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Hydraulischer Abgleich

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  1. #1

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    Daumen hoch Hydraulischer Abgleich

    Hallo,

    wir sind am ersten März 2008 in unser Einfamilienhaus eingezogen und haben derzeit Probleme mit unserer Fußbodenheizung mit Wärmepumpe. Ich denke die Wärmepumpe funktioniert ordnungsgemäß, darum beschränke ich meine Frage auf das "drumherum".

    Das Problem: Im Bad im Obergeschoß haben wir eine maximale Zimmertemperatur von 21°C, was meiner Meinung nach zu kalt ist. Wir haben keine zusätzliche Wandheizung oder einen Handtuchheizkörper, da ich der Meinung bin die Fläche im Bad müßte ausreichen.
    Ich bekomme eine Temperatur von mehr als 24°C wenn ich die Heizkreise für Keller und Erdgeschoß komplett schließe. Meine Vermutung ist nun, daß der hydraulische Abgleich nicht durchgeführt wurde.

    Wie kann ich einen Abgleich selber durchführen? Wir haben keine elektrischen Stellmotoren oder Thermostate, sondern "nur" die Verstelleinheiten an den Heizkreisverteilern für Keller, EG und OG. Ich denke die Verstellschrauben sind dafür da, die Temperatur in den einzelnen Räumen zu regeln und für den hydraulischen Abgleich müssen andere Ventile verantwortlich sein - ist das richtig?

    Leider bekomme ich derzeit von unserem Heizungsbauer nicht die Unterstützung die ich erwarte, daher wende ich mich an dieses Forum.

    Grüße

    Rainer
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  2. Hydraulischer Abgleich

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  3. #2
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    Naja ...
    grundsätzlich gibts 2 Möglichkeiten ....

    Die Grundeinstellung wie jetzt vorhanden beibehalten und ne zusätzliche Heizquelle ins Bad ... die in der Lage ist den Raum kurzzeitig auf die Wunschtemperatur zu bringen ... und das nur für die Nutzungszeit.
    Dürfte die sparsamste Variante sein.

    Oder die Heizkurve etwas erhöhen und dann die restlichen Räume abdrosseln, so dass sich im Bad ein höherer Volumenstrom einstellt. In Kombination mit der etwas höheren Temperatur müssten sich die gewünschte Raumtemperatur ebenfalls einstellen. Die Gretchenfrage ist ... braucht das Bad rund um die Uhr diese Temperatur.

    Das ist ganze weniger ne Frage des hydraulischen Abgleichs als des kompletten Anlagendesigns und der Nutzungsgewohnheiten.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  4. #3
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    Ich stimmer voll zu, daß man im Bad nicht immer Badetemperatur braucht oder diese zur Not per Heizlüfter einbringt.

    Da es sich aber um eine neue Heizung handelt, möchte ich von Anfang an eine optimale Einstellung bekommen. Offensichtlich stimmt etwas mit der derzeitigen Situation nicht, da alle anderen Räume geregelt werden können (stehen auf einer halben Umdrehung) im gegensatz zum Bad welches mit ca 6 Umdrehungen auf voller Durchflußmenge steht.
    Ich denke im Bad wurden die Heizschlaufen sehr eng (5cm Abstand?) verlegt und somit wird der Kreislauf sehr lang im Gegensatz zum Gang, der sehr kein ist. Es fließt also mehr Wasser durch den Gang als durch das Bad. Dies ist erst mal nicht akzeptabel. Wenn also der hydraulische Abgleich gemacht wird erhoffe ich mir einen etwas breiteren Spielraum der Raumtemperatur im Bad.

    Die eigentliche Frage lautet nochmals: Wird der Hydraulische Abgleich direkt an den Ventilen der Heizkreisverteiler vorgenommen oder gibt es noch eine andere möglichkeit einzelne Kreise zu drosseln?

    Grüße

    Rainer
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Spaceshake Beitrag anzeigen
    ... Wir haben keine zusätzliche Wandheizung oder einen Handtuchheizkörper, da ich der Meinung bin die Fläche im Bad müßte ausreichen.
    Die Fläche ist immer ausreichend, egal wie klein. Es stellt sich nur die Frage, unter welchen Bedingungen "ausreichend".

    Wenn alle Räume die gewünschte Temperatur erreichen, und somit dort keine Reserve mehr vorhanden ist, hilft nur eine zusätzliche Heizfläche oder Heizkurve hoch.

    Frage:
    - Welche Vor-/Rücklauftemperatur bei welcher Außentemperatur?
    - Welche Leistung hat die Heizkreispumpe? (Einstellung der Pumpe oder geregelt?)

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
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    Problem ist natürlich (auch) die Trägheit des Heizsystems.

    Nur mit der FBH die 24 Grad zu erzielen ist ja anscheinend möglich.
    Deswegen seh ich da kein Auslegungsproblem in der FBH - sofern die Heizflkäche im Verhältnis zu den Aussenflächen stimmt.

    Ohne Zusatzheizfläche kriegt man das Bad in ner annehmbaren Zeit nicht auf die gewüschte Temperatur. Das heisst ... durchgehend wenigsten 22 bis 23 Grad sonst gehts daneben ... mit allen Verlusten.

    Ansonsten siehe die Fragen von Ralf.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  7. #6
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen
    Wenn alle Räume die gewünschte Temperatur erreichen, und somit dort keine Reserve mehr vorhanden ist, hilft nur eine zusätzliche Heizfläche oder Heizkurve hoch.
    Die übrigen Räume sind fast zugedreht um auf 21°C zu kommen und das Bad ist komplett aufgedreht um den gleichen Effekt zu erzielen.

    Noch zur Info: Es wurde eine größere Umwälzpumpe nachträglich eingebaut, bei der ich in drei Stufen verstellen kann. Die höchste Stufe macht Lärm in den Kreisläufen und bringt sogar noch weniger Wärme ins Bad. Die kleinste Stufe ist jetzt meiner Meinung in Ordnung. Der Austausch war wahrscheinlich eine Verzweiflungstat des Heizungsbauers.
    Auch wenn ich die Heizkurve hochziehe habe ich keinen Wärmegewinn im Bad. Da kommt einfach nicht mehr an. Außer wie schon beschrieben ich drehe Keller und EG zu.

    Also, ich bräuchte einfach mehr Information zum hydraulischen Abgleich. Wenn dieser richtig eingestellt ist lasse ich mich davon überzeugen, das eine zusätzliche Wärmequelle von Nöten ist.

    Grüße
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  8. #7
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    Was brauchts mehr zur Überzeugung als nen kalten Hintern im Bad wenn alle anderen Räume die gewünschte Temperatur haben ?

    Ob am Verteiler die Ventile ganz offen sind oder fast geschlossen sind ne Frage des erforderlichen Volumenstroms, der Heizlast, der mittleren Heiztemperatur und dem Verhältnis Heizfläche (--> erforderliche Heizleistung --> spezifische Heizleistung pro m²) zu Wärmebedarf.

    Ich kenne übrigens kaum ein Bad, bei dem das Verhältnis beheizte Fußbodenfläche zu erforderlicher Heizleistung so passt, dass die geforderten 24 Grad Raumtemperatur ohne Klimmzüge ganz bequem zu erreichen sind.
    Zu 99% ist das Badezimmer der Raum der über Wohl und Wehe (heisst Betriebsbedingungen) der WP-Anlage entscheidet.

    Genau deswegen interessiert mich die *berechnete* Heizleistung im Bad nie sonderlich, da gibts *immer* ne Zusatzheizfläche, weil ansonsten der Betreiber so wie du jetzt ums Eck kommt und meckert

    Das brauch ich nicht wirklich, vor allem wenn dann das Wehklagen losgeht, dass jedes Grad Vorlauftemperatur bei der WP sich an der Leistungszahl bemerkbar macht.

    Wenns an den FBH-Verteilern keine Durchflußmesser gibt, die den aktuellen Betriebszustand anzeigen ist jede Einstellung dort sowieso mehr oder weniger ein hydraulischer Blindflug, dessen Auswirkungen sich erst nach einigen Tagen Betrieb zeigt.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  9. #8

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    Zur Optimierung von Heizungsanlagen:

    http://www.bosy-online.de/Optimierun...ngsanlagen.htm

    speziell zum hydraulischen Abgleich:

    http://www.bosy-online.de/hydraulischer_Abgleich.htm

    Ich denke das ist genügend Lesestoff zum Einarbeiten.

    Ansonsten bin ich bei Achim

    ....Ich kenne übrigens kaum ein Bad, bei dem das Verhältnis beheizte Fußbodenfläche zu erforderlicher Heizleistung so passt, dass die geforderten 24 Grad Raumtemperatur ohne Klimmzüge ganz bequem zu erreichen sind....
    Wie groß ist eigentlich die effektive FBH Fläche in Deinem Bad?

    Gruß
    Ralf
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  10. #9
    Avatar von OldBo
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    Moin,

    ich verstehe immer noch nicht, warum es im Badezimmer unbedingt 24° C haben muss. Ein Unsinn der DIN-Fritzen. Aber wer die Temperatur für 2 mal eine halbe Stunde am Tag haben möchte, der muss eben den Mehraufwand und die Verluste inkaufnehmen.

    Eine zusätzliche Wandflächenheizung ist natürlich in Duschbäder eine schöne Sache, aber auch Luxus.

    Gruß

    Bruno
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  11. #10

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    Da bietet sich die "mittelalterliche" Lösung, nämlich einen elektrischen IR-Strahler zu verwenden, geradezu an!
    Der muß nur in Betrieb sein, solange Jemand im Raum ist, der es warm haben möchte.
    Brauch keine Worlaufzeit und muß nicht die Luft, Wände und Einrichtung erwärmen...
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  12. #11
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    Kommt der Umstand niemandem befremdlich vor dass die 24°C erreicht werden können, aber auf Kosten von Keller und EG?

    Ich reite nicht darauf rum, daß ich mit aller Gewalt 24°C haben will, aber ich sehe das als Indiz, daß etwas mit den Durchflußmengen nicht stimmt. Teilweise habe ich auch nur 19°C im Bad und die anderen Räume bleiben stabil bei 21°C.
    Leider arbeitet die Jahreszeit gegen mich, ich weiß nicht was im Winter passiert...

    OK, falls ich den Umstand dieses Bades mal so hinnehme. Wie kann ich Heizkurve und Heizkreisverteiler nun optimal einstellen?

    Schade das man das nicht vor Ort diskutieren kann...würde einiges erleichtern....
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Spaceshake Beitrag anzeigen
    ..

    OK, falls ich den Umstand dieses Bades mal so hinnehme. Wie kann ich Heizkurve und Heizkreisverteiler nun optimal einstellen?
    ..
    http://www.hydraulischer-abgleich.de/

    Dort finden sich auch Strategien für den Abgleich. Habe bitte Verständniss, daß ich nicht alles hier noch einmal eintippe.

    Kommt der Umstand niemandem befremdlich vor dass die 24°C erreicht werden können, aber auf Kosten von Keller und EG?
    Nö.

    Meine Glaskugel zeigt mir weder Deine Hydraulik, noch Deinen Abgleich, noch die Einstellparameter Deiner WP noch die aktuellen Temperaturen und Durchfluß.

    Warum also sollte ich mich wundern? Möglich ist alles.

    Gruß
    Ralf
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13
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    Na komm doch mal mit den aktuellen Einstellwerten ums Eck .
    Gibts an den Verteilern der FBH Durchflussmesser ?
    In welchen Räumen werden welche Temperaturen erreicht ?

    Abstrakte Debatten haben noch nie wirklich jemandem weiter geholfen.

    Grundsätzliches Thema bei erbsengezählten (Verzeihung *berechneten* und tröpfchenausgeliterten) Anlagen ... 21 Grad Raumtemperatur im großen Wohnzimmer können schon zu viel des Guten sein, wenn für den Raum *blos* 20 Grad berechnet wurden.

    Immer beachten FBH ist ein *lahmes* Heizsystem, heisst *schnell* ist wo anders.
    Jede Änderung von Einstellungen braucht zwischen 2 und 5 Stunden bis man das Ergebnis auch nur Ansatzweise feststellen kann.
    Alles was sich *schneller* bewegt ist fast immer zu viel des Guten.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  16. #14
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    Das ganze passt zu einem anderen Thread (Schlafzimmer 16°).

    Prinzipieller Themenkomplex:
    -aktuelle ökö Heizsysteme
    -Energiesparen
    -Wohnkomfort

    Vergleich:
    Sie fahren mit einem VW-Transporter 60PS beladen durch die Gegend. Gleichmäßig ist ja ok.
    Und nu mal eben auf die Überholspur und zackzack an der LKW-Kolonne vorbei.
    Ist nicht, also abladen alles raus und bergab versuchen.

    Darum wundert es erst mal keinen mit dem Badezimmer.
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