Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 20

FBH-Planung in Ordnung so?

Diskutiere FBH-Planung in Ordnung so? im Forum Heizung 2 auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    04.2006
    Ort
    Wien
    Beruf
    Arzt
    Beiträge
    101

    Frage FBH-Planung in Ordnung so?

    Hallo!

    Für unser knapp 300m² EFH (NEH, den Heizbedarfsplan hab ich leider gerade nicht bei der Hand, stell ihn aber gern heut Abend hier rein), ist Gasbrennwert+25m² Solar (für Wasser, Heizungsunterstützung+Pool) geplant. Alles FBH.
    Auf meine Frage nach Details zur FBH, kam diese Mail vom Heizungsplaner:

    "Wir haben in unserem Angebot ein System mit Stahlmatten, auf welche die
    Fussbodenheizungsrohre befestigt werden. Die Isolierung erfolgt in diesem Fall bauseits.

    Dieses System ist aber nicht für Fliessestrich tauglich, da das Stahlgitter mitsamt den Rohren aufschwimmen würde ( Estrich ist ja flüssig )

    Bei Fliessestrich müsste ein System mit speziellen Isoliermatten verlegt werden, was allerdings mehr kostet. Technisch wäre es natürlich möglich.

    Fussbodenheizung ist natürlich jeder Raum mindestens ein Kreis. Max 10 m2 pro Kreis. Regelung rein witterungsgeführt. Bei Fussbodenheizung kein Raumeinfluss. Daher zurückschalten bei Fremdwärme nicht möglich. Ist auch nicht sinnvoll da sonst bei Sonneneinstrahlung der Fussboden kalt wird und dann natürlich auch wieder eine Zeit brauchen würde um auf Temperatur zu kommen.

    Warmwasserentnahme 45 Grad bei Pufferspeichertemperatur 60 Grad. Warmwassrtemperatur ist aber konstant da gemischt wird. Das heisst bei Solareintrag wird der Pufferspeicher natürlich bis zu 85 Grad aufgeheizt,die Warmwassertemperatur bleibt aber 45 Grad. Es wird einfach die zur Verfügung stehende Wassermenge grösser. Sollte die Solaranlage die 60 Grad nicht schaffen, kommt automatisch das Gas dazu."

    Was sagt Ihr dazu? Ist das im Prinzip ein gutes Konzept und Planung, oder habt Ihr was daran auszusetzen? Welche Fragen sollte ich noch stellen?
    Geht hieraus hervor, ob/wie der hydraulische Abgleich gemacht wird?

    Danke & liebe Grüße
    Fredl
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. FBH-Planung in Ordnung so?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    03.2004
    Ort
    Franken
    Beruf
    Kabelaffe
    Benutzertitelzusatz
    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Beiträge
    23,213
    Zumindest geht daraus hervor, daß ein sorgfältiger hydraulischer Abgleich dieser Anlage unbedingt nötig ist.
    Ob er gemacht wird und wie, muß sich zeigen...

    Da Ihr nen Pool habt, ergibt die relativ große Solarfläche ausnahmsweise Sinn!
    Und den Rest mit Gas zu machen, muß nicht schlecht sein.
    FBH ist auch sinnvoll.

    Zu den Details der FBH-Systeme kann ich nix sagen. Das machen dann hier sicher noch die Spezialisten.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zur FBH.
    Verlegeabstand und max. Kreislänge sind OK. Auf die Einzelraumregelung kann man unter Umständen verzichten, damit hätte ich auch kein Problem. Gerade bei sehr niedrigen Vorlauftemperaturen und dauerhafter Beheizung der Räume ist eine ERR entbehrlich.
    Das setzt aber voraus, daß der hydraulische Abgleich auch wirklich gemacht wird (nicht nur auf dem Papier). Während der Anfangszeit werden wohl einige Justiermaßnahmen erforderlich sein. Das klappt erfahrungsgemäß mit der ersten Einstellung nie. Der Abgleich erfolgt am Heizkreisverteiler, genauer gesagt an den Ventilen.

    Warum die FBH Rohre auf die Stahlmatten sollen ist mir schleierhaft. Natürlich kann man das machen, ist auch garnicht so unüblich, aber in meinen Augen ist es einfacher die Rohre auf die Dämmung zu tackern.
    Dämmung, Folie, Rohre auf die Folie tackern und dann Estrich drauf. Viel einfacher geht es nicht. (Meine persönliche Meinung).

    Wasser, Solar in Verbindung mit pool ist auch OK. Da wird die Wärme von den Kollektoren auch verwertet.

    Das Thema Gasbrennwert reisst mich nicht vom Hocker. Einfach mal Alternativen rechnen (lassen).

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    10.2005
    Ort
    Lorch
    Beruf
    GWI
    Beiträge
    7,472
    Sorry....
    die EnEV *fordert* Einzelraumregelung ! Punkt.
    Wenn man die Einzelraumregelung für entbehrlich hält so ist das das eine, führt aber dazu das die Anlage zunächst mangelhaft ist.

    Wer keine Einzelraumregelung will muss sich mit ner guten Begründung von der Anforderung befreien lassen. Ansprechpartner ist die untere Baurechtsbehörde.

    Das Mattensystem ist mit Sicherheit das variabelste System von allen ... aber m.M. nach auch das teuerste, weil arbeitsintenvste.
    Richtig ist dass bei hurtiger Fließestricheinbringung die Matten aufschwimmen können. Da kommt es auf den Estrichleger an. Bei nem guten Estrichleger kommen die Matten nicht hoch. Bei nem schlechten schwimmen sie sofern sie nicht befestigt wurden.

    Ich verlege heute als oberste Lage eine PUR-PE-Systemplatte mit einer stabilen PVC-Folienkaschierung und anstelle des Mattensystems mit einschichtigem PE-x Rohr wird Verbundrohr getackert.
    Sauber verlegt ist die Systemplatte *dicht* und die stabile Folienkaschierung hält das Rohr selbst wenns der Estrickleger mal etwas reissen lässt bei der Fließestricheinbringung.

    Von den *Magenbrot* Schlamperkonstruktionen mit Styropor und PE-Folie halte ich gar nix. Die normale PE-Abdeckfolie ist nicht formstabil, die Tacker halten im Styropor nicht wirklich und wenn auch nur 3 Tage zwischen FBH-Verlegung und Estricheinbringung liegen sieht das ganze aus wie hingekotzt wenn noch ein paar andere Handwerker im Bau zu tun haben und zwangsläufig über die verlegte FBH laufen müssen. Leitungen die da nach der *Trittmassage* bis zu 5 cm über der Folie rumhängen sind keine Seltenheit.
    Im schlechtesten Fall schwimmen die bei Fließestrich noch besser als beim Mattensystem ....

    Tackern ja, aber nur mit dem formstabilieren Verbundrohr und Systemplatte mit reissfester oder gittergewebeverstärkter Oberfläche damit die Tacker halten.

    Es gibt auch noch Noppenplattensysteme die das Rohr bei Fließestrich sicher halten, allerdings kommts da stark auf die Grundrissgestaltung an.
    Wenn es viele Wände gibt die von schräg nach schief laufen, rechte Winkel ein Fremdwort sind, dann wird man bei den Systemen ob des Verschnittes zum Hirsch.....

    Zum Rest lässt sich ohne Berechnung und Systemskizze nicht viel sagen.

    Gruß
    Achim Kaiser
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Sorry....
    die EnEV *fordert* Einzelraumregelung ! Punkt.
    Wenn man die Einzelraumregelung für entbehrlich hält so ist das das eine, führt aber dazu das die Anlage zunächst mangelhaft ist.

    Wer keine Einzelraumregelung will muss sich mit ner guten Begründung von der Anforderung befreien lassen. Ansprechpartner ist die untere Baurechtsbehörde.
    Achim, schau mal wo der Fragesteller herkommt. Ich hatte ja geschrieben "unter Umständen", da ich jetzt nicht weiß, wie die Richtlinie in Österreich umgesetzt wurde und ob man jeden § einfach übernommen hat. Wenn ich mich richtig erinnere, dann waren einige Änderungen geplant. Was davon übrig geblieben ist? Keine Ahnung. Hatte seither keinen Grund mehr mich darum zu kümmern.

    Zitat Zitat von Achim Kaiser Beitrag anzeigen
    Von den *Magenbrot* Schlamperkonstruktionen mit Styropor und PE-Folie halte ich gar nix.
    Mit Verbundrohr und ordentlichen Tackernadeln bisher noch keine Probleme... ich baue aber auch nicht täglich eine FBH.

    Ich gebe Dir aber Recht, wenn da eine Herde Trampeltiere über die FBH stolpert, kann man von vorne anfangen.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    04.2006
    Ort
    Kempen / NRW
    Beruf
    Maurermeister, öbuv Sachverständiger
    Beiträge
    10,901
    Für die Systeme gibt es Niederhaltegewebe, kostet nicht die Welt. Ansonsten dünn vorgiessen (nur bis UK Rohr) und später nach wenns angezogen hat. Bei 300m² weniger das Problem.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Themenstarter

    Registriert seit
    04.2006
    Ort
    Wien
    Beruf
    Arzt
    Beiträge
    101
    OK, ich lese heraus:

    o) Berechnung und Systemskizze notwendig

    o) Hydraulischer Abgleich wichtig.


    Was sind meine Konsequenzen daraus? Soll ich vom Heizungsbauer zusätzlich zum Angebot eine konkrete Berechnung sowie eine Systemskizze fordern, und die Tatsache des hydraulischen Abgleichs schriftlich bei der Beauftragung festhalten?
    Ist das jetzt ein Problem mit dem Fliessestrich? Was ist die Alternative zum Fliessestrich? Soll ich diese Niederhaltnetze erwähnen und einfordern, damit Fliessestrich verwendet werden kann? Wäre das besser (als die Alternative zum Fliessestrich?)

    Herzlichen Dank für die bisher vielen Antworten!
    Fredl

    P.S.: EnEv mit Einzelrraumregelung haben wir in Ö in dieser Form nicht...
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    08.2005
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl.Ing. NT
    Beiträge
    48,841
    Zitat Zitat von Fredl Beitrag anzeigen
    Soll ich vom Heizungsbauer zusätzlich zum Angebot eine konkrete Berechnung sowie eine Systemskizze fordern,
    Das gibt´s aber nicht gratis....und was macht Dein Planer überhaupt?

    Zitat Zitat von Fredl
    ...hydraulischen Abgleichs schriftlich bei der Beauftragung festhalten?
    Ich würde das auf jeden Fall als Teil des Auftrags mit aufnehmen.

    Gruß
    Ralf
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    10.2005
    Ort
    Lorch
    Beruf
    GWI
    Beiträge
    7,472
    Ohne Einzelraumregelung macht der Benutzer den hydraulischen Abgelich sowieso selber .... sonst stimmen die Raumtemperaturen nicht.

    Das ist das kleinste Problem.

    Gruß
    Achim Kaiser
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Themenstarter

    Registriert seit
    04.2006
    Ort
    Wien
    Beruf
    Arzt
    Beiträge
    101
    "Planer" - wie gesagt, es gibt

    o) Architekt - macht Ausschreibung basierend auf Hausplan und Berechnung des Heizbedarfs (11,2 kW) durch den

    o) Bauphsyiker.

    Und den konkreten Vorschlag der Realisierung der Heizung für dieses Haus kam eben vom Heizungsbauer.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    planfix
    Gast
    Sorry....
    die EnEV *fordert* Einzelraumregelung ! Punkt.
    Fasch! es gelten auch Zonen, bei gleicher Raumtemperatur kann man auch eine Zone im ganzen Haus in betracht ziehen.
    Wir haben in unserem Angebot ein System mit Stahlmatten, auf welche die
    Fussbodenheizungsrohre befestigt werden. Die Isolierung erfolgt in diesem Fall bauseits.
    Find ich super! der Verlegeabstand passt dann 100%ig.
    PUR-PE-Systemplatte mit einer stabilen PVC-Folienkaschierung und anstelle des Mattensystems
    Klar das geht auch, aber mit den Matten ist der Verlegeabstand einfach besser gewahrt. Drunter kommt was nötig ist, nach EnEV oder für den Trittschall. Ist viel flexibler als die Tackermatten.
    Was auf jeden Fall zu beachten ist, ist die Raumtemperatur, falls der Pool im Haus ist. Diese sollte an die Wassertemperatur angepasst werden, da sich sonst Unmengen an Kondensat bilden.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Themenstarter

    Registriert seit
    04.2006
    Ort
    Wien
    Beruf
    Arzt
    Beiträge
    101
    ok, dann ist gegen das stahlmattensystem anscheinend prinzipiell nix einzuwenden, anscheinen geschmackssache. Genauso wie man damit ruhig auch den vom heizungsbauer vorgeschlagenen zementestrich verwenden kann - vielleicht wär fliessestrich auch nett, dafür braucht man dann niederhaltnetze (also etwas teurer), anscheinend ists aber eher geschmacksache ob zement- oder fliessestrich. Richtig?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    planfix
    Gast
    Fließestrich muß bei dem FbH System in 2 Lagen eingebracht werden, stimmt!
    Und Zementestrich hat eine bessere Wärmeleitfähigkeit als Fließestrich, also ist doch alles in Butter und das System passt, zumindest in dem Punkt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14

    Registriert seit
    04.2008
    Ort
    Erfurt
    Beruf
    Dipl.-Ing. Bauwesen/ Baufacharbeiter
    Beiträge
    69
    Zitat Zitat von Fredl Beitrag anzeigen
    anscheinend ists aber eher geschmacksache ob zement- oder fliessestrich. Richtig?
    Nicht ganz. Anhydritfließestrich (Werksgemisch z.B. System KNAUF oder *****) ist aus meiner Sicht für eine Fußbodenheizung besser geeignet.
    Gründe:
    - höhere Biegezugfestigkeiten -> geringere Einbaudicken möglich (ZE20 45 mm über Rohr/AFE20 35 mm über Rohr)
    - größere Flächen ohne Fugen -> der Belagleger freut sich
    - höhere Genauigkeit -> dito
    - schneller wieder begehbar/belastbar für Folgegewerke
    - schneller belegbar, bei Einsatz der Heizung
    - AFE20 schüsselt nicht, gerade bei ZE als Heizestrich ein recht häufiges Ärgernis...

    Die Mehrkosten des AFE20 gegenüber des ZE20 sind gering.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15

    Registriert seit
    02.2008
    Ort
    Haßloch
    Beruf
    IEPR
    Beiträge
    500
    Wir hatten gestern einen Heizungsbauer vor Ort.
    Ich habe ihn auch einfach mal gefragt ob sie mit oder ohne ERR Arbeitet.
    Als die Antwort kam, es sei pflicht und ohne würde ich auch nicht froh werden, habe ich ihm mal das erzählt mit der Selbstregelung und Hydraulischem Abgleich, Am schluss war er sogar soweit und hat gesagt, das ihm das eigentlich einleutet aber er das noch nie so betrachtet hätte.

    Dann gibt es noch bei uns einen Heizungsbauer (der leider keine Pelletsöfen macht) der auch Vortäge in Berufsschulen hierzu hält. Und er vertritt auch die Meinung, keine ERR da diese eher schlecht für das System sind und keine Vorteile haben.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen