Ergebnis 1 bis 9 von 9
  1. #1

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    Dusch- und Badewanne auf Rohdecke

    Nach Durchlesen des Forums möchte ich die Wannen mit Wannenfüße auf die Rohbetondecke stellen. Dazu habe ich noch ein paar Fragen an alle Experten:

    1) Muß man die Wannen stellen und anschließen bevor estrich reinkommt, da sonst Aussparen und Montage schwierig sind?

    2) Braucht man noch eine Unterlage unter den Füßen zum Schallschutz?

    3) Wie, falls überhaupt, müssen die Wannen an Rohdecke/Wand zusätzlich befestigt werden? Habe von Befestigungsschienen und Wannenankern gelesen, aber leider nicht richtig verstanden.

    4) Muß eine Abdichtung (z.B. Dichtschlämme) auch auf der Rohbetondecke aufgebracht werden? Oder reicht die Abdichtung oberhalb der Wanne?

    Vielen Dank für eure hilfreichen Antworten.
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  2. Dusch- und Badewanne auf Rohdecke

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  3. #2
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    Wenn Sie auf Schallschutz Wert legen, dann sollte die Badewanne in keinem Fall auf die Rohbetondecke gestellt werden.

    Akustikschienen mit Raum- und wandseitigen Schallschutzprofilen für den wandhängenden Einbau von Bade- und Duschwannen sind z.B. beschrieben unter www.missel.de. Sind für den Schallschutz die beste Lösung, 15,7 dB(A). Estrich wird dann auch unter der Badewanne verlegt.

    Wenns Ihnen zu teuer ist, dann Wanne mit schallentkoppelten " Füßen "auf den schwimmenden Estrich stellen. Abmauerung/Hartschaumplatten von Wanne und Wänden möglichst ebenfalls schallentkoppeln.

    Abdichten en sollten Sie auch unter der Wanne, insbesondere Dichtband an der Fuge Estrich/Wand für den Fall, daß am Wannenrand eine Undichtigkeit entsteht.
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  4. #3

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    die einfachste und effektivste Lösung ist die Verwendung eines Wannenträgers (aus Polystyrol):
    - perfekte Wärmedämmung
    - guter Schallschutz
    - einfache Verankerung
    - sofort zu verfliesen

    Wenn erst nach Wanneneinbau gefliest wird, kann man sich auch die Bodenabdichtung sparen, (Dichtbänder allein sind hier ohnehin zu wenig, sinnvoll nur in Kombination mit flächigem Anstrich).
    Geändert von berndk (01.11.2003 um 08:06 Uhr)
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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    Einfach ja, effektivste Lösung? Schallschutz für Einfamilienhaus in Ordnung; für Mehrfamilienhaus nicht " gut ". Die Verfliesung nach Wanneneinbau stellt allein nicht sicher, daß es zu Wasserhinterläufigkeit kommt. Die Fuge zwischen Fliesen und Wannenrand muß dauerhaft dicht sein.

    Im Holzhaus muß selbstverständlich vollflächig abgedichtet werden.
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  6. #5

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    interessant,
    im Massivhaus genügen demnach Fugendichtbänder?
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  7. #6
    Bauexpertenforum
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    Habe ich am 31.10.2003 nicht geschrieben. Ich kann nur sagen wie ichs im Mietwohnungsbau mache: Alternative Abdichtung vollflächig über den gesamten Boden mit Dichtbändern über der Anschlufuge Boden/Wand und die Abdichtung rundum 15 cm an den Wänden hochgeführt. Außerdem alternative Abdichtung mit Dichtbändern im Eckbereich bei gipshaltigen Wänden im Spritzwasserbereich und zwar hinter der Badewanne bis zum Boden. Satz 2 ist a.a.R.d.T. Satz 1 ist in der Gutachterpraxis streitig, weil die DIN 18 195 für häusliche Bäder ohne Bodeneinlauf nicht einschlägig ist. Was solls: Jeder, der die möglichen Probleme kennt, muß doch selbst wissen, was er an Kosten und Vorkehrungen aufzuwenden bereit ist.
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  8. #7

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    ok,
    und ich hab nicht gesagt, dass die Verfliesung nach Wanneneinbau allein genügen würde. Dauerelastische Fugenabdichtung ist natürlich selbstverständlich, Schäden sind hier aber praktisch nicht zu erwarten, da die Siliconfuge horizontal und nicht vertikal zu liegen kommt.

    Um Mißverständnissen vorzubeugen: einig sind wir uns sicher, dass
    - dauerhafte Feuchte die Bausubstanz von Holz- wie auch Massivbauten zerstört.
    - kurzfristige Feuchte beiden keinen Schaden bringt, sofern sie tadellos wegtrocknen kann.
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  10. #8
    Bauexpertenforum
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    Ich bin nicht davon ausgegangen, daß die Fuge zwischen Fliesen und Wannenrand nur mit Fugmörtel geschlossen werden soll.

    Siliconfuge ist jedoch keine dauerhafte Abdichtung und wenn sie horizontal zwischen Wannenrand und Unterkante Fliesen angebracht wird, dann reißt sie irgendwann durch Bewegungen der Wanne/des Wannenträgers. Im Mietwohnungsbereich interessierts den Mieter oft nicht. Es wird weiter gebadet und geduscht.

    Von wegen kurzfristige Feuchte: Ich habe erst vor kurzem in einem selbständigen Beweisverfahren erlebt, daß eine Wand ( GKB ) und der Estrich durchfeuchtet waren, weil die " horizontale Silikonfuge nicht dicht war. Erwerber hats erst gemerkt, als sein Mieter beim Auszug einen Schrank auf der gegenüberliegenden Seite des Badezimmers im Wohnzimmer entfernte und dort einen großen Wasserfleck feststellte. Erwerber hatte Glück. Er war noch in der Gewährleistungszeit und der Bauträger hat den Schaden behoben.
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  11. #9

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    Zunächst: aaRdT ist, dass eine Siliconfuge als Wartungsfuge zu betrachten ist. Die Verantwortung dafür liegt beim Besitzer/Mieter.

    Der Vergleich bezog sich auf Holz vs. Ziegel. GKB ist sicher was anderes.

    Die flächige Abdichtung würde ich wie gesagt nur im Spritzwasserbereich anbringen, da Fugenmörtel eben nicht dicht ist. Hinter der Wanne betrachte ich es - bei nachträgl. Verfl. - eher als Fleißaufgabe, da die Wassertropfen selbst bei angenommener undichter Siliconfuge ca. 10 mm waagerecht wander müßten, um dann hinter der Wanne abrinnen zu können. Aber schaden kann es natürlich nicht.
    Dabei setze ich voraus, dass von oben nichts kommen kann - m.E. allenfalls bei vertikal aufgezogenem Kleber möglich.

    Nur - wenn man hinter der Wanne abdichtet und also davon ausgeht, dass da was kommen kann, muss man konsequenterweise auch den Boden flächig abdichten. Oder?
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