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  1. #1

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    Giebelwand aus Ständerwerk?

    Hallo. Nachdem ich hier nun zahlreiche Informationen und Tipps zum Thema bauen gefunden habe und unser Neubauvorhaben langsam aber sicher konkrete Züge annimmt, haben wir nun einen regionalen Anbieter gefunden, dessen Planung und Preisgestaltung für uns durchaus interessant ist. Allerdings hat die ganze Geschichte aus meiner Sicht, evtl. auch unbegründet, einen Haken.

    Infos zum Bauvorhaben:

    Doppelhaushälfte in KFW 60 Ausführung (1 Vollgeschoss, Obergeschoss mit Dachschrägen) ohne Keller

    Das Erdgeschoss soll aus 200mm Ytong massiv erstellt werden. Aus Schallschutzgründen soll die Außenmauer zur angrenzenden Nachbarhaushälfte in Kalksandstein erstellt werden. Die Geschossdecke wird in Betonfertigteilen verbaut. So weit, so gut. Nun kommt aber der vermeindliche Haken. Der Anbieter möchte das Obergeschoss als Ständerwerk errichten. Bis auf die Giebelwand zum Nachbarhaus wäre der komplette obere Aufbau also aus Holzständerwerk gebaut. Vorteile laut Anbieter hierbei sind die besseren Wärmedämmeigenschaften, die schnellere Bauzeit und die geringeren Kosten. Meine Bedenken, die Dampfsperrfolie zu verletzen sobald eine Leitung verlegt, oder etwas aufgehangen wird, wurde mit dem Argument der vorhanden Installationsebene im Außenwandbereich sofort wiederlegt. Insofern spricht eigentlich objektiv betrechtet nicht sehr viel gegen diesen Wandaufbau, oder liege ich da falsch?

    Da das Haus außen komplett einen Wärmedämmverbundputz bekommen soll stellt sich mir jedoch die Frage, ob die Übergänge vom Untergeschoss auf das Obergeschoss langfristig rissfrei zu erstellen sind, oder ob diese Stelle durch das arbeitende Holz nicht spätestens im nächsten Winter aufbrechen wird.

    Zum Thema Schallschutz zeigte mir der Bauträger an einem Musterhaus die beidseitig doppelt beplankten (also insgesamt 50mm Rigips) Metallständerwerke der Innenwände ich Obergeschoss. Machte insgesamt einen durchaus soliden Eindruck auf mich als "Massivbau-favourisierenden-bald-Bauherren"
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  2. Giebelwand aus Ständerwerk?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Zitat:

    Der Anbieter möchte das Obergeschoss als Ständerwerk errichten.

    WAS wollt Ihr denn? das ist erst mal die wichtigste Frage, nicht was der will
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  4. #3

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    Hut ab,
    da hast DU einen Mester seines Fachs.
    Warum ?
    Wie der DIR EIN kw60-Haus mit nur 20cm Gasbetonsteinen der Aussenwand im EG errichten kann, ist schon eine besondere Rechenleistung und "KENNE" der Materie. (Aber das geht! für alle DIE es nicht glauben wollen)

    Oder bekommst du noch Klinker, Dämmputz oder sonst was an den Aussenwänden?

    Ansonsten ist, wen Statik stimmt, nichts aussergewöhnliches dazu zu sagen.
    Ausser das: Unten müsste länger halten als Oben.
    Das ist das "Hauptargument" für Stein auf Stein gegen Holzständerwerk.
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  5. #4
    Themenstarter

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    Vorab vielen Dank für die Antworten.

    @Gipser: Grundsätzlich bin ich bei Ständerbauweise eher skeptisch eingestellt, wobei dies durch die zusätzliche Installationsebene eigentlich nicht mehr unbedingt der Fall ist. Im Vergleich zu den weiteren uns vorliegenden Angeboten ist der von mir beschriebene Anbieter ausstattungsbereinigt allerdings fast 30.000€ günstiger als die übrigen Anbieter. Und das ist bei einer 140m² Doppelhaushälfte schon nicht so einfach zu ignorieren, wenn man insgesamt recht knapp kalkulieren muss.

    @MartinB: Statik sollte wohl kein Problem werden, da gibt es ja gesetzliche Vorgaben. Außen wird zu dem 20cm Porenbeton noch einmal eine 10-14cm Dämmschicht + Putz angebracht. Zusätzlich wird eine Kontrollierte Wohnraumlüftung, ein Kaminofen und eine Wärmepumpe (schwanke zwischen Direktverdampfer und Luft) eingebaut, so dass der KFW 60 Standard wohl problemlos einzuhalten ist.


    Mir ging es eher um die technischen Kritikpunkte. Diese Bauweise ist nach meinen bisherigen Erfahrungen ja doch ziemlich ungewöhnlich, oder nicht?
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  6. #5
    Baufuchs
    Gast

    Wer

    hats bereinigt/geprüft?

    Zitat Zitat von Tivoli
    Im Vergleich zu den weiteren uns vorliegenden Angeboten ist der von mir beschriebene Anbieter ausstattungsbereinigt allerdings fast 30.000€ günstiger als die übrigen Anbieter.
    Wenn alle übrigen Anbieter ca. 30.000 € über dem günstigsten liegen ist Vorsicht angesagt.

    Preisschwankungen in gewissem Rahmen sind üblich, aber 30.000 € bei einer DHH? Zaubern kann keiner.
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  7. #6
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Baufuchs Beitrag anzeigen
    hats bereinigt/geprüft?



    Wenn alle übrigen Anbieter ca. 30.000 € über dem günstigsten liegen ist Vorsicht angesagt.

    Preisschwankungen in gewissem Rahmen sind üblich, aber 30.000 € bei einer DHH? Zaubern kann keiner.
    Ich habe es anhand der Baubeschreibungen verglichen und die fehlenden und für uns wichtigen Punkte entsprechnend preislich im Gesamtangebot korrigiert(Mehrausstattung Elektrik, Wärmepumpe, Kaminzug, Elektrische Rolläden). Man muss dazu sagen, dass die beiden teuren Anbieter hier in der Region ohnehin den Ruf haben eher im hochpreisigen Segment anzubieten und zu bauen, als in der Einsteigerklasse in der wir uns preislich eher befinden sollten.

    Ein zweites Angebot eines bodenständigeren Unternehmens werden wir morgen Nachmittag erhalten, dann wird sich zeigen wohin der (Preis)Hase läuft.
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  8. #7

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    Abgesehen von den übrigen Punkten, bei dennen man nachhaken könnte: Gegen Holzständerbauweise im OG spricht m.E. nichts.
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  9. #8

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    Falls Ihr Bauunternehmen den Schallschutz im Griff hat, warum baut er dann nicht gleich in Holzständerbauweise? Oder ist das DG ungenutzt?
    Zur Haltbarkeit von Holzbauteilen machen sie sich keine Sorgen. Fachgerechter Ein- und Aufbau garantiert hier eine sehr lange Lebensdauer.
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  10. #9
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Breker Beitrag anzeigen
    Falls Ihr Bauunternehmen den Schallschutz im Griff hat, warum baut er dann nicht gleich in Holzständerbauweise? Oder ist das DG ungenutzt?
    Zur Haltbarkeit von Holzbauteilen machen sie sich keine Sorgen. Fachgerechter Ein- und Aufbau garantiert hier eine sehr lange Lebensdauer.
    Die genauen Gründe hierfür kenne ich nicht, daher vermute ich folgendes:

    1.) Unser Haus wird eine Doppelhauhälfte und an ein bestehende Haus angebaut, ob das aus Brandschutzgründen möglich wäre das Untergeschoss in Ständerwerk zu bauen, also auch die angrenzende Wand, glaube ich nicht.

    2.) Der auf das Erdgeschoss einwirkende Schall ist wohl deutlich höher als der auf die Dachflächen einwirkenden. Autos, spielende Kinder, Fußgänger... - alles auf maximal 2 Metern Höhe, daher wird ein gemauertes Erdgeschoss hier sicherlich Vorteile bringen.

    3.) Das "Image". Ein massiver Unterbau sagt den meisten potenziellen Kunden wohl eher zu als ne "Holzhütte". Ob dies richtig ist mag dahingestellt sein, aber ich behaupte mal, dass 9 von 10 gefragten Bauherren lieber Stein auf Stein bauen wenn die Kosten vergleichbar sein sollten.
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  11. #10
    Baufuchs
    Gast

    Frage:

    zu 1)
    Benötigt die Giebelwand etwa keinen Brandschutz?
    In NRW gilt:
    Bei aneinandergereihten Gebäuden sind abweichend von den Werten der Zeile 5 Spalte 2 der Tabelle in § 29 Gebäudeabschlusswände zulässig, die von innen nach außen der Feuerwiderstandsklasse F 30 und von außen nach innen der Feuerwiderstandsklasse F 90 entsprechen und die außen jeweils eine ausreichend widerstandsfähige Schicht aus nichtbrennbaren Baustoffen haben. Dies gilt nicht für gemeinsame Gebäudeabschlusswände nach Absatz 2.
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  12. #11
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von Baufuchs Beitrag anzeigen
    zu 1)
    Benötigt die Giebelwand etwa keinen Brandschutz?
    In NRW gilt:
    Die rechte Hälfte des Hauses(mit gemauerter KS Wand von oben bis zum Dach) grenzt direkt an die benachbarte Doppelhaushälfte während die linke Seite (mit der geplanten Giebelwand im Obergeschoss aus Holzständerwerk) vom nächsten Haus ca. 25 Meter entfernt ist, da zum einen noch meine 6 Meter Garage dort angrenzt und zum anderen die Gärten der Nachbarn quer am Grundstück angrenzen.
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  13. #12

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    Um 30.000 € durch eine Giebelwand zu sparen, muß es sich aber um einen großen Giebel handeln.
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  14. #13

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    F30/90 ist im HRB kein Problem, Schallschutz ist auch beherrschbar.
    Vielleicht fragt Ihr mal den Anbieter nach dem Grund für die Mischbauweise.
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Themenstarter

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    Ich habe diese Woche noch einen weiteren Termin mit dem Bauträger, da werde ich der Sache noch einmal auf den Grund gehen und auch ein Angebot für ein massiv erstelltes Obergeschoss einholen.
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  17. #15
    Themenstarter

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    Nachdem ich heute den Termin mit dem Bauträger hatte und die offenen Fragen zur Bauweise einmal angesprochen habe bin ich zumindest ein bisschen schlauer als vorher.

    Grundsätzlich wäre ein kompletter Hausbau in Ständerbauweise aus Wärmeschutzgründen die beste Wahl. Da allerdings bei einem Großteil der potenziellen Häuslebauer der Wunsch nach massiver Bauweise und einer Betondecke zwischen Erd- und Obergeschoss besteht haben sie diese Mischbauweise gewählt um zum einen den massiven Unterbau und die Geschossdecke anzubieten und zum anderen die Zeit-, Kosten- und Wärmedämmvorteile im Obergeschoss durch das Ständerwerk zu nutzen. Wenn man dann noch die Installationsebene im Ständerwerk des Obergeschosses berücksichtigt spricht insgesamt eigentlich nichts mehr gegen diese Bauweise, oder?
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