Werbepartner

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 22
  1. #1

    Registriert seit
    12.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Student
    Beiträge
    41

    Begrüntes Dach auf Gartenschuppen, Balkenstärken und Dachaufbau?

    Hallo,

    bei uns soll noch immer dieses Jahr ein neuer Gartenschuppen entstehen. Maße des Schuppens: ca. 5,0 m breit, 2,5 m tief und 2,4 m hoch. Da das Dach z.T. recht weit überstehen soll, wird es deutlich größer: ca. 6 m * 4 m. Weil es schade wäre, eine so große Fläche völlig unbepflanzt aus dem Garten herauszuschneiden, und auch damit es im Sommer nicht so warm im Gebäude wird, soll das Dach (nur wenige Grad Neigung) extensiv begrünt werden. Das Baumaterial wird Kiefernholz sein.

    Zu einigen Dingen wären ein paar Hinweise und Tipps sehr nett:

    - zum einen die Statik: nach dem Lesen diverser Seiten über Dachbegrünung und Gesprächen auf der Bautec scheint mir, dass man die Flächenlast bei einer extensiven Begrünung mit rel. dünner Substratdicke von vielleicht 6-8 cm mit etwa 80 kg/m² annehmen kann. (Richtig?) Das wären ca. 2 t für das gesamte Dach. Es könnte natürlich irgendwann wieder ein Winter mit richtig Schnee kommen, was für max.-Werte an Schneelast setzt man denn bei uns in Berlin-Brandenburg an?

    - Im Entwurf sind pro Längsseite fünf senkrechte Stützbalken von 8*10 cm vorgesehen (also ca. alle 1,30 m), darauf ein Querbalken von 10*12 cm. Darauf sollen die Dachsparren liegen, alle 70 cm einer, mit einem Querschnitt von 4*10 cm. Darauf eine Verschalung von 22 mm Dicke.

    Ist das einigermaßen realistisch? Oder liege ich mit den Holzstärken vollkommen daneben?

    Für das Gründach haben wird uns EPDM-Folie ausgeguckt. Also: EPDM-Folie, Drainageschicht, Vlies, Pflanzgranulat. Was sich zwischen Dachverschalung und EPDM befindet, darüber sind wir uns noch nicht einig. Mein Vater will die EPDM-Folie direkt aufs Holz legen. Mir graust es bei dem Gedanken, dass nur eine dünne Folie die ganze Dachdichtung darstellen soll. Ich würde evtl. Dachpappe aufs Dach nageln, bevor wir die EPDM-Folie drauflegen, frage mich aber, ob man dann nicht dazwischen eine Art Lüftung vorsehen müsste.

    Und was für Substrat nehmen wir am besten, und woher? Ich weiß, dass man im fernen Westen der Republik dafür u.a. ein vulkanisches Substrat aus der Eiffel nimmt (wie nennt sich das Zeug?). Das scheint es aber hier nicht zu geben und für eine eigene LKW-Ladung lohnt es sich irgendwie nicht.

    Es wäre schön, etwas Feedback zu bekommen.

    Grüße,
    Robert
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Begrüntes Dach auf Gartenschuppen, Balkenstärken und Dachaufbau?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Avatar von Ryker
    Registriert seit
    10.2006
    Ort
    super, natural, British Columbia
    Beruf
    DDM, FLfDWuAT, 519er
    Benutzertitelzusatz
    Exilant
    Beiträge
    2,069
    zum einen die Statik: nach dem Lesen diverser Seiten über Dachbegrünung und Gesprächen auf der Bautec scheint mir, dass man die Flächenlast bei einer extensiven Begrünung mit rel. dünner Substratdicke von vielleicht 6-8 cm mit etwa 80 kg/m² annehmen kann. (Richtig?) Das wären ca. 2 t für das gesamte Dach. Es könnte natürlich irgendwann wieder ein Winter mit richtig Schnee kommen, was für max.-Werte an Schneelast setzt man denn bei uns in Berlin-Brandenburg an?
    Wichtig ist nicht nur, was es wiegt, sondern wo es wiegt. Lastannahmen stehen in des Statikus Tabellen.


    Im Entwurf sind pro Längsseite fünf senkrechte Stützbalken von 8*10 cm vorgesehen (also ca. alle 1,30 m), darauf ein Querbalken von 10*12 cm. Darauf sollen die Dachsparren liegen, alle 70 cm einer, mit einem Querschnitt von 4*10 cm. Darauf eine Verschalung von 22 mm Dicke.
    Ein Baumarktcaport mit leichtem Dachaufbau zum Schuppen umfunktioniert


    Für das Gründach haben wird uns EPDM-Folie ausgeguckt. Also: EPDM-Folie, Drainageschicht, Vlies, Pflanzgranulat. Was sich zwischen Dachverschalung und EPDM befindet, darüber sind wir uns noch nicht einig. Mein Vater will die EPDM-Folie direkt aufs Holz legen. Mir graust es bei dem Gedanken, dass nur eine dünne Folie die ganze Dachdichtung darstellen soll. Ich würde evtl. Dachpappe aufs Dach nageln, bevor wir die EPDM-Folie drauflegen, frage mich aber, ob man dann nicht dazwischen eine Art Lüftung vorsehen müsste
    - Warum EPDM und nicht etwas, das einfache Detailausbildung erlaubt - wie bspw. Schweissbahnen?
    Das Ding muss doch auch irgendwie entwaessert werden.
    Eine Trennlage wird immer zwischen Schalung und Abdichtung verlegt, Lueftung ist bei sichtbarer Schalung im unbheizten Schuppen nicht notwendig.
    -Aufbau der Begruenung erfolgt nach System des Herstellers, das "wie" steht in den Prospekten.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Avatar von Ryker
    Registriert seit
    10.2006
    Ort
    super, natural, British Columbia
    Beruf
    DDM, FLfDWuAT, 519er
    Benutzertitelzusatz
    Exilant
    Beiträge
    2,069
    Flächenlast bei einer extensiven Begrünung mit rel. dünner Substratdicke von vielleicht 6-8 cm mit etwa 80 kg/m² annehmen kann. (Richtig?)
    S.10:

    6.3 Lastannahmen
    Der Aufbau bei maximaler Wasseraufnahme plus Vegetation ist als ständige Last in der Statik des Daches zu berücksichtigen.
    ...
    Den Hauptanteil am Gewicht einer Dachbegrünung hat die Substratschicht bzw. auch – bei Ausführung mit einem mineralischen Schüttstoff – die Dränschicht. Dabei kann als Faustregel ein wassergesättigtes Substratgewicht von etwa 1500 kg pro m³ angenommen werden. Also ca. 13 bis 15 kg pro cm Substratschicht bzw. Gründachaufbau.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    04.2008
    Ort
    Edelsfeld
    Beruf
    Baustoffe
    Beiträge
    156
    Zur Abdichtung würde ich FPO-Bahn bevorzugen gegenüber Schweißbahnen.

    Kann 1-lagig ohne Trennlage auf Holz mit mechanischer Befestigung drauf gemacht werden.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Themenstarter

    Registriert seit
    12.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Student
    Beiträge
    41
    Zitat Zitat von Ryker Beitrag anzeigen
    Wichtig ist nicht nur, was es wiegt, sondern wo es wiegt. Lastannahmen stehen in des Statikus Tabellen.
    Was meinst du mit "wo"? Das Dach wird ja recht homogen: flach, sehr geringe Neigung, keine Dachfenster, Gauben etc. Also eine gleichmäßige Lastverteilung über die gesamte Fläche, an den Rändern zwar etwas geringer, aber das sollte ja nun kein Problem darstellen, oder?

    Ein Baumarktcaport mit leichtem Dachaufbau zum Schuppen umfunktioniert
    Es wird kein Baumarktcarport umgebaut, sondern das ganze von Grund auf neu gebaut. Aber zugegeben: ich habe mir einige Baumarktcarports angesehen, weil es ganz am Anfang tatsächlich Überlegungen in der Richtung Carport umfunktionieren gab (damals noch ohne Gründach). Aber: Bei einigen Carports im Baumarkt bog sich nach einem Regen das Dach an verschiedenen Stellen durch und hielt so große Wasserlachen auf dem Dach. Von unten zwischen zwei Sparren etwas gegengedrückt, schon stürzten am Rand zwanzig Liter Wasser herunter...
    Die Balken in Nachbars Carport sind auch etwas dünner und haben außerdem größere Abstände.
    Mit Nachbarn über seinen Carport unterhalten: das Teil benötigte in den ersten Jahren einige Nachbesserungen, und außerdem regnet es wohl morgens hin und wieder im Carport (Kondenswasser).
    Das sind leichte Dachaufbauten...

    Was speziell findest du denn an dem Dachaufbau zu leicht: die Sparrenstärken, die Beplankung, beides? Was würdest du verwenden, wenn du jetzt so etwas bauen würdest?

    - Warum EPDM und nicht etwas, das einfache Detailausbildung erlaubt - wie bspw. Schweissbahnen?
    Weil:
    - da keine Details wie Dachfenster, Gauben, Winkel etc. sind, sondern nur eine rechteckige Platte (Dach), und uns daher die EPDM-Folie als die einfachste Lösung erschien. Schweißbahnen muss man aufschweißen, es gibt Überlappungen, die dicht sein müssen etc.
    - in Beispieldachbegrünungen PVC-Teichfolie verwendet wurde, das Dach mit EPDM-Folie wäre eine verbesserte Version davon.
    - wir schlechte Erfahrungen mit Schweißbahn haben: gerade letztes Wochenende hat es in der Schweißbahn-gedeckten Ferienwohnung von Verwandten durchs Dach geregnet. Na ja, jedenfalls hat es innen getropft, weil außen ein kleiner Riss in der Nähe eines Dachfensters lag. Das Tolle: diese Stelle hatte bereits in der Vergangenheit Probleme gemacht, und sie war bereits zweimal von einem Dachdeckerbetrieb ausgebessert worden, also nicht etwa Heimwerkerpfusch.

    Das Ding muss doch auch irgendwie entwaessert werden.
    Eine Trennlage wird immer zwischen Schalung und Abdichtung verlegt, Lueftung ist bei sichtbarer Schalung im unbheizten Schuppen nicht notwendig.
    Die Frage ist nun: wird die Trennlage so ausgeführt, dass sie das Dach auch alleine dichtet (falls die Folie EPDM-Folie irgendwo undicht wird), oder dient diese Trennlage nur als eine Art Gleitschicht, damit das arbeitende Dach nicht zu sehr an der Dichtungsfolie zerrt?
    Die Lüftung meinte ich zwischen Trennlage und EPDM-Folie, damit es im Falle einer Undichtigkeit der EPDM-Folie dazwischen wieder trocknen kann.

    -Aufbau der Begruenung erfolgt nach System des Herstellers, das "wie" steht in den Prospekten.
    Es war nicht die Rede von einem Fertigsystem.

    Zu der von dir zitierten Angabe zum Substratgewicht: Mir diente als Anhaltspunkt u.a. dieses Dokument: http://technikseiten.hsr.ch/fileadmi...pitel/dach.pdf
    Darin sind u.a. angegeben:
    Blähton gebrochen 6-8 kg/m² und cm
    Bims gereinigt 7-8 kg/m² und cm

    Für die Drainmatten bzw. -platten: je nach Material ca. 6 bis 22 kg/m² für die Gesamtschicht (also nicht pro cm). Wenn ich einen Gesamtaufbau von 8 cm ansetzte, davon 3 cm Drainmatte und 5 cm Substrat, dann komme ich selbst bei ungünstigeren Annahmen von 10 kg/m² und cm für das Substrat und der schwereren Drainplatte nur auf ca. 70 kg/m², dazu noch die Pflanzen, daher die 80 kg/m² in meiner Annahme. das entspricht auch dem, was ich in einem Gespräch auf einer Messe erfuhr. Vorher bin ich nämlich eher von 150kg/m² ausgegangen.
    Die Angaben gehen alle von Wassersättigung aus, aber es wird niemals auf Schneelasten eingegangen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6

    Registriert seit
    02.2007
    Ort
    Ulm
    Beruf
    Dipl.-Ing.
    Beiträge
    4,821
    google mal nach "Schneelastzone"

    Thomas
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Themenstarter

    Registriert seit
    12.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Student
    Beiträge
    41
    @RedTiger2407: FPO-Bahn unter der EPDM-Folie oder statt EPDM-Folie? Was kostet solche FPO-Bahn ca. pro Quadratmeter?
    Falls statt EPDM: Was spricht gegen EPDM-Folie?

    @Bauwahn: danke. Demnach sollte man hier eine Schneelast von 75 kg/m² berücksichtigen. Also müsste ich den Schuppen doch für ca. 160 kg/m² Dachlast (nennt man das so?) auslegen. Mit den oben genannten Annahmen würde das komplette Dach inkl. der max. angenommen Schneelast ca. 4 Tonnen wiegen.

    Könntet Ihr vielleicht etwas zu den angenommenen Balken- und Sparrenstärken sagen? Was würdet Ihr nehmen, wenn Ihr soetwas bauen würdet, und warum?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    03.2008
    Ort
    Berg. Gladbach
    Beruf
    GF
    Benutzertitelzusatz
    .
    Beiträge
    366
    Hallo remark,

    die Auskünfte bekommen Sie von einem Tragwerksplaner=Statiker gegen Honorar. Kostenlose Statik ist nicht
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Themenstarter

    Registriert seit
    12.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Student
    Beiträge
    41
    Eine rechteckige Platte liegt auf Wänden mit rechteckigem Grundriß. Ich wollte keine detaillierte statische Berechnung, sondern eine ungefähre Schätzung. Es geht ja schließlich nicht um den Dachstuhl eines Wohnhauses.
    Ich kann mir nicht so recht vorstellen, dass die Bauerfahrenen hier für sowas auch nur in eine Tabelle gucken, dachte eher dass man gleich ein paar Erfahrungswerte zu höhren bekommt "Für sowas nimmt man normalerweise Sparren von wenigsten ... mal ... cm.". Oder "Ein 8 mal 10 cm Balken stützt locker xy kg."
    Natürlich hängen genauere Werte von ein paar Nebenbedingungen ab, auch bei den senkrechten Balken spielt die Länge eine Rolle etc., aber bei solchen Projekten wird doch wohl meistens etwas geschätzt und dann noch etwas zur Sicherheit draufgegeben.

    Einfach ein paar Hinweise, ob ich mit meinen Annahmen völlig im Traumland liege ("Bretter unter Extensiver Dachbegrünung nicht unter 30 mm" oder aber "Da werden sonst oft nur 18mm verwendet.".)
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Avatar von Ryker
    Registriert seit
    10.2006
    Ort
    super, natural, British Columbia
    Beruf
    DDM, FLfDWuAT, 519er
    Benutzertitelzusatz
    Exilant
    Beiträge
    2,069
    Was meinst du mit "wo"? Das Dach wird ja recht homogen: flach, sehr geringe Neigung, keine Dachfenster, Gauben etc. Also eine gleichmäßige Lastverteilung über die gesamte Fläche, an den Rändern zwar etwas geringer, aber das sollte ja nun kein Problem darstellen, oder?
    Liegt das Dach flach auf dem Boden oder auf Balken, Pfetten, Pfosten?
    Das ist das "wo".

    Es wird kein Baumarktcarport umgebaut, sondern das ganze von Grund auf neu gebaut.
    Allerdings im Stil eines Baumarktcarports


    Was speziell findest du denn an dem Dachaufbau zu leicht: die Sparrenstärken, die Beplankung, beides? Was würdest du verwenden, wenn du jetzt so etwas bauen würdest?
    Mal anders: "Frueher" wurden in meiner Gegend Steildaecher (45 Grad DN, Hohlpfannendeckung) mit 8x16er Sparren abgebunden.
    Dein Aufbau ist schwerer, flacher und die 8/16 hielten nur aus Tradition.


    - da keine Details wie Dachfenster, Gauben, Winkel etc. sind, sondern nur eine rechteckige Platte (Dach), und uns daher die EPDM-Folie als die einfachste Lösung erschien. Schweißbahnen muss man aufschweißen, es gibt Überlappungen, die dicht sein müssen etc.
    Bei EPDM gibt es keine Details - wie bspw. Traufe oder Gullys?


    - wir schlechte Erfahrungen mit Schweißbahn haben: gerade letztes Wochenende hat es in der Schweißbahn-gedeckten Ferienwohnung von Verwandten durchs Dach geregnet. Na ja, jedenfalls hat es innen getropft, weil außen ein kleiner Riss in der Nähe eines Dachfensters lag. Das Tolle: diese Stelle hatte bereits in der Vergangenheit Probleme gemacht, und sie war bereits zweimal von einem Dachdeckerbetrieb ausgebessert worden, also nicht etwa Heimwerkerpfusch.
    Wie alt ist das und woher kommt der Riss?


    Die Frage ist nun: wird die Trennlage so ausgeführt, dass sie das Dach auch alleine dichtet (falls die Folie EPDM-Folie irgendwo undicht wird), oder dient diese Trennlage nur als eine Art Gleitschicht, damit das arbeitende Dach nicht zu sehr an der Dichtungsfolie zerrt?
    Die Lüftung meinte ich zwischen Trennlage und EPDM-Folie, damit es im Falle einer Undichtigkeit der EPDM-Folie dazwischen wieder trocknen kann.
    Richtig: Die Trennlage ist nur Trennlage und dichtet nicht ab, hilft aber der Abdichtung gegen Holzsplitter,
    Steinchen, Nagelkoepfe etc. bei Bitumen sogar noch gegen Risse durch Holztrocknung.


    Zu der von dir zitierten Angabe zum Substratgewicht: Mir diente als Anhaltspunkt u.a. dieses Dokument: http://technikseiten.hsr.ch/fileadmi...pitel/dach.pdf
    Darin sind u.a. angegeben:
    Blähton gebrochen 6-8 kg/m² und cm
    Bims gereinigt 7-8 kg/m² und cm
    An alle Raender und um alle Details gehoert ein Kiesstreifen von min. 50 cm Breite, nur so als Beispiel.
    Ausserdem soll bei der nahtlosen, nicht mechanisch zu befestigenden EPDM-Bahn die Begruenung als Auflast dienen -
    und die Auflast hat dann mal eben mindestens 5 cm Bekiesung zu entsprechen. Naeheres nach Windsogtabelle


    Nehmt Euch doch wenigstens einen Statiker - wenn die Huette durchregnet und beschissen aussieht,
    ist es nicht so wild, mit 1-2 Beerdigungen statt des Statikers hat Deine Mutter auch nichts gespart.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    Avatar von Ryker
    Registriert seit
    10.2006
    Ort
    super, natural, British Columbia
    Beruf
    DDM, FLfDWuAT, 519er
    Benutzertitelzusatz
    Exilant
    Beiträge
    2,069
    Fachregel Dachabdichtungen:
    4.7.3 Dachbegrünung
    [...]
    (2)||||Als extensive Begrünung werden flächige Bepflanzungen mit relativ dünnem Schichtenaufbau bezeichnet. Sie wird mit niedrig wachsenden Pflanzen ausgeführt. Die extensive Begrünung stellt als Oberflächenschutzschicht eine Alternative zur Bekiesung dar. Die Funktion als Auflast zur Sicherung gegen Abheben durch Windsogkräfte muss gesondert nachgewiesen werden




    4.10.2 Sicherung durch Auflast
    (1)||||Als Auflast zur Sicherung gegen abhebende Windkräfte werden z.||||B. verwendet:
    - ||||Schüttungen aus Kies 16/32, Mindestdicke im Einbauzustand 50||||mm,||||
    - ||||Plattenbeläge aus Betongehwegplatten oder gleichwertigen Platten, mindestens 400/400/40||||mm zur Abdeckung von Kies oder direkt auf einer Schutzlage verlegt,||||
    - ||||Betonformsteine, auf Kies und/oder Schutzlage verlegt,||||
    - ||||Betonplatten, an der Einbaustelle betoniert oder vorgefertigt, Größe und Bewehrung nach statischen Erfordernissen bis maximal 2,50||||×||||2,50||||m, auf Schutz- und zwei Gleitlagen verlegt,||||
    - ||||Vegetationssubstrate mit entsprechendem Nachweis.
    Dank an den ZVDH.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Themenstarter

    Registriert seit
    12.2007
    Ort
    Berlin
    Beruf
    Student
    Beiträge
    41
    Zitat Zitat von Ryker Beitrag anzeigen
    Liegt das Dach flach auf dem Boden oder auf Balken, Pfetten, Pfosten?
    Das ist das "wo".
    Sorry, ich dachte, das würde sich aus den Angaben "Grundriss Schuppen: 5,0*2,5*2,4m" und "Grundriss Dach: 4,0*6,0m" ergeben?

    Allerdings im Stil eines Baumarktcarports
    Nun, ich denke rechteckige Hütten mit rechteckigem Dach gab es schon lange bevor es Carports gab. Ebenso den Aufbau aus Pfosten, Pfetten und Sparren. Ich verstehe daher nicht so recht, worauf du hinaus willst?

    Mal anders: "Frueher" wurden in meiner Gegend Steildaecher (45 Grad DN, Hohlpfannendeckung) mit 8x16er Sparren abgebunden.
    Dein Aufbau ist schwerer, flacher und die 8/16 hielten nur aus Tradition.
    Auch wenn es dich verwundern sollte: u.a. solche Vergleiche wollte ich hören. Nachhaken muss ich trotzdem: die Steildächer in deiner Gegend werden Dächer von Wohnhäusern gewesen sein, und die Sparren werden wesentlich größere Spannweiten zwischen ihren Auflagern überbrückt haben als 2,50 m, oder?

    Bei EPDM gibt es keine Details - wie bspw. Traufe oder Gullys?
    Gullys nicht, bei der Traufe sehe ich nicht, was daran mit Schweißbahn einfacher sein sollte.

    Wie alt ist das und woher kommt der Riss?
    Das Dach wurde vor ca. 15 Jahren neu gedeckt. Woher der Riss kommt - wie soll man das sagen? Ohne das Dachfenster (eigentlich eher: Ausstiegsluke für Kaminkehrer) wäre er vermutlich nicht da, zugegeben. Es ging mir mehr darum, dass selbst eine Dachdeckerfirma das nach mehrmaligem Besuch nicht in den Griff bekommt spricht nicht für den Werkstoff. (bzw nicht für die Firma. Das Beispiel soll ja auch nicht die generelle Untauglichkeit von Schweißbahn beweisen, sondern als einer von mehreren Mosaiksteinen unsere persönliche Abneigung gegen Schweißbahn bei diesem Selbstbauprojekt erklären.)

    An alle Raender und um alle Details gehoert ein Kiesstreifen von min. 50 cm Breite, nur so als Beispiel.
    Wir reden hier nicht von einem Wohnhaus mit wannenförmigen Flachdach, sondern von einem Gartenschuppen! Kiesstreifen ist nicht vorgesehen. Betonplatten eventuell durchaus, die Berandung ist noch nicht genau durchdacht. Ich habe aber bereits einzelne Gebäude als Beispiele gesehen, u.a. eine Garage mit Gründach in der Nachbarschaft (die besteht aber aus Beton, nicht Holz) und eine ganzjährig bewohnte Laube, deren Dach mit winterharten Kakteen überwuchert ist (leider nicht aus der Nähe, aber Kiesstreifen gab es dort nicht).

    Nehmt Euch doch wenigstens einen Statiker - wenn die Huette durchregnet und beschissen aussieht,
    ist es nicht so wild, mit 1-2 Beerdigungen statt des Statikers hat Deine Mutter auch nichts gespart.
    Wie hat die Menschheit bloß bis heute überlebt, so ohne DIN-Normen und Statiker...?
    Nein, sorry, das ist nicht so gemeint wie es jetzt vielleicht rüberkommt. Die Normen an sich haben sicher ihren Sinn, und ich weiß auch, dass es "früher" mehr als genug Unglücke gab. (es gibt allerdings auch heute noch Einstürze trotz Statiker...)

    Die Sache ist nur: ich kann mir schwer vorstellen, dass all die Gartenhütten und -schuppen in der Gegend von Architekten, Bauingenieuren und Statikern entworfen oder durchgerechnet worden sind. Die Forderung nach einem Statiker kommt mir daher etwas oversized vor. Der Vorgängerschuppen steht seit mind. 80 Jahren, und wenn man sich das Innere ansieht, dann wundert man sich, weshalb er noch steht. Da wurde z.B. als Sparren verwendet was gerade da war: zusammengestückelte Bretter, ungeschälte Kiefernstämme von vielleicht 10 cm Durchmesser etc...

    Vielleicht ist einfach meine Herangehensweise so dermaßen unverständlich für Euch, dass Ihr davon abgeschreckt seid. Ich gehe halt von diversen Beispielen aus und nehme mir vor, dass das eigene Projekt einfach etwas besser werden soll. Die Beispiele sind u.a.: der alte Schuppen, Nachbars Carport, Nachbars Schuppen, diverse Gartenhütten in Baumärkten, u.a.
    Kann schon sein, dass mein Schuppen von Euch Experten als "beschissen aussehend" (wie du es oben nennst) klassifiziert werden wird. Ich weiß aber: er wird zumindest besser aussehen als die Schuppen in der Nachbarschaft oder die Gartenhäuser im Baumarkt (was beides keine große Hürde darstellt). Er wird auch stabiler als die mir direkt zugänglichen Beispiele (bei den anderen weiß ich es nicht).
    Vielleicht kennst du diese jpg-Bilder, die sich progressiv aufbauen: zuerst einige farbige Quadrate, die durch immer feinere ersetzt werden, bis am Ende das Bild in voller Schärfe dargestellt ist. So ähnlich ist es mit mener Schuppenplanung. Meine Frage hier dient dazu, die Anforderungen an die Holzkonstruktion zunehmend schärfer zu sehen. Die Balkenquerschnitte, die ich ganz oben genannt habe sind nicht die, die ich bestellen würde, wenn ich nächste Woche loslegen würde. Sie sind nur der Ausgangspunkt, von dem ich mir sachdienliche Hinweise auf "übliche Maße bei ähnlichen Projekten" erhofft hatte.
    Aber offenbar sind sämtliche Bauingenieure und Architekten hier dermaßen abgeschreckt von der Herangehensweise, die dass niemand irgendwelche Zahlen nennen will, aus Angst nachher für den Einsturz der Hütte eines Idioten-Heimwerkers mitverantwortlich gemacht zu werden... und die anderen wollen nichts sagen, wenn die Leitwölfe schweigen. (Leitwolf ist keineswegs abfällig gemeint.)

    Der Besitzer vom Sägewerk hat wenig Probleme, mir ein paar Balkenstärken vorzuschlagen. Ich wollte halt lieber ein paar Meinungen hier hören.

    Übrigens zu deiner Beruhigung: es werden auch noch Architekten auf die Pläne gucken, allerdings bauen die normalerweise andere Dinge, sind also weder Gartenschuppen- noch gründacherfahren, und bei dem breiteren Publikum hier hatte ich daher mehr erhofft.

    Grüße,
    Robert
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    wasweissich
    Gast
    Zitat Zitat von Ryker Beitrag anzeigen
    Bei EPDM gibt es keine Details - wie bspw. Traufe oder Gullys?
    und wenn , sind diese einfach und elegant zu lösen (stichwort "kleben")

    ausserdem ist EPDM dauerelastisch und UV-stabil

    für eine leichte extensive begrünung kann ich mir nichts besseres vorstellen


    statik ist ein wichtiger aspekt ..........wir haben sie beachtet

    EPDM-fetischist j.p.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Avatar von Ryker
    Registriert seit
    10.2006
    Ort
    super, natural, British Columbia
    Beruf
    DDM, FLfDWuAT, 519er
    Benutzertitelzusatz
    Exilant
    Beiträge
    2,069
    Zitat Zitat von remark
    Sorry, ich dachte, das würde sich aus den Angaben "Grundriss Schuppen: 5,0*2,5*2,4m" und "Grundriss Dach: 4,0*6,0m" ergeben?
    Das war eine rhetorische Frage, deshalb enthielt sie die Antwort.

    Wie hat die Menschheit bloß bis heute überlebt, so ohne DIN-Normen und Statiker...?
    Ohne Gruendaecher, allerdings mit den Sekanstabellen der Zimmerleute.

    Ich gebs auf.

    _____________________________________________

    Zitat Zitat von wwi
    und wenn , sind diese einfach und elegant zu lösen (stichwort "kleben")
    An kleben ist nicht viel elegantes.

    ausserdem ist EPDM dauerelastisch und UV-stabil
    Wenn ich mir Deine beiden Bilder so ansehe: Wo kommen diese Vorteile zum tragen?


    EPDM-fetischist j.p
    Das ist eine Sache zwischen Dir und Deinem Dir angetrauten Weibe
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    01.2004
    Ort
    Kornwestheim
    Beruf
    Bauingenieur
    Benutzertitelzusatz
    Nachdenken kostet extra.
    Beiträge
    5,636
    Na ja bevor ich mich ins WE verdrücke, hier mal die gewünschte fachliche Antwort:

    Bei Carports und Begrünung: Da gibt es keine Auskunft ohne Werkplanungsdetails bzw. Rücksprache/Erläuterung Architekt.
    Alleine Dachüberstand ...

    Es gibt alles Mögliche und das klemmt an gewissen Stellen, die man erst mal am Plan sieht.
    Und wenn schon die Schneelast unklar ist und da mit 80 kg/m² für die Begrünung hantiert wird ...

    Fakten auf den Tisch - Skizzen , Pläne

    nur keine Online Planung
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen