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  1. #1

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    Schimmelgeruch aus Verteilerkasten und Estrichbandfuge

    Hallo wir bewohnen nun unseren Neubau schon seit gut 1 1/2 Jahren und werden den Schimmelgeruch aus unserem Verteilerkasten der Fußbodenheizung im Erdgeschoss nicht los. Der Schimmelgeruch ist aufsteigend aus den Randfugen der Estrichplatten ca. in der vorderen Hälfte unseres Hauses wahrnehmbar. Besonders stark jedoch aus dem Verteilerkasten wenn man die Klappe öffnet.
    Der Neubau besteht aus zwei Doppelhaushälften die ca. 1 Meter versetzt sind. Unsere Bodenplatte ist aufgrund der leichten Hanglage noch ca. 30 cm tiefer als Bodenplatte der anderen DHH. Wir haben an der vorderen Gebäudefront bei ausgiebigen Regenfällen immer Pfützen auf dem Erdreich ca. 1 m von der Gebäudefront entfernt stehen. Der Boden (Lehm und Mergel) hat sehr schlechte Versickerungseigenschaften. Es ist ein Bodengutachten (leider nicht in einer Regenperiode) angefertigt worden bevor wir gebaut haben und dementsprechend ein Gründungspolster angelegt worden mit entsprechenden gelben Drainagerohren. Leider war ich dabei nicht zugegen, ob die Rohre auch das erforderliche Gefällte im Gründungspolster haben. Über dem Gründungspolster kam eine Folie, dann eine Dämmplatte und dann die Bodenplatte mit der anschließenden Bitumensperrschicht.
    Nun habe ich den Verdacht, dass das das mit der kapilarbrechenden Wirkung des Gründungspolsters irgendwie nicht richtig klappt und das anstehende und ggf. auch drückende Grundwasser, insbesondere in Regenperioden länger ansteht. Subjektiv nehme ich nach einer solchen Witterung auch verstärkt den Geruch war. Aber erst Stunden, manchmal erst einen Tag später. Vieleicht ist auch die Drainage schlampig verlegt worden die dann im vorderen Bereich des Hauses nicht funktioniert und so zur Staunässe führt.
    Mein Architekt hält sich bisher bedekt und meint solange noch kein Schimmel zu sehen ist könne man auch nicht von einem Bauschaden sprechen ...

    Wir haben aus diesem Grunde im Hause im EG noch keine Sockelleisten gesetzt und auch noch keine Pflasterarbeiten rund ums Haus erledigt, weil mir die Sache nicht ganz geheuer ist.

    Einzige Lösung die mir momentan dazu einfällt wäre eine großzügige Drainage in ca. 60-80 cm tiefe unterhalb der Bodenplatte anzulegen und mit Kies aufzufüllen, damit auch das Oberflächenwasser schneller abgeführt wird.

    Nach Regenfällen steht in einem Grundwasserkontrollrohr vor dem Haus das Wasser bis ca. 70 cm unterhalb der Bodenplatte.

    Soll ich mir bezüglich der Problematik einen Gutachter heranziehen? Wie kann ich meinem Architekt in die Pflicht nehmen? Die Ursachenerforschung stelle ich mir sehr schwierig vor - man müsste quasi die Bodenplatte unterkellern um zu sehen ob da feuchtes Erdreich drunter klebt ...
    Was ist wenn die Bitumensperrbahn nich ganz dicht ist (z.b. kleine Löcher von den Baustützen)? Wäre das der schlimmste Fall?
    Im 30 cm höheren DHH waren bevor der Estrich drüberkam nasse Flecken (vermutlich drückendes Wasser von unten) auf der Bitumesperrbahn zu sehen. Darf dass überhaupt sein? Bitumen ist doch eigentlich wasserundurchlässig - wie können dann Feuchtigkeitsflecken auf der Bitumenbahn entstehen?

    Vielen Dank für alle Antworten.
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  2. Schimmelgeruch aus Verteilerkasten und Estrichbandfuge

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  3. #2
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    Kapillarbrechende Schicht würde nur bei reiner Bodenfeuchte und bei Untergeordneter Nutzung (reiner Lagerraum o.ä.) ziehen. Anderenfalls wäre abzudichten zumindest Abdichtung entsprechend DIN 18195-4 (Bodenfeuchte) oder ein WU Bauteil Bodenplatte. Hier gibt es ja scheinbar eine ABdichtung auf der Bodenplatte.

    Wie sieht die Sockelabdichtung aus? Ist sichergestellt das dort unter Berücksichigung der Hanglage alles dicht ist (Fenster und Türen). Dann würde sich das Wasser nämlich auf der Bitumenbahn in der Dämmung verteilen und die Folge wäre jetzt der Schimmel in der Dämmung.

    Ich würde mir einen unabhängigen Sachverständigen dazuholen denn mit Schimmel im Wohnraum würde ich nicht spaßen wollen.

    Wenn nicht könnte das Wasser dort eindringen, Auf der Bitumenbahn
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