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PE nicht am Haus geerdet

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  1. #1

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    Ausrufezeichen PE nicht am Haus geerdet

    Ich habe mich in der letzten Zeit etwas über die Netzformen informiert. Auffallend ist natürlich, dass der PE immer irgendwann mit einem Erder am Haus verbunden sein muss. Im TT einzig und allein mit diesem, im TN wird der PEN geerdet. Jetzt hab ich mir das ganze mal bei uns im Haus angesehen:

    Zum Zählerkasten führt eine Leitung (vom HAK), eine verlässt den Zählerkasten zur UV (dort sind alle Sicherungen, auch die für den Keller).
    Dann kommt im Zählerkasten noch eine Leitung an (oder führt weg?), die ich nicht identifizieren kann. Im Heizungskeller befindet sich unser PA, der auch mit einer aus dem Boden kommendem Erdungsband verbunden ist. Von dort führen zwei grün-gelbe Leitungen weg (die werden oben dann weiß, aber nur, weil mal wer drübergemalt hat).
    Jetzt wäre ich mir sicher gewesen, die nicht zu identifizierende Leitung am Zählerkasten wäre die zum PA, hab etwas daran gekratzt, aber die ist wirklich weiß und nicht nur weiß übermalt.
    Also: Ich Zählerkasten keine Einbindung des PAs.

    Dann HAK angeschaut (zum Glück mit durchsichtiger Plastikblende): Dort kommen 4 Adern an: braun, schwarz, braun und blau. Die drei Außenleiter sind mit großen 63A-Sicherungen abgesichert. Die Leitung führt dann 4-Adrig zum Zählerkasten. Jetzt hab ich ein Bild im Internet gesehen, in dem am HAK noch eine grün-gelbe Leitung vom PA führt. Dies ist bei uns nicht der Fall, auffällig ist jedoch, dass unter dem HAK ein Erdungsblech oder wie das heißt aus dem Boden kommt (so eins wie im Heizkeller), daran ist jedoch nichts angeschlossen. Haben die Leute, die damals die E-Installation gemacht haben, einfach vergessen, den noch zum HAK zu führen?

    Ich kann nirgends im Haus feststellen, dass eine Leitung vom PA zum PE Oder zum PEN (was auch immer wir haben) führt. In der UV wird das wohl kaum der Fall sein.

    Soll man das mal anschaun lassen?
    Was vielleicht noch interessant wäre: Wir sind scheinbar sehr anfällig für Brumm-/Masseschleifen. Wenn ein bestimmter digitaler Receiver im Haus ein ist und PC mit Kabel am Router hängt, rauscht das Telefon gewaltig (VoiP). Netzwerkkabel raus==>kein Rauschen.
    PC mit kurzem Netzwerkkabel am Router anschließen, PC jedoch nicht am Strom==>kein Rauschen. PC-Gehäuse mit PE der Steckdose über Draht verbinden==>Rauschen.

    Ich suche jetzt kein Problem dafür (wir besorgen uns einfach einen neuen Receiver, dann gehts auch wieder), doch weiß ich nicht, ob da mit dem PA und PE was falsch lief.
    mfg
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  2. PE nicht am Haus geerdet

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  3. #2

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    Idee

    Hallo Baumeister,

    schön, daß Du Dich für diese Dinge näher interessierst.

    Aber so ganz hast Du es noch nicht durchschaut.

    Es ist nämlich gerade NICHT zutreffend, daß unabhängig von der Netzform im Haus zu erden ist.
    Im Gegenteil sind TN-Systeme eben gerade dadurch charakterisiert, daß dies eigentlich nicht nötig. Und bei vielen älteren Anlagen gibt es gar keinen Erder!
    Die Verbindung mit dem Erder (und zwar dem des speisenden Trafos) stellt ja gerade der PEN her.

    Neuerdings ist man jedoch dazu übergegangen, eine zusätzliche "Stützung" des PEN durch lokaler Erder zu fordern. Dies dient aber nicht der prinzipiellen Funktion der Schutzmaßnahme, sondern nur der Vermeidung von Problemen, wenn der PEN im Versorgungsnetz einmal unterbrochen oder gar mit einem Außenleiter vertauscht werden sollte (z.B. im Rahmen von Bauarbeiten).

    Kannst Du von Euerem HAK mal ein Foto machen?
    Denn die genannten Aderfarben können eigentlich so nicht sein.
    Ist es nicht vielleicht stattdessen schwarz/braun/schwarz/blau?

    Habt Ihr denn traditionell generell Fehlerstromschutzschalter?

    Und der "Mantelfarbtest" ist wenig aussagekräftig. Es könnte ja eine Verbindungsstelle geben.
    Auch die Führung des Hauptschutzleiters direkt zur UV ist nicht unüblich.

    Es kann also insoweit korrekt sein.
    Aber eine Überprüfung kann nicht schaden!

    Am besten fragst Du mal den zuständigen VNB nach der Netzform (unter Angabe der genauen Adresse).
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  4. #3
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    Danke, mit den Farben am HAK hab ich mich verschrieben, dass ist selbstverständlich schw, br, schw. So wie früher die Farben für Drehstrom eben waren.

    Da der PA im Nachbarraum ist, kann ich mir nur schwer vorstellen, dass auf eine andere Leitung (weißer Mantel) geändert wurde.
    Wo wird denn normalerweiße der PA als "Stütze" des PEN angeschlossen? Im HAK oder im Zählerkasten?
    Und wann im TT-System? Gibts da dann 5-Polige HAK-Kästen, in dem L1, L2, L3 und N "von draußen" kommen und dann noch eine Leitung vom PA oder wird das erst im Zählerkasten zusammengeführt.
    Ein Bild hab ich schon gesehen, da war der HAK auch 4-Polig, und an der rechten Stelle (entweder PE oder N) trafen drei Leitungen zusammen, die "von draußen", die die weiterführt und eine vom PA.

    Meinen Fehler hab ich wohl mit den Wikipedia-Bildern vom Netzsystem reingebracht, da ist in jeder Netzform eine Erdung vorhanden, im TT-System ist der N sogar mit einem Erder verbunden, der PE kommt sowieso nur vom Erder. Das ist dann wohl die neueste Variante, und wurde früher nicht immer so gemacht bzw. wird auch jetzt nicht immer so gemacht, oder?
    mfg
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  5. #4

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    Du mußt bei solchen Skizzen genau unterscheiden, wo der jeweilige Erder sitzt:
    Der Trafosternpunkt ist IMMER betriebsgeerdet (dafür steht das erste "T" des Kürzels).
    Im TN ist der PE der Verbraucheranlage dann eben (im üblichen TN-C-S eben über den PEN) mit diesem Erder verbunden. Ein ggf. vorhandener örtlicher Erde ("PEN-Stützung" ist dem dann parallelgeschaltet).

    Im TT ist der PE dagegen nur lokal geerdet (Schutzerdung).


    Wie die jeweilige Version von der Leitungsführung, der Lage der PEN-Aufteilung etc. genau ausgeführt wird, ist höchst unterschiedlich.

    Häufig im TN-C-S:
    4-adrig bis HAK, dort einadrige Verbindung zur HPAS, weiter 4-adrig zur HV, dann entweder dort PEN-Aufteilung und weiter 5-adrig zum UV oder eben weiter 4-adrig zum UV und dort PEN-Aufteilung.

    Häufig im TT:
    4-adrig zum HAK, weiter 4-adrig zum HV, dort kommt der PE von der HPAS hinzu, weiter 5-adrig zur UV oder eben 4-adrig weiter zur UV und der PE kommt erst dort einadrig hinzu

    In beiden Versionen sind mehrere weitere Varianten möglich!


    Bei Euch sieht es nach TT aus.
    Frag doch mal bei Eurem VNB!
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  6. #5
    Themenstarter

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    Muss ich mal machen, danke

    Jetzt versuch ich mal zu klären, für was die nicht zu identifizierende Leitung ist.

    Wir haben einen Zählerkasten, der in zwei Hälften geteilt ist, also links und rechts Zähler möglich, links und rechts platz für Sicherungen, ...
    Links sitzen die Zählervorsicherungen und der Zähler. (Sicherungen sind im EG in der UV)
    Rechts wäre Platz für einen weiteren Zähler, welcher aber nicht vorhanden ist. Aber rechts ist ein Schalter/Sicherungsautomat oder was auch immer. Dieser ist hinter einer verblombten durchsichtigen Kunststoffabdeckung. Darauf steht CMC, 5,3...8A, 660V, QM1, 50kA, 220/380V.
    Dann kann man die Scheibe in der Mitte mit einem Schlitzschraubendreher verdrehen, dass der Pfeil darauf entweder auf 5,3, 6, 7 oder 8A steht.
    Der Schalter ist in unterer Stellung und eine "0" lesbar, also ausgeschaltet.
    Was könnte das sein?
    In Wikipedia steht bei CMC: "Converter Master Control, Hauptsteuerung bei mehreren Schaltschränken, wobei dieser Schrank den Hauptteil der Steuerung übernimmt. "
    mfg
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Steuersicherung für Rundsteuerempfänger (früher eine einfache Schaltuhr / tarifumschaltung, ein- ausschalten von nachtspeicherheizungen, Sperrzeiten WP und co.), freier Zählerplatz für eine Nachrüstung des Rundsteuerempfängers (Abk. TRE = Tonfrequenzrundsteuerempfänger) war bis vor kurzem noch vorgeschrieben, daher das leere feld.

    Grüsse
    Jonny
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  9. #7

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    Wurde dir nicht schon gesagt das es sich um einen Motorschutzschalter als Steuersicherung für eine Tarifschaltung handeln könnnte?
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  10. #8
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    Konnte mir nicht vorstellen, was ein Motorschutzschalter sein soll
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