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  1. #1

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    Solaranlage für Eigentumswohnung

    Hallo zusammen,

    ich versuche gerade bei uns im Haus die Eigentümer für eine Solaranlage für Trinkwassererwärmung zu gewinnen.
    Trinkwasserwärmung mit Heizungsunterstützung(dies aber nur aus Zuschuss Gründen).

    Nun die Daten:
    Neubau von 2007 mit 6 Eigentumswohnungen (ohne Solarthermie) mit Fußbodenheizung ( Zentralheizung Gas).
    In jeder Wohnung ist ein Wärmemengenzähler für die Fußbodenheizung eingebaut. Im Bad, WC und der Küche je eine Wasseruhr für Warm- und Kaltwasser. (außer in der kleinsten Wohnung, da sind es „nur“ 4)
    Wohnung 1 ca. 80m2 Vermietet
    Wohnung 2 ca. 95m2 Eigentümer
    Wohnung 3 ca. 80m2 Eigentümer
    Wohnung 4 ca. 95m2 Eigentümer
    Wohnung 5 ca. 85m2 Eigentümer
    Wohnung 6 ca. 56m2 Vermietet

    Nun zu den Fragen:
    Kann man den Ertrag der Solaranlage rechnen?
    Wie kann ich die „Kapitalanleger“ für die Sache gewinnen.
    Kann der Vermieter den Mietpreis pro m2 erhöhen?
    Kann der Vermieter den Kaufpreis absetzen?

    Wenn nur 4 Eigentümer die Anlage bezahlen, aber alle 6 einen Nutzen haben, wie kann man die 2, die nicht bezahlt haben, zur Kasse bitten?
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  2. Solaranlage für Eigentumswohnung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Und warum sollten die Miteigentümer so dumm sein und dieser Geldvernichtung zustimmen???
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  4. #3

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    Ich weiß nicht wie die Rechnung heute ist, aber vo ca. 3 Jahren rechnete sich eine Solaranlage für ein EFH nicht. Wobei man sagen muß, das sich eine größere Anlage eher rechnet und die Preise gestiegen sind, so daß ich annehme das sich deine Anlage rechnen würde.. Allerdings würde ich bei einem Neubau auch nicht nachträglich eine Solaranlage installieren lassen. Entweder sie war bei der Planung dabei oder eben nicht. 1 Jahr nach Fertigstellung schon wieder daran rumfummeln würde mir auch nicht passen.
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  5. #4

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    Ich würde die Sache anders angehen.
    Zuerst einmal nachschauen, wie hoch der WW Bedarf im Gebäude überhaupt ist. Dann wäre zu klären, wie hoch der Verbrauch für die Heizung ist. Erst dann kann man über den sinnvollen Einsatz von Solarthermie nachdenken (für Julius: dann macht Solarthermie vielleicht Sinn )

    Wie teuer diese Solar-Option dann wird, hängt davon ab, wie man diese in die vorhandene Anlage integrieren kann.

    Pauschal ja oder nein, das mag ich nicht. Erst die Fakten klären, dann kann man planen und entscheiden, und erst dann stellen sich Fragen wie Förderung etc.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Selbst wenn sie wirtschaftlich wäre (was ich zu bezweifeln wage), so ist doch zu bedenken, daß die Anlage erstmal eine weitere Inverstition darstellt.

    Und bei einem grad mal ein Jahr alten Gebäude werden die meisten Miteigentümer wohl die nächsten Jahre (Jahrzehnte) mit der Abzahlung des Kaufs zu tun haben!

    Abgesehen davon sollte man nicht ohne Not während der laufenden Gewährleistung an der Hütte herumbasteln. Ich seh das schon bildlich vor mir:
    Dach undicht? Liegt an der nachgerüsteten Solaranlage!
    Heizung irgendwo durchkorrodiert? - Liegt an der nachgerüsteten Solaranlage?
    Steuerung spinnt? Liegt an der nachgerüsteten Solaranlage!

    Wenn ich dort Miteigentümer wäre, würde ich Dir was husten...
    Und auch die Mieter werden nicht begeistert sein, wenn man versuchen sollte, sowas umzulegen. Die zahlen sicherlich (da moderner Neubau und Erstbezug) doch ehr schon die höchste örtlich überhaupt zu erzielende Miete.
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  7. #6

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    Da es sich um ein Mehrfamilienhaus handelt, in dem auch Mieter wohnen ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Zirkulationsleitung vorhanden.
    Die führt dazu, das auch an Tagen, in denen vom Solarertrag eigentlich eine volle Deckung erreicht werden könnte, trotzdem zugeheizt werden muss, denn die Zirkulationsleitung muss mit einer Temperatur von 60° (Warmwasser)bzw. 55° (Zirkulationsrücklauf) arbeiten.

    Dadurch sinkt der solare Deckungsgrad... wenn man mal von einem Verbrauch von 1000kwh pro Person und Jahr für die Warmwasserbereitung ausgeht, so kann man davon normalerweise bis zu 60% durch Solarthermie erzeugen, aufgrund der Zirkulationsleitung sind es hier vielleicht 50%.

    Dafür benötigt man aber etliche k€ Investition...

    Jetzt kommt noch die Heizungsunterstützung dazu, wie soll dann rausgerechnet werden was die einzelnen Eigentümer solar und was per Gas an Heizwärme genutzt haben?
    Das geht nicht, wenn also alle Eigentümer, oder keiner!

    Bei einem Neubau von 2007 hätte man gut daran getan das Geld, was jetzt investiert werden soll, lieber in eine bessere Gebäudedämmung oder bessere Haustechnik zu stecken... da wäre die Einsparung deutlich größer als mit einer jetzt nachgerüsteten Solaranlage.

    Insgesamt also ein eher ungünstiges Vorhaben.

    Gruß
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  8. #7

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    Nette Umschreibung für "Wie seid Ihr denn überhaupt auf diese Schnapsidee gekommen?"...
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  9. #8

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    Wahrscheinlich kam jetzt die erste Gasabrechnung vom Versorger..
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  10. #9
    Avatar von OldBo
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    Tja, das sind wir wieder hier

    Bitter ist es heute zu müssen, was man gestern noch wollen konnte.

    oder

    Am bittersten bereuen wir Fehler, die wir am leichtesten vermieden hätten.

    Gruß

    Bruno
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  11. #10

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    Ist denn überhaupt schon geklärt, welche Aufwand für die nachträgliche Installation nötig wäre???

    Stichworte:
    -Rohrführung Dach-Keller (im MFH sehr prickelnd, Technik und Optik bedenken, auch Schmutz und Platzverlust ist ein Thema!)
    -Pufferspeicher (Größe und Eignung des vorhandenen, ggf. Platz für zusätzlichen)
    -Steuerung (Verbund mit der vorhandenen möglich, oder alles neu?)
    -Wärmemengenzähler erforderlich (Abrechnung der Solar eingespeisten Energiemenge)?

    Dann mal aufklären lassen, ob ein einstimmiger Beschluß nötig ist oder welche Mehrheit genügt.

    Und sich dann darüber klar werden, daß das Klima mit den evtl. überstimmten Miteigentümer damit für alle Zeiten im Eimer sein dürfte (oder zumindest so lange, bis es kein bezahlbares Gas mehr gibt)...

    Ich bleibe dabei: Schnapsidee!
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  12. #11
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    Der Aufwand wäre laut Heizungsbauer gering.
    Steuerung bleibt die "alte".
    Einen 2.Wasserspeicher und eine Wärmepumpe würden wir benötige.
    Im Heizraum ist ausreichen platz.
    Die Rohrführung wäre auch nicht das Problem auch nicht die Optik.

    Die Kosten würden sich auf 10000€ belaufen.
    10 Kollektoren 600l Speicher Pumpe und Installation.

    Über das Thema Garantie hatte ich mir keine Gedanken gemacht. DANKE
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  13. #12

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Hallo,

    wir leben heute in einer „Informationsgesellschaft“ und es ist nicht mehr verboten ausländische Rundfunkstationen abzuhören. Unsere Computer sind in der Lage mit Tabellenkalkulation alles Mögliche auf seine Wirtschaftlichkeit zu untersuchen. usw.

    Trotzdem hat man das Gefühl, die heutigen Rattenfänger haben genauso leichtes Spiel wie im Mittelalter:

    Ein m² Kollektorfläche erbringt einen „kostenlose“ Energie von 400 kWh im Jahr. Das entspricht 40 Liter ÖL bzw. 40m³ Gas. Mindestens 5000h muß dabei eine Umwälzpumpe mit geschätzten 30W betrieben werden, damit die Wärme auch in den Speicher kommt.
    Erfordert 150 kWh.
    Die notwendige Regeleinrichtung ist 7000 Stunden eingeschaltet und gehört zu den umweltunfreundlichen Standby-Schaltungen, die man eigentlich einsparen sollte.

    10.000 Investitionen verzinst bringen 500 p.A.
    Abschreibung dazu kosten 1.000 p.A.
    Wartung ??? kostet auch.
    1.9000 Märchensteuer sind sowieso verloren.

    Wir wundern uns heute wie Göbbels einst die Zustimmung zum totalen Krieg bekam. Heute wundere ich mich warum sich so viele Leute mit solchen technisch und wirtschaftlich fragwürdigen Methoden das Geld aus der Tasche ziehen lassen.

    Zugegeben, 10.000 sind nicht ausreichend für eine wirklich vollständige Wärmedämmung. Aber mit dem 3 oder vierfachen Betrag könnte man so stark dämmen, daß die Heizkosten bedeutungslos werden.

    Aber unsere entsprechenden Politiker behaupten, eine Wäremdämmung sei „böse Chemie“, würde nur eine Lebensdauer von 20 Jahren haben und wir würden in der Häusern „ersticken“ weil die Häuser nicht mehr atmen würden. Und 79,9 von 80 Mio. glauben diesen Schwachsinn, der sogar in den Schulen verbreitet wird.

    Ich dachte, wir leben heute in einer „Informationsgesellschaft“.

    Übrigens, da die Energie kostenlos ist, kann auch nichts auf die Mieter umgelegt werden. Und Investitionen zahlen Mieter sowieso nicht. Von den Wartungskosten ist er auch befreit, wenn es nicht ausdrücklich im Mietvertrag vorgesehen ist.

    Gruß

    pauline
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  14. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  15. #13

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    Und Du bist offenbar weitgehend von Kenntnissen befreit!

    Nicht nur was die Umlegbarkeit von Investitionen angeht, sondern auch im Hinblick auf das übliche Geschwätz gewisser Politiker.


    Bitte nicht mißverstehen:
    Vom Grundsätzlichen her teile ich Deine kritische Ansicht durchaus.
    Leider schüttest Du mit dem pauschalen Rundumschlag das Kind mit dem Bade aus...
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  16. #14

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    Frage @ Dereinering

    Diese Kosten glaube ich erstmal nicht!
    Sie scheinen mir die nötigen Nebengewerke nicht zu berücksichtigen.
    Oder habt Ihr schon eine komplette Vorrüstung (vorhandene Leitung oder zumindest Schacht dafür vom Kesselraum bis zur Stelle der Dachdurchführung)? Wo sollen die Rohre überhaupt geführt werden?
    Ansonsten ist da neben dem Sanilöter auch ein Maurer (ggf. auch Betonbohrer) gefragt, dann ein Maler, evtl. ein Trockenbauer. Dachdecker sowieso, Elektriker eventuell.

    Außerdem ist der genannte Speicher deutlich zu klein für ne auch nur halbwegs sinnvolle Nutzung der Solarausbeute...

    Eine "Wärmepumpe" wird sicherlich nicht benötigt, sondern eine Umwälzpumpe für die Solarflüssigkeit.
    Aber daß die vorhandene Steuerung all dies (samt der ganzen nötigen Sensoren) mit steuern kann, scheint mir sehr unwahrscheinlich. Kein Bauträger rüstet sowas ohne Not teuer vor!
    Es wird also zumindest ne separate Solarsteuerung benötigt. Und wie gut kann die dann mit der vorhandenen Anlage verknüpft werden?

    Mir klingt das bisher nach nem nur mündlich vorliegenden Angebot (oder ne schriftlichen Kurzvariante "1 Stück Solaranlage ALL-IN"...). Aber mit Sicherheit keine belastbare Detailplanung.

    Sowas muß vor einer Entscheidung aber auf dem Tisch liegen!

    Wenn dann der Gesamtbetrag feststeht (und zwar in Form von FESTPREISangeboten!):
    Was kostet die Finanzierung dieser Summe?
    Mit welchen Einsparungen an Brennstoffkosten ist zu rechnen??
    Lebt Ihr (und die Anlage) noch solange, um eine Amortisation zu erleben???

    Vermutlich ist es unwirtschaftlich wie nur was.

    Ich würde mir die Idee aufheben für in 15 Jahren, wenn vielleicht an der bestehenden Anlage etwas gemacht werden muß.
    Dann kann man (unter sicherlich veränderten Rahmenbedingungen) neu darüber nachdenken.
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