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Telefonkabel beschädigt - wer zahlt?

Diskutiere Telefonkabel beschädigt - wer zahlt? im Forum Tiefbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Telefonkabel beschädigt - wer zahlt?

    Hallo,

    ich bin mir nicht sicher, ob ich mit der Frage im Tiefbauforum richtig bin, aber hier ist vielleicht die Wahrscheinlichkeit am größten, dass jemand das Problem kennt:

    Bei vorbereitenden Arbeiten mit einem gemieteten Radlader auf unserem Baugrundstück (Ausgraben einer Mauer) sind wir auf ein altes Telefonkabel gestoßen und haben dieses - unabsichtlich aber unvermeidlich - zerrissen. Wir waren davon ausgegangen, dass auf dem Grundstück keine aktiven Kabel liegen und haben uns deswegen keine großen Sorgen gemacht und das Loch nach Abschluss der Arbeiten wieder zugegraben. Leider stellte sich heraus, dass an dem Kabel das dahinter gelegene Haus hing, das seitdem ohne Telefon und Internet ist.

    Es sind nun zwei Dinge nötig: Erstens muss das vorhandende Kabel zumindest provisorisch geflickt werden, damit die Nachbarn wieder online sind. Zweitens muss das Kabel möglichst bald verlegt werden, weil es sonst beim Bau stören würde.

    Meine Frage: Wer muss für die nötigen Erd-, Reperatur- und Verlegearbeiten zahlen? Wir, weil wir den Schaden verursacht haben? Die Nachbarn, weil ihre Leitung auf unserem Grundstück nichts zu suchen hat? Oder die Telekom, weil sie für ihre Kabel selbst verantwortlich ist?

    Zusatzfrage: Wenn die Kosten an uns hängen bleiben, springt die Bauherrenhaftpflicht ein?
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  2. Telefonkabel beschädigt - wer zahlt?

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  3. #2

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    Als jur. Laie würde ich sagen: Ob das Kabel da liegen darf ist eine Sache (Baulast?).
    Die Beschädigung ist sicher eine andere. Wobei ohne vorherige Kabelauskunft zu baggern, das ist schon fast als grob fahrlässig zu bezeichnen. Auf alle Fälle dringend noch eine kostenlose Kabelauskunft bei der Telekom einholen. Vielleicht habt Ihr Glück und das Kabel ist dort nicht mal eingezeichnet.
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  4. #3

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    Öhhhmmmm
    Bauwahn, warum sollte ich eine Kabelauskunft einholen, wenn ich dank nicht vorhandener Leitungslast/-recht gar nichts von einem Kabel weiss.
    Ich kann doch nicht permanent von rechtswidrigen Zuständen ausgehen!!!!

    Das Kabel runter vom Grundstück - und gut ist.

    MfG
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  5. #4

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    Der Meinung von Herrn Dühlmeyer bin ich auch. Ich würde jetzt einfach mal schauen ob das Kabel eine Berechtigung hatte oder nicht. Wenn nicht = Problem der Telekom bzw. des Nachbarn.
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  6. #5

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    Bauwahn, warum sollte ich eine Kabelauskunft einholen, wenn ich dank nicht vorhandener Leitungslast/-recht gar nichts von einem Kabel weiss.
    Erstens ist das m.E. noch gar nicht sicher, zweitens scheint es sich um ein Bauen im Bestand zu handeln ("Ausgraben einer Mauer") und da ist das m.E. einfach ein Muss und drittens bin ich wahrscheinblich vorgeschädigt, weil mein Vater, der bei einem ehemals schwäbischen Energieversorger arbeitete, früher genau für diese Pläne und Auskünfte verantwortlich war und abends immer die Horrorgeschichten erzählte, wer was wo abgerissen hatte.
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  7. #6

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    also ich weiß nicht, ob meine Erfahrung mit Stromkabel auf Telefonkabel übertragbar ist. Aber bei usn sind im Grundbuch keinerlei Lasten eingetargen, trotzdem läuft die Ringleitung für die Stromversorgung über unser Grundstück. Nach meiner damaligen Recherche ist das zulässig, weil es wohl dem Gemeinwohl dient oder so. Hab jendfalls vom Ansatz angelassen E.ON zum verlegen des Kabels zu bewegen....
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  8. #7
    Avatar von drulli
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    Wie ist denn die Vorgeschichte des Grundstücks?
    Vielleicht ist es geteilt worden und man hat nur das Kabel vergessen.
    Grüße!
    Drulli
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  9. #8
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    Zitat Zitat von drulli Beitrag anzeigen
    Wie ist denn die Vorgeschichte des Grundstücks?
    Vielleicht ist es geteilt worden und man hat nur das Kabel vergessen.
    Ja, genau so ist es. Unser Grundstück war früher ein großer Vorgarten des Hauses, zu dem die Leitung führt. Unser Informationsstand war, dass alle Leitungen, die über das Grundstück führten, verlegt wurden. Das trifft auf Gas und Wasser auch zu, auf das Telefonkabel aber leider nicht.
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  10. #9

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    Zitat Zitat von Uwe! Beitrag anzeigen
    Nach meiner damaligen Recherche ist das zulässig, weil es wohl dem Gemeinwohl dient oder so. Hab jendfalls vom Ansatz angelassen E.ON zum verlegen des Kabels zu bewegen....
    Vergiss es.
    Der Vorgänger der 3 Buchstaben musste an meinen alten Herren viel Geld bezahlen, weil eine Überlandleitung über unser Grundstück ging, ohne das ein Leitungsrecht eingetragen war - und das 1970. Was damals nicht ging, geht heute schon dreimal nicht.
    Es mag zwar sein, das im Sinne des Gemeinwohls Leitungsrechte zwangsweise eingetragen werden können, wenn einer gar zu sehr zickt, aber ohne is nich.
    Eintragen (gegen Entschädigung) oer umlegen.

    MfG
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  11. #10

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    Abgesehen davon

    bekommt man meist von den Versorgern ohnehin nur den Leitungsverlauf bis zur Grundstücksgrenze...
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  12. #11

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    Mag sein, trotzdem, wenn einer unberechtigt in Deiner Hofeinfahrt parkt, darfst Du ihm trotzdem nicht die Reifen aufstechen oder die Haube eintreten.
    Abgesehen davon, dass es sich dabei schon um ein Delikt handelt, bleibt hier ein Schadensersatzanspruch gegenüber dem, der die Beschädigung hervorgerufen hat.
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  13. #12
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    Zitat Zitat von Ralf Dühlmeyer Beitrag anzeigen
    Der Vorgänger der 3 Buchstaben musste an meinen alten Herren viel Geld bezahlen, weil eine Überlandleitung über unser Grundstück ging, ohne das ein Leitungsrecht eingetragen war - und das 1970. Was damals nicht ging, geht heute schon dreimal nicht.
    Gut zu wissen, danke. Eine Freileitung führt nämlich auch über unser Grundstück, ohne dass etwas eingetragen ist. Ich habe schon den örtlichen Versorger angeschrieben und um Verlegung gebeten. Dafür habe ich jetzt ein zusätzliches Argument.
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  14. #13

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    DER Vergleich (#11) ist doch nun völliger Blödsinn. Das ist Mutwillen.
    Und beim Kabel war es unvermeidbar.

    MfG
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Zitat Zitat von Jens78 Beitrag anzeigen
    ...und um Verlegung gebeten. Dafür habe ich jetzt ein zusätzliches Argument.
    DAS kannste auch vergessen. Da eine Verlegung Unsummen kostet und die Leitung für jeden neuen Besitzer unübersehbar vorhanden war/ist, wird das nix.
    Du kannst nur Dein Fell (das Leitungsrecht) teuerstmöglich verkaufen.

    Gleiches könnte für die fernen Komiker gelten.

    MfG
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  17. #15

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    @Ralf
    hm, interessanter Tipp! Vielleicht hatte ich das damals wirklich falsch in dem Sinn verstanden, dass ich mich gegen das Kabel nciht wehren kann. (eigentlich stört es mcih ja auch nciht....)
    Aber ein Leitungsrecht kann man verkaufen? Gibt's da "ortübliche Meter-Preise"??? Und wie findet man den zuständigen bei den drei großen Buchstaben???
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