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Wievele Vorgespräche

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  1. #1

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    Wievele Vorgespräche

    sind bei eurer Zunft eigentlich "normal" oder "im Rahmen"?
    Ihr rechnet pauschal nach HOAI ab und bekommt also für eine Hütte einen vorher festgelegten Betrag.
    Wie oft nimmt man sich nun im Vorfeld, also bei der Grobplanung Zeit?
    Ich habe den Eindruck, unserem Architekten ein wenig auf den Wecker zu fallen mit vielen vielne Frage, sprunghaftem Denken, über den haufen geworfenen Planungen etc.
    Nun sagte er mir (freundlich und höflich wohlgemerkt), ich solle die Fragen einfach mal bündeln und warten bis der Bauantrag durch sei, wir sollten uns in 3 Wochen wieder sehen, dann sei der Bauantrag durch und wir könnten weiter machen.
    ist das normal so oder ist der Mann schon am Anfang unseres BV zu Recht genervt von einem BH, der es ganz genau wissen will ohne was davon zu verstehen? Oder ist das ein Typ der einfach nur seine Kohle mit so wenig Arbeit wie möglich einfahren will?
    Ich hätte gedacht, man trifft sich vielleicht 1x pro Woche und spricht ein bis zwei Stunden. Liege ich damit total daneben???
    Vielen Dank,
    Nicholas
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  2. Wievele Vorgespräche

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  3. #2
    Avatar von Ryker
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    Ich hätte gedacht, man trifft sich vielleicht 1x pro Woche und spricht ein bis zwei Stunden. Liege ich damit total daneben???
    Wenn es was zu bereden gibt - sicherlich.
    Du darfst aber auch nicht vergessen, dass -sobald man die Fahrerei dazurechnet- bis zu ein guter halber Arbeitstag fuer ihn hin ist,
    um ein bis zwei Fragen ausfuehrlich zu beantworten, die vielleicht nie relevant sind. Genauso werden spaeter auch (zurecht) die
    Handwerker reagieren, wenn sie zwei Mal pro Woche zu ueberfluessigen Baubesprechungen gebeten werden.
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  4. #3

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    Zitat Zitat von bison Beitrag anzeigen
    Ich habe den Eindruck, unserem Architekten ein wenig auf den Wecker zu fallen mit vielen vielne Frage, sprunghaftem Denken, über den haufen geworfenen Planungen etc.
    da würde ich mich bedanken, wenns öfters passiert!

    natürlich ist es nervig, wenn der bauherr jeden tag anruft, um das in verschiedenen foren oder artikel gelesene zu besprechen oder hinterfragen.
    eine wöchentliche baubesprechung in der planungsphase insb. bei einem EFH ist mehr als übertrieben.
    recht hat er - fragen bündeln und termin vereinbaren.
    jedes projekt braucht auch seine vorbereitungsphase, da macht es meist keinen sinn jemanden aus dem alltagsgeschäft rauszureissen und mit fragen zu löchern.
    stellen sie sich vor - sie werden in jeder behandlung ans telefon gerufen.
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  5. #4

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    ich habe es so gemacht: fragen bündeln und möglichst zusammen in einer

    e-mail

    an den archi versenden. so vergessen sie nichts. und: sie können sich ewig zeit lassen beim formulieren, fragenkatalog erweitern. und bilder von häusern/fenstern/skizzen etc können sie gleich als datei anhängen. usw. usw.

    fürs lesen braucht der archi nun kaum ne minute!

    so haben sie es alles dem kopf und der archi hat es schwarz auf weiss. beim nächsten termin kann auf alle mails zusammen eingegangen werden. das geht dann viiiieeel schneller und ist effizienter, weil sie nichts vergessen.
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  6. #5

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    .. aus dem kopf..
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  7. #6

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    Ganz schlecht!!!
    Alle zwei Tage ne mail mit Fragen, davon hie und da auf einander bezogene oder sich widersprechende, ergeben beim ARCHITEKTEN meist das Riesenchaos, weil so "nebenbei" zum Verwalter der Fragenkataloge wird - was nicht sein Job ist!
    Und irgendwann kommt dann der Bauherr erbost und sagt >> in der vorzweihundertsten mail hatte ich Ihnen doch ausdrücklich geschrieben.......<
    Ja, hatte er - ist aber in dem Wust sauber untergegangen. Und nu ist der Streit da.
    Die Fragen bündeln ist gut. Aber nicht jeden abend ne mail, sondern zwei Tage vorm Termin EINE an den A.
    Dann kann der vorbereiten und IN RUHE arbeiten.

    MfG
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  8. #7

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    ralf, so in etwa habe ich das doch gemacht.

    alle zwei tage eine in der vorbesprechungsphase wäre sicher wahnsinn.

    jetzt in der bauphase schreibt mir iÜ die bauleiterin selbst ständig alles per mail (fast täglich!) und ich antworte ihr auch so. meine antworten kann sie gleich an die handwerker weiterleiten:

    praktisch und telefonkosten- wie zeitsparend.

    zudem hat sie sich damit selbst schriftlich abgesichert. wenn sie schreibt und mich auf was hinweist ("dann könnte aber die tür gegen die andere knallen, wenn sie die so rum haben wollen"), kann ich später nicht behaupten: nie gehört, planungsfehler! andersrum gilt das genauso.
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  9. #8

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    sie schrieb ja
    in einer e-mail
    dat iss gut so
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  10. #9

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    und noch besser ist es als architekt auf diese e-mail-fragen schriftlich zu antworten.
    denn viele haben die alzheimer, wenn es darum geht besprochenens abzusegnen.
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  11. #10

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    Und dann sagen Dir unsere Juristen hier, wieviel "Wert" solche mails haben
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  12. #11

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    während der reinen besprechungsphase kann/ sollte man sich immer NOTIZEN machen. also: vor jeder besprechung: datum, sogar uhrzeit, mandaten (äh bauherren) etc drauf und wichtiges mitschreiben!

    auch beim telefonieren:
    danach IMMER eine telefon-notiz erstellen mit datum, uhrzeit usw. aufschreiben, was geklärt wurde. in kanzleien ist das usus.

    solche sachen retten im streitfall. richter sehen das gerne. wer das vorlegt, gilt als präzise und glaubwürdig.

    streitfall vorbeugend sind die zettel auch: wer die notiz aus dem ärmel schüttelt, bei dem wird der kunde ganz schnell still bzw seine erinnerung kommt gaaanz plötzlich wieder hoch.. ;-)
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Und dann sagen Dir unsere Juristen hier, wieviel "Wert" solche mails haben
    wer sagt sowas? das ist nicht korrekt.

    die richtige antwort ist: es kommt auf den fall an!

    wer REGELMÄßIG mails versendet, also im mailkontakt steht (hin und her), bei dem hat das GENAUSO hohen beweiswert wie ein brief!!

    brief: zugang wird später einfach bestritten.

    mail: wenn der kunde antwortet, zeigt er eindeutig, dass er mail erhalten hat.

    ich habe schon ZIG prozesse geführt bzw gewonnen, weil die herrschaften mandanten mit dem gegener alles per mail besprochen hatten. da wurde in der antwortmail vom gegner zB ausgeführt, man müsse den vertrag "inoffiziell" laufen lassen wegen der subventionen. das ginge auch nur schwarz wegen der steuer. hat den richter alles sehr interessiert...

    merke: dem richter vorgelegte mail gilt IMMER mehr als dem richter vorgeschlagene parteivernahme über telefonat x oder besprechung y.

    merke: wer regelmäßigen mailverkehr nachweisen kann, für den hat mail SEHR hohen beweiswert.

    substantielles bestreiten durch den gegner wird schwierig und hat kaum aussicht auf erfolg, wenn mail tatsächlich echt war.
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  14. #13
    MoRüBe
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    Ich will auch ....

    ... regelmäßigen mail- Verkehr
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von Lukas
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    ...na dann, Monika.
    Auf gehts.
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  17. #15
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    Danke an alle Experten

    Für die posts;
    Frage hinreichend beantwortet...
    Grüße
    Nicholas
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