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  1. #1

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    Unglücklich Wandaufbau in bestehende Holzkonstruktion integrieren

    Einen schönen guten Tag wünsche ich erst einmal.

    habe ein Haus aus den 60ern gekauft und bin gerade dabe es dämmen zu lassen. Eine Wand besteht aus einer Holzkonstruktion baiserend auf 120 mm Stützen, die einen Holzträger über die hausbreite auffangen. Dazwischen wurde, wie damals üblich, notdürftig gedämmt.

    Der Aufbau war: (von innen nach außen)
    Pressspanplatten (eben aus den 60ern)
    6cm mineralische Dämmung
    Eternitplatten - basta!

    Mittlerweile ist die Wand entkernt. Außer Holzstützen und Eternitplatten ist nichts mehr da.

    Da sich ein Balkon über die gesamte Wandlänge erstreckt möchte ich so wenig wie möglich Fläche außen verlieren. Daher hatte ich folgedens vor;
    Bestehende Ständer mit Konsturktionsvollholz um 80mm (nach innen) aufdoppeln, sodass folgender Aufbau realisiert werden kann.

    Gipsfaserplatte 10mm
    Instalationssicht 60 mm, Isoliert mit mineralischem Dämmaterial K 035
    15mm OSB3-Platten als Dampsperre (luftdicht)
    200mm mineralische Dämmung K 035

    Nun kommt meine eigentliche Frage!
    Wie gestalte ich nun die Außenfassade. Gemäß Planungsvorlage von Fermacell zu den Bauplatten HD, die ich anstelle der Eternitplatten verwenden wollte, kann ich diese als Außenfassade direkt an die bestehenden Holzstützen montieren. Klappt das so oder ist unbedingt eine Hinterlüftung erforderlich. Dies bedeutet das ich die Fassade vorhängen muss und somit Raum auf dem Balkon verloren geht.

    Durch das überstehende Dach ist, von den Hausecken abgesehen, ist die Fassade geschützt.

    Wäre toll, wenn Ihr, obwohl das Thema Wandaufbau/Holzkonstruktion bereits intensiv disskutiert wurde, kurz Euer OK gebt. Es geht im wesentichen um den Fassafenabschluss.
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  2. Wandaufbau in bestehende Holzkonstruktion integrieren

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von jetter
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    Dat löppt
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    In Textform hört sich dass erst einmal gut an.

    Irgend eine der beiden Beplankungen oder gar beide haben für das Haus eine aussteifende Funktion, also nicht einfach eine nach der anderen abreißen und hoffen.
    Die jeweils neu angebrachte Beplankung (OSB , HD oder andere) muss diese Funktion dann auch wieder nachweislich übernehmen, sonst liegt das Haus u.U. auf der Seite.

    Ob eine Hinterlüftung notwendig ist oder nicht, sagt dir die bauphysikalsiche Berechnug ndes Gesamtaufbaus (innen 8-fach dichter als außen).

    Nur kurz zu Begrifflichkeiten - OSB-Platten fungieren als Dampfbremse. Zur Ausbildung als gleichzeitig luftdichte Ebene müssen Anschlüsse, Durchdringungen und Plattenstöße abgeklebt sein.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Besten Dank für den Hinweis, Jetter,

    Die Versteifung übernimmt ein Querbalken, ebenfalls 120 er Abmessung. Könnte es sein, dass darüber Hinaus noch mehr Aussteifung erforderlich wird?

    Auf einer Breite von 12 Metern (nur OG) sind lediglich drei Felder (2 x 160m und 1 x 1m breit) in dieser Kosntruktion ausgearbeitet. Dazwischen sind jeweils Glaselemente, mir Balkontüren, so dass auf 12 Meter Breite etwa 8 Meter Glasfelder stehen.
    Im EG ist lediglich ein Feld in dieser Leichtbaukonstruktion ausgearbeitet (1m breit). Der Rest besteht aus einer Fensterfront (ca 8m) und einer weiteren, mit Balkontür, etwa 3 m breit.

    Gehe also davon aus, der 12er querbalken die aussteifende funktion übernimmt.

    Das mit der OSB Platte als Dampfsperre hatte ich so gedacht.
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  5. #4

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    Wenn du mit Querbalken das meinst was ich darunter verstehe (horizontal), dann dient der primär nicht der Aussteifung. Meinst du vielleicht eine Strebe, ein schräges Holz? Dann schon eher. Bilder oder Skizzen wären vorteilhaft.
    Wenn die OSB oder die HD demnächst die Aussteifung übernehmen soll, müssen diese richtig angeschlossen werden. Ebenso die Hölzer die auf die bestehenden aufgedoppelt werden. Kleinformatig Baumarktplatten sind dann auch nicht mehr angesagt. Es empfiehlt sich jemand vor Ort der sagt wie es gemacht wird.

    Mitte der 60er wurde mit Holzschutzmitteln nicht gerade gespart. Wenn sowieso schon alles offen ist kann man seine Gedanken zusätzlich in Richtung Absperranstrich o.ä. schweifen lassen.
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  6. #5
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    Hallo RJ.

    ja, Querstrebe ist wohl der richtige Begriff. Habe mal eine Skizze gemacht. Die Stützen stehen auf Schwellenhölzer und haben etwa auf 1,5m besagte Querstrebe. Sowohl Stützen als auch Quersteben sind aus 120mm Balken.

    (Hoffe das klappt mit dem Hochladen der Skizze!!??)
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  7. #6
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    klappt leider nicht mit der Skizze - Fehler bei hochladen.

    Also die Konstruktion sieht aus, naiv formuliert, wie ein H, dass zwischen Schwellenholz und oberen Querträger gestellt wurde.

    Ach ja, RJ, was empfiehlt sich denn als Absperranstrich?
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  8. #7

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    Das Bildchen habe ich einmal für dich gegoogelt. Stammt zwar aus dem Fachwerkbau, jedoch fand die Begrifflichkeit bis vor einiger Zeit auch im HRB verwendung.


    Beim nochmaligen überdenken erscheint mir ein Absperranstrich hier nur bedingt empfehlenswert. Es hätte einer Schadstoffmessung benötigt um zu wissen gegen was abgesperrt werden soll. Pauschal einen weiteren Stoff einzubringen halte ich dann doch nicht für Zielführend, zumal du die Möglichkeit (und hoffentlich das Ziel) hast mit dem weiteren Aufbau einen Luftaustausch zwischen Konstruktion und Wohnraum unterbinden.
    Ansonsten bemühe google einmal mit den Stichworten: Schadstoffvernichter, Absperranstrich o.ä
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von isneduc Beitrag anzeigen
    .. Die Versteifung übernimmt ein Querbalken..
    das sollte nicht unbeachtet bleiben, weil der querbalken tatsächlich
    KEINE aussteifung übernimmt.
    wenn das derart entkernte haus schon nicht umkippt (ein paar innenwände
    scheinen das momentan verhindern zu wollen), dann wird es wohl im
    künftigen leben des gebäudes, wenn nicht JETZT ordentliche massnahmen
    konzipiert werden, mindestens zu erheblichen rissen kommen.

    hol dir einen kompetenten twp, der zum thema holzbau und bauphysik
    was zu sagen weiss.

    das, was du als wandaufbau momentan vorsiehst, funktioniert nicht,
    eine richtige lösung hängt auch erheblich davon ab, wie man anschlüsse
    und details hinfieselt und wie sich der künftige aufbau feuchtetechnisch
    verhält.
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  10. #9
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    Hallo mls,
    um zu vermeiden, dass falsche Vorstellungen von meiner Radikalkur aufkommen, und nur ein Holzskelet mit Stützen und ein paar Querbalken dazwischen übrig geblieben sind, hier ein kurzes Zitat aus dem Statikberich.

    "Für die Konstruktion in Holz ist Nadelholz der Güteklasse II Schnittklasse B vorgesehen. Im Obergeschoss ist ein ringsumlaufender Ringanker anzuordnen." Im folgenden ist immer nur von Holzbalken die Rede. An keiner Stelle finde ich einen Hinweis auf die Beplankung mit Presspanplatten.

    Das gesamte Haus ist in Massivbauweise Außenwände HBL 24 cm, eben bis auf die eine Wand, über die wir hier sprechen.

    Besteht aus deiner Sicht immer noch Alarmstufe rot?
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  11. #10

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    Das heisst also, die Wand wird seitlich von den Massivwänden gehalten?

    Thomas
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  12. #11

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    Bitte an den Brandschutz denken!! Alarmstufe rot bleibt an solange die Geschichte nicht vor Ort begutachtet und anschließend ordentlich geplant wurde. Ansprechpartner ist der Architekt bzw. Tragwerksplaner ihres Vertrauens.
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  13. #12
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Bauwahn Beitrag anzeigen
    Das heisst also, die Wand wird seitlich von den Massivwänden gehalten?

    Thomas
    Servus Thomas,
    ja, besagte Wand wir seitlich von Massivwänden gehalten. Horiziontalkräfte werden also von der Wand aufgenommen.
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13

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    Ich habe das Gefühl du machst dir das etwas einfach und drehst es wie es für dich passt.
    Hat den jetzt schon jemand vor Ort die Situation betrachtet? Aktuell scheint die Statik nun offensichtlich nicht zu sein.
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  16. #14
    Themenstarter

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    Hallo RJ,

    zunächst allerbesten Dank für Deine engangierte Unterstützung. Magst recht haben, dass es etwas wirr wirkt, habe aber das Gefühl, wir reden aneinander vorbei.

    Es handelt sich um die Gartenseite im Obergeschoss. Alle Anderen Wände im EG und OG sind massiv. Also wir reden nicht von einer Wand vom Boden bis Dach sondern wie gesagt "nur" von einer Seite im OG (Balkon is Dach). Im EG zur gleichen Seite, ist also alles beim alten geblieben.

    Meine Vermutung ist, dass die Presspanplatten lediglich der Verblendung und nicht der Versteifung dienten, begründet sich auf der Tatsache, dass sie mit der Tragwerkkonstruktionlediglich nur vernagelt war (ca 50x2mm) und dahinter die eigentliche Dämmung aus Glasfasermatten lag.

    Weiterhin gründe ich meine Vermutung darauf, dass die Spanplatten keine Versteifung ist darauf, dass zwischen den einzelnen Feldern mit der thematisierten Holzkonstruktion großzügige Glasflächen (max ca 1,60x 1,20m)und Balkontüren (drei) sind, die nicht einmal auf Schwellenhölzer ruhen.

    Vielleicht hilft es ja weiter.
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