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Massivunterdach winddicht machen?

Diskutiere Massivunterdach winddicht machen? im Forum Spezialthema: Wind- und Luftdicht auf Bauexpertenforum.de


  1. #1
    Avatar von Stahlhaus
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    Massivunterdach winddicht machen?

    Ein Gruß aus dem Rheinland an Betreiber und Nutzer dieses Forums.

    Ich versuche, das Dach eines Stahlständerhauses aus Bimsbetonplatten (EFH von 1957) zu dämmen.


    Die Frage vorab: macht es Sinn, eine Dachunterdeckung aus Bimsbeton winddicht zu machen?

    Der Reihe nach:
    Dachgeschoß mit Schrägdach,
    über der gedämmten Geschossdecke ist ein Spitzboden
    (begehbar, belüftet, ungedämmt und unbeheizt).


    A) vorhandene Konstruktion des Schrägdachs von außen nach innen:

    A1) Tonziegel
    A2) Unterdeckung Bimsbetonplatten, stahlarmiert
    A3) Stahlsparren 180 mm

    Es gibt unter den Dachziegeln keine Holzlattung,
    weder Unterspannbahn noch Holzsparren sind vorhanden.

    Die Bimsplatten sind nicht vermörtelt, sondern passen wie "Legobausteine"
    ineinander, jedoch ist die 50 Jahre alte Dachkonstruktion nicht winddicht
    (Fugen).

    Die Bilder zeigen den Aufbau von innen und das Profil:


    Die Bimsbetonplatten sind im Profil leicht konisch und am Rand und
    im Bereich des Armierungsgitters ca. 50-60mm dick,
    im Bereich der Gittermulden minimal ca. 20mm.

    Die Sparrenabstände sowie die Länge der Bimsplatten sind ca. 2 Meter.


    B) geplante Dämmung aus Mineralwolle: Zwischen- und Untersparren.

    Die per Internetrechner mal schnell durchgerechnete Dämmung ergab
    Tauwasserbildung zwischen Bimsbeton und Dämmung.
    Beim Stahlträger wohl erst erst recht.

    Ist es empfehlenswert, die Fugen im Bimsbeton zu verschließen
    (wenn ja, wie?) oder zur besseren Ablüftung des Wassers offen zu lassen?
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  2. Massivunterdach winddicht machen?

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  3. #2

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    I han jo scho viel gsehe, aber des noch net.
    Au - Hilfe.
    Ganz ehrlich, mit einem Internetrechner und machmamal wird das nix, auch nicht hier im Forum.
    Das MUSS sich ein Fachmann vor Ort ansehen, berechnen, Details planen und dann kanns VIELLEICHT ans Ausführen gehen.
    So ma eben ist nur eins sicher - eine hohe Chance des Scheiterns mit riesigen Folgekosten

    MfG
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von Stahlhaus Beitrag anzeigen
    .. Ist es empfehlenswert, die Fugen im Bimsbeton zu verschließen
    (wenn ja, wie?) oder zur besseren Ablüftung des Wassers offen zu lassen?
    falsche denke.
    entweder
    • probleme e. innendämmung bewusst schultern wollen
    • oder e. richtige aussendämmung realisieren
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  5. #4

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    Hi,

    eine gute Lösung sieht so aus:

    - Innenputz anbringen
    - Aufdachdämmung aussen (Z.B. PUR...)

    Gruss, Dirk
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  6. #5
    Themenstarter
    Avatar von Stahlhaus
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    Danke für die Antworten.

    Ja ihr habt ja recht,
    eine Außendämmung wäre sicher technisch
    am besten.

    Doch sie hat einen Nachteil:
    Ich kann sie nicht selber machen,
    teilw. 55° Dachwinkel ist mir zu heftig.
    Es gibt Menschen, die ein
    Haus nicht zum wohnen, sondern
    zum basteln benutzen.

    Die Innendämmung hat in der Praxis
    bei diesem Haus schon einige Jahrzehnte
    schadensfrei funktioniert.
    Der Schaden (fehlende Decke) auf den Bildern
    kam von einem Wassereinbruch durch einen gebrochenen Ziegel,
    der lange Zeit nicht repariert worden war.

    Der alte Aufbau stammt aus den frühen 80ern,
    z.B. unterm Gaubendach



    (von innen nach außen)
    1. Rigips GK-Platte 9,5 mm
    2. Holzlattung 75mm ins Stahlprofil geklemmt, Zwischenräume hohl(Luft)
    4. überlappende 10mm EPS-Bahnen
    3. Rollisol Glaswolle von G+H, alukaschiert, 100mm, WLG 040
    (stellenweise 2x100mm , 2. Stück ohne Alu)
    4. Flocken aus Polystyrol(?) von ca. 100mm bis 500mm

    Das Zeug von 4. ist FCKW-geschäumtes Verpackungsmaterial,
    welches kübelweise vorhanden ist und in welchem ich beim Ausbauen
    teilweise kniehoch stand.

    Im Rahmen meiner Elektroinstallationsarbeiten
    mußte ich feststellen, dass manchmal
    ein Stück Dämmaterial bei 3. fehlte.
    Wenige Schimmelspuren gab es bei Rissen in der Alufolie
    über dem Bad.

    Der Aufbau ist bei den Dachschrägen gleich, nur durch den geringeren
    Dämmraum fehlt 4.
    Die Glaswolle saß direkt, ohne Luftspalt an den Bimsplatten, es ist weder
    Schimmel noch Rost am Stahl zu erkennen.
    Die dunklen Stellen im Bild sind Staub und Dreck vom Ausbauen.
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  7. #6

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    Bei einem Haus von 1957 dürfte die Dacheindeckung auch nicht mehr die Beste sein.
    Eine Aufsparrendämmung dürfte bei Stahlsparren wohl am sinnvollsten sein, auch wenn Sie sie nicht selber durchführen können.
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