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  1. #1

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    Fugenbreite beim Klinker

    hallo,
    habe in der suchfunktion nichts passendes gefunden und hoffe ihr könnt mir ein wenig helfen.

    1. gibt es einen standard für die fugenbreite beim verblender ??
    2. ist es normal, das mörtelreste in die "luftschicht" fallen und wenn ja, ist das schlimm ?? wärmebrücken??
    3. an unseren gibelseiten wurden heute schonmal drei reihen geklinkert. auf der einen seite wurden 12 "halbe" steine gelegt, auf der anderen hingegen nur 4 .wofür sind diese steine und sollte es eigentlich "synchron" sein ?

    ein etwas verwirrter bauherr
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  2. Fugenbreite beim Klinker

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Fugenbreiten bei Verblendmauerwerk
    Die Beziehung von Ziegel – und Fugenmaßen zueinander ist in der „DIN 4172 Maßordnung im Hochbau“ geregelt und basiert auf der Grundlage, dass das übergeordnete Richtmaß beim Mauern dadurch einzuhalten ist, dass mit einer variablen Fugendicke das Nennmaß des Ziegels zum Richtmaß ergänzt werden muss.
    Da die Ziegelmaße aus verschiedenen Gründen nicht maßgenau sind, bleibt keine andere Möglichkeit, als die Maßtoleranzen der Ziegel mit unterschiedlichen Fugen-dicken auszugleichen.
    Dass Ziegel relativ große Maßtoleranzen haben (siehe Tabelle A.4 Maßabweichungen) ist sowohl Herstellungstechnisch als auch Rohstoff bedingt.

    Die Forderung nach überzogenen Maßgenauigkeiten von Ziegeln ist Praxisfern.
    Streitigkeiten basieren häufig auf folgender Forderung der DIN:
    DIN 1053-1 : Mauerwerk – Teil 1: Berechnung und Ausführung
    9.2 Lager-, Längs-, Stoßfugen
    9.2.2 Vermauerung mit Stossfugenvermörtelung
    „In der Regel sollen die Stoßfugen 10 Millimeter und die Lagerfugen 12 Millimeter dick sein.“

    Dieses ist aber aus folgenden Gründen falsch:
    1. Wenn die Norm „in der Regel“ fordert, dann ist das im Selbstverständnis der (ebenfalls genormten) Normensprache relativ unverbindlich.
    2. Im selbigen Abschnitt ist folgende zu lesen:
    - „Die Dicke der Fugen soll so gewählt werden, dass das Maß von Stein und Fuge dem Baurichtmaß beziehungsweise dem Koordinierungsmaß entspricht.“
    (Koordinierungsmaß bedeutet hierbei, dass es erforderlich sein kann, das Mauerwerk auf ein bestimmtes Baumaß zu bringen. Hierzu müssen unter Umständen die Ziegel „gezogen“ oder „gedrückt“ werden.)
    Hieraus ist klar zu erlesen, dass Unterschiede in der Fugendicke und / oder Abweichungen zur „Regelfugendicke“ zu erwarten sind.
    Folgende Forderungen sind jedoch einzuhalten:
    - Die Fugenbreiten dürfen nicht unbegründet und wahllos springen
    - Die Ziegel müssen in sich stimmig sein (zwei oder mehrere Köpfe / Steine müssen zusammen mit einer sinnvollen Fugenbreite das Läufermaß ergeben.
    - Selbige Forderung gilt auch bei den Höhenmaßen.

    Mörtelrest in der Luftschicht:
    Hier wäre erst einmal zu klären, ob überhaupt eine Luftschicht (mind. 4,0 cm) vorhanden ist - oder nicht.
    Das Mörtel in den Hohlraum hineindrückt, ist normal und nicht verhindern.
    Wer etwas anders behauptet, lebt Praxisfern.
    Vollfugiges Mauerwerk ohne das dieses nicht (wenig) hinten herausquillt ist kaum herstellbar.
    Auch die immer wieder gerne in der Literatur beschworenen Abstreiflatten, welche Rückseitig eingelegt werden sollen un bei Mauerwerk mit hochgenommen werden, sind kaum einsetztbar. Hier werden regelmäßig die Luftschichtanker im Weg sein.
    Daher - rausquillen JA -
    runterfallen - Nein.
    Da aber der Praktika weiß, dass dieses trotzden passiert, baut er (und der Planer) 2 Reihen Entwässerungsöffnungen ein.
    Die Wärmedämmeigenschaften der Konstruktion wird nur dann runtergesetzt, wenn das ablaufen des Wassers durch Mörtel behindert wird und hierdurch die Dämmung durchnässt.


    Syncron???


    Was für ein Verband ist vereinbart?
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