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  1. #1

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    Nochmal im Detail: Mindestdicke Heizestrich

    Hallo zusammen,
    ich habe die gesammelten Threads der vergangenen Jahre mal zurückverfolgt. grob zusammengefaßt wurde/wird die Meinung verteten, eine Rohrüberdeckung von 45 mm sei im HNormalfall erforderlich. Wenn ich in die DIN 1055-3 schaue, werden dort für Wohnbereiche Nutzlasten von 2 kN/m² genannt. Damit in die DIN 18560-2 geblättert finde ich in Tabelle 1 und Kap. 3.2.2 eine Estrichnenndicke von 30 mm + Rohrdurchmesser bei CAF Härteklasse F5.
    Wie stelle ich mich denn jetzt auf, wenn mein GU einen Fließestrich mit 30 mm Rohrüberdeckung einbringen möchte? Ist das jetzt nun ok oder doch nicht?
    Grüße, Oliver
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  2. Nochmal im Detail: Mindestdicke Heizestrich

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  3. #2
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    Wenns die Biegezugfestigkeitsklasse F5 ist, dann ensprechen 30 mm Überdeckung bei nem CAF den Anforderungen für ne Flächenlast <= 2 kN/m².

    Heisst die Ausführung ist ok.

    Gruß
    Achim Kaiser
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  4. #3
    Avatar von Berni
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    Nicht ganz.

    Auch 18560-2, Punkt 3.2.2 beachten.
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  5. #4

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    Zitat Zitat von olli295 Beitrag anzeigen
    Wie stelle ich mich denn jetzt auf, wenn mein GU einen Fließestrich mit 30 mm Rohrüberdeckung einbringen möchte? Ist das jetzt nun ok oder doch nicht?
    Grüße, Oliver
    Formal geht das, aber wenn die Toleranzen ins Spiel kommen, sind schnell mal 5 mm weniger Estrich eingebaut. Ich würde die 35 mm Rohrüberdeckung bei einem F5 CAF nicht unterschreiten, obwohl rein statisch nichts dagegen spricht.
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  6. #5
    Avatar von Berni
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    Einbauen kann man den F5 schon mit 30 mm Rohrüberdeckung, entspricht aber nicht der 18560.

    3.2.2 Heizestriche
    Die Biegezugfestigkeitsklasse von Calciumsulfat- und Zement-Heizestrichen muss in Abhängigkeit von den Nutzlasten den Tabellen 1 bis 4 entsprechen. Die Estrichnenndicken sind bei Calciumsulfat- und Zement-Heizestrichen nach den Tabellen 1 bis 4 zu wählen und bei Bauart A zusätzlich um den Außendurchmesser des Heizrohres d zu erhöhen. Die Rohrüberdeckung muss bei der Biegezugfestigkeitsklasse F4 mindestens 45 mm, bei Fliesestrichen dieser Biegezugfestigkeitsklasse CAF-F4 mindestens 40 mm betragen.
    In der Tabelle 1 ist der CAF-F4 aber nur mit 35 mm Dicke eingetragen. Als Heizestrich muss er aber mit 40mm Dicke ausgeführt werden.
    Also 5 mm dicker als in der Tabelle.

    Bei anderen als den angegebenen Biegezugfestigkeitsklassen sind von den um den Außendurchmesser bei Bauart A erhöhten Werten nach den Tabellen 1 bis 4 abweichende Dicken möglich. Dabei muss eine Rohrüberdeckung von mindestens 30 mm eingehalten werden. Zudem muss bei Estrichen mit geringerer Dicke eine Prüfung auf Tragfähigkeit, bei Stein und keramischen Belägen auch auf Durchbiegung nach 6.2 (Eignungsprüfung) durchgeführt werden.
    Der CAF-F5 ist mit 30 mm eingetragen, ebenso der CAF-F7.
    In Bezug auf den F4 kann der F5 also mit 35 mm, der F7 dann mit 30mm Rohrüberdeckung eingebaut werden.
    Entsprechende Nachweise vorausgesetzt.
    Bei 30 mm ist dann absolut Schluss mit lustig. Da hilft auch kein F10 mehr.
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  7. #6
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    Danke
    für eure Hinweise. Wir haben uns jetzt mit dem GU geeinigt. Landen jetzt doch bei 45 mm. Jedenfalls nach Plan. Nachmessen stelle ich mir schwierig vor. Dass der Estrich plan ist und dem Meterriss folgt, geht ja noch klar, aber ob die FBH-Rohre untendrunter nicht hier und da mal höher aufbauen, läßt sich ja wohl nur schwer hinterher noch nachvollziehen...
    Grüße
    Oliver
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  8. #7
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    An den CM Messpunkten kann man recht fein mal gucken...
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  9. #8
    Avatar von Berni
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    aber ob die FBH-Rohre untendrunter nicht hier und da mal höher aufbauen, läßt sich ja wohl nur schwer hinterher noch nachvollziehen...
    Es gehört zur Prüfpflicht des Estrichlegers, ob die Rohre so befestigt sind, dass sie bei Estricheinbau ihre planmäßige Lage horizontal und vertikal nicht verändern können.
    Die vertikale Abweichung darf vor und nach dem Estrich, außer in den Biegeradien 5 mm an keiner Stelle überschreiten.

    Und wie sieht die Realität insbesondere bei Tackersystemen aus?
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  10. #9
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    Realität insbesondere bei Tackersystemen aus
    Wenn da ne Systemplatte drunter ist mit ner stabilen, reißfesten Oberfläche dann sieht die Realität 1. Sahne aus

    Wenn da der übliche Billig-Summs aus Styropordämmung und loser PE-Folie eingesetzt wird, dann siehts meistens elend und übel aus, da die Tacker nicht die Bohne halten.

    Ich hab aber noch keinen FBH-Hersteller gesehen, der seine Tacker dafür als geeignet bezeichnet hat .... den Rest kann man sich denken

    Gruß
    Achim Kaiser
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  11. #10
    Avatar von Berni
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    Wenn da ne Systemplatte drunter ist mit ner stabilen, reißfesten Oberfläche dann sieht die Realität 1. Sahne aus
    Nee Achim, da kommen wir nicht zusammen.
    Was ich bei Tackersystemplatten bislang erlebt habe, ist nicht mal billigster Schlagschaum.
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  12. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  13. #11
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    Ich sag dir mal bescheid wenn ich wieder eine gebaut habe
    Dann kannste gucken kommen ... meckern im Fall expilizit erlaubt.

    Gruß
    Achim
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  14. #12
    Avatar von Berni
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    Und ich mach mal bei der nächsten Fotos.
    Schade, 4 Tage eher, und ich hätte da jetzt schon mit dienen können.
    Waren aber aale nicht von Dir.
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