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HOAI Anrechenbare Kosten

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  1. #1

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    HOAI Anrechenbare Kosten

    Mir ist nicht klar, wozu es im Architektenvertrag in den Punkten anrechenbare und bedingt anrechenbare Kosten diese ganzen Kostengruppen nach Din 276 gibt und was Anrechnung gemäß § 10 Absatz 4 HOAI bedeutet. Ist doch sowieso klar, dass alles angerechnet wird, was mit der Bausubstanz zu tun hat (eigentlich inkl. oder exklusive Umsatzsteuer) und alle Nebenkosten eben nicht! Wozu dann diese Gliederung?
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  2. HOAI Anrechenbare Kosten

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  3. #2
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    Noch eine Frage rein interessehalber. Bei meiner Architektensuche habe ich nicht einen gefunden, der LP 9 gemacht hätte, obwohl die Bauherrenberater immer behaupten, man dsoll darauf auf keinen Fall verzichten.

    Ist das normal, gibt es überhaupt Architekten, die die LP 9 anbieten?
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  4. #3

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    Wozu dann diese Gliederung
    Weil sichs mal einer/viele so gedacht hat/haben.
    Keine Angst, selbst gestandene Kollegen verstehen manches der HOAI Abrechnung nicht.

    MfG
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  5. #4

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    Zitat Zitat von Manni747 Beitrag anzeigen
    Ist das normal, gibt es überhaupt Architekten, die die LP 9 anbieten?
    Wenige.
    Gründe:
    Wenn der BU einen Mangel verursacht, stellt der Bauherr es fest und muss (als Vertragspartner) eh mit dem BU verhandeln. Der Architekt berät nur, bekommt aber Geld auch dann, wenn in denn 4/5 Jahren nix passiert ist.
    Hat der A. einen fehler gemacht, ist er sowieso kostenfrei mit dran - kostenfrei für den Bauherren
    Die Gewährleistung für die Architektenleistung beginnt erst nach Ende der LP 9. Deswegen empfehlen es Bauberater und RA ( laywer) und die Architekten meiden es.

    ICH würds z.B. NICHT machen!

    MfG
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  6. #5
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    Immer diese Korinthenkacker, die sich so aufgabauschte Apparate ausdenken
    Ich kann auch gut verstehen, dass Architekten die LP 9 nicht machen wollen, 3% sind ja auch sehr wenig für den Aufwand.

    Nochmal eine Frage, was ist eigentlich eine Honorar-Teilschlussrechnung?
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  7. #6
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    Eine Honorar-Teilschlussrechnung macht z.B. gerade in Zusammenhang mit der LPh. 9 Sinn.
    D.h. wenn schon LPh. 9, dann nach der LPh. 8 (Fertigstellung Bauvorhaben) eine Teilschlussrechnung. Dann startet die Gewährleistungsfrist des Planers für die bis zur Fertigstellung des Baus erbrachten Leistungen zumindest bei Bauende und nicht erst 2, 5 oder 7 Jahre später.
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  8. #7
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    Was ich z.B. gerne und m.E. auch im Sinne des Bauherrn anbiete:
    anstelle von Leistungsphase 9: Unterstützung bei Gewährleistungsthemen nach Aufwand.
    In der Regel für den Bauherrn kostengünstiger und kein unkalkulierbares Risiko für den Planer.

    Noch was: Erstellung von Bestandsplänen ist nicht Bestandteil der Leistungsphase 9, aber eigentlich extrem sinnvoll. Bestandteil der LPh. 9 ist nur das "Zusammenstellen", d.h. ggf. vorhandene Pläne in einen Ordner heften.
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  9. #8

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    Ich würde dem Architekten noch ne extra-Prämie zahlen, wenn er die LP 9 mit übernimmt. 10 Jahre Gewährleistung!, wo gibts so etwas noch?

    Über die Drohung eines Regreßanspruchs seitens des Architekten kann man deswegen den BU auch nach Ablauf der Gewährleistungsfrist von 5 Jahren dazu bewegen, Ausführungsmängel selbst zu beseitigen.

    MFG
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  10. #9
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    Muss ich nochmal mit meinem Architekten sprechen, ob der für sowas zu haben wäre. Dass er LP9 nicht mag, verstehe ich wie gesagt sehr gut!
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  11. #10
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von Manfred Abt Beitrag anzeigen
    .. Erstellung von Bestandsplänen ist nicht Bestandteil der Leistungsphase 9 ..
    nee, das nennt sich werkplanung, oder? *duckundwech*
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  12. #11
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Noch nie was ...

    ... von baubegleitender Planung gehört?
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  13. #12

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    Übernahme LPH 9


    Sorry - aber genau das ist doch das Problem: Der Aufwand in LHP 9 muss für den Archi kalkulierbar sein und muss dann dem Bauherrn zu einem auskömmlichen Marktpreis angeboten werden, weil das einfach extrem wichtig für die dauerhafte Qualität des Bauwerks ist!

    Mir treibt es echt die Galle hoch, wenn Archis diesen extrem wichtigen Service nicht anbieten wollen. Soviel zum Thema Kundenfreundlichkeit und Serviceorientierung und das gejammere über das schlechte Marktumfeld

    Wäre für mich ein echtes kockout-Kriterium bei der Archi-Auswahl!

    Mein Archi hat das selbstverständlich mit angeboten (weil er sagt, dass es für die Bauherrschaft sehr wichtig ist) und bei der Diskussion seine Erfahrungen (in 30 Jahren keine wirklichen Probleme!) anführt und die 3% nach HOAI als auskömmlich bezeichnet und vor allem seiner Verantwortung gerecht wird!
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  14. #13
    Avatar von Olaf (†)
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    Wasch mich...

    aber mach mich nicht nass.

    Ich finds schon reichlich merkwürdig, dass einerseits der uneingeschränkte Wettbewerb propagiert wird (Was macht der Architekt..) und dann hier, wo der Archi die Möglichkeit hat, sich von anderen zu unterscheiden (mach ichs oder mach ichs nicht) dieser am liebsten zwangsverpflichtet wird

    Und weil ich hier schon den anderen Beitrag einbezogen habe:
    Lawyer hat es auf den Punkt gebracht (auch wenn ich mich der Interpretation der "wichtigen" Berufe sicher nicht anschließe)
    HO gibts da, wo es um Leib und Leben und Rechtspositionen und Haftung geht und wo für den Bürger zumindestens ein gewisser Mindestqualitätsstandard geboten werden muss.

    Und welche Auswüchse hinsichtlich der Qualität der freie Wettbewerb hervorbringt, kann man z.B. täglich auf Baustellen und hier im Forum bewundern.

    Die Betrachtungsweise ist mir zu eindimensional - da erwarte ich eigentlich mehr von der Ausbildung und hoffe, dass ich nie darauf angewiesen bin, einen MA einzustellen, der eine derart begrenzte Sicht vermittelt bekommen hat.
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  16. #14
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Wer sagt denn dass ...

    Zitat Zitat von scs1967 Beitrag anzeigen
    ... Archis diesen extrem wichtigen Service nicht anbieten wollen.
    Natürlich biete ich den mit an - aber nicht im Paket!

    In 1-8 schulde ich die Errichtung eines mangelfreien Bauwerks im Rahmen eines Werkvertrags.
    In 9 schulde ich reine Dienstleistungen, das ist was ganz anderes!

    Und meine über 30jährige Erfahrung sagt mir, dass sich die Auskömmlichkeit oder Nichtauskömmlichkeit der 3 % erst nach Abschluss des Bauvorhabens herausstellt, wenn man alle seine Pappenheimer kennengelernt hat .

    Warum also keine separaten Vereinbarungen? Um durch die Kalte Küche die Verjährung für 1-8 auf 10 Jahre zu puschen? Nö.
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  17. #15

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    Dabei wären doch die 10 Jahre DAS Werbeargument schlechthin.
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