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Wärmebrücke bei nicht gedämmten Kellern

Diskutiere Wärmebrücke bei nicht gedämmten Kellern im Forum Spezialthema: Wärmebrücken auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Hendrik Möller
    Gast

    Wärmebrücke bei nicht gedämmten Kellern

    Bei nicht gedämmten Kellern gibt es ja das Problem der Wärmebrücke im Bereich der ersten Steinschicht.

    Beim Kalksandstein verwendet man dafür ja den hochgedämmten Kimmstein.

    Funktioniert es, bei Hochlochzeigel-Mauerwerk die Löcher mit Perlite zu füllen? Erhält man damit einen ansetzbaren Dämmeffekt?
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  2. Wärmebrücke bei nicht gedämmten Kellern

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  3. #2
    MB
    Gast

    Ei des Kolumbus

    Welche Wärmebrücke?

    Dazu gibt es keine Patentlösung. Jedenfalls ist der Ansatz mit Perlite völlig praxisfremd. Es sei denn, Perlite soll Strömung behindern.
    Wärmedämmung besteht im Grunde aus eingeschlossener Luft, die eben nicht "strömen" kann.

    Tip: nach "Bruno" suchen. Er hat reichlich Grafiken zu diesem Thema eingestellt.
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  4. #3
    Hendrik Möller
    Gast
    Heißt das, das die Wärmebrücke an diesem Punkt zu vernachlässigen ist ?

    Oder gibt es dort gar keine Wärmebrücke ?

    Wofür gibt es dann im KS-Bereich den "hochdämmenden Kimmstein" ? Doch auch, um die Wärmebrücke an der Stelle 1. Steinschicht EG bei nichtgedämmten Keller zu "entschärfen", oder ?

    Ich will doch nur wissen, ob man diese Stelle im Ziegelbereich mit Perlite "entschärfen" kann, bzw. ob das überhaupt notwendig ist (ich weiß, ob´s notwendig ist sollte eigentlich im Wärmeschutznachweis stehen).

    Das Prinzip mit der Perlitefüllung wird doch in etwa auch beim T 9 angewandt !?
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  5. #4
    bauworsch
    Gast

    Weder noch

    Ist es denn eine Flachgründung oder eben doch mit Funademt / Frostschürze? Dann wäre Perimeterdämmung an Fundament / Frostschürze wirkungsvoller
    Steht oben, nicht gedämmter Keller.
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  6. #5
    MB
    Gast

    Tschuldigung

    Hatte ich in der Tat vergessen. Ich bin fälschlicherweise von nicht unterkellert ausgegangen. War aber eine andere Frage.

    Das mit der Perimeterdämmung gilt dann aber weiterhin. Etwa bis 50 cm unter Gelände führen. Je nach Konstruktion muß dann noch ein Blech oben drüber.
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  7. #6
    Avatar von JDB
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    Ort
    Weserbergland
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    Tragwerksplaner
    Beiträge
    4,924
    wat fürn lamda hatten dein ziegel ?
    isser dichter am KS, mußte was machen
    isser dichter am T9/T14, mußte nix machen

    bis lamda 0.21 haste freifahrtschein.
    persönlich würde ich mir den bis lamda 0.50 gönnen
    (unabhängig vonna vorschrift)
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  8. #7
    MB
    Gast

    Deswegen ja

    Es feheln Details. Einschalige oder zweischalige Wand?
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  9. #8
    Hendrik Möller
    Gast
    OK, also mal genau der Wandaufbau:

    innen

    Gipsputz 15mm

    Hlz-Gitterziegel d = 17,5 cm (Lada-Wert kann ich nicht genau sagen, aber keine besonderen Anforderungen, daher wohl nicht so gut, der schlechteste in einer Unipor-Tabelle war für 17,5er Wand Lada = 0,39)

    WDVS 12 cm, davon 10 cm Styropor-Dämmung WLG 040

    außen


    Perimeterdämmung wird 50 cm ins Erdreich geführt, damit ist die Außenwand dann auch mindestens 50 cm unterhalb Dämmung in Estrich EG gedämmt.
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  10. #9
    bauworsch
    Gast

    Du zielst wohl

    auf das Wärmebrückendetail im Beiblatt 2 ab? Und hier wohl auf die dort dargestellte Innendämmung an der Decke?

    Vielleicht hat Bruno da ein Berechnungsdetail?
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  11. #10
    Avatar von bauhexe
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    Und welche/wieviel Dämmung kommt auf die Kellerdecke?
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  12. #11
    haera
    Gast
    ich würde die Dämmung der Kelleraußenwände nicht nur 50 cm tief unter die OK Gelände führen, denn die Wärme findet ihren Weg nach außen auch noch nach 50 cm ... und da soll sie doch nicht hin. Oder?
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  13. #12
    haera
    Gast
    und hier das zweite Bild
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  14. #13
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Danke haera fürs Raussuchen der Grafiken. Sie zeigen gut die Sinnhaftigkeit der Sockel- und Perimeterdämmung, wenn kein Kimmstein o.ä. eingesetzt wird.

    Mit Kimmstein o.ä. relativiert sich der Nutzen. Verhindere ich den Wärmestrom nach unten durch eine lückenlose Schicht WDVS/Kimmstein/Bodendämmung, gibt es keinen Wärmestrom, den die Sockeldämmung dämmen müsste, quasi doppelt gemoppelt. Eine meiner Simulationen hat einmal ergeben, dass die zusätzliche Sockeldämmung nicht mehr bringt als wenn ich die Verbindung Innenputz/Bodenplatte (eine kleine Wärmebrücke) unterbreche.

    Zum KS-Kimmstein ist übigens zu sagen, dass er nur ein Lamda von 0,33 hat. Da sind die meisten Ziegel bereits besser, auch ohne Perlitfüllung.

    Eine Simulation des Effekts der Füllung mit Perlit kann ich nicht bieten. Da müsste aufwendig in 3D die Wabenstruktur des Steins simuliert werden.

    Ein weiterer Aspekt: Ziegel haben vertikal und horizontal unterschiedliche Dämmwerte, eben wegen der Struktur. Hier kommt es auf den vertikalen Wert an. Herstellerangaben dazu habe ich noch nie gesehen. Der vertikale Wärmestrom durch die Ziegelstege wird durch Perlitfüllungen nicht verbessert. Und der dürfte den Wärmestrom in den offenen Luftkanälen deutlich überwiegen.

    Denkbar und besser berechenbar wäre eine Schicht Porenbeton oder Schaumglas.
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  16. #14
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Original geschrieben von Bruno
    Denkbar und besser berechenbar wäre eine Schicht Porenbeton oder Schaumglas.
    ja.
    aber die ausführungs-/zulassungsprobleme sind nicht ohne...

    ich hab auch keine pauschallösung - könnte mir aber vorstellen, dass perimeterdämmung bis 1m unter gok funktionieren könnte.
    der mehraufwand hält sich wohl in grenzen, der nachweis ist mittlerweile auch möglich (s. brunos bilder oben)
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  17. #15
    haera
    Gast
    also ich bin auch der Ansicht, daß die Sockel- bzw. Perimeterdämmung bis in den frostfreien Bereich geführt gehört, also ca. 1 m unter GOK.

    Und trotzdem: die Wärme fließt immer über die warme Wand nach unten über die Deckenstirnseite und von dort in den ungedämmten und unbeheizten Keller bzw. nach außen. Auch wenn das rechnerisch vielleicht unterschlagen werden kann, aber es wird dabei ständig Wärme verplempert!

    Im Deckenanschlußbereich zum nicht ausgebauten und ungedämmten Spitzboden ist das selbe Problem vorhanden.

    @Bruno: das mit dem Kimmstein aus KS mit dem Lamdawert o,33 mußt Du mir mal näher erklären oder mailen, wo es Infos dazu gibt - ich habe da mommentan etwas Kapierprobleme und in meinen Unterlagen von KS finde ich nichts darüber, aber vielleicht sind die auch nicht so ganz aktuell
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