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  1. #1

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    Berücksichtigung Wand zum Nachbarhaus bei ENEV-Berechnung

    Hallo Forum,

    der Energieberater hat meine Sanierungsvorschläge mit seinem Programm
    durchgerechnet und kommt leider auf andere Werte, als ich aufgrund
    eigener Abschätzung erwartet hatte.

    Bei den Dämmmassnahmen sollten folgende U-Werte erreicht werden:
    Wand 0,139, bewohnte Dachschräge 0,130, Fenster 0,8 +
    entsprechende Kellerdeckendämmung. Die einzelnen Werte sollten
    eigentlich zu einem 3L Haus (30KWh/a) führen.

    Der Energieberater kam aber zu einem Ergebnis von 60HWh/a.
    Die Abweichung wird zum grossen Teil durch die Berücksichtigung
    der Wand zum Nachbarhaus (Doppelhaus) verursacht.
    Hier wird ein U-Wert von 0,8 zu "wenig beheizten Räumen"
    angenommen. Immerhin eine Fläche von 67qm zu 144qm restliche
    Hauswand und 30qm Fenster.

    Ist das realistisch? Das Nebenhaus ist ja bewohnt und wird beheizt.
    Der hohe U-Wert resultiert auch daraus, dass nur meine 20cm
    Wandstärke + 2cm Zwischendämmung berücksichtigt wurde.
    Aber das Nachbarhaus hat ja auch nochmal 20cm Wandstärke.
    Hier klafft doch Theorie und Praxis weit auseinander, oder?
    Mit der Berechnungsmethode würde man ja nie ein Passivhaus
    hinkriegen, ausser, man dämmt die Wand zum anderen Haus
    von innen.

    Was bedeutet das jetzt in der Praxis für mich?

    Viele Grüsse
    Andreas
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  2. Berücksichtigung Wand zum Nachbarhaus bei ENEV-Berechnung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Such´ Dir ...

    Zitat Zitat von andyr62 Beitrag anzeigen
    Was bedeutet das jetzt in der Praxis für mich?
    ... nen anderen Energieberater.

    Die Wand zum DHH-Nachbar wird überhaupt nicht mit angesetzt in der A/Ve-Ermittlung,
    also braucht hier auch kein U-Wert ermittelt zu werden .
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  4. #3
    Themenstarter

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    Dann war die energetische Analyse für die Katz. Der Energieberater
    benutzt doch auch nur fertige Programme, also sind die Programme
    falsch?

    Der hat aber ne Zulassung von der BaFa und wird auch den Antrag
    für den CO2-Kredit erstellen. Da komm ich jetzt nicht mehr raus.

    Mittlerweile gibt es so viele E-Berater wie Sand am Meer. Da den
    richtigen rauszufinden ist wahrlich nicht leicht.

    Dafür habe ich jetzt ein paar schöne bunte Diagramme und schlaue
    Sprüche für ein paar Hunderter, ist doch auch was oder?
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  5. #4

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    Die Programme sind genauso gut wie der Anwender.
    Sie es positiv, dein Haus wird besser als berechnet.
    Andererseits, was hindert den Ersteller daran seine Berechnungen zu korrigieren und warum kommst du da nicht mehr raus?
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  6. #5
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von R.J. Beitrag anzeigen
    Die Programme sind genauso gut wie der Anwender.
    Sie es positiv, dein Haus wird besser als berechnet.
    Andererseits, was hindert den Ersteller daran seine Berechnungen zu korrigieren und warum kommst du da nicht mehr raus?
    Naja, ich kann ja jetzt nicht mehr den EB wechseln, nachdem er die
    "Leistung" erbracht hat.

    Da ich wg. dem Baujahr eh keinen Tilgungszuschuss bekomme, reicht der
    6L Wert locker für den CO2-Kredit.

    Was ich dann wirklich spare, hängt ja dann auch noch von meinem
    Wohnverhalten ab. Hier habe ich den Verbrauch von 2500l auf
    1500l gebracht. Nach der energetischen Sanierung hoffe ich
    dann schon auf einen geringsten Verbrauch.
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  7. #6
    Bauexpertenforum Avatar von Bruno
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    Zitat Zitat von andyr62 Beitrag anzeigen
    Naja, ich kann ja jetzt nicht mehr den EB wechseln, nachdem er die
    "Leistung" erbracht hat.
    Er hat die Leistung aber nicht erbracht. Eine falsche Berechnung ist keine Berechnung. Bezahlung steht ihm bis jetzt nicht zu. Er muss aber Gelegenheit zur Nachbesserung bekommen.
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  8. #7
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von VolkerKugel Beitrag anzeigen
    Die Wand zum DHH-Nachbar wird überhaupt nicht mit angesetzt in der A/Ve-Ermittlung,
    also braucht hier auch kein U-Wert ermittelt zu werden .
    Wo steht das eigentlich?
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  9. #8
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Zitat Zitat von andyr62 Beitrag anzeigen
    Wo steht das eigentlich?
    EnEV 2007 - Anlage 1 - Ziff. 2.7 a)
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  10. #9
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von VolkerKugel Beitrag anzeigen
    EnEV 2007 - Anlage 1 - Ziff. 2.7 a)
    Wahrscheinlich hat er dann nach Ziff. 2.7 b) oder c) gerechnet.

    Werd ihn mal fragen.
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  11. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  12. #10

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    Aber das muß eine Hausfrau ja nicht wissen!!
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    Hallo,

    wenn der EB U-Werte von 0,13 vorschlägt oder vorschreibt, sind die Lüftungsverluste vermutlich höher als die Wärmedurchgangsverluste.

    Dann wird die Dämmung fraglich, wenn keine Wärmerückgewinnung vorgesehen ist. Was sagt er denn zu diesem Thema???

    EB gibt es

    Gruß

    pauline
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  13. #11
    Themenstarter

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    Zitat Zitat von pauline10 Beitrag anzeigen
    Hallo,

    wenn der EB U-Werte von 0,13 vorschlägt oder vorschreibt, sind die Lüftungsverluste vermutlich höher als die Wärmedurchgangsverluste.

    Dann wird die Dämmung fraglich, wenn keine Wärmerückgewinnung vorgesehen ist. Was sagt er denn zu diesem Thema???

    EB gibt es

    Gruß

    pauline
    Die 0,139 (=20cm WLG 032) ist mein Vorschlag, er hat nur durchgerechnet,
    was die 3 Massnahmen bringen.

    Eine Lüftungsanlage mit WRG kommt später. Ich fange jetzt eben mit
    Dämmung an und zwar so, dass ich in 5 Jahren nicht aufdoppeln lassen
    muss wie viele andere, die nur mit 6-10cm gedämmt haben.
    Dann Lüftungsanlage und später Heizsystem, Solar etc.

    Gruss
    Andreas
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