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Garage Fliesen auf Flüssigkunststoff

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  1. #1

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    Garage Fliesen auf Flüssigkunststoff

    Hallo,

    Aufgrund falscher Beratung habe ich vor 3 Jahren unsere Garage mit Flüssigkunststoff gestrichen,den Boden natürlich. Das das Lösungsmittel in den Reifen den Anstrich wieder ablöst wurde mir erst gesagt als ich fertig war.

    Aber alte Geschichte jetz soll die Garage gefliest werden und desshalb würde ich gerne wissen wie ich jetzt den Untergrund vorbereiten muss damit ich darauf fliesen kann. Es ist eine Zementestrich und wiegesagt der Flüssigkunststoff wo ich mir nicht sicher bin ob man direkt darauf fliesen kann.
    Unter der Garage ist ein Keller nun wollte ich auch wissen ob ich unter den Fliesen eine Abdichtung einbringen muss wie z.B. im Bad da man ja mit dem Auto doch manchmal sehr viel Wasser/Schnee in die Garage bringt.

    Wie immer viele Fragen die ich habe aber hier weiss bestimmt jemand bescheid

    Danke Shark
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  2. Garage Fliesen auf Flüssigkunststoff

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  3. #2

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    Im Prinzip ja, aber...

    wenn der Anstrich sich schon ablöst, ist er nicht tragfähig für eine Überarbeitung und muss runter,

    je nach Verträglichkeit der einzelnen Materialien muss mit einer Haftbrücke auf der alten Beschichtung vorgearbeitet werden - jedoch ohne Kennung über die derzeit vorhanden Beschichtung keine Angaben möglich.

    Die Beschichtung stellt bereits eine Art Abdichtung (alternative Abdichtung) dar. Die Belastung der Bodenfläche durch Tausalze stellt aber erhöhte Anforderungen an die Abdichtung, so dass hier keine Abdichtung, wie z.B. im Bad verwendet wird, geeignet ist. Eine EP-Harzabdichtung wäre da schon genau richtig. Diese wird mit Quarzsand abgesandet und darauf kann man Fliesen verlegen.
    Der Fliesenbelag wird auch durch Tausalz und Wasser über kurz oder lang geschädigt werden, es sei denn, du verwendest säurebeständige Fliesen und Fugenmaterialien!

    EP- und PU-Beschichtungen werden im großen Stil in Tiefgaragen, Parkhäusern etc. verwendet, ohne dass es derartige Schäden gibt. Das Problem bei einigen Beschichtungsmaterialien liegt in der Tat in den Weichmachern der Autoreifen. Aber hauptsächlich in Autohäusern, wo die Autos über Monate auf dem selben Fleck stehen und es zu Verfärbungen der Beschichtung kommt.
    Das es bei Dir schon nach 3 Jahren zu derartigen Schäden kommt, ist ungewöhnlich und läßt vermuten, dass man da doch eine sehr "preiswerte" Variante draufgeschmiert hat.

    Gruß aus L.E. Schnorbel
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  4. #3
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    Danke für die Antwort, also eine Ablösung hat noch nicht stattgefunden da ich ja unmittelbar nach der Fertigstellung meiner Arbeit über die Umstände informiert worden bin. Somit habe ich die Fahrspuren der Reifen mit holzplattenstreifen Abgedeckt. Kann ich die Haftbrückenfähigkeit irgendwie testen (Probekleben von einer Fliese)?. Bei der Beschichtung handelt es sich um "Flüssiger Kunststoff" (wörtlich) aus der Hausmarke des örtlichen Baumarktes.
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  5. #4
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    Haftzugprüfung ist zwar aussagekräftiger aber eine Probeverklebung mit Abscherversuch (aufkleben und seitlich abstemmen und gucken wo der Brusch stattfindet) geht bei der überschaubaren größenordnung auch.
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  6. #5

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    "Flüssiger Kunststoff" ist ein weiter Begriff und kann auch eine billige Kunstharzdispersion sein. Ich hab's fast geahnt. Da wird es wohl das Beste sein, Du schleifst den ganzen Kram mit der Tellerschleifmaschine (kann man auch im Baumarkt mieten!) wieder ab und kaufst gleich den Fliesenkram mit, da freut sich der Baumarkt!

    @Robby: Die Frage ist, welche Haftung?
    Die zwischen alter Beschichtung und Estrich, oder die zwischen Beschichtung und neuem Fliesenkleber?

    Erstere geht am einfachsten mit dem sogenanten Gitterschnitt, das heißt Gattermesser nehmen, längs und quer im Abstand von 3-4 mm Schnitte in die Beschichtung machen, wenn die entstehenden Karos abplatzen ist die Haftung schlecht, bleiben die aber auf dem Untergrund ist die Haftung o.K.
    Ist aber nur 'ne grobe Einschätzung, wenn's genauer sein soll, dann wäre ein Haftzugsmessgerät notwendig.
    Zweitere kann die "Robby-Methode" bringen. Es geht auch mit etwas Fliesenkleber und einem Glasgittergewebe, welches in den Kleber eingelegt wird. Sobald der Kleber ausreichend ausgehärtet ist, wird das Gewebe versucht abzuziehen. Die Schicht, wo's auseinanderreißt, ist die Schwachstelle im gesamten Aufbau. Ideal wäre es, wenn das im Kleber selbst geschieht.

    Gruß Schnorbel
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  8. #6
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    [Klugscheißmodus anschalt]: Das Gattermesser ist sicher ein Cuttermesser und der Fachbegriff für die Prüfung heißt RiRi zur Beurteilung hierbei braucht es jedoch einiges an Erfahrung. Das Gewebeabreißen ist gedacht zur Oberflächlichen Haftzugprüfung von Altanstrichen auf Fassaden vor aufbringungen eines WDVS oder überarbeitung mit Klebearmierungsmörtel. Hier jedoch sind die Ansprüche an Haftzug zur Gänze anders...

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  9. #7
    Avatar von operis
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    Zitat Zitat von Robby Beitrag anzeigen
    [Klugscheißmodus anschalt]: Das Gattermesser ist sicher ein Cuttermesser und der Fachbegriff für die Prüfung heißt RiRi zur Beurteilung hierbei braucht es jedoch einiges an Erfahrung. Das Gewebeabreißen ist gedacht zur Oberflächlichen Haftzugprüfung von Altanstrichen auf Fassaden vor aufbringungen eines WDVS oder überarbeitung mit Klebearmierungsmörtel. Hier jedoch sind die Ansprüche an Haftzug zur Gänze anders...

    [Klugscheißmodusausschalt]
    !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! !!!


    So ist es

    grüße operis
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