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Zisterne als Pufferspeicher

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  1. #1

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    Zisterne als Pufferspeicher

    Hallo zusammen,

    mich plagt seit einigen Tag die Frage, wie ich meine Solaranlage noch effizienter nutzen kann.

    kurze Beschreibung des Themas:
    Wir haben eine neues Haus gebaut und sind im Februar 08 eingezogen. Auf dem Dach befindet sich eine Solaranlage mit 12qm Fläche und im Keller ein Pufferspeicher (Schichtenspeicher) mit 1000l Inhalt. Ausserdem verwenden wir noch ein Gasbrennwertgerät für die kalten Monate. Im ganzen Haus haben Fussbodenheizung verlegt ca. 210 qm.

    An warmen Tagen dauert es ca. den halben Tag bis die Vorlauftemperatur zur Solaranlage nur noch 5 Grad Unterschied zur Rücklauftemperatur aufweist und somit die Solaranlage im "Leerlauf" ist.

    Jetzt überlege ich ob es nicht sinnvoll wäre und da der Garten noch nicht angelegt ist, dass wir eine Betonzisterne mit ca. 7,5 cbm im Erdreich versenken, diese mit Wärmetauscher und Aussenisolierung ausstatte und somit die überschüssige Wärme speichere. Somit wäre doch gewährleistet, dass überschüssige Wärme vom Dach noch effizienter genutzt wird.

    Wir werden derzeit ungefähr im Jahr mit ca. 1300 € Gasverbrauch rechnen müssen. Meiner Schätzung nach müsste mit diesem Zusatzpuffer der Verbrauch mindestes halbiert werden können.

    Hat jemand diesbezüglich schon Erfahrungen gesammelt oder kann mir jemand sagen, ob die Dimensionierung falsch wäre.


    Vielen Dank im Voraus
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  2. Zisterne als Pufferspeicher

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  3. #2

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    Ein zusätzlicher Puffer ist wahrscheinlich schon sinnvoll. Aber warum ausgerechnet im Erdreich verbuddeln? Erhöht unnötig die Leitungswege, sorgt aber nebenbei für ein schnelleres Wachstum Deiner Pflanzen.

    Und wie möchtest Du die "Wärme" in Deinem Erdspeicher später nutzen?

    Meine Befürchtung, Du hast dann in Deinem Erdspeicher eine lauwarme Brühe auf einem Temperaturniveau das Du nicht nutzen kannst.

    Zitat Zitat von mauki76
    ....Meiner Schätzung nach müsste mit diesem Zusatzpuffer der Verbrauch mindestes halbiert werden können.
    Ob das hinhaut möchte ich bezweifeln, denn dann wenn Du die Wärme zum Heizen brauchst, bringt die Solaranlage nicht mehr so viel.

    Konzepte gibt es viele, aber dazu müssen die einzelnen Komponenten aufeinander abgestimmt sein. Einfach einen Erdspeicher dranhängen wird nicht viel bringen.

    Sorry für die pauschalen Antworten, aber ohne Details...

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
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    Also das mit der "lauwarmen Brühe" sehe ich nicht so tragisch. Denn mit einer 20 cm starken Aussendämmung sollte das Problem eigentlich gelöst sein.

    Die Solaranlage bekommt ein Umschaltventil incl. Steuerung welche die Temperaturniveaus abgleicht und entsprechend handlet. Somit wird vorrangig der Schichtenspeicher im Keller befüllt und anschliessend der Erdtank.

    Für die Rückgewinnung wird im oberen Bereich der Zisterne ein wärmetauscher mit umwälzpumpe installiert der den Schichtenspeicher im Haus wieder anwärmt. Der Speicher im Haus hat noch 2 frei Anschlüsse im unteren Bereich und wäre somit ideal dafür geschaffen. Somit würde die Gastherme keine Signal bekommen und nachheizen. Ausser im Erdtank wäre das Temperaturniveau unter 35 Grad.

    mir würde es reichen wenn der mittlere Bereich für die Füssbodenheizung somit effizienter arbeiten würde.

    Ganz aktuelles Beispiel. Mein Speicher ist ca. 2 Meter hoch und hat auf der Höhe von 35 cm bereits 50 Grad. Die Vorlauftemperatur und Rücklauftemperatur sind jetzt schon annähernd gleich und der effiziente Sonneneinstrahlung hat eben erst begonnen. Das heisst die Solaranlage schaltete jetzt auf Durchzug. Diesen Effekt finde ich bei den Investitionskosten nicht ganz so prikelnd.

    Ich muss zugeben, dass dies schon eine ungewöhliche Idee ist, aber bei den steigenden Energiekosten handle ich lieber heut wie morgen.

    Gruß Markus
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  5. #4

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    Ja, aber wer muß jetzt schon heizen?
    Dein Puffer ist deswegen durchgeladen weil nicht genügend Abnehmer vorhanden sind.
    Jetzt könntest Du zwar auf höherem Temperaturniveau Warmwasser aufbereiten, aber auch da fehlen Dir vermutlich die Abnehmer.
    Würdest Du nun die Energie in Deinen Erdpeicher einlagern, was willst Du dann damit anfangen? Hast Du momentan überhaupt Bedarf für die lauwarme Brühe? Vermutlich nicht.

    Mit Beginn der Heizperiode werden aber Deine Kollektoren deutlich weniger Ertrag liefern. Somit wird der Wärmeintrag in den Erdspeicher auch immer weniger weil die Kollektoren vermutlich damit beschäftigt sind den vorhandenen Puffer zu laden.
    Das bischen eingelagerte Energie saugt Deine FBH innerhalb kürzester Zeit leer.

    Fazit: Deine Solaranlage produziert momentan einen Überschuß den Du nicht verwerten kannst. Ein Erdspeicher wird daran auch nicht viel ändern, denn sobald Du wieder Energie benötigst wird der Ertrag von den Kollektoren auch geringer.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Hallo Mauki76,

    ich finde deine Idee interessant. Du willst also die Wärme aus dem Sommer noch ein Stück mit in den Winter nehmen. Für den Sommer brauchst du den Puffer eigentlich nicht da dir die 1000 l zur Warmwasseraufbereitung ausreichen sollten.
    Mal sehen was die Spezis dazu sagen.
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  7. #6

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    Zitat Zitat von knopy Beitrag anzeigen
    ...
    ich finde deine Idee interessant. Du willst also die Wärme aus dem Sommer noch ein Stück mit in den Winter nehmen. ...
    Stichwort Saisonspeicher.

    Aber mit einem kleinen Erdspeicher wird das nichts, da kann er noch so gut dämmen. Abgesehen davon ist die Dämmung auch nicht umsonst.

    Gruß
    Ralf
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  8. #7
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    hallo knopy, ja zum teil richtig.

    Ich möchte damit auch so Tage wie die letzten 4 überbrücken. Da musten wir die FBH wieder für 3 Tage anmachen. Somit war der Speicher im Keller wieder leer und die Gastherme musste herhalten. Diesen Effekt würde ich gern abschalten bzw. verringern.

    Ich muss noch dazusagen, dass wir im Keller noch ne Einliegerwohnung haben. Dort, denke ich, wird dann des öftern früher die Heizung laufen.

    Ralf: Hast natürlich auch recht. Aber in den übergangsmonaten wäre dann die Anlage um so effektiver. Zur not habe ich auch keine Problem damit die Solaranlage um 3 Module zu erweitern. Komme recht günstig an die Module ran.

    bis dann
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  9. #8

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    Wir werden derzeit ungefähr im Jahr mit ca. 1300 € Gasverbrauch rechnen müssen

    Na ja, für ein Neubau sicher nicht der beste Wert, hätte man gleich den Schwerpunkt auf Wärmeschutz gelegt, wären langfristig die größten Einsparungen möglich gewesen.

    Meiner Schätzung nach...

    Ach, jetzt reicht schon schätzen und Fachplaner werden nicht mehr benötigt???
    Dann vermute ich mal, die Kollektorfläche wurde auch einfach nur etwas zu groß geschätzt, oder???

    Also nix für ungut, technisch ist sicher viel möglich, aber das geht einfach nicht mal so schnell mit einer "Aus-dem -Bauch-Idee".

    Wenn du an einen saisonalen Wärmespeicher gedacht hast, so kann ich dir versichern, das funktioniert nicht!!! (20 cm Wärmedämmung sind in diesem Kontext übrigens Spielerei)

    Solarer Überertrag im Sommer liegt in der Natur der Dinge, schlichtweg weil der Wärmebedarf im Sommer geringer ist. (Vorschlag: ZB Schwimmbad heizen )
    Wenn der Überertrag unverhältnismäßig groß ist, so ist die Solaranlage schlichtweg falsch dimensioniert.
    Welchen Deckungsgrad für Warmwasser, für Heizung und welchen Anlagennutzungsgrad hat denn dein Planer für die Anlage festgesetzt / hast du gefordert?
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  10. #9
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    Pirmut: Das mit den Blauen Männchen kannst du aber schon gut.
    Der Herr Fachplaner fühlt sich benachteiligt

    Da wir erst im Februar eingezogen sind und die Wohnung erst im Juni vermietet wird kann ich nicht sagen wieviel Gas wir verbrauchen werden. (deswegen Schätzung) Das kann auch kein "Planer" genau ausrechnen. Zumindest nicht zu normalen Preisen.

    Wir haben ein Massivhaus aus Ziegel mit ner 36 Aussenwand (SXPlus von Bellenberger). Lt. Energiepass ein Kfw60-Haus.

    Ich habe es mir nicht genau ausrechnen lassen. Da ich die Anlage selbst besorgt habe und die Eckdaten (Hausgröße, FbH, ELW, Personen, Energiepassdaten) an die Sanitärfirma weitergegeben habe wurde mir die Größe von 12 qm empfohlen. Ich denke das ist zur Heizungsunterstützung auch notwendig und nicht übermessig zu groß.

    Kannst ja mal nachrechnen. Vielleicht kommst du auf ähnliche Werte.

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  11. #10

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    kurzer Nachtrag:

    Unterm Strich läuft deine Frage ja darauf hinaus, ob es was bringt, den Speicher zu vergrößern (dabei sei es mal dahingestellt, wie beide Speicher miteinander verschaltet sind).

    Ja, es kann etwas bringen. Um aber genaues sagen zu können, ist entsprechende Fachplanung / Systemberechnung-, simulation notwendig, welche zugegebenermaßen nicht ganz trivial ist und von allen Lastgängen / Systemkomponenten / Wetterlagen etc. komplex zusammenhängt, welche man dann auch noch in Bezug zu den Kosten setzten müsste.

    Prinzipiell ist die Wärme aber effektiv nur über einen kürzeren Zeitraum speicherbar. Und da stellt sich auch wieder die Kostenfrage.

    Mein Vorschlag wäre spontan, da die Anlage ja erstmal neu ist: Anlage regelmäßig kontrollieren / dokumentieren und im Ernstfall optimieren.
    Ein Zusatzspeicher läßt sich immer noch nachrüsten.
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  12. #11
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    im Prinzip richtig erkannt.

    Dass dies nicht von heute auf morgen zur realisieren ist, ist mir auch klar. Soweit reicht mein "Schätzvermögen" aus

    Und dass der eine oder andere auch mal darüber den Taschenrechner schwingen muss liegt auch auf der Hand.
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  13. #12
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    Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. (oder so ähnlich)

    Das war schon immer so!!!!!!
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  14. #13

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    Zitat Zitat von mauki76 Beitrag anzeigen
    Ralf: Hast natürlich auch recht. Aber in den übergangsmonaten wäre dann die Anlage um so effektiver. Zur not habe ich auch keine Problem damit die Solaranlage um 3 Module zu erweitern. Komme recht günstig an die Module ran.
    Google mal nach Getsolar. Dann installieren und ein wenig spielen. Die Zahlen sind oftmals ernüchternd.
    Bei Deiner Anlage schätze ich mal einen nutzbaren Jahresertrag von 4.000kWh.
    Mit dem zusätzlichen Puffer kannst Du evtl. ein paar kWh mehr ernten, aber lohnt dafür der Aufwand?

    Schau mal wie hoch Deine Heizlast ist, wieviel Energie selbst schon in der Übergangszeit benötigt wird, und was davon durch Solar gedeckt werden kann.

    Man müßte jetzt rechnen, aber ich schätze mal EIN zusätzlicher Pufferspeicher von 1.000 Liter dürfte bereits ein overkill sein und würde nur an wenigen Tagen im Jahr sinnvoll genutzt. Die von Dir angedachten 7.500 Liter im Erdreich würden wohl schneller auskühlen als Deine Kollektoren Überschüsse einlagern könnten.

    Leere einen Eimer mit heissem Wasser in den Bodensee. Glaubst Du wirklich das würde sich bemerkbar machen?

    Gruß
    Ralf
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Der Herr Fachplaner fühlt sich benachteiligt

    Na ja, so schlimm ist es nicht, ich hab mich ja als Fachplaner an solche Meinungen / Ansätze schon gewöhnen müssen.

    Mir tut es bloß immer leid, wieviel durch fehlende Fachplanung ganz einfach verschenkt wird in dem Glauben, es günstig zu machen.

    Aber wenn du damit leben kannst, dann kann ich das schon lange.

    PS: Zum nachrechen fehlen mir hier natürlich die Grundlagen.

    Aber von der Sache her ist dein Ansatz der regenerativen Energienutzung unbedingt richtig und kann noch ausgebaut werden.
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  17. #15
    Themenstarter

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    Welche Grundlagen brauchst du?

    Bin offen für alles!!!
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