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  1. #1
    Avatar von Dagwyna
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    Ist Materialaufschlag üblich? Warum?

    Hi,

    bei der Durchsicht von Elektro-Angeboten ist mir ein Materialaufschlag zum Verkaufspreis der Artikel aufgefallen.

    Der Elektriker kauft die Artikel im Großhandel zu seinem Einkaufspreis ein und verkauft die Artikel an den Bauherrn zum Listen-Verkaufspreis. Das verstehe ich noch, denn von der Handelsspanne deckt er die Beschaffungskosten.

    Nun finde ich in den Angeboten Artikelpreise, teilweise in mehrfacher Höhe der Listen-Verkaufspreise. Wie rechtfertigt sich dieser Materialaufschlag? Ist das branchenüblich oder sind das Einzelfälle, die denken, die Bauherren-Frauen seien alle doof.

    Da ich Einkaufsmöglichkeiten unterhalb der der Listen-VK mit Rabattierungen um 35% gefunden habe, kaufe ich das Material dann doch lieber selbst ein, organsiere die Garantiefälle und mache mir von der Differenz einen faulen Lenz...

    Gruß
    Dagwyna
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  2. Ist Materialaufschlag üblich? Warum?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    planfix
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    Ein bisschen Gewinn muß dem Handwerker auch am Material bleiben, sonst gibts Ärger mit dem Finanzamt. Wieviel liegt jedoch im Ermessen des Handwerkers.
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  4. #3

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    Woher weißt du wie hoch der "Listen-Verkaufspreis" ist?
    Welche Liste?
    Conrad Internetshop?
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  5. #4

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    Zitat Zitat von planfix Beitrag anzeigen
    Ein bisschen Gewinn muß dem Handwerker auch am Material bleiben, sonst gibts Ärger mit dem Finanzamt. Wieviel liegt jedoch im Ermessen des Handwerkers.
    wo steht das denn?

    Der Handwerker sollte mit seinem operationalen Geschäft im eigenen Interesse einen Gewinn erwirtschaften...
    Wie der zustandekommt ist aber letztendlich egal:
    Bei Pauschalangeboten kann das Finanzamt auch nicht erkennen, ob das Material kostendeckend einkalkuliert wurde.
    Natürlich macht es wenig Sinn, die Teile zum Einstandspreis durchlaufen zu lassen, denn der Handwerker hatte ja arbeit damit, ein Aufschlag ist also gerechtfertigt...
    Unschön ist es natürlich, wenn man weiss, man kriegt das Teil xyz im Sanitärfachhandel zum Preis x und findet für das gleiche Teil aus der gleichen Bezugsquelle den doppelten Preis vor (und man zusätzlich weiss dass der handwerker noch ein paar Prozente weniger bezahlt als der Privatmann).
    Zusätzlich zu einem üppigen Stundenlohn versteht sich...
    gruss
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  6. #5
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    Ich mach mal ne Rechnung auf:
    Ohne eine Ahnung von Elt. Preise zu haben.

    EP: Schalter incl. Einbau
    = 45 €

    VK: Material = 20 € (EK = 10 €)
    Lohnkosten = 25 €

    nun motzt der BH
    OK
    VK = EK : Material = 10 €
    Lohnkosten = 35 €

    irgendwie ändert sich da nichts??????
    Und am Endes des Jahres ist der Hw froh wenn er überhaupt einen Gesamtüberschuss erwirtschaftet hat.
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  7. #6

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    tja

    wahrscheinlich übertreiben es einige, grundsätzlich gibt es daran aber wohl nichts auszusetzen, oder etwa doch? Nein, denn der Handwerker:

    1. der Handwerker macht vorher den Massenauszug, bestellt das Material, bezahlt es meist bevor er es bezahlt bekommt, ist für Fehlbestellungen und/oder fehlende Teile verantwortlich (bestellt der Kunde und es fehlt ein Teil, wer zahlt dann die Wartezeit, auch der Handwerker)

    2. der Handwerker garantiert für das von ihm gelieferte Material und muss im Zweifelsfrei kostenlos austauschen (bestellt der Kunde, wer haftet er gegenüber dem Handwerker auch für das gelieferte Material)

    es gibt noch viele Gründe, und ich habe (als SV) bisher kaum einen Fall gehabt, wo der Kunde am Ende tatsächlich viel Geld gespart hat, aber Fälle, wo es hinterher zum Streit kam, ausreichend

    und mit meiner eigenen Zimmerei bleibe ich lieber zu Hause, als z.B. geliefertes Parkett oder gelieferte Fenster einzubauen

    Was mir am allerdings meisten auf den Keks geht ist das ewige rechtfertigen müssen, dass Handwerker auch Geld verdienen wollen und die Tatsache, dass von den Handwerkern verlangt wird, alles offen zu legen. Keiner fragt den Bäcker, wieviel er am Brötchen verdient.
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  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Theorie: Endpreis = EK + Gewinn + Gemeinkosten(alles was nicht direkt verechenbar ist,Miete Büromaterial Sprit Lohn der verkäuferin Telefon usw.)
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Carden, Mark Beitrag anzeigen
    Ich mach mal ne Rechnung auf:
    Ohne eine Ahnung von Elt. Preise zu haben.

    EP: Schalter incl. Einbau
    = 45 €

    VK: Material = 20 € (EK = 10 €)
    Lohnkosten = 25 €

    nun motzt der BH
    OK
    VK = EK : Material = 10 €
    Lohnkosten = 35 €

    irgendwie ändert sich da nichts??????
    Und am Endes des Jahres ist der Hw froh wenn er überhaupt einen Gesamtüberschuss erwirtschaftet hat.

    ...wahrscheinlich motzt der Bauherr eher bei 35 euro Lohnkosten (wenns reicht) und 20 euro Materialkosten,,,
    -
    gruss
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  10. #9
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    Avatar von Dagwyna
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    Ach, Ihr armen Handwerker.
    Jeder muß etwas verdienen, darüber mecke ich nicht.
    Aber über das vorliegende Angebot.

    Deckenstrahler werden für 51,41€ pro Stück angeboten; Im Internetshop für 47,50€/Stück an.


    Koaxkabel wird für 0,93€/m angeboten, obwohl der Internetpreis für dieses Kabel 0,43€/m beträgt.

    Der angebotene Verlegepreis für das Koaxkabel von 3,95€ pro Meter liegt um 3,29-fache über dem Internet-Wettbewerb von 1,20€/m

    Der angebotene Stundenpreis Elektromonteur von über 40€ ist offensichtlich für einem Monteurpreis von brutto 25€/Std kalkuliert, d.h. bei 168 Stunden = 4200€ Bruttomonatsgehalt für Strippenziehen.

    Tatsächlich beträgt das Bruttomonatsgehalt selbst beim Tarifvertrag der IG-Metall für einen selbständigen Monteuer Gruppe 6 nur 2519€ brutto monatlich. Nach dem üblichen IGZ-Tarifverrag in der Entgeltgruppe 3 für Leitungsverlegen nur 8,32€/Stunde.

    Das sind nur eingie Beispiele aus dem Angebot.

    Zum "Materialzuschlag".
    Angeblich sei der Aufschlag von 10% bis 15% auf den Materialverkaufspreis üblich, da Verschnitt u.ä. berücksichtigt werden müsste. Abgerechnet wird aber nach effektiv verlegten Metern Material. Da sind die 10-15% dann nochmals enthalten.

    "Listen-Verkaufspreise" nenne ich verkürzt die empfohlenen Verkaufspreise der Hersteller, die im Netz stehen.

    Wenn der Handwerker mit dem Material handelt, verdient er an der Differenz UVK-EK. Das ist doch ok. Aber dann nochmals auf den UVK etwas draufschlagen. Das erlebe ich jetzt erstmals in der Baubranche.

    Dafür gib es nur ein Wort: "Abzocker"
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  11. #10
    wasweissich
    Gast
    zu soviel schwachsinn kann man irgendwie nichs hinzufügen.......... das ist schon perfekt


    j.p.
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  12. #11
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    dann kauf doch im Internet!
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Dagwyna Beitrag anzeigen

    Deckenstrahler werden für 51,41€ pro Stück angeboten; Im Internetshop für 47,50€/Stück an.

    ...da fragt man sich, wer sich hier dumm+dämlich verdient? Bei identischem Teil vorausgesetzt.
    Der Handwerker eher nicht!

    ...mit dem Beitrag stellst du den schlechtesten Beitrag deiner Berufskollegin noch locker in den Schatten...
    gruss
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  14. #13
    Avatar von Lukas
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    Doch Josef,
    dem ist was hinzuzufügen.
    Zitat Zitat von Dagwyna Beitrag anzeigen
    Ach, Ihr armen Handwerker.
    Jeder muß etwas verdienen, darüber mecke ich nicht.
    Aber über das vorliegende Angebot.

    Deckenstrahler werden für 51,41€ pro Stück angeboten; Im Internetshop für 47,50€/Stück an.Das ist natürlich ein Unterschied, über den man sich aufregen kann.


    Koaxkabel wird für 0,93€/m angeboten, obwohl der Internetpreis für dieses Kabel 0,43€/m beträgt.Kabel ist gleich Kabel? Du kannst es bewerten?

    Der angebotene Verlegepreis für das Koaxkabel von 3,95€ pro Meter liegt um 3,29-fache über dem Internet-Wettbewerb von 1,20€/mDann nimm doch das tolle Angebot an! Jammer aber nicht hinterher.

    Der angebotene Stundenpreis Elektromonteur von über 40€ ist offensichtlich für einem Monteurpreis von brutto 25€/Std kalkuliert, d.h. bei 168 Stunden = 4200€ Bruttomonatsgehalt für Strippenziehen.Fein, daß Du so viel Ahnung von Kalkulation hast.

    Tatsächlich beträgt das Bruttomonatsgehalt selbst beim Tarifvertrag der IG-Metall für einen selbständigen Monteuer Gruppe 6 nur 2519€ brutto monatlich. Nach dem üblichen IGZ-Tarifverrag in der Entgeltgruppe 3 für Leitungsverlegen nur 8,32€/Stunde.

    Das sind nur eingie Beispiele aus dem Angebot.

    Zum "Materialzuschlag".
    Angeblich sei der Aufschlag von 10% bis 15% auf den Materialverkaufspreis üblich, da Verschnitt u.ä. berücksichtigt werden müsste. Abgerechnet wird aber nach effektiv verlegten Metern Material. Da sind die 10-15% dann nochmals enthalten.

    "Listen-Verkaufspreise" nenne ich verkürzt die empfohlenen Verkaufspreise der Hersteller, die im Netz stehen.

    Wenn der Handwerker mit dem Material handelt, verdient er an der Differenz UVK-EK. Das ist doch ok. Aber dann nochmals auf den UVK etwas draufschlagen. Das erlebe ich jetzt erstmals in der Baubranche.

    Dafür gib es nur ein Wort: "Abzocker"
    Viel Spaß beim Schlaubau.

    Lukas
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Ich kann's nicht lassen,

    Mal hier lesen, oder weiter träumen.

    Gewinn und Wagniss: wird in der Theorie gern mit 3% angenommen, in der realität weniger.
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  17. #15
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    Tatsächlich beträgt das Bruttomonatsgehalt selbst beim Tarifvertrag der IG-Metall für einen selbständigen Monteuer Gruppe 6 nur 2519€ brutto monatlich. Nach dem üblichen IGZ-Tarifverrag in der Entgeltgruppe 3 für Leitungsverlegen nur 8,32€/Stunde.
    Da hat eine nachhohlbedarf in Kalkulation.
    Wer bitte glauben Sie bezahlt Die Sozialabgaben und die sonstigen Kosten (ich mag die hier garnicht aufzählen, dass sind so viele das ich eh 20% davon vergessen werde)

    Sie meinen also die Differenz zwischen 40 € des Stundenverrechnungssatzes und dem Tariflohn des Angestellten ist der Gewinn des AN.

    Tolle Vorstellung.

    Mein Tipp: Machen Sie sich sofort selbständig.
    Für 4000€ bekommen Sie lässig einen Meister eingestellt.
    Der Rest von dem und von den Angestellten geht dann in Ihre Haushaltskasse.

    Kopfschüttelnd
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