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Holzwürmer

Diskutiere Holzwürmer im Forum Holzrahmenbau / Holztafelbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Holzwürmer

    Hallo,

    wir haben ca. 70 Jahre alte Fichte-Dielen, die teilweise einige deutliche Holzwurmspuren tragen. Waren davon ausgegangen, dass die alle längst tot sind, haben neu geschliffen und geölt. Nun scheint es an ein oder zwei Stellen aber so, als gäbe es frische Spuren mit etwas Holzmehl, das sich wegpusten läßt (und wohl nicht vom Schleifen übrig ist).
    Gibt es irgendeine halbwegs sichere Methode um festzustellen, ob noch Holzwürmer da sind? Und was unternimmt man am besten? Haben was von Erhitzen gelesen, aber das bezog sich mehr auf kleine Möbelstücke, bei Dielen wird das sicher schwierig tatsächlich das ganz Brett warm zu kriegen. Was gibt es sonst für (erfolgsversprechende) Möglichkeiten?

    Besten Dank und viele Grüße
    Stefan
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  2. Holzwürmer

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  3. #2

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    Man sollte mal prüfen ob das geölte Holz überhaupt das Pestizid durchläßt. Vemutlich nicht. Also heißt es wieder abschleifen ,auftragen des Pestizids und wieder ölen oder mit dem Hlzwurm leben.
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  4. #3

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    wenn da frische Holzwurm-Spuren sind, sind auch Löcher zu sehen. "Holzwurmtod" rein und sehen was passiert. Angeblich lassen sich Holzwürmer auch durch "Klopfgeräusche" vertreiben, hab ich aber nie ausprobiert.
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  5. #4

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    Durch Klopfgeräusche wird nur der Mieter unter einem vertrieben.
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  6. #5

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    Ein Arbeitskollege hateine Afrikanische Giraffe aus Holz. Die war auch von Holzwürmern befallen. Der hat die Giraffe zu Plus ins Zentrallager in die Tiefkühlzelle gebracht. Dort sind -25°C. Die hat er eine Woche dort gut eingefohlt stehen lassen. Nun gibt es keine lebenden Würmer mehr..
    Gruß XJPaul
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  7. #6

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    ... dann sind die Termiten erfroren???
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  8. #7
    Avatar von Peeder
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    Gibt es irgendeine halbwegs sichere Methode um festzustellen, ob noch Holzwürmer da sind?
    ja, ganz einfach, auf die befallenen Flächen etwas Bier ausschütten, jeden Tag ein wenig, und immer beobachten.
    Nach 14 Tagen statt Bier Wasser nehmen, sind Würmer da, kommen die Raus, und beschweren sich !

    Peeder
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  9. #8

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    das funktioniert vielleicht mit Trockenbauern, aber mit Holzwürmern?
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  10. #9
    Avatar von Peeder
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    na ja, wohl noch keiner getestet !

    Aber mit dem einfrieren, das ist eine klasse Idee, man baue um das Haus eine Kühlzelle, dann .......

    ... nee im Ernst, da sind die alten erfahrenen Zimmerleute die besten Fachmänner, die haben noch etwas auf den Kasten, wenns um Holzwürmer ( die ja eigendlich nur Larven sind ) geht.
    Und nun mal ohne Witz, die Viecher kann man beim nagen hören, die machen einen Höllen Lärm !

    Peeder
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  11. #10

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    @Peeder uneingeschränkt recht giebt, das mit dem Bier und motzen klappt auch bei Tischlern immer, warum beim Wurm nicht?

    Das mit dem Einfrieren stimmt wirklich und klappt immer!

    Bei Holzdielen geht nur Holzwurmtod, in die frischen Bohrlöcher einbringen, und beten das es ihn erwischt. Ansonsten ist ein mässiger Befall der Dielen kein Problem, das wird es erst, wenn die Tragbalken darunter angegriffen sind. Das ist nicht unbedingt zwingend so, aber wenn an den besagten Stellen ein besonders "weicher" Tritt zu spühren ist, muss man das genauer erforschen. Also dann Dielen raus (auf Nagelreihe, sprich Balken davor und dahinter kappen) und schauen. Im besten Falle könnten die ausgesägten Stücke wieder eingesetzt werden. Um den Revisionsrahmen klein zu halten, würde ich das von einem Fachmann mit entsprechendem Equipment machen lassen. Das dauert nicht lange, und ist somit auch Kostengünstig, ein komplett versauter Boden schon.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von Cairn Beitrag anzeigen
    Hallo,

    wir haben ca. 70 Jahre alte Fichte-Dielen, die teilweise einige deutliche Holzwurmspuren tragen.Und was unternimmt man am besten? Haben was von Erhitzen gelesen, aber das bezog sich mehr auf kleine Möbelstücke, bei Dielen wird das sicher schwierig tatsächlich das ganz Brett warm zu kriegen. Was gibt es sonst für (erfolgsversprechende) Möglichkeiten?

    Besten Dank und viele Grüße
    Stefan
    Hallo,
    es ist sehr unwahrscheinlich, dass 70 Jahre alte Holzdielen befallen sind. Das hätten Sie dann wahrscheinlich auch schon mal vor dem Renovieren bemerkt.
    Eine thermische Behandlung des gesamten Bereiches wäre - falls ein Befall mit Holzschädlingen vorliegt - in Ihrem Fall eine gute Wahl, da man einen Befall von anderen Holzteilen nicht ausschliessen kann.
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  13. #12

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    Zitat Zitat von Breker Beitrag anzeigen
    Hallo,
    es ist sehr unwahrscheinlich, dass 70 Jahre alte Holzdielen befallen sind. Das hätten Sie dann wahrscheinlich auch schon mal vor dem Renovieren bemerkt.
    Es kommt immer auf die Vorgeschichte an! Es ist natürlich nicht Richtig, das 70 Jahre alte Balken nicht befallen werden können.
    Ich hatte neulich noch den Fall, wo 102 Jahre alte Dielen und auch Tragbalken befallen waren. Das Erkennen ergab sich wärend und nicht vor der Renovierung. Mehrschichtige alte Linoleumböden und Hartfaserplatten verdecketen völlig den Schaden, einen weichen Tritt konnte man auch nicht eroieren, weil die Zwischendecke schon vor 102 Jahren viel zu hoch mit Asche und Lehm angefüllt worden war, was ein freies Schwingen der Dielen verhinderte.
    In einem Raum war es eine Bleileitung im stillgelegten Teil eines Baus (etwa 25 J. unbewohnt), welche wohl seit jahrzehnten undicht war. Befallen waren ein Pfosten des Fachwerks sowie einseits ein angrenzendes Deckenfeld, dessen Schüttung die Feuchtigskeit über mehrer m² Boden verteilt hatten. Der Schaden im Boden war auch erst nicht ersichtlich. Erst bei grosszügiger Freilegung des Gefaches sowie teilweiser Aufnahme der Dielen zeigte sich die ganze Pracht des Schadens. So waren Deckenrandbalken und Pfosten zwar primär faul, aber die auf den Deckenbalken aufliegenden Dielen weniger faul denn deutlich mehr Wurmstichig.

    In einem WC auf anderer Ebene wurde der Boden wohl vor längerer Zeit aufgrund eines Wasserschadens mit befallenen Dielen saniert. Hier zeigte sich, das alle ausgetauschten, nicht aber die ursprünglich eingebrachten Dielen befallen waren.

    Grundsätzlich ist richtig, das altes Holz normal nicht vom Holzwurm befallen wird, und ein Befall meist andere Gründe hat, als nur den Hunger dieses possierlichen Tierchens.

    Was mich aber mal vorrangig interessiert ist die Art und Weise einer termischen Behandlung einer so grossen Fläche. Wird der ganze Raum aufgeheizt? Das dies geht, kenn ich vom Folienspanndeckenbau, da wird der Raum auch auf ca 80° aufgeheizt, aber das sollte dann auch bis in die unteren Schichten reichen. Und wie lange, wie heiss tatsächlich, oder wird der Raum eingefrohren? Das wäre mal etwas Neues und wirklich interessantes.
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  14. #13

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    Also ich bin jetzt von trockenem Holz ausgegangen. Trockenes Holz kann zwar auch befallen werden, aber es wird nur genommen, wenn eine Alternative, wie z. B. feuchteres Holz, fehlen.
    Bei einer thermischen Behandlung wird das Holzinnere auf mindestens 55° Celsius aufgeheizt, so dass das Eiweis der kleinen Tierchen gerinnt. Siehe auch http://www.akdhbv.de/heissluftverfahren.html
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Theoretisch müssten ja sogar schon 45° C genügen, denn etwa ab 42° C werden die Enzyme zerstört. Deshalb stirbt man ja auch bei sehr hohem Fieber. Zwischen diesem kritischen Oberwert und der für Organsimen optimalen Temperatur liegen nur 7 ° C. Ungefähr 35° herrschen in tropischen Gewässern und lassen das Leben üppig gedeihen. Nicht ganz zufällig unterscheidet sich unsere normale Körpertemperatur auch nicht sehr von diesem Wert.

    Ich nehme aber an, dass die Holzschädlinge mit 45° deutlich länger beheizt werden müssten als mit 55° oder mehr. Deshalb ist die höhere Temperatur sicherer.
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  17. #15

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    @Breker merci! und nochmals Danke, das hat mir einen ganz anderen Horizont gegeben, und es wundert mich stark, das dies bei uns im Raume nicht als mögliche Technik bekannt ist. Jetzt kann ich endlich solche wirklich lästigen Arbeiten wie Ausbeilen, Austauschen oder Chemokeulen zur Heisluftfraktion wegdisponieren. Nun muss ich nur noch einen geeigneten Fachmann in der Nähe finden, aber evt. wäre das ja auch eine Horizont-, sprich Arbeitsfelderweiterung für unser Unternehmen. Zumindest kann dieses Verfahren grundsätzlich als Ergänzung zur Sarnierung betrachtet werden.

    allen einen schönen Sonnatg noch!
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