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WDVS auf verklinkerter Außenwand?

Diskutiere WDVS auf verklinkerter Außenwand? im Forum Bauphysik allgemein auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Avatar von Teuertanker
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    Blinzeln WDVS auf verklinkerter Außenwand?

    Liebe Kolleginnen und Kollegen,
    seit heute bin ich neu in diesem Forum und freue mich auf einen hoffentlich regen Austausch an Fachwissen. Selber bin ich Tiefbauingenieur mit vertieften Kenntnissen im Straßen- und Kanalbau (einschl. Gebäudeentwässerung). Bei entsprechenden Fragen helfe ich gerne weiter.

    Da ich selbst z.Z. die energetische Modernisierung meines Bungalows einschl. Vollkeller (BJ 1973) plane, habe ich einige Frage bei denen ich an meine hochbautechnischen Grenzen stoße.

    Im letzten Winter habe ich die obere Geschoßdecke gedämmt und möchte als nächstes die Fenster erneuern und die Außenwand mit einem Vollwärmeschutz versehen. Mein Problem ist der bisherige Wandaufbau bestehend aus 17,5 cm Kalksandstein einer 2 cm starken Styroporschicht und einem 11,5 cm Vollklinker (Ziegel). U-Wert z.Z. ca. 0,90.

    Darauf möchte ich gerne 20 cm Vollwärmeschutz WLG 035 oder besser aufkleben und mit Schlagdübel befestigen. Amierungsgewebe drauf und Verputzen lassen. Den Keller freilegen und dort das gleiche durchführen.

    Meine Frage an das Forum ist:“ Schieße ich mir mit diesem Wandaufbau bauphysikalisch ein Eigentor – Thema Wasserdampfdiffusion? Muß der Klinker vorher runter? Der Klinker ist z.Z. im Bereich des Kellers mit einem bituminösen Schutzanstrich versehen. Wie schütze ich dann anschließend das WDVS gegen Feuchtigkeit. Kennt jemand ein gutes Produkt mit einem vertretbaren Preis - Leistungsverhältnis? Ich nehme natürlich auch gerne Systeme mit einer besseren WLG als 035…!“

    Für die ein oder andere hilfreiche Antwort wäre ich sehr dankbar!
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  2. WDVS auf verklinkerter Außenwand?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
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    Erst einmal "Hallo"

    Die Verblendschale aus der Zeit dürfte ja noch mit verzinkten Luftschichtankern fest sein.

    Die neigen zum rosten und lösen sich auch schonmal in wohlgefallen auf, weshalb ich die Verblendschale eher nicht bestehen lassen würde.

    Ebenso mal daran denken das die Laibungen unnötig tief werden und ein Fenstereinbau außen bündig mit Überdämmen der Rahmen ebenso problematisch wird.
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  4. #3
    Themenstarter
    Avatar von Teuertanker
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    Hallo Robby,
    zunächst einmal vielen Dank für die prompte Antwort! Mit den Fensterlaibungen hätte ich nicht so das Problem. Bei der Verankerung der Klinker könnte es zu Problemen kommen? Da habe ich ehrlich gesagt noch gar nicht drüber nachgedacht. Danke für den Hinweis! Im Bereich des Kellers wäre das doch aber kein Problem (Erddruck) oder? Ich möchte dort besonders ungerne den Klinker wegstemmen da an diesem die Feuchtesperre (Schwarzanstrich) aufgebracht ist.
    Würde es zu Problemen führen den Klinker im erdberührten Bereich stehen zu lassen (Thema Hinterläufigkeit von Kondenswasser)?
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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    Ob der Schwarzanstrich dauerhaft eine Abdichtung darstellt?

    Im Keller wird doch mit SIcherheit kein 2-schaliges Mauerwerk da sein? Wenn die verlendschale weggenommen wird wäre es ein leichtes den Bereich neu und dauerhaft abzudichten.

    Ach und die Laibungen der Fenster könnten Dämmtechnisch ja auf jeden Fall zum Schwachpunkt werden. (Laibungsdämmung)
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  6. #5
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    Avatar von Teuertanker
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    Hallo Robby,

    da muß ich doch nocheinmal nachharken. Die Anker - die bereiten mit doch ziemliche Kopfzerbrechen. Wir hatten heute einen Malermeister bei uns der uns ein Angebot für ein WDVS rechnet. Der behauptet das es aufgrund des geringen Gewichtes des WDVS kaum zu statischen Mehrbelastungen für den Klinker kommt. Er verweist auf mehrere ähnliche Maßnahmen.
    Ich weiß - natürlich kann ich nicht erwarten, dass mir jemand die Verantwortung abnimmt. Hast Du es schon gesehen, dass sich der Klinker dann löst? Ist für mich wirklich wichtig das Thema. Wir haben einen sehr großzügigen Dachüberstand und die Laibungen wären auch nicht das Problem.

    Wie sieht es den mit meiner Eingangsfrage aus hinsichtlich der Bauphysik. Thema Taupunkt und Wasserdampfkondensation? Kannst Du oder ein anderer Experte dazu etwas sagen?
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  7. #6

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    Nicht der Robby:
    1) Ja - die alten verzinkten Dinger gammeln weg.
    2) Das zusätzliche GEWICHT ist nicht das Thema, da hat der Maler recht. Aber die Standsicherheit der Verblendscheibe ist eins. Die fällt zwar wahrscheinlich nicht morgen um. Aber schriftlich gibt das niemand. Und DAS es zu Schäden kommt, weil Verankerungen wegrotten, steht immer mal wieder in der Zeitung.
    3) Ob die Bauphysik ein Problem ist, kann man NUR vor Ort beurteilen.

    ICH würde die Verblendscheibe wegnehmen. Es hat keine Nachteile, aber viele Vorteile.
    Und der Abbruch kann auch gut in Eigenleistung erfolgen.
    Dann kostets "nur" Stunden und ein paar Container.

    MfG
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  8. #7
    Themenstarter
    Avatar von Teuertanker
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    Ok - ich gebe mich geschlagen. Der Klinker kommt weg (Schmerz lass nach). Da habe ich wohl die Wahl zwischen einer hübschen Fassade und einer warmen Stube

    Danke an Euch beide für Eure Hilfe!
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  9. #8

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    Warum nicht den Zwischenraum mit Dämmschaum füllen? Viel billiger, gespartes Geld in Anlagentechnik investieren???
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  10. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  11. #9

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    Zitat Zitat von Isolierglas Beitrag anzeigen
    den Zwischenraum mit Dämmschaum füllen
    Welchen Zwischenraum???? Die 2 cm Luftspalt, die VIELLEICHT da sind????
    Und Dämmschaum??? Was soll das sein??? PU-Ortschaum?? Schon mal so eine Fassade gesehen, wenn die geöffnet wird? Mehr Fehlstellen als Dämmung!

    Schlicht Lötzinn

    MfG
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  12. #10

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    Ok, bei 2cm Luftspalt schlichtweg Schwachsinn. Dann abschlagen und WDVS...
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