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Keller abdichten, Haus hat kein Fundament.

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  1. #1

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    Lächeln Keller abdichten, Haus hat kein Fundament.

    Hallo liebe Bauexperten,
    ich möchte mein über 100 Jahre altes Zechenhaus gern trocken bekommen. Es ist eine Doppelhaushälfte.
    Bislang, durch Informationen von Bekannten und auch laut Firma Deitermann, möchte ich wie folgt mit Deitermann-Produkten hauptsächlich in Eigenarbeit von außen abdichten:

    1)Hohlkehlspachtel HKs für ausgekratzte Fugen und für das Mauerwerk unterhalb

    2)Eurolan 3K als Grundierung

    3)Dickbeschichtung Superflex 10 in zwei Lagen (mind. 4 mm. insgesamt) und dazwischen Glasseidengewebe Nr. 2

    4)Zuletzt Perimate DS

    Danach möchte ich keine Drainage legen. Das Regenwasser möchte ich auf dem Grundstück komplett in Mulden versickern lassen.

    Wie ich den Aufbau beschrieben habe, darf so viel ich weiß drückendes und stauendes Wasser anfallen.

    Noch zur Information:
    +meine Doppelhausnachbarn haben überlaufende Regenrinnen, Regenrohre die zum Boden hin keine Funktion erfüllen, wodurch das Regenwasser an meinem Haus auch ansteht - alles ohne Aussicht auf Änderung!

    +das Haus hat kein Fundament, es steht auf Lehmboden und der Kellerbodenoberfläche besteht aus Ziegelsteinen.

    +der Boden besteht zunächst (bis ca. 50 cm.) aus schwarzen Boden, danach aus Lehm; die Versickerungsleistung beträgt 50 cm. pro Stunde.

    +an einer Wandseite dringt, manchmal sichtlich, auch hörbar, Wasser ein.

    Nun meine Frage:
    Ist der Aufbau zur Abdichtung so in Ordnung und/oder gibt es vielleicht eine günstiger Alternative als die von Deitermann, vielleicht zumindest eine nicht so teure Perimeterdämmung?

    Ich würde mich über Antworten sehr freuen - irgendwie überfordert mich dieses Projekt und meine Entscheidung für bzw. gegen ein Produkt und dieses ganze Vorhaben recht sehr. Daher bitte ich um Hilfe.

    Vielen Dank schon im voraus
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  2. Keller abdichten, Haus hat kein Fundament.

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Ist der Aufbau zur Abdichtung so in Ordnung
    Kann ich mir nicht vorstellen, daß ein Fachberater von Deitermann das so empfohlen haben soll.

    Die beschriebenen Abdichtungsprodukte sind für den Lastfall zeitweise aufstauendes Sickerwasser ( Wegen des Lehmbodens ) zugelassen und geeignet. Angedacht ins offenbar Freilegen und Abdichten der Kelleraußenwände.

    Aber was soll das bringen, wenn noch nicht einmal eine Kellerbodenplatte vorhanden ist? Die Gefahr besteht dann nach dem Freilegen, daß das Sickerwasser verstärkt in der wiederverfüllten Baugrube steht und über den Kellerboden ( schwarzer Boden bis 50 cm Tiefe ! ) hochdrückt.

    Nachbar darf natürlich über seine funktionsunfähigen Regenfallrohre kein Regenwasser zu ihrem Haus zuführen.

    Sie sollten einen Fachmann zu einer Beratung vor Ort hinzuziehen und die Abdichtung auch von einem Fachmann ausführen lassen.
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  4. #3
    Bauexpertenforum
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    Mir fehlt hierbei auch ein "Rückfeuchtungsschutz" in Form einer Dichtschlämme. wenn die Übergänge und An- Abschlüsse nämlich hinterlaufen werden löst sich die KMB mit Sicherheit ab.
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  5. #4
    Avatar von buddelchen333
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    wie eric gesagt hat würde ich zuersteinmal das mit dem nachbarn klären. trotzdem ist bei (zeitweise) drückendem Wasser fraglich, ob es überhaupt möglich ist den Keller mit VETRETBAREM Aufwand trocken zu bekommen. Lohnt sich das überhaupt noch?
    Deine Liste sieht eigentlich schon ganz gut strukturiert aus. Die von Robby angemahnte Dichtschlämme ist notwendig, weil die Dickbeschichtung auf einer feuchten Wand schlecht haftet und dann nicht mehr wirkungsvoll ist.

    Die größeren Schwierigkeit, die Du bei den alten Häuser ohne Bodenplatte immer hast, ist daß es wohl sehr schwer ist eine Abdichtung auf einer nachträglich eingegossenen Betonplatte an die Horizontalabdichtung im Mauerwerk anzuschließen. Dieses ist aber besonders wichtig, wenn das Wasser auch von unten drücken sollte, da es sonst an dieser Stelle einen Schwachpunkt gibt. Alles aufwendig und teuer.

    Erstmal klären, ob daß wasser auch von unten anstehen könnte. Eine praktikable möglichkeit dafür fällt mir nicht wirklich ein, außer kleines Loch durch den Kellerfußboden graben und eventuellen Wasserstand beobachten, hier bewegen wir uns aber schon eher in Grimms Märchen, so daß es mir angezeigt scheint einen verständigen Fachmann hinzuzuziehen.
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  6. #5
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    Danke erst einmal für die Antworten - ich habe mit dieser Resonanz gar nicht gerechnet.
    Zu Eric: Ich habe tatsächlich mit einem Fachberater von Deitermann gesprochen (am Telefon). Was ich jedoch nicht erwähnt habe, dass er nach dem Abdichten von außen zu einer Verkieselung rät. Andere haben mir zur Verkieselung gesagt, dass ich am besten erst einmal von außen abdichten solle und danach sehen kann wie feucht der Keller dann noch ist und dann evtl. weitere Maßnahmen ergreifen soll. Nach den Außenarbeiten wollte ich den Kellerboden noch betonieren.
    Was meine Nachbarn anbelangt, wohnen diese zur Miete und haben auch kein Interesse daran die Feuchtigkeit vom Haus weg zu bekommen.
    Ich hingegen möchte den Keller als Lagerraum nutzen können. Dies geht bislang leider schlecht: selbst mein Werkzeug rostet!!!!

    Was die Fachleute anbelangt habe ich nicht unbedingt viel Vertrauen das diese die Ausführung immer fachgerecht vornehmen. Wenn ich an den Neubau meiner Freundin denke: dort waren Hilfkräfte am Werk. Diejenigen die gute Arbeit leisten will ich hier natürlich ausklammern.

    Zu Robby: Ich habe keine Ahnung was ein Rückfeuchtungsschutz ist und was ist KMB???????? Keller ... Bitumen???

    Zu buddelchen: was heißt "lohnt sich das überhaupt noch"? Soll ich das Haus, was ich vor 4 Jahren gekauft habe wegsprengen (lach) oder sollte ich mich einfach damit zufrieden geben das der Keller nicht nutzbar ist? Wenn ich alles so belasse wie es ist, was heißt das für die Bausubstanz, für die Energiekosten, ...?

    Die fehlende Dichtschlämme sollte also vor der Grundierung (Eurolan 3K) oder noch vor dem Hohlkehlspachtel (HKS) erfolgen.
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  7. #6
    Avatar von buddelchen333
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    tja, was heißt das für Bausubstanz und Energiekostens? Es heißt konkret, daß die Investitionskosten den Keller dichtzubekommen so hoch liegen können, daß es sich auch unter Berücksichtigung all der Vorteile nicht lohnt, so kann das eben sein. Weiterhin ist es ziemlich aussichtslos jetzt was zu unternehmen, wo ständig das Wasser vom Nachbarn ansteht wegen der defekten Regenrinne, das muß erst geklärt werden, vielleicht ist dann ein großer Teil der Problme schon weg. Dann muß geklärt werden, ob das Wasser auch von unten ansteht, oder nicht? Wenn ja, dann wird es unmöglich bis astronomisch teuer den keller vollkommen trocken zu bekommen, bei alten Häusern war das auch nie so gedacht. Es muß einfach vorher im Detail abgeklärt werden, wieso, woher und warum wasser eindringt, sonst laufen Sie Gefahr, daß das Geld genauso aus Ihrem Geldbeutel läuft wie weiterhin das Wasser in Ihren Keller.
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7
    Themenstarter

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    Danke noch einmal für die Ratschläge.

    Ich habe mich nun erst einmal an die Vermietungsgesellschaft meiner Nachbarn gewendet - die werden sich nun um die verstopften Regenrinnen und auch um das nicht-funktionsfähige Regenrohr kümmern.
    Gruß
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  10. #8
    Avatar von buddelchen333
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    das hört sich schonmal gut an. prinzipiell ist es glaube ich immer sinnvoll zuerst die kostengünstigen Möglichkeiten in betracht zu ziehen, bevor man aufbuddelt 10tsde bezahlt inklusive innen alles aufhübschen und ein halbes Jahr später läuft es wieder wegen einer banalen Regenrinne in die Wand, dann wäre ich auf 180...
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