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  1. #1

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    Erdwärmekörbe in Wasserschutzgebiet - Lohnt Aufwand?

    Hallo,

    in BW ist es wohl erst seit kurzem möglich in einem Wasserschutzgebiet Zone III Erdkörbe unter folgenden Vorraussetzungen zu verwenden:
    - Korb/Kollektortiefe max. 5m
    - unter den Körben muss natürliche Dichtschicht von 1-2m sein, fehlt diese, dann kann Lehmschlag oder Bentonitmatten eibgebracht werden - keine Folie!!
    - Nachweis durch Fachgutachten!!!
    -auf Dichtschicht kann verzichtet werden, wenn Anlage mit Reinwasser oder Direktverdampfer mit nicht wassergefähredenen Arbeitsmitteln betrieben wird UND zwischen Kollektor/Korb und dem höchsten Grundwasserstand min 1m Abstand ist

    Ein Geologen ist also wohl notwendig.

    Das ganze hört sich recht aufwändig und kostspielig an - nicht die Technik sondern das DrumRum.
    Kann jemand da was zu den Kosten für einen Geologen bzw. Fachgutachten sagen?
    Irgenwie schreckt mich das etwas ab - wie seht Ihr das? Alternative für uns wäre Flächenkollektoren mit Direktverdampfer oder Luftwärmepumpe. Letztere am billigsten, aber auch unter den Varianten am wenigsten effizient. Könnte mir vorstellen, dass man die 3 Varianten mal bzgl. Kosten und Wirtschaftlichkeit abklopfen müsste.
    Wäre für Meinungen dankbar.

    FH
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  2. Erdwärmekörbe in Wasserschutzgebiet - Lohnt Aufwand?

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  3. #2
    planfix
    Gast
    Erdwärmekörpe ...und letztlich brauchst du fast genau so viel Fläche wie für einen Erdkollektor einer DV WP.
    DV Kollektor ist genehmigungsfrei bis 1,50m Tiefe verlegbar.
    DV Kollektor reicht beim gut gedämmten Neubau die Wohnfläche als Kollektorfläche,
    DV Kollektor ist billiger in der Anschaffung
    ... noch mehr Argumente?

    Also bei mir fallen die Erdkörpe gar nicht in Betrachtung, weil zu teuer und fast Flächengleich mit DV. Außsserdem werden die Erkörpe bislang mit Sole befüllt, damit sind sie an eine Pumpe gebunden und haben den Tauscher von Sole auf Arbeitsmittel. Sie können daher nie die Effizienz der DV erreichen.

    Luft ist günstig in der Anschaffung und überall dort, wo keine Fläche und kein Grundwasser da ist, die Lösung. Auch wenn die JAZ schlechter ist als bei anderen Varianten, so heizt man damit immer noch billiger als mit Gas oder Öl.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Ich dachte, dass DV bei Erdkörben möglich sind, weil diese explizit im Schreiben des entsprechenden Amtes (Untere Wasserbhörde des Landratsamtes o.ä.) erwähnt wurde.
    Was ich mich auch frage ist, wie mit dem ausbaubaren DG verfahren (wird wohl in den nächsten Jahren nur als Bühne benutzt)? Würde man dies bei der Auslegung schon mitberücksichtigen, d.h. größere Kollketorfläche, mehr Erdkörbe, größere LWP? Naiver Ansatz von mir war, dass ich eben eine LWP für die aktuellen Bedürfnisse nehmen könnte und diese dann in einigen Jahren gegen eine andere austausche (vielleicht ist dann der Wirkungsgrad wg. technischem Fortschritt besser). Bei Flächenkollektoren könnts a bisserl schwerer werden. Erdkörbe mit DV - sollts die geben - haben einen geringeren Bedarf als Flächenkoll. Man kann leichter Körbe dazupacken. Kurz zusammengaßt LWP und Erdkörbe habe ich als flexibler in unserem Fall angesehen. Vielleicht ist meine Denke aber auch komplett daneben.

    FH
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  5. #4
    Themenstarter

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    ...schlussendlich müsste eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung aus Anschaffungskosten bund JAZ in unserem konkreten Fall her.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von FirstHouse Beitrag anzeigen
    Hallo,

    in BW ist es wohl erst seit kurzem möglich in einem Wasserschutzgebiet Zone III Erdkörbe unter folgenden Vorraussetzungen zu verwenden:
    Woher stammen diese Infos? Würde mich interessieren.

    Ein Erdwärmekorb ist ja nichts anderes als ein spiralförmig aufgewickelter Flächenkollektor mit niedrigerer Entzugsleistung. Die kleinen Körbe mit 700W-1kW können bei einer Höhe von 1,20m einfach versenkt werden, da das "Loch" nur ca. 2,5m tief sein muß. Bei einem Außendurchmesser der Spirale von etwa 2m und einem Mittenabstand der Körbe von 3,5m lässt sich der Platzbedarf einfach ausrechnen. Je nach Anordnung etwa 5-10qm/Korb.

    Bei den größeren Körben mit einer Entzugsleistung von ca. 1,5kW-2kW und einer Höhe von 2,6m, muß das Loch etwa 4m tief sein.

    So weit die wichtigsten Daten in Kürze. Es gibt aber viele Möglichkeiten wie man einen Kollektor gestalten kann.

    Aber zurück zum Eingangsbeitrag.

    Das Glykolgemisch ist als WGK1 (schwach wassergefährdend) eingestuft und leicht biologisch abbaubar. Üblicherweise werden bei einem Kollektor mit einer Tiefe bis 5m keine zusätzlichen Maßnahmen gefordert. Deswegen bin ich etwas verwundert, daß man Dir hier solche Maßnahmen vorschreibt.

    Ich hatte vor 3 Monaten eine ähliche Anfrage hier bei uns (auch Wasserschutzgebiet) gestellt, und da war von solchen Maßnahme nicht die Rede.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
    Themenstarter

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    Das Schreiben kam vom Amt für Wasserwirtschaft und Bodenschutz des LK Esslingen. Vielleicht liegts an der Zone III - hab da wirklich keine Ahnung.Vielleicht hängst auch von den Ämtern ab. Bis vor kurzem (Mrz. 2008) sagte der Sender noch, dass bzgl. Erdkörben gar nichts gehen würde.
    Unser Heizungsing hat übrigends immer von 6m Bohrtiefe gesprochen - viele Wege führen auch hier nach Rom.

    FH
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  8. #7

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    Zone III ist ja noch die unkritischste Zone, II bzw. I wäre "gefährlicher"....zumindest soweit ich informiert bin. Aber vielleicht lag´s wirklich daran, daß von 6m die Rede war. Bürokraten, was da nicht in´s Raster passt

    Welche Lösung für Euren Zweck sinnvoll ist, kann man aus der Ferne schwer sagen. Gesamtkosten kalkulieren (Invest + geschätzter Verbrauch) und dann entscheiden.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
    Themenstarter

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    @R.B. Gegenüberstellung - wie von Dir angesprochen - von LWP, EK und DV und FK und DV. Das ist, was wir von unserem Heiszungsing. nun wollen. Alles andere ist Kaffeesatzlesen.
    FK mit Sole geht nicht wg. Platz. EK und Sole braucht ähnlich Platz wie FK und DV laut voriger Aussage.

    FH
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  10. #9

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    Zitat Zitat von FirstHouse Beitrag anzeigen
    ... Das ist, was wir von unserem Heiszungsing. nun wollen. Alles andere ist Kaffeesatzlesen......
    Ich habe diese Woche 4 Anlagen gerechnet. Bei jeder dieser Anlagen lag der Archi mit seinem Bauchgefühl falsch.
    Nachdem nun alle Zahlen vorliegen und sämtliche Randbedingungen berücksichtigt sind, gibt´s 2 x Luft-WP, 1x Sole-FK, und bei der 4. Anlage kommt vermutlich gar keine WP zum Einsatz (das zeigt sich nächste Woche).

    Gruß
    Ralf
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10
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    @R.B. dumme Frage: wie hoch ist der Zeitaufwand zum Berechnen einer Anlage?
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  13. #11

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    Hängt von der Komplexität ab und davon was alles berechnet werden soll.

    Heizlastermittlung so 1-2 Stunden bis alle Daten eingegeben sind. Liegen alle Pläne vor und man muß nicht ewig durch die Gegend telefonieren, dann bleibt auch noch Zeit für den Kaffee zwischendurch, für ein paar Beiträge im Forum, und für das Durchrechnen von ein paar Optimierungsmaßnahmen.

    Heizflächenermittlung und Hydraulik liegt in der gleichen Größenordnung.

    Hat man sich erst an die Bedienung der software gewöhnt, dann geht das leicht von der Hand.
    Mit Papier und Rechenschieber kanns ein bischen länger dauern.

    Gruß
    Ralf
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