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  1. #1

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    Unterstützung WP durch Solarzellen

    Hallo,

    habe von einem Bekannten gehört, dass er plant beim Neubau seine FBH welche durch eine Tiefenbohrung WP betrieben wird durch 10²m Solarzellen auf dem Dach unterstützen möchte.

    Kann mir aber nicht vorstellen, dass dies wirklich funktioniert, den im Sommer brauche ich keine Heizung und im Winter denke ich das die Sonneneinstrahlung nicht ausreicht um das Wasser entsprechend aufzuwärmen.

    Wer ist vom Fach und kann mir dazu auskunft geben ob dies funktioniert oder nicht??
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  2. Unterstützung WP durch Solarzellen

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  3. #2

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    10²m Solarzellen


    Also: Solarzellen (oder auch allgemein Photovoltaik) erzeugen Strom und sind bisher nur durch die staatlich garantierte Einspeisevergütung wirtschaftlich zu betreiben. Eine Heizungsunterstützung durch Solarzellen macht also keinen Sinn und funktioniert auch nicht wirklich.

    Aber vermutlich meinst du Sonnenkollektoren (oder allgemein Solarthermie).
    Die Funktion der Solarthermie ist immer abhängig von der jeweiligen Systemkonfiguration (welche durchaus sehr unterschiedlich sein kann).
    Prinzipiell funktioniert es, auch wenn sich aus solch allgemeinen Angaben nicht ansatzweise sagen läßt, wie gut es funktioniert.
    Heizungssysteme sind meist im Zusammenhang mit Warmwassererzeugung zu betrachten. Der Warmwasserbedarf ist recht konstant vorhanden unabhängig von der Außentemperatur, d.h. 10 m² Solarkollektoren können vielleicht 65% des jährlichen Trinkwasserbedarfes decken und somit kann die Wärmepumpe im Sommer ausgeschaltet werden.
    In Abhängigkeit von der Auslegung ist sicher auch eine Heizungsunterstützung möglich.
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  4. #3

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    Hallo!

    Das wird häufig gemacht um auf dem Papier einen KFW XX-Energiesparhaus schönzurechnen.

    Von der Kostenseite her absoluter Schwachsinn.

    Bei geschätzten,durchschnittlichen 2-4 kWh WP-Stromverbrauch pro Tag für die WW-Bereitung würde man durch Solarkollektoren bei 65% Abdeckung des WW-Bedarfes im Jahr runde 700 kWh Strom sparen wenn man die WP in der Zeit ausschaltet.

    Bei uns (15,73 cent/kWh) wären das 110€/Jahr an Einsparung. Jeder kann sich selber ausrechnen wann sich die Anlage amortisiert hat.

    Ausserdem benötigt man in der Regel für eine WW-Bereitung über Solar einen größeren Pufferspeicher da der WW-Speicher der WP zu klein ist.

    Folgendes Scenario: Die Sonnenkollektoren ballern tagsüber den 300 Liter WP-Speicher auf 65 Grad hoch. Abends wollen die drei Töchter frisch geduscht in die Disco und das Wasser ist verbraucht.
    Mama und Papa haben Sturmfrei und sitzen dann aber müffelnd auf der Couch weil sie sich nicht duschen können da der Brauchwasserspeicher nur noch 14 Grad hat und die Sonne gerade untergeht.
    Lösung: WP anwerfen,ins Schwimmbad fahren und dort duschen oder größeren Pufferspeicher anschaffen = Kosten.



    Das ist was für Leute (mit WP) die Energie aber kein Geld sparen wollen.

    Gruß,
    Rene'
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  5. #4
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    Naja ... das ist ja auch nicht unbedingt ein Anlagenkonzept das in der Kombination Sinn macht ... so baut man das in Kombination mit ner Öl- oder Gasheizung.

    Bei ner Wärmepumpe kann ich mir das auch anders vorstellen, wenn die Solaranlage auf der Soleseite eingebunden wird.

    Bringt die Solaranlage genug Temperatur wird der WW-Bereiter direkt versorgt.
    Reicht die Temperatur dazu nicht kann es immer noch Sinn machen die WP-Anlage damit zu versorgen, solange die Temperatur von der Solaranlage höher ist wie das was aus den Erdwärmetauscher zu holen ist.
    Ist kein Bedarf vorhanden, da alles *voll* dann kann man immer noch den Erdwärmetauscher regenerieren ... das kostet *nur* den Strom der Umwälzpumpe/n.

    Aufpassen muss man nur dass die Temp. bei der WP-Versorgung über 35 Grad kommt (z.B. Anfahrzustand) sonst gibts ne Störabschaltung wegen Übertemperatur....und die PE-Schläuche im Erdreich werden weich.

    Soweit zur technischen Seite von wegen *machbar*.

    Die finanzielle Seite sieht dann meistens ganz anders aus ... *rechnen* tut sich der Aufwand nur in ganz speziellen Fällen, zu denen das EFH regelmäßig nicht gehört.

    Solange die Anlagenmehrkosten die letzten 5 bis 20 kTeuros bei der Finanzierung sind und nicht im Nachttisch rumliegen siehts meistens *schlecht* aus.

    Wenn man die absoluten Betriebkosten einer *guten* WP-Anlage als Maßstab ansetzt so kann sich jeder - ohne den Taschenrechner zu bemühen - an 5 Fingern abzählen was da durch die Einsparung zu finanzieren geht.

    Aber es soll ja auch Leute geben die das unter dem Motto sehen : Man gönnt sich ja sonst nix.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  6. #5
    Themenstarter

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    Danke für die Infos. Meinte natürlich Sonnenkollektoren.
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