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Wasser im Keller, was tun?

Diskutiere Wasser im Keller, was tun? im Forum "Bautenschutz" auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Wasser im Keller, was tun?

    Guten Tag,
    nun habe ich so viel gelesen und versucht mir Rat zu holen aber ich habe entweder ein anderes Problem oder noch nicht das richtige gefunden. Ich beschreibe mal mein Problem: Ich habe am 21.12.06 ein Einfamilienhaus gekauft das freistehend ist,Grundfläche ca 60m2 , mit ca. 3 bis 6 m Grundstück drumherum. Das war gemakelt mit Baujahr 1972 was sich nun rausstellte das es mal ein Lebensmittelgeschäft war und 1950 gebaut und 1972 als Wohnhaus umgebaut wurde. Das Haus ist voll Unterkellert das waren mal Lagerräume und sind als Wohnräume umgebaut worden. Wir haben dann angefangen das Erdgeschoß zu renovieren (insgesammt ca 16000 Euro) und haben festgestellt das unter der Vertäfelung im Keller Wasser hervor tritt. Die Vertäfelung haben wir abgenommen und festgestellt dass aus den Löchern wo die Unterlattung angeschraubt war Wasser herausläuft. Dann hatten wir einen Installateur da der sagte die Zu- und Ableitungen sind Ok. Dann hatten wir die Stadtentwässerung da und die sagten der Kanal ist neu (1985) und es ist Grundwasser, die Gegend sei dafür bekannt. Nun ist die Sache beim Rechtsanwalt und ein Gutachter war am Dienstag da und sagte es ist Grundwasser und mit einer Aussenwandsanierung mit Drainage nicht zu beheben weil das Wasser auch durch die Bodenplatte drückt. Wir haben mal ein Loch an der Aussenwand gegraben und festgestellt das das Haus ca 30cm im Wasser steht. Der Keller war teilweise vertäfelt und es gab 2006 im Sommer einen Rückstau im Kanal wo der Keller ca 10cm hoch überschwemmt war daraufhin ist er neu getrichen worden. Im Kaufvertrag steht folgendes: der Verkäufer versichert und leistet Gewähr dafür das der Keller trocken ist... . Das haben wir reinschreiben lassen weil die Vertäfelung nicht abgenommen werde konnte. Der Verkäufer sagt das der Keller immer trocken war und seine Kinder im Keller geschlafen haben. Auf der anderen Seite sagt er das von Aussen schon mal mit Bitumen gestrichen wurde und es wohl auch ein Stück alte Drainage gibt.Dann war also doch schon mal Wasser im Keller. Nun meine Frage wie kann ich den Keller sanieren? Das ist sehr wichtig weil ja das die Hälfte unseres Wohnraumes ist.Aussen aufgraben und Fachmännisch alles abdichten und dämmen und Drainage legen soll 16500 Euro kosten. Dann ist aber immer noch das Problem das die Bodenplatte nicht dicht ist. Was ist da denn zu tun? Oder anders kann man dagegen überhaut was tun oder soll ich lieber versuchen den Kauf rückgänig zu machen?
    LG Peter
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  2. Wasser im Keller, was tun?

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  3. #2
    Bauexpertenforum
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    Gute Frage... nächste Frage an einen RA für Baurecht. Wußte der Verkäufer von dem Mangel? War ihm dieser bewusst und hat er diesen billigend in Kauf genommen? Hat er diesen überdeckt?

    Dann wäre es arglistige Täuschung... wenn man den Prozess gewinnt
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  4. #3

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    Das ist doch erstmal egal. Wäre dann interessant, wenn unter Ausschluß der Gewährleistung verkauft.
    Hier aber liegt ja eine ausdrückliche zugesicherte Eigenschaft vor, die - wie nun erkannt wurde - fehlt.
    Also ein Fall von ganz normaler Gewährleistung!

    Man lasse die Kosten für die Trockenlegung ermitteln und fordere diese beim Verkäufer ein, ggf. im Wege der Klage.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Ja die Kosten will ich ja auch einklagen da bin ich bei. Das Beweisssicherungsverfahren läuft ich warte nun auf das Gutachten. Nur ich würde gerne wissen wollen was auf mich zukommt. Gegebenfalls würde ich das nämlich schon in diesem Sommer sanieren lassen. Wie lange das bei Gericht dauert und ob ich überhaupt Geld bekomme weiß ich nicht. Nur weiß ich das wir seit über einem Jahr einen Keller im Rohbauzustand haben und Schimmel und auf 50m2 leben weil wir im Keller nichts machen können. Und auf noch ein Jahr habe ich keine Lust. Die eine Baufirma sagt Drainage und Abdichtungsanstrich reicht und will 16500 Euro haben. Wenn das dann aber nicht ausreicht ( sagt der Gutachter) und immer noch Wasser durch die Bodenplatte drückt hlift mir das auch nicht. Darum wollte ich mal wissen was es für Möglichkeiten gibt. Ich werde noch einen Termin mit einer Firma machen die sich auf Kellertrockenlegung spezialisiert hat aber wollte vorher schon mal was wissen um nicht ganz dumm dazustehen. Die Wände mit Chemie zu behandeln löst glaub ich nicht mein Problem..... LG Peter
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  6. #5
    Bauexpertenforum
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    Ich würde erstmal das Gutachten abwarten...

    Ich hoffe nur das dem SV die richtigen Beweisfragen gestellt wurden.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Folgende Fragen wurden an der SV gestellt:
    1. Zeigen sich an dem Objekt des Antragstellers im Keller Feuchtigkeitserscheinungen?
    2. Welche Räume sind betroffen und in welchem Umfang zeigen sich Feuchtigkeitserscheinungen?
    3. Welches sind die Ursachen der Feuchtigkeitserscheinungen?
    4. Welche Möglichkeiten der Beseitigung gibt es und wie hoch sind die kosten hierfür?
    5. Waren die Feuchtigkeitserscheinungen bereits vor 21.12.2006 erkennbar( Kaufdatum)?
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  8. #7
    Avatar von buddelchen333
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    wo soll das hinführen, die eigenschaft wurde doch zugesichert...
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  9. #8
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    • Mich irritiert die Beweisfrage 5 ebenfalls.
    • Wie sieht es denn um das Thema Baujahr aus, was steht denn da im Kaufvertrag, wodurch hat sich herausgestellt, dass das Haus jetzt 60 % älter ist als vom Makler angegeben.
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  10. #9
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    Die Frage ist schon (fast) richtig! Wenn das Wasser vorher da war und der verkäufer das erkannt und gewusst hat, hätte er dieses mitteilen müssen.

    (Arglist)
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  11. #10
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    Das Baujahr steht nicht im Kaufvertrag. Warum weiß ich eigendlich auch nicht In den Unterlagen von der Maklerin stand auch ca. 1972, was aber nicht 1950 heißt nur ist das Haus 1972 zum Wohnhaus umgebaut worden. Werde meinen Rechtsanwalt mal fragen ob da was zu machen ist oder nicht. Eigendlich bin ich durch Zufall drauf gekommen weil Kollegen von mir das noch Geschäft kannten und dann war ich beim Amt und habe mir die Bauakten angesehen und bin so darauf gekommen das das Haus von 1950 ist. Druch Zufall bin ich nun auch dahinter gekommen das von außen schonmal mit Bitumen durch den ehemaligen Eigentümer gestrichen wurde und das wenigstens ein Teil alte Drainage existiert. Das wird von Tag zu Tag lustiger.....
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  12. #11
    Themenstarter

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    So hatte heute jamnden da der eine Abdichtung von innen empfielt. Mit Mauerwerksniederdruckverpressen und Isolierputz und den Boden mit Spachtelmasse abdichten. Aber ich bin mir da nicht so sicher ob das die Lösung sein soll und mal sehen was der Spass kosten soll...?! LG Peter
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  13. #12
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    Mal fragen ob die Ausführung den WTA Merkblättern entspricht und ob der Anbieter diese kennt...
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  14. #13
    Themenstarter

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    http://www.geissel-abdichtungstechnik.de/
    Die Firma war bei mir ja und im WWW stehen die Produkte mit den WTA Anforderungen.
    Adexin HS2 heißt das Zeug was in die Wand soll.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    So Gutachten liegt vor. Steht alles drinn ist Wasser ist Grundwasser und mit einer Tiefe von 2 m und weniger je nach Jahreszeit und Witterung. Sanierungsvorschlag ist Drainage mit allem was dazugehört und Kosten von ca 22000 Euro. Keller ist so wie er ist nicht als Wohnraum zu gebrauchen. Auch müssen dafür noch Keller/ Brandschutztüren eingebaut und die Fensterfläche vergrößert werden. Nun muss noch ein Bodengutachten erstellt werden was klären soll ob eine dauerhafte Gundwasserabsenkung überhaupt möglich ist und so der Keller überhaupt saniert werden kann.
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  17. #15
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    Dränanlage bei Grundwasser? Hat das echt jemand geschrieben?
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