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Edelstahlgeländer fehlerhaft?

Diskutiere Edelstahlgeländer fehlerhaft? im Forum Praxisausführungen und Details auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

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    Edelstahlgeländer fehlerhaft?

    Hallo.

    Ich habe ein Edelstahlgeländer anfertigen lassen, für eine große Wendeltreppe im Haus. Diese Wendeltreppe ist der Blickfang des Zimmer, Raumhöhe ca. 3,4 m, Stufenlänge ca. 90 cm.
    Nun sind die Schweissnähte unsauber gemacht worden (Foto). Und auch bei einigen nicht umlaufend.
    Dazu kommt, dass an zwei Stellen das Geländer so nah an der Wand ist, dass man sich entweder die Finger klemmt, oder aber das Geländer los lassen muss.

    Die gesamte Planung wurde von dem Architekten gemacht, er hat auch den Schlosser ausgewählt.

    Was sagt ihr dazu?




    Grüße

    Legna

    http://www.bilder-hochladen.net/files/4ddi-a-jpg.html
    http://www.bilder-hochladen.net/files/4ddi-b-jpg.html
    http://www.bilder-hochladen.net/files/4ddi-c-jpg.html
    http://www.bilder-hochladen.net/files/4ddi-d-jpg.html
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  2. Edelstahlgeländer fehlerhaft?

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  3. #2

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    Idee Was schon?

    Die handwerklich arg unvollkommene Ausführung muß nachgebessert werden.
    Und vorher muß sich der Archi für seine Fehlkontruktion (so die Ausführenden die Planung korrekt umgesetzt haben) eine Änderung einfallen lassen.

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  4. #3

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    Unvollständige Schweissnähte sind Schrott.
    Die übrigen Schweissnähte sind offensichtlich mit viel Strom und wenig Materialzugabe erstellt worden (und evtl. ungenauem Zuschnitt. Jedenfalls sehen meine "Quick und Dirty" Schweissungen etwa so aus...
    Die Lage des Handlaufs ist entweder ein Planungsfehler oder eine unpräzise Ausführung. Nachmessen / Vergleich mit den Plänen.

    Gruss, Dirk
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  5. #4

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    Au backe...da hat sich der Schlosser wirklich nicht mit Ruhm bekleckert.

    Zuerst mit Archi die Planung überprüfen damit die Sache mit dem Handlauf geklärt ist, und dann soll der Schlosser das richten. Ach ja, und bevor der Schlosser wieder anfängt zu schweißen, soll er zuerst noch ein wenig üben (aber nicht an Eurem Geländer)..

    Gruß
    Ralf
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  6. #5
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    Ich hatte den Verdacht auch schon, aber ich wollte eure Meinungen dazu hören. Habe nämlich die Befürchtung, dass der Architket wieder ein Mal sagt, dass das üblich sei so.

    Da sind noch einige andere Dinge mit der Treppe, eine Schraube zur Befestigung ist größer als die anderen, dann auch noch schief angebracht, mal sind Unterlegscheiben da mal nicht, teilweise sogar dort, wo keine Schrauben sind. Podest schief angebracht.
    Teilweise 1,9 cm !! (19 mm) Höhendifferenz zwischen 2 Stufen.

    Beim Aufbauen haben sie den Putz mächtig abgeschlagen:
    http://www.bilder-hochladen.net/files/4ddi-f-jpg.html

    Grüße

    Legna
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  7. #6

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    Oh - das ist ja nicht nur der Putz, sondern da war schon die Endbeschichtung drauf.
    Der Maler wird sich freuen, das ausbessern zu müssen (und ganz unsichtbar wird er es wohl mit vertretbarem Aufwand nixcht mehr hinbekommen)...

    War das ein Dorfschmied?
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  8. #7

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    Legna, mit diesen Bildern hättest Du gute Chancen auf den Baumurks Award 2008.

    http://www.bauexpertenforum.de/showt...t=22115&page=8

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
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    Tja, kann ich auch mal da posten.

    Was besonders ärgerlich ist, ich bin weder zu Ebay noch ******** gegangen, weil ich mir gesagt habe dass ich lieber mehr Geld zahle und dafür auch gute Arbeit bekomme.

    Und dann lassen sich die Fenster und Türen nicht richtig öffnen (O-Zon Architekt: "wo steht denn geschrieben, dass sich ein Fenster zu 90 Grad öffnen lassen muss"), bzw. schließen nicht richtig.
    Von den Nachbarn werde ich gefragt warum so langsam bzw. gar nicht auf der Baustelle gearbeitet wird, und einer meinte sogar ob ich denn ohne Architekten bauen würde! Und der Architekt hat sogar die Bauleitung!

    Meistens baut man ja nur ein Mal, nun bin ich (ein bisschen) schlauer.

    Grüße

    Legna
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  10. #9

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    Also wegen der Unterlegscheiben (wohl zum Ausrichten) würde ich mir keine Gedanken machen. 19mm Höhendifferenz sind da schon ein anderes Kaliber.

    Der Verzicht auf ibääh und ******** hat aber einen Vorteil. Du kannst den Jungs jetzt kräftig in den Hintern treten, und zwar nicht nur telefonisch, sondern auch richtig...du weißt schon...

    Gruß
    Ralf
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  11. #10

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    Nach Ansicht dieser Schweissnähte weis ich, ich bin Profi und kein Hobbyschlosser.
    Im Ernst ich habe in meinem Leben ganze zwei Projekte realisiert wo ich V2A und V4A Wig-Schweissen musste. Bei jeder der gezeigten Nähte hätte ich die Flex genommen bevor die noch jemand sieht. Das Leute die davon leben sich trauen so etwas abzuliefern finde ist unglaublich. Jeder kann doch an beliebigen Geländern sehen wie sowas normalerweise aussieht.
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  12. #11
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    Tja, wir hatten nun einen Termin mit dem Treppenbauer und dem Architekten.

    Das Geländer, so der Treppenbauer, wäre vollkommen in Ordnung, die Schweissnähte (er hat selber geschweisst) wären bis auf wenige nicht so gute eine 2 in der Gesellenprüfung.

    Dass das Geländer nun etwas schief war läge daran, da er es irgendwie in die Öffnung bringen musste.
    Er meinte, als er gemessen hätte, da wäre die Öffnung in der Decke für die Wendeltreppe
    208 cm breit gewesen, nun sind es 199, deswegen würde das Geländer nicht passen.
    In allen Bau-Pänen waren es 200 cm und was immer er gemessen hat, es sind je 1,5 cm Putz an die Wände gekommen, also war die Öffnung 202 cm groß. Das konnte der Architekt bestätigen. Und bei der Höhe der Decke hat er sich auch vermessen, deswegen hat die erste Stufe eine Höhe von fast 18 cm (da kommen noch 4 cm Holzstufen drauf) und schon haben wir einen Tritt von 22 cm. Oben ist es ähnlich, nur da ist es ein Unterschied zur vorherigen Stufe von fast 2 cm.
    Warum und wie er sich vermessen konnte, das wusste er nicht.
    Ich könne mir nun überlegen, was zu tun sei. (Treppe raus, Geländer raus, Geländer kürzen oder nach innen biegen..).


    Nun, wir haben uns das dann ein paar Tage überlegt und eine Nachbesserung gewünscht.
    Pustekuchen. Er würde das Geländer umknicken, so dass es 5-6 cm in die Treppe (von der Wand weg) reicht und fertig.

    Tja, komme wohl um einen Gutachter nicht rum. Glücklicher Weise wurden diese Gespräche unter Zeugen geführt.
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  13. #12

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    Auf zum Gutachter.


    Bin ich froh, dass ich ohne Archi gebaut habe Sonst müsste ich mich über diesen auch noch ärgern- so wie der wehrte Fragesteller.
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  14. #13

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    Und bei der Höhe der Decke hat er sich auch vermessen, deswegen hat die erste Stufe eine Höhe von fast 18 cm (da kommen noch 4 cm Holzstufen drauf) und schon haben wir einen Tritt von 22 cm. Oben ist es ähnlich, nur da ist es ein Unterschied zur vorherigen Stufe von fast 2 cm.
    So etwas hat man früher in laten Gemäuern häufig gemacht (kein Witz!). Eine völlig willkürlich gewählte Treppenstufe war deutlich höher oder niedriger als die anderen. Das hatte zur Folge, das Unbefugte, die die Treppe nicht kennen, hier in sStrauchlen geraten (können) und man durch den Lärm des purzlenden Gesellen den unbefugten Zutritt bemerkt.

    Tja und heute??? Da gibt's die DIN 18065. Die sieht solche Konstruktionen aber nicht vor, sondern:

    "Von einer Stufe zur jeweils benachbarten Stufe darf die Abweichung der Istmaße untereinander dabei jedoch nicht mehr als 5 mm betragen."

    und

    " Für Treppenläufe in wohengebäuden mit nicht mehr als zwei wohnungen darf das Istmaß der Steigung der Antrittstufe höchstens 15 mm vom Nennmaß (Sollmaß) abweichen"

    Zudem beträgt die max. zulässige Steigung (TReppe von Wohnraum zu Wohnraum) 20 cm.

    Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die erste Stufe ca. 22 cm hoch, die anderen alle um die 18 cm. 4 cm überschreitet die zulässige Abweichung immerhin um das 8-fache. Unabhängig vom rauf- und runterbeten der DINs ist dies eine völlig inakzeptable Stolperfalle.

    Daher: Raus und weg das Teil!

    Gruß

    Thomas
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
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    Das mit der Stolperfalle habe ich auch schon gemerkt.
    Der Gutachter meinte, ich müsste allerdings genau aufschreiben, wass er sich ansehen soll, bzw. was ich als Mangel ansehe. Gibt es da eine Art Checkliste?
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  17. #15
    Avatar von Wolfgang38
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    Zitat Zitat von Thomas B Beitrag anzeigen
    ...............
    Tja und heute??? Da gibt's die DIN 18065. Die sieht solche Konstruktionen aber nicht vor, sondern:

    "Von einer Stufe zur jeweils benachbarten Stufe darf die Abweichung der Istmaße untereinander dabei jedoch nicht mehr als 5 mm betragen."

    und

    " Für Treppenläufe in wohengebäuden mit nicht mehr als zwei wohnungen darf das Istmaß der Steigung der Antrittstufe höchstens 15 mm vom Nennmaß (Sollmaß) abweichen"

    Zudem beträgt die max. zulässige Steigung (TReppe von Wohnraum zu Wohnraum) 20 cm.

    Wenn ich es richtig verstanden habe, ist die erste Stufe ca. 22 cm hoch, die anderen alle um die 18 cm. 4 cm überschreitet die zulässige Abweichung immerhin um das 8-fache. Unabhängig vom rauf- und runterbeten der DINs ist dies eine völlig inakzeptable Stolperfalle.

    Daher: Raus und weg das Teil!

    Gruß

    Thomas
    Schade, dass das mit der Treppe so ausssieht.

    Es ist nicht nur eine Stolperfalle. Ich hatte in meinem alten Haus auch eine Stufe - die letzte zum ersten Stock -, welche höher war als die anderen.

    Ich habe mir regelmäßig die Zehen so angestoßen, dass mir die Tränen ins Gesicht schossen.

    Meistens passierte es, wenn es schnell gehen mußte.

    Die Schweißnähte, optisch völlig unakzeptabel, festigkeitsmäßig hälts - und das wird dir der Schlosser sagen wollen. (Und deswegen nichts machen wollen.) Aber eine Treppe ist ein Aushängeschild des Hauses und ein erster Blickfang. Das muss "funzen"

    Auch wir haben Wert darauf gelegt, hier was besonderes - Holz und Edelstahl - zu haben.

    Aber das hier wird auch noch gefährlich (Treppenversatz) und unpraktikabel, Handlauf!, da musst Du was tun. Und Dein Architekt soll hier seinen A... hochkriegen - falls Du ihn dafür bezahlst - dass er Dich da nicht im Regen stehen lässt.

    Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Ende mit Schrecken!

    Ach ja, die Kinder fallen zuerst!
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