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wieder einmal: Estrichtrocknung

Diskutiere wieder einmal: Estrichtrocknung im Forum Estrich und Bodenbeläge auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Frage wieder einmal: Estrichtrocknung

    Hallo Forum, :

    im letzten Monat war ich jeden Tag auf der Baustelle, deshalb gab's hier im Forum keine Beiträge von mir.

    Jetzt ist der Estrich drin und ich drehe in Bezug auf das Haus ein wenig die Daumen - und prompt tauchen einige Fragen auf, zu denen mir Bauträger, Estrichleger und Fliesenleger ganz unterschiedliches sagen.

    1. Unsere Innenwände sind großteils aus GK-Platten erstellt, sie jetzt jede Menge der aus dem Estrich austretenden Feuchtigkeit aufnehmen. Hat das negative Auswirkungen auf die Stabilität und die schalldämmende Wirkung der Platten?

    2. Wie lüfte ich richtig, um den Estrich (Schnellzementestrich mit AKS-Gittern und Glasfasern) möglichst schnell zu trocknen? Was passiert, wenn die Temperatur im Haus dabei unter 0°C gehen sollte?

    3. Ab wann fahre ich sinnvollerweise das Estrichprogramm unserer Fußbodenheizung?

    4. Gibt es Möglichkeiten, die Trocknung anderweitig zu beschleunigen? Heizgeräte sind nicht der richtige Weg, das habe ich im Forum schon gefunden. Aber was ist mit Luftentfeuchtern, sei es chemisch oder elektrisch?

    5. Ab welchem Restfeuchtegehalt kann ich es wagen, Fliesen aufzubringen? Und wann Laminat/Parkett? Gibt es hierbei Möglichkeiten, die Wahrscheinlichkeit späterer Schäden zu reduzieren (außer länger zu warten)?


    Viele Grüße aus Rheinhessen
    Wolfgang C.
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  2. wieder einmal: Estrichtrocknung

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  3. #2
    Lebski
    Gast
    1. Möglich, je nach Ausführung (Wie sind die Wände denn Ausgeführt? Eventuell die Frage mal seperart im Trockenbau stellen)
    2. 2-3 mal täglich Stosslüften, keinesfalls alle Fenster auf Kipp (bringt nur Durchzug, aber u. U. zu wenig Luftaustausch)
    3. Beheizte Zement- und Anhydritestriche müssen vor Verlegung von Bodenbelägen und Parkett und/oder Steinfliesen aufgeheizt werden. Ein Zementestrich muß mindestens 21 Tage und ein Anhydritestrich mindestens 7 Tage liegen, bevor mit einer Vorlauftemperatur von 25 °C, die drei Tage ohne Nachabschaltung einzuhalten ist, die Aufheizphase beginnt. Nach diesem vorgenannten Zeitintervall sind die Lastverteilungsschichten vier Tage bei voller Betriebstemperatur (maximale Heizleistung) ohne Nachtabschaltung aufzuheizen. Nach diesem Zeitintervall ist die Temperatur täglich um 10 bis 15 °C herunterzuheizen, bis eine Bodentemperatur von 15 °C und eine Raumtemperatur von 18 °C vorliegt. Nach diesem vorgenannten Zeitintervall sind die Scheinfugen kraftschlüssig mit einem geeigneten Zweikomponenten-Harzmaterial zu schließen und zwar als 'bezahlte Hauptleistung'. Das zählt für normale Zementestriche. Also: Estrichbauer fragen, da der Begriff Schnellzementestrich alles Mögliche sein kann.
    4. Kondensattrockner können eingesetzt werden. Lüften ist billiger.
    5. Gemessen mit der Calciumcarbid-Methode (CM-Methode) maximal 2,0 % bei Zementestrich. Fliesen am besten mit Flexkleber, Laminat auf Folie verlegen.
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  4. #3
    Themenstarter

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    Hi, Lebski,

    vielen Dank für Deine Antwort!

    zu 1) ich werde Deiner Empfehlung folgen.
    zu 2) schwierig, da ich derzeit nicht ständig auf der Baustelle bin (irgendwann muß man auch einmal das Geld für den Bau verdienen)
    zu 3) diesen Teil habe ich schon in anderen Threads gefunden, trotztem danke für die nochmalige Beschreibung.
    Allerdings: was aber das Aufheizen des Estrichs angeht: wir haben eine absolute Niedrigtemperatur-FB-Heizung (Vorlauftemperatur 28-31°C, dafür 1.8km Rohrleitung auf rund 200m² Fläche) - wie sieht es da mit Teil 2 (volle Heizleistung) des Estrichprogramms aus? Soll die Heizung ausnahmsweise mit 40°C gefahren werden? Oder gar noch höheren Temperaturen?
    zu 4) das eine schließt das andere ja nicht aus - und solange der Bauträger für die Kosten aufkommt...
    zu 5) endlich einmal eine Angabe, mit der ich etwas anfangen kann! Aber was passiert mit der Restfeuchtigkeit im Estrich, wenn darüber eine Folie gelegt wird? Kann es da zu Schimmel o.ä. kommen?

    Bis bald wieder
    Wolfgang C.
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  5. #4
    bauworsch
    Gast

    Zum Thema

    Bodenbeläge stehen auch einige Infos in den Richtlinien für den Einsatz von Bodenbelägen herausgegeben vom Bundesverband Flächenheizungen.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Hi, Bauworsch,

    so langsam lüften sich die Schleier über dem Thema Estrichtrocknung und Belegreife... Die Tabelle in Deinem Link ist sehr hilfreich!

    Viele Grüße aus dem sonnigen Rheinhessen
    Wolfgang C.
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  7. #6

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    mal ne Frage

    vom technischen Leiter einer Münchner Wohnungsbaugesellschaft hab ich erfahren, dass Estriche aus CEM II (Flugasche/Schiefer ...) neuerdings verwendet werden, die langsamer trocknen als Estriche aus Portlandzenemt (CEM I), seitdem schreibt er diese explizit aus.
    Gibt's da Erfahrungen ?
    mfg
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  9. #7
    Lebski
    Gast
    Ja. Zu CEM II hab ich Erfahrung. Hauptsächlich negative.
    Besonders desshalb, weils da zig Sorten gibt. In manchen Regionen bekommt man gar kein CEM I mehr! Da bleibt nur CEM II A-S. Alles andere kann eine Beieinträchtigung der Haftzugswerte verursachen. Ist bei Industrieböden übrigens noch schimmer, als bei Estrich.
    Wolfgang, die Restfeuchtigkeit unter der Folie (PE-Schaum mit Drainrinnen und Alufolie oben ist noch besser) entweicht über die Randfuge. (Bei Laminat immer 10 mm von der Wand wegbleiben!)
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  10. #8
    Themenstarter

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    Original geschrieben von Lebski
    ...Wolfgang, die Restfeuchtigkeit unter der Folie (PE-Schaum mit Drainrinnen und Alufolie oben ist noch besser) entweicht über die Randfuge. (Bei Laminat immer 10 mm von der Wand wegbleiben!)
    Moin, Lebski,

    in Sachen Laminat hatten wir uns für ein Super-Silent-System entschieden, bei dem laut Herstellerangabe auf Dämmmaßnahmen komplett verzichtet werden soll. Eine Folie würde dann zwar gehen, aber der empfohlene PE-Schaum wäre dann wohl nicht so geeignet, oder?

    Viele Grüße aus Rheinhessen
    Wolfgang C.
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