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Zirkulationsleitung für Warmwasser: ja/nein?

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  1. #1

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    Zirkulationsleitung für Warmwasser: ja/nein?

    Hallo

    gibt es Empfehlungen / Richtlinien für die Entscheidung eine Zirkluationsleitung für Warmwasser in einem Neubau einzubauen (oder eher doch darauf zu verzichten, um Energiekosten zu sparen?)

    Beste Gruesse
    Götz
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  2. Zirkulationsleitung für Warmwasser: ja/nein?

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  3. #2

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    Empfehlung gibt es: Darauf zu verzichten, wenn sie verzichtbar ist.
    Aber ob sie es ist, hängt extrem von den örtlichen Verhältnissen ab.
    Der Komfort kann halt schon sehr leiden und der Wasserverbrauch steigt...
    Besser ne gut gedämmte Zirkulation verlegen und deren Pumpe intelligent steuern!
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  4. #3

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    Wenn ich mich richtig erinnere, dann muß ab einer Wassermenge > 3 Liter zwischen Speicher und letzter Entnahmestelle eine Zirkulation eingebaut werden.

    Dann ist noch von einer zentralen Steuerung die Rede. d.h. die Zirk.pumpe wird vom Kessel zumindest zeitabhängig gesteuert.

    Ich würde nur bei sehr kurzen Strecken auf eine Zirkulation verzichten. Schon vor 7 Jahren habe ich mir eine Controller eingebaut der auf Bedarf (Zapfvorgang) reagiert.

    Gruß
    Ralf
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  5. #4

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    Hätte ich fast vergessen.

    Details finden sich in der EnEV bzw. den DVGW Arbeitsblättern (hier W551)

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Ich habe inzwischen fest vor, auf eine Zirkulation grundsätzlich zu verzichten, nach allem was ich inzwischen über die div. Problemchen damit gelesen habe, v.a. was das Energiethema wie z.B. Speicherdurchmischungen etc. angeht. Suche z.B. in Haustechnikdialog.de mal danach.

    Das von Ralf angegebene DVGW-Arbeitsblatt sagt offenbar, daß ab >= 3 Liter Inhalt der WW-Leitung zwischen Speicherausgang/Erzeuger und Entnahmestelle entweder Zirkulations- oder Begleitheizsysteme vorzusehen sind.

    Also kann man bei einem EFH z.B. verschiedene parallele Stichleitungen legen, um das Volumen zu begrenzen, eine zur Küche, eine in jedes Bad. Ein Rohr 15x1 z.B. hat bei 7,5m Länge einen Inhalt von 1 l, bei 18x1 sinds 5m. (Den Durchfluß müsste man hinbekommen, aber im Zweifelsfall wäre ich eher bereit, einen leicht reduzierten Durchfluß in Kauf zu nehmen, als eine Zirkulation einzubauen.)

    Oder spricht aus Expertensicht was gegen dieses Vorgehen?
    Seit wann werden Zirku´s eigentlich verbaut? Ab welchem Baujahr z.B. in einem Mehrfamilienhaus?
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  7. #6

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    Also ich habe zweimal mit Zirkulation gebaut und in 20 Jahren nicht das geringste Problem gehabt. Die Dinger schnurren ohne Pumpenausfall, und es fällt schon schwer, alle paar Jahre daran zu denken, daß die Uhr mal nachgestellt werden müßte. Ich würde keinesfalls auf eine Zirkulation verzichten.
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  8. #7

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    Zitat Zitat von Seev Beitrag anzeigen
    Ich habe inzwischen fest vor, auf eine Zirkulation grundsätzlich zu verzichten, nach allem was ich inzwischen über die div. Problemchen damit gelesen habe, v.a. was das Energiethema wie z.B. Speicherdurchmischungen etc. angeht. Suche z.B. in Haustechnikdialog.de mal danach.
    Dann aber die Beiträge im HTD genau lesen.

    Das Problem mit den Speichern tritt vor allen Dingen dann auf, wenn die Zirk. nonstop läuft, die Leitungen schlecht gedämmt sind, und dann vielleicht noch falsch angeschlossen wurde.

    Mit der Forderung der W551 bei >3Liter eine Zirkulation einzubauen habe ich kein Problem. Was ich persönlich nicht unterstütze, ist die Mindestlaufzeit der Zirkulation.

    Stichleitungen sind zwar eine Möglichkeit, aber man sollte hier auf die Nutzung achten. Gerade längere Leitungen die lange Zeit ungenutzt bleiben erhöhen das Risiko von Verkeimung.

    Gruß
    Ralf
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  10. #8

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    Zitat R.B.
    Dann aber die Beiträge im HTD genau lesen.
    Ja, ist o.k.. Ich gehe auch davon aus, daß bei diesen Fällen irgendwas nicht "optimal" ist und der jew. Kontext ist sicher entscheidend, sowohl was den Fehler als auch die baulichen Gegebenheiten angeht.
    Aber vom Grundsatz her wird wohl auch künftig gelten, daß die Energie teurer ist als das Wasser. Nun stellt sich mir die Frage, ab wann es den Komfort tatsächlich stören würde, wenn man keine Zirku hat. Bisher wohne ich im MFH und warte morgens gel. mal > 1 min auf das warme Wasser (bis es voll da ist), deshalb meine obige Fragen. Eine gewisse Steigerung ist da wohl leicht machbar.

    Der Tip bzgl. der Nutzung beachten ist sicher richtig. Das könnte bei uns heissen, daß ich im Gästebad keine eigene (lange) Stichleitung mache, aber um eine kurze als Abzweig von einer anderen komme ich ja doch nicht herum.

    Gibt es zu Leitungsverlegung und -nutzung bzgl. Verkeimung auch noch Vorschriften oder Anhaltswerte?
    Eine Frischwasserstation (die ich auch plane) wird das Thema ja hier auch nicht entschärfen, oder doch?
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  11. #9
    Avatar von OldBo
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    Moin Ralf,

    auch werden 99 % aller Zirkulationsleitungen nicht eingedrosselt bzw. abgeglichen. Frage einmal die Versicherungen, welche Leitungsschäden am häufigsten sind. Erosionskorrion nennt man das. Meine Korrosionsseite kennst Du ja

    Gruß

    Bruno
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