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  1. #1

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    aussenwand gegen nässe schützen

    hallo liebe bauexperten!ich habe da ein paar fragen zu meinem haus.erstmal ein paar wenige fakten:das haus ist baujahr ca.1918.baupläne bestehen nätürlich keine mehr,habe ich letztes jahr innen komplett renoviert und den dachstuhl gedämmt.das haus ist in einem recht guten zustand.die wände sind ringsum 1meter vom boden aus gefliest,jedoch an einer seite zum garten hin .an dieser wand zum garten ist es bei regen extrem feucht,welche aber auch schnell wieder trocken wird,da in der aussenwand mehrere löcher mit plastikaufsätzen eingebracht sind(tiefe ca.17cm),nehme mal an zur zirkulation...?schimmel etc.besteht keiner.da ich annehme das die feuchtigkeit aus dem erdreich kommt,ist meine frage:macht es sinn diese eine seite bis zum kellerboden aufzugraben und dann mit teer oder was man auch immer dazu verwendet abzudichten?eigentlich stört mich das alles nicht,nur dieses jahr wollten wir das haus von aussen dämmen und haben jetzt bedenken ob es dann bezüglich dieser einen wand probleme geben könnte mit feuchtigkeit, schimmel etc.
    der keller ist zur hälfte betoniert,die andere hälfte ist lehmboden welcher an die besagte aussenwand anliegt.für ein paar anregungen wäre ich dankbar!mfg,falche
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  2. aussenwand gegen nässe schützen

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  3. #2
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    Die Kunststoffdinger waren gaaanz früher mal Mode aber sind völlig sinnfrei.

    Bei einer Außendämmung würde ich "Zumindest" die Sockelabdichtung dahinter so tief führen das man später eine Abdichtung im ERdreich daran anschließen könnte.

    Wie die Feuchtigkeit im Kellerbereich aussieht kann man ohne Ortskunde nicht feststellen.
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  4. #3

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    Hallo Falche.
    Das mit der Wand habe ich auch allerdings kann ich von Außen schlecht augraben.
    Deswegen habe ich Innen bis an das Fundament den Lehm abgegraben und eine Drainage
    gelegt. Das waren blaue starre Drainagerohre mit einem Kanal am Boden.Danach habe ich
    alles mit Kies verfüllt und die Wand saniert.
    MfG
    Markus
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  5. #4
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    danke für die schnelle antwort!nur würde es überhaupt sinn machen von aussen bis zum fundament aufzugraben,dann mit teer zu streichen und das ganze wieder mit kies zu zuschütten (damit das wasser schneller ins erdreich gelangt) oder würde es dann trotzdem noch feucht werden?
    kann man anhand der luftfeuchte im keller eigentlich irgendeine aussage machen?
    gibt es da irgendeinen richtwert zb.keller soviel luftfeuchte ok oder sowas in der art?wie schaut den so eine abdichtung im erdreich überhaupt aus?vielen dank im voraus für eure tipps!!!!
    mfg,falche
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  6. #5
    Bauexpertenforum
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    Abdichtung dem Lastfall enstprechend! mal die Suche bemühen! Ausschlaggebend ist da die KMB Richtlinie. Teer streichen alleine ist nicht zielführend.

    Eine Dränung macht nur Sinn wenn diese auch entsprechend irgendwohin frei entwässern kann (Vorfluter) , das einleiten in die Kanalisation wage ich zu bezweifelnm außerdem muß das genehmigt werden.

    Die rel. Luftfeuchte im Keller gibt aufschluss auf das Raumklima. Eine BAuwerksanalyse beispielsweise über hygroskopische Salzbelastung.
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  7. #6

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    Und ob eine Drainanlage immer sinnvoll ist??

    In diesem Zusammenhang ist auch zu fragen, was hilft in einem solchen Fall eigentlich eine Drainanlage?
    Hierzu wird auch sehr oft kontrovers diskutiert.
    Ab wann ist eine Drainanlage sinnvoll?
    Ab wann ist ein Kiesgraben immer eine sinnvolle Maßnahme und auch eine Verbesserung?
    In den letzten Jahren wird sehr oft auch bei alten Gebäuden um das Haus aufgegraben und eine Drainanlage eingebaut, sowie ein Kiesgraben bis zur Oberkantegelände hochgezogen und dies alles führt sehr oft eher zu einer Verschlechterung als zu einer Verbesserung.
    Vorab muss erwähnt werden, dass die Abdichtungsnorm DIN 18195 auch einen Hinweis auf eine einzubauende Drainanlage nach DIN 4095 vorsieht.
    Es ist jedoch auch klar, dass diese Normen nur für den Neubau gelten und auch nur dann, wenn feststeht, dass es darum geht, Abdichtungen vor erhöhtem Wasserdruck zu schützen.
    Ganz andere Überlegungen müssen bei einem alten Gebäude mit einfließen und auch abgewogen werden.
    Sehr oft wird bei einer nachträglichen Instandsetzung mit einer Drainanlage der gewünschte Effekt – „ein trockener Keller“ nicht erreicht, bzw. manchmal auch das Gegenteil bewirkt, insbesondere bei alten Gebäuden.
    War bisher Erdreich - und Humus am Haus, durch diese konnte nur sehr wenig Wasser eindringen. Nach dem Herstellen eines Kiesgrabens und einer Drainanlage wird das Wasser von der Oberfläche und auch das Regenwasser von der Fassade regelrecht „angesaugt“ und um die gesamte Hauslänge verteilt.
    Dies führt oft dazu, dass an allen Stellen d.h. rund ums Haus Feuchtigkeit in erhöhtem Maße vorhanden ist. Es ist immer nur ein Wunsch, dass das Wasser durch die Drainanlage nur abläuft.
    Wer jedoch wie ich, sich lange genug mit dieser Thematik beschäftigt weiß, dass sich Drainanlagen, aber auch der Kies mit Pflanzen und Schmutz oft zusetzen. Ob dann noch der gewünschte Erfolg möglich ist bleibt fraglich.
    Ebenso findet dann, wenn Kies als Auffüllung eingebaut wird, in den oberen Randbereichen ein ständiger Wechsel zwischen feucht und trocken - nicht nur über das Wasser, sondern auch über die Kondensation statt. Dieser Wechsel zerstört oft die mit Sockelputzen ausgeführten Bereiche.
    .
    Und weiter kann beim Wiederauffüllen und dem Verdichten oft ein größerer Schaden durch die Vibration des ganzen Hauses entstehen.
    Beim Verdichten entstehen beträchtliche - auch seitliche Drücke, und können die Wand eindrücken aber auch vom Auflager verschieben. Dies kann auch wieder zu einer Undichtigkeit führen.
    .
    Es ist also nicht ganz so einfach, immer das Richtige zu tun.
    Es bleiben sicher noch genügend offene Fragen.
    In all diesen Fällen ist es auch wichtig zu untersuchen, ob es sich um Stau,- oder gar um drückendes Wasser handeln kann.
    Eine genaue Prüfung z.B. nach Merkblatt WTA 4-3-98/D
    Instandsetzen von Mauerwerk - Standsicherheit / Tragfähigkeit
    und 4-6-05/D Nachträgliches Abdichten erdberührter Bauteile
    ist sicher besser, als der oft erwähnte Spruch – „das haben wir schon immer so gemacht“.
    Die Merkblätter sind zu beziehen bei:
    http://www.wta.de/de/merkbl%C3%A4tter
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