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Außenputz: Vollflächig mit Gewebe und darüber spachteln?

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  1. #1

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    Außenputz: Vollflächig mit Gewebe und darüber spachteln?

    Hallo,

    bei uns wird nächste Woche mit dem Außenputz angefangen. Ausgangspunkt: Poroton-Ziegel 36,5cm dick, keine Außendämmung. Geplant ist, dass an Stellen mit Styrodur (z.B. an den Rändern der Betondecken) ein Gewebenetz benutzt wird. Der Putzer sagt, es wäre besser, wenn dies überall vollflächig gemacht wird. Dann wird es ewig keine Risse geben. Ohne Netz kann es in einigen Jahren Risse im Putz geben.

    Ist das richtig so? Und unabhängig davon: Ist die Sache mit dem Netz wirklich ihren Preis wert oder nur rausgeschmissenes Geld?

    Danke und Gruß
    AH
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  2. Außenputz: Vollflächig mit Gewebe und darüber spachteln?

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  3. #2

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    Hallo erstmal grundsätzlich Gewebe wird nur zur Rissverminderung eingebaut das verhindert keine risse. Zweitens über Styrodur kommt Gewebe ( Styrodur wird mit Armierung vorgezogen rau gemacht und später im oberen drittel des unterputzes das gewebe eingebettet) drittens ob es wirklich nötig ist den ganzen unterputz mit gewebe zu versehen kann man sich streiten. Es gibt systeme die schreiben das vor z.B Marmorit (glaube ich) aber ist oberputz abhängig.
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  4. #3

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    Also ich persönlich würde das, an MEINEM Haus, immer vollflächig armieren. ULP & Armierung, dann kann eigentlich nix passieren. Frage ist, ob ein paar Hunderter weh tun........aber viellecht tuts im Schadensfall noch mehr weh, wenn man das Ausmaß eines eventuellen Risses hätte mindern können!?!?!?!?
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  5. #4
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    Danke euch beiden für die Antwort. Leider hat jeder von euch eine andere Meinung. Wie sehen es die anderen Experten hier im Forum?
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  6. #5
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    DIN 18550, bei Materialwechseln ist ein Armierungsgewebe einzulegen

    bei hochdämmenden Steinen ohne Stoßfugenvermörtelung ist im weiteren ein geeigneter Putz (weich) zur Rissminimierung durch Lastkonzentration zu empfehlen.
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  7. #6
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    Hallo Robby,

    es ist schon klar, dass bei Materialwechsel ein Gewebe zu verwenden ist. Aber die Frage war, ob sich eine vollflächige Armierung lohnt. Es würde immerhin ca. 1500 bis 2000 Euro mehr kosten (20 - 25% mehr). Was meinst du? Wie geschrieben, der Putzer meinte, es würde nie mehr Risse geben.
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  8. #7
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    Er "meint" ... ein Gewebe kann die Spannungen aus dem Putzgrund natürlich nicht im gesamten verhindern!

    Aus einem Fachbeitrag zum Thema:

    Wände aus leichten, wärmedämmenden Mauerblöcken, die mit Leichtmörtel oder Dünnbettmörtel und meist nicht vermörtelten Stoßfugen errichtet werden, haben nicht die Stabilität wie das frühere massive Mauerwerk aus kleinformatigen Steinen. Das heutige Leichtmauerwerk erfordert einen Außenputz, der Formänderungen infolge der hygrothermischen Eigenschaften oder einer verminderten Querfestigkeit der großformatigen Steine nicht auf die Putzoberfläche überträgt. Dies kann durch ein Leichtputzsystem aus einem schubweichen Grundputz und einem zugfesten Deckputz erfolgen. Die dadurch bewirkte »EEntkopplung« zwischen Deckputz und Putzgrund zur Vermeidung von Schäden kann durch die Wahl des Grundputzes und des Deckputzes in weiten Bereichen beeinflusst werden. Dicke und Eigenschaften des Grundputzes (Leichtputz oder Dämmputz) und die Festigkeit des Deckputzes sind die das Entkopplungsmaß des Putzsystems bestimmenden Größen. Als pauschale Aussage gilt: Je weicher der Grundputz und je härter der Deckputz, desto günstiger ist die Entkopplungswirkung des Putzsystems. Eine zusätzliche Sicherheit ist durch Einlage eines Armierungsgewebes in den Deckputz zu erzielen (nicht in den Grundputz!).
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von Josef
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    Als pauschale Aussage gilt: Je weicher der Grundputz und je härter der Deckputz, desto günstiger ist die Entkopplungswirkung des Putzsystems.
    so pauschal kann man das "NICHT" stehn lassen (!)

    - Mitte der 80iger war Leichtputz 007 modern, da drauf kam
    harter Oberputz und reihenweise ist der Oberputz abgefallen
    weil man meinte die alte Regel nach aussen hin immer weicher
    braucht nicht mehr zu gelten (!)

    - um die Jahrtausendwende kam der Faserleichtputz auf´n
    Markt = leichter Unterputz der Oberputz fällt nach 2-3 Jahren
    ab ... glaubt man nicht ??? ein Wort genügt und ich stell
    Foto´s davon ein (!) ... und wieder scheint die alte
    Regel keine Gütltigkeit mehr zu haben

    zum Fragesteller ... Auszugversuche haben ergeben das
    herkömmlich in Unterputz eingelegte Gewebe im oberen Drittel
    erst greifen wenn der Riss bereits vorhanden ist ... ergo das
    Zeug kann höchstens Risse mindern nicht aber verhindern (!)

    Gewebespachtelungen haben sich in den letzten Jahren
    (natürlich vorschriftsmässig eingebaut auch da happert es)
    bewährt wenn da Risse auftauchen sind das meist
    schwammige Untergründe (z.b. schlecht befestigtes XPS)
    oder grobe Baufehler (!)
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Josef Beitrag anzeigen
    so pauschal kann man das "NICHT" stehn lassen (!)

    - Mitte der 80iger war Leichtputz 007 modern, da drauf kam
    harter Oberputz und reihenweise ist der Oberputz abgefallen
    weil man meinte die alte Regel nach aussen hin immer weicher
    braucht nicht mehr zu gelten (!)
    jup hart auf weich hat noch nie funktioniert.

    Zitat Zitat von Josef Beitrag anzeigen
    - um die Jahrtausendwende kam der Faserleichtputz auf´n
    Markt = leichter Unterputz der Oberputz fällt nach 2-3 Jahren
    ab ... glaubt man nicht ??? ein Wort genügt und ich stell
    Foto´s davon ein (!) ... und wieder scheint die alte
    Regel keine Gütltigkeit mehr zu haben
    ist uns zum glück noch nicht passiert

    Zitat Zitat von Josef Beitrag anzeigen
    zum Fragesteller ... Auszugversuche haben ergeben das
    herkömmlich in Unterputz eingelegte Gewebe im oberen Drittel
    erst greifen wenn der Riss bereits vorhanden ist ... ergo das
    Zeug kann höchstens Risse mindern nicht aber verhindern (!)
    sag ich doch

    Zitat Zitat von Josef Beitrag anzeigen
    Gewebespachtelungen haben sich in den letzten Jahren
    (natürlich vorschriftsmässig eingebaut auch da happert es)
    bewährt wenn da Risse auftauchen sind das meist
    schwammige Untergründe (z.b. schlecht befestigtes XPS)
    oder grobe Baufehler (!)
    aber erstmal war es der putzer weil er ja den putz aufgebracht hat.





    Zu dem frage steller wenn Ihr das geld nicht überhabt würde ich es nicht tun, ich würde zusehn das der stuckateur überal gewebe nach vorschrift einbettet auch an den gebäude öffnungen(Fenster, Türen). Und leider muß ich euch sagen das selbst dies nicht immer reicht irgendwann kann das gewebe die Spannung nicht mehr aufnehmen und es kommt zu rissen.

    Also kurz gesagt kein Gewebe der welt verhindert Risse nur vermindert!!!
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  11. #10
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    Hallo zusammen,

    jetzt ist Einiges klarer geworden. Vielen Dank für eure Erklärungen. Ich werde die Summe nicht ausgeben.
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  12. #11

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    Zitat Zitat von AntonHaag Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,

    jetzt ist Einiges klarer geworden.

    das wäre???
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  13. #12

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    also wir hatten den gleichen stein. firma hat nur über beton etc. gewebe eingelegt und einen leichtunterputz verwendet der faserverstärkt ist. bis jetzt keine risse :-)
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13
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    Hallo midnight,

    das heißt, wir machen es "normal", also nicht volllflächig mit Gewebe, sondern nur da, wo es notwendig ist (also nur bei Materialwechsel).

    @Alex: Wann habt ihr den Putz bekommen? Ich meine, wenn es erst 3 Jahre her ist, dann ist das doch normal, noch keine Risse zu bekommen, oder?
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  16. #14

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    Zitat Zitat von AntonHaag Beitrag anzeigen
    Hallo midnight,

    das heißt, wir machen es "normal", also nicht volllflächig mit Gewebe, sondern nur da, wo es notwendig ist (also nur bei Materialwechsel).

    @Alex: Wann habt ihr den Putz bekommen? Ich meine, wenn es erst 3 Jahre her ist, dann ist das doch normal, noch keine Risse zu bekommen, oder?


    ja nach drei jahren sollte nichts passieren entweder nach 4 oder 5 Jahren kommen die risse wenn die gewährleistung abgelaufen ist


    war nur ein Scherz haarrisse können immer auftreten!!
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