Werbepartner

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 24
  1. #1

    Registriert seit
    06.2008
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl. Ing.
    Beiträge
    16

    Verfälschtes Ergebnis Plattendruckversuch?

    Ich habe zur Prüfung der Verdichtung einer Auffüllung mit Mineralbeton, auf Empfehlung des Geologen der das Baugrundgutachten erstellt hat, einen Plattendruckversuch machen lassen. Dieser stand allerdings unter keinem guten Stern: der Bauleiter hatte nach Rücksprache mit dem Geologen schon die Fundamente ausgehoben. Deshalb befand sich loses Material auf der Auffüllung. Dieses wurde mit dem Bagger weggeschoben. Außerdem wurde während des Tests die Schaufel des Baggers die als Gegengewicht diente hochgedrückt. Ergebnis: Setzungen bis 5cm, Teilrückbau und Neueinbau von 90cm der Auffüllung.
    Da ich selbst gesehen habe, dass alle 30cm mit einem Plattenrüttler bis in die letzte Ecke verdichtet wurde kann ich mir das schlechte Ergebnis nicht erklären und wüsste auch nicht was bei einem erneuten Einbau besser gemacht werden könnte. Können die o.g. Punkte das Ergebnis verfälschen (Auflockerung der oberen Schichten durch die Abtragung, heben des Gegengewichts)? Der Geologe sagt nein.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Verfälschtes Ergebnis Plattendruckversuch?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    06.2008
    Ort
    Frankfurt
    Beruf
    Altlaster/Baugrundler
    Beiträge
    640

    einer ist keiner

    es sei denn, es passt. Aber eins nach dem anderen: wenn der Baggerlöffel, der zumindest bei einem Bagger unter 30 t sicher kein adäquates Widerlager für höhere Laststufen darstellt, angehoben wird, schränkt das grundsätzlich den Messbereich ein. Wenn schon vorher deutliche Setzungen auftreten, dann liegt das nicht am Gewicht des Widerlagers.
    Das Maß für die Verdichtung ist das Verhältnis Ev1/Ev2. Ist das zu hoch, kann man durch Nachverdichten meist schon noch was erreichen.
    Abschieben der Auffüllung mit dem Bagger kann den Boden darunter naklar auflockern.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2008
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl. Ing.
    Beiträge
    16
    Danke für die Antwort! Es wurde nach einem Versuch abgebrochen, weil der Mitarbeiter vor Ort meinte, dass es so keinen Sinn macht. Aufgrund dieses einen Versuchs soll ich nun aber die Auffüllung nochmal neu machen.
    Nachverdichten dann von oben ohne Ausbau und Wiedereinbau der Auffüllung?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    06.2008
    Ort
    Frankfurt
    Beruf
    Altlaster/Baugrundler
    Beiträge
    640

    Mir ist nicht ganz klar

    wer hier wen vertritt oder kontrolliert. Es gibt einen Geologen, einen Mitarbeiter und einen, der den PDV gemacht hat - und dann noch Dich?
    Unabhängig davon: wenn der "Mineralbeton" wirklich richtig abgestuft und verdichtbar ist und auch verdichtet worden ist und über 90 cm mächtig ist wüsste ich auch nicht, was man besser machen sollte. Was für Werte sollen denn erreicht werden und sind erreicht worden und was liegt unter dem Mineralbeton?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5

    Registriert seit
    06.2008
    Ort
    Frankfurt
    Beruf
    Altlaster/Baugrundler
    Beiträge
    640
    Jetzt kapier ich´s
    das war das preisgünstige Baugrundgutachten. Der Kollge hat den Werklohn abgearbeitet und jede weitere Auskunft kostet Zuschlag - lieg ich richtig?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Avatar von alex2008
    Registriert seit
    06.2008
    Ort
    Südschwarzwald
    Beruf
    Maschinist
    Benutzertitelzusatz
    Baggerfahren ist mein Hobby
    Beiträge
    3,251
    Lastplattendruckversuch mit Baggerlöffel?
    Da brauchste ein ordentliches Gewicht (> 6t) über dem Druckzylinder. Wenn sich da etwas bewegt ist der Versuch im Eimer.

    Wobei bei Schüttdicken von >45cm die Aussagekraft eines Lastplattendruckversuches abnimmt. Die Verdichtung in tieferen Schichten lässt sich damit nicht sehr zuverlässig nachweisen.
    Eine Verdichtungskontrolle mittels Lastplattendruckversuch hätte also schon früher auf der 1. und 2. Schüttlage erfolgen müssen.

    Alexander
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
    Registriert seit
    03.2006
    Ort
    Delbrück/Westfalen
    Beruf
    Maurer & Betonbaumeister
    Benutzertitelzusatz
    Maurer-und Betonbauermeister
    Beiträge
    5,453
    Hallo,
    ich würd ein anderen geologen oder tiefbauer für den verdichtungsnachweis beauftragen. Die 200-300 euro würde ich ausgeben.
    Mfg.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8
    gast3
    Gast
    also erst mal hat alex2008m recht. Ein Geologe, der einem Versuch zu stimmt der so dermaßen schwachsinnig ist - Baggerlöffel - hab ich ja noch nie gehört, den sollte man bei allem Respekt einem "Kollegen" gegenüber so dermaßen in den -O.K.- lassen wir das.

    Also Frage wäre, was baust du, was sind die Vorgaben in Hinblick auf die Versichtung - aber 90 cm halbwegs vernünftiges Material kann gar nicht so schlecht sein.

    Übrigens Ev2/Ev1-Verhältnis - nicht umgekehrt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    07.2008
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Prof. Dr.-Ing. Bauingenieurwesen
    Beiträge
    110
    Da wurde aus dem statischen ganz schnel ein dynamischer Plattendruckversuch...
    Aber mal im Ernst, selbst als Normalmensch muß man ja wohl einsehen, dass jegliches Meßergebnis mit beweglichem Widerlager falsch ist.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    Avatar von alex2008
    Registriert seit
    06.2008
    Ort
    Südschwarzwald
    Beruf
    Maschinist
    Benutzertitelzusatz
    Baggerfahren ist mein Hobby
    Beiträge
    3,251
    Zitat Zitat von Breker Beitrag anzeigen
    Da wurde aus dem statischen ganz schnel ein dynamischer Plattendruckversuch...
    nicht ganz korrekt, da beim dynamischen ein Gewicht stoßartig auf die Lastplatte aufgebracht wird.
    Dieser wäre durchaus auch eine Möglichkeit um die Verdichtung zu überprüfen. Nur muß dazu daß Material hinreichend bekannt sein, kurz man muß in kalibrieren.

    Aber mal im Ernst, selbst als Normalmensch muß man ja wohl einsehen, dass jegliches Meßergebnis mit beweglichem Widerlager falsch ist.
    Die Frage ist ja Was für Experten waren da zugange? Beim Plattendruckversuch werden Setzungen im 1/100 mm Bereich gemessen und das sollte diesen Experten ja bekannt sein.

    Alexander
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11
    gast3
    Gast

    Pdv / Lpdv

    ich denke dass Zitat von Breker bezieht sich auf die Bezeichnung in KaTMat's Antwort (PDV = dynamischer Plattendruckversuch, hier aber statischer).

    Und - EXPERTEN - waren hier wohl ganz, ganz weit weg - aber das sagte ich schon - bestenfalls grober Unfug
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2008
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl. Ing.
    Beiträge
    16
    Danke für die vielen Antworten!
    Ich habe mich vielleicht etwas unklar ausgedrückt. Es wurde nicht die Baggerschaufel als Gegengewicht verwendet, sondern dieses Teil das vorne direkt am Bagger dran ist um Erde etc. wegzuschieben. Sorry, ich weiß wirklich nicht wie das heißt. Ich hoffe, ihr wisst was ich meine. Trotzdem wurde dieses sichtbar hochgedrückt.
    Zum Sinn und Zweck des Ganzen: ich habe nach Abriss eines teilunterkellerten Hauses diesen auffüllen lassen und wollte nun eine Bestätigung dafür, dass hier ordentlich verdichtet wurde. Insgesamt wurden ca. 1,50m aufgefüllt. Die 90cm bezogen sich nur auf den vom Geologen empfohlenen Austausch.
    Ich werde wohl noch einen anderen Geologen beauftragen.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    Themenstarter

    Registriert seit
    06.2008
    Ort
    BW
    Beruf
    Dipl. Ing.
    Beiträge
    16
    Ach so, vielleicht noch zur allgemeinen Erheiterung (wobei ich es weniger lustig finde) die Originalantwort des Geologen auf die oben gestellte Frage:
    "nach Prüfung des Ergebnisses des Plattendruckversuches können wir Ihnen mitteilen, dass das Nachgeben der Baggerschaufel keinen Einfluss auf den durchgeführten Plattendruckversuch hat."
    Kein Witz. Habe ich per Mail so erhalten.
    Kann ich mich weigern, das zu bezahlen? Hier war die Rede von 200-300 Euro. Der Spaß soll mich 480 Euro kosten. Also von wegen billig.
    Was wäre denn ein geeignetes Gegengewicht? Ist ein Bagger da überhaupt geeignet?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14

    Registriert seit
    07.2008
    Ort
    Hannover
    Beruf
    Prof. Dr.-Ing. Bauingenieurwesen
    Beiträge
    110
    Je nach Durchmesser der Druckplatte braucht man einen Gegengewicht über 45, bzw. 85 kN. Das entspricht in etwa 4,5/8,5 Tonnen. Wenn sich der Bagger bewegt hat, war er zu leicht, egal ob als Widerlager das Stemmschild oder sonstwas genommen wurde.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15

    Registriert seit
    03.2004
    Ort
    Franken
    Beruf
    Kabelaffe
    Benutzertitelzusatz
    Werbung hier erfolgt gegen meinen Willen!
    Beiträge
    23,214

    Cool Vielleicht stimmts ja?

    nach Prüfung des Ergebnisses des Plattendruckversuches können wir Ihnen mitteilen, dass das Nachgeben der Baggerschaufel keinen Einfluss auf den durchgeführten Plattendruckversuch hat
    Was soll bei einem Versuch, der sowieso kein brauchbares Ergebnis liefern kann, schon groß verfälscht werden...?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen