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  1. #1

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    Zugriff auf Drainage

    Hall Experten!
    Nachdem wir jetzt schon viele Beiträge gelesen habe, denken wir ich, dass auch bei unserem speziellen Thema jemand helfen kann.
    Wir sind Eigentümer eines Reihenendhauses (7 Wohneinheiten) Baujahr 1963. Der gesammte Komplex ist von einer Drainage umgeben. Nun haben im Laufe der Zeit einige Eigentümer einen Anbau an ihr Haus gebaut. (Unsere Vorbesitzer auch).
    Die Drainage endet bei uns. Das Ende ist in einem nachträglich angebauten - etwas tiefer liegenden - Keller. Hier wird das Wasser zunächst in einer Grube gesammelt und dann abgepumpt. Wo sie anfängt wissen wir nicht.
    Nun hatten wir schon mehrfach Ärger mit dieser Anlage.
    Bei einem sehr starken Guß letztes Jahr im Sommer sprudeltete das Wasser sehr munter aus dem Drainagerohr. Alles noch kein Problem für die Pumpe. Aber dann.....
    Plötzlich kam das Wasser aus dem 100 Rohr wie aus einem Feuerwehrschlauch. Innerhalb von wenigen Minuten hatten wir mehr als 4500 Liter Wasser im Anbaukeller, beinahe wäre es noch in das "Haupthaus" gelaufen. Daraufhin haben wir 2 sehr starke Pumpen gekauft.

    Wir wundern uns aber immer noch, wo so plötzlich so viel Wasser her kam, zumal nach 10 Minuten alles wieder vorbei war, obwohl es immer noch so stark regnete. (Naja, vorbei... wir haben noch stundenlang gepumpt, gewischt und geräumt)
    Die Nachbarn haben wir mit den Pumpenkosten nicht belastet, da wir es noch nicht wollten, und auch keinen Schuldigen ausfindig machen konnten.

    Nun kam es heute zu einem merkwürdigen Zwischenfall: In dem Anbaukeller aus der Grube roch es extrem nach Nitro. Da unseren Wissen nach dieses nicht durch Sickerwasser passieren kann, das sich für gewöhnlich in der Drainage befinden soll, muss jemand etwas über die Drainage entsorgt haben. Diese Schadstoffe können wohl auch unsere Pumpen/ Schläuche zerstören


    Da wir Angst haben, dass jemand das Drainagesystem unterbrochen und Zugriff auf die Drainage hat, was zu einer Schädigung aller Häuser führen kann (???? Stimmt das???), möchten wir nun etwas unternehmen.
    Ist es wirklich verboten, wissentlich etwas in das Drainagesystem einzuspeisen?
    Kann es sein, das von dem anderen Reihenhausblock, der auch eine Drainagegrube hat, diese, wenn sie voll ist in unsere Drainage eingespeist wird?

    Wenn keiner der Nachbarn zugibt, heute Nitro entsorgt zu haben, würden wir gern einen Sachverständigen beauftragen.
    Wie kann man eine Drainage untersuchen lassen? Ausbuddeln wäre wohl sehr schlecht.
    Könnten wir die Kosten des Sachverständigen durch 7 teilen oder, wenn eine "Störungsstelle" gefunden wird, diesem Eigentümer die Kosten aufbürden?
    Und im Falle einer nötigen Reparatur?
    Oder bleiben wir auf den Kosten allein sitzen?
    Wenn jemand es zugibt, können wir ihn dann verpflichten, eine Unterlassungsverfügung zu unterschreiben, je wieder wissentlich etwas in das System einzuspeisen?

    Haben Sie noch andere Ratschläge für uns?

    Die Wände in unserem Keller sind nicht feucht, von den anderen haben wir diesbezüglich auch noch nichts gehört. Aber wir trauen uns gar nicht mehr, das Haus längere Zeit zu verlassen, weil wir nicht wissen, wann wieder so ein Schwall kommt.
    Eine Alarmanlage, wenn die zweite, höherliegende Pumpe anläuft, haben wir selbst gebaut. Beruhigt schon ein wenig.
    Aber wir denken, wir müssen auch mal den Grund aufspüren.

    wir freuen uns auf Antworten
    Norbert und Susanne
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  2. Zugriff auf Drainage

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Hallo ihr beiden,

    natürlich kann man das nicht endgültig aus der Ferne beurteilen, wenn es schon vor Ort nicht so einfach ist.

    Deshalb nur eine Vermutung:

    Es könnte sein, daß eine Regenfallleitung verstopft ist und jetzt in der Drainage einen Abfluß gefunden hat. Deshalb der kurze kräftige Wasserfluß. Der Regen war danach eben wieder vorbei. In die Chemikalienhandlung gehen und roten Farbstoff kaufen. „Fuchsin“ ist, glaube ich, der Handelsname des Pulvers.

    Davon etwas in der Dachrinne beim/bei den in Frage kommenden Nachbarn verteilen. Einen Eimer Wasser nachschütten wird nichts zeigen. Probieren sollte man es trotzdem. Sonst wird es eben der nächste Regen ans Licht bringen.

    Ansonsten vermute ich mal, hat da einer die Drainage mißbraucht. Aber das würde ich ohne Belege nicht vor mir hertragen.

    Es könnte nach Aufdeckung aller Mängel dazu führen, daß man alles aufgraben und reinigen muß. Schließlich hätte ja die Dachrinne über Jahre hinweg erheblichen Schmutz eingetragen. Das kann auch noch ein alter Fehler vom Bauträger sein??? Er hatte vermutlich keine Reinigungsschächte vorgesehen. Oder doch?? Man weiß eben noch nicht die wahre Ursache.

    Wenn die Behörden davon benachrichtigt werden, kümmern die sich auch um solche falschen Einleitungen. Aber wenn die Drainage nicht genehmigt sein sollte, wäre ich da ganz vorsichtig.

    Gruß
    pauline
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  4. #3
    Themenstarter

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    Also der eine Nachbar hat gestern meinem Mann gesagt, dass er Freitag sein Werkzeug gereinigt hatte und das Wasser dann in den Ausguss vor der Kellertreppe entsorgt hat. (Der hat unheimlich zurückgerudert, als mein Mann ihm sagte, worum es ging Er hatte ihn auch nicht direkt gefragt, nur so, na, was arbeitest dudenn z.Zt. so?) Aber nun wissen wir erstmal, wo es wohl reingeht. Wir werden mit dem Nachbarn - wenn es trocken ist - mal richtig Wasser in seinen Ablauf einleiten, mal sehen, ob bei uns etwas ankommt.

    Wenn ja - davon gehen wir aus- was dann?
    Weiß hier jemand, wie das mit den Reperaturkosten ist? Geteilt durch 7 oder er allein?
    Wie kann es sein, dass ein Überlauf in der Drainage endet?

    Gruß
    Susanne
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  5. #4

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    was habt ihr denn eigentlich?
    reihenhausanlage als wohnungseigentümergemeinschaft, oder realteilung mit eigenem grundstück?
    baulasten eingetragen?
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  6. #5
    Themenstarter

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    Es ist eine Realteilung mit eigenem Grundstück ohne eingetragene Baulasten.
    Susanne
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  7. #6
    Avatar von ISYBAU
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    Wenn man keine Ahnung hat, soll man nicht so tun ...

    Zitat Zitat von pauline10 Beitrag anzeigen
    ...Wenn die Behörden davon benachrichtigt werden, kümmern die sich auch um solche falschen Einleitungen.
    Dieses hier >>>>> verwende ich hier erstmals. Ich weiss ja, dass pauline trotzdem unberührt von jeder Kritik weiterschreiben wird.
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
    Avatar von ISYBAU
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    Hier ist wohl mit ziemlicher Sicherheit die Oberflächenentwässerung mit der Drainage "irgendwie" verbunden.

    Vor einer Reparatur sollte man wissen, was die Ursache ist. Fliessversuche z.B. mit Uranin, Benebelung und optische Inspektion mit Kamera sind hier hilfreich. Zuallererst müssen die alten Bestandspläne beschafft werden. Dann ist zudem die rechtliche Situation zu klären. Gibt es eine Genehmigung ? Gibt es Grunddienstbarkeiten oder sonstige Verträge usw usf.
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  10. #8
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    In Ergänzung zu ISYBAUS Hinweise, die das weitere Vorgehen auf den Punkt bringen von mir der Hinweis, dass man sich der Angelegenheit wirklich annehmen sollte. Irgendwie scheinen ja wohl sowohl die Dainanlagen der Nachbarn untereinander als auch die Oberflächenentwässerung, evtl. auch der öffentliche Abwasserkanal miteinander verbunden.

    Käme es jezt durch Fehlhandlungen irgendeines Zeitgenossen zum Eintrag von Schadstoffen in den Untergrund auf dem eigenen Grundstück, so kann so etwas ziemlich teuer werden. Und nebenbei sei bemerkt, dass wir eigentlich gar nicht genug aufpassen können, dass unser Trinkwasser sauber bleibt.
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