Strom für die Umwälzpumpe, weil diese Heizenergie dann durch die gegenüber dem Strom preisgünstigere fossile Erwärmung erbracht würde. Dann werden diese Beiträge aber auch mit einem Mal beim Ölverbrauch auftauchen...

    Im Sommer sieht das zwar ganz anders aus, weil man dann ja das Haus kühl halten und auch noch Strom sparen möchte. Da kann ich mich nur OldBo anschließen, weil besonders das durch die benachbarte heiße Leitung erwärmete lauwarme stehende Wasser ein gefundenes Fressen für Bakterien wäre.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von JDB Beitrag anzeigen
    ...............
    Das warme Wasser beim ************ von 1977 ist wohl eher Nebensache.
    Geschätzter Anteil am Gesamtverbrauch im Jahresmittel: max. 20%
    In dem hier beschriebenen Zeitraum: 5%?
    Ich hatte oben ja schon geschrieben.

    ......Tja, und dann wäre da noch das Thema WW Aufbereitung. Allein dafür kannst Du mit 1,5-2 Liter pro Tag rechnen. .......
    Die 1.000 Liter sind natürlich die Summe aus Ölverbrauch für WW Aufbereitung UND Heizen. Bei den etwa 60 Tagen liegt das Einsparpotenzial durch Optimierung der WW Aufbereitung bei etwa 60 Liter, mit einem ganz ganz ganz dicken Daumen gepeilt vielleicht in Richtung 100 Liter. Mehr ist nicht drin.

    Ich hatte aber auch geschrieben.

    Und es ist ein Fehler zu glauben, weil nur 40qm von 200qm "bewohnt" werden, darf auch der Verbrauch nur bei 20% liegen. Sicher liegt der Verbrauch etwas niedriger als bei Vollbeheizung des kompletten Gebäudes, aber die Einsparung hält sich in Grenzen. Das wird oft überschätzt.
    Achim hatte ja die Zahlen schon genannt.

    Hier werkelt ein dicker Kessel der vermutlich für 200qm noch überdimensioniert ist. Dazu kommt, daß nur wenige Räume beheizt werden und somit die Wärme vom Kessel keinen Verbraucher findet.
    Das Ganze dann zur Winterzeit wo sowieso der Verbrauch am höchsten ist.

    Deswegen bleibe ich bei meiner Einschätzung.

    Und weil heute Ostern ist und meine Glaskugel in Höchstform, schätze ich mal, daß Du den Verbrauch beim Beheizen der 40qm maximal halbieren kannst im Vergleich zu einer Vollbeheizung. Bei Vollbeheizung, Bj. ´77, 200qm, schätze ich mal 4.000 Liter p.a. je nach Raumtemperatur und ob es ein kalter Winter war oder eher ein milder "Herbst".
    Ergo: Er muß sich auf einen Jahresverbrauch > 2.000 Liter einstellen, selbst wenn er nur ein oder zwei Zimmer beheizt.

    Tja, und jetzt wäre noch die Frage, wie kann man das abstellen (oder zumindest reduzieren). Ich würde zuerst einmal die WW Aufbereitung genauer untersuchen. Wie hoch ist die Temperatur? Was macht die Zirkulation?
    Und dann kann man versuchen die REgelung der Heizung ein wenig zu optimieren. Da Kessel und Brenner jedoch für die 200qm dimensioniert sind, und vermutlich auch überdimensioniert wurden, kann man nur an wenigen Stellschrauben drehen ohne die Kiste umzubauen (was auch nicht so einfach möglich wäre).
    - Also WW Aufbereitung zeitlich begrenzen.
    - Heizkurve runter, Wasserdurchsatz hoch, Heizzeiten begrenzen

    Wunder darf man nicht erwarten.

    Gruß
    Ralf
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  13. #12
    Themenstarter

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    Hallo, ich klinke mich mal wieder ein........
    Da sind ja jetzt ne ganze Menge Stellungnahmen und Ratschläge zusammengekommen.........

    Nochmal eine Frage in die andere Richtung:

    Mit dem Ölbrenner werde ich an der Situation wohl nichts Grundlegendes verändern können, so viel ist mir schon klar.

    Wenn ich mich nun ganz von der Heizanlage "verabschiede" und die Peripherie, sprich Zuleitungen und Heizkörper sowie Wasserltg. im Haus weiter nutze, und an der Nutzungssituation sich zunächst nichts oder wenn, dann kaum etwas verändert, was für eine Anlagendimension wäre denn dann ungefähr brauchbar ?

    Es sind, wie gesagt, zwei Zi.,Küche,Bad von zwei Mädels bewohnt.


    .... Sicher, ganz optimal wird`s in dieser Konstellation bestimmt nicht werden, aber evtl. doch deutlich besser.......
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  14. #13
    wasweissich
    Gast
    und zu bedenken wäre noch , dass töchter um die 20 energetisch eine katastrofe sind , (eigene erfahrung), vor allem wenn sie zugriff auf die steuerung haben..........
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von beti009 Beitrag anzeigen
    ..............was für eine Anlagendimension wäre denn dann ungefähr brauchbar ?

    Es sind, wie gesagt, zwei Zi.,Küche,Bad von zwei Mädels bewohnt.
    Möchtest Du den Heizkessel austauschen? Oder wie ist das zu verstehen?

    Jetzt werden aus den 2 Zimmern schon 2 Zimmer, Kü. und Bad. Vermutlich kommt auch noch Flur oder sonstwas dazu.
    Wie oben schon geschrieben, das Gebäude verbraucht die Energie. Wie ist der Zustand des Gebäudes ist, wie sieht die Verrohrung aus (Dämmung?).

    Oder möchtest Du den Mädels einen Heizlüfter in´s Zimmer stellen?

    Gruß
    Ralf
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  17. #15

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    Zitat Zitat von wasweissich Beitrag anzeigen
    und zu bedenken wäre noch , dass töchter um die 20 energetisch eine katastrofe sind , ......


    vor allen Dingen wenn es keine EnEV Töchter sind.

    Gruß
    Ralf
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