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  1. #1

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    Werkplanung undurchsichtig?!

    Liebe Gemeinde,
    wir sind gerade in der Ausführungsplanung unseres EFH und hatten heute einen besprechungstermin mit dem Archi. Ich hatte u.a. auf eine optimale Außenwandausführung bzw.-Planung hingeweisen. Ich war dann schon etwas überrascht, dass die Leitungsführung für das Abwasser in der Außenwand geführt werden sollte (49cm T14). Hab ich moniert. Auch habe ich auf die Ausführungsdetails von Thali verwiesen, allerdings hat sich das mein Archi (glaube ich) gar nicht angeschaut. Er meint, jeder Bau sein individuell und bedürfe eigener Planungen. Na ja, ich möchte jedenfalls wichtige Details der Ausführung im LV konkret benennen. Wie soll ich mich taktisch gegenüber dem archi verhalten, damit ich ein optimales LV bekomme?
    Danke+Gruß
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  2. Werkplanung undurchsichtig?!

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  3. #2

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    Außenwand schlitzen ist natürlich nicht i.O. Das geht für kleine Schlitze (E-Leitungen), nicht aber für Falleitungen (DN 100, das heißt dann, daß der Schlitz mind. 15 cm tief ist). Hier wird der Wandquerschnitt massiv geschwächt und eine Wärmebrücke "eingebaut". Vielleicht hilft auch ein zarter Verweis auf die Mauerwerksnorm.

    Thomas
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von mls
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    Zitat Zitat von scs1967 Beitrag anzeigen
    .. wichtige Details der Ausführung im LV ..
    macht ihr erst LV und dann werkplanung?
    kervehrte welt ..
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  5. #4
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    @mls

    nein, natürlich erst Werkplanung und dann LV - ich habe aber das Gefühl, dass ich sehr stark eine Detailplanung (Rolläden, Ringankerdetails etc.) einfordern muss, ansonsten macht das wohl der Bauunternehmer (sagt mir mein Gefühl!) "wie immer". Aber vielleicht tue ich meinem Archi auch unrecht ???
    Ich bezahle schließlich auch für die Ausführungsplanung allein rund 5000€ - dan kann man doch auch was dafür verlangen!
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  6. #5
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    @Thomas

    Danke- der Tipp mit der Mauerwerksnorm ist gut
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  7. #6

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    Zitat Zitat von scs1967 Beitrag anzeigen
    - ich habe aber das Gefühl, dass ich sehr stark eine Detailplanung (Rolläden, Ringankerdetails etc.) einfordern muss, ansonsten macht das wohl der Bauunternehmer.

    Aber vielleicht tue ich meinem Archi auch unrecht ???
    Ich bezahle schließlich auch für die Ausführungsplanung allein rund 5000€ - dan kann man doch auch was dafür verlangen!
    1) 5000 sind selbst wenn sie netto wären nicht viel für eine Ausführungsplanung. Entweder haben Sie schon eine Billigplanung eingekauft oder das Haus ist recht günstig (und damit i.d.R. auch geringer in den Anforderungen)
    2) Für einen Ringanker/-balken zeichnet der Architekt nur dann Details, wenns da sehr spannend wird. Dafür gibts a) die Ausführungsplanung des TWP (oder gips die nicht?) und b) die so genannten "handwerksüblichen Details"
    Ich muss dem Maurer nicht detailieren, wie die Eisen im Rb angeordent werden - das sieht er aus der Statik.
    Ähnliches gilt für Rollläden.

    In einem LV sollten alle notwendigen Leistungen enthalten und ausführlich beschrieben sein.

    Schlitze i.d. Aussenwand - naja. Bei 49er MW sollte die Norm das schon hergeben. Ist ja kein T7/8. Dämmtechnisch ist die Frage, wie es geplant ist. Hab ich auch schon gemacht, den Schlitz grösser als fürs Rohr notwendig und dann ausgedämmt. Wenns "Nur" um den Küchenabfluss senkrecht geht - na gut. ALLE Fallleitungen - blöd.
    Fragt sich aber auch, WARUM nicht innen oder in Vorwandinstallation. Gabs da Vorgaben des Bauherren, die nix anderes zuliessen???

    MfG
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  8. #7
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    Ich habe das "Fünfgestirn" Archi, Innenarchi, TWP+Energieing.,Gartenarch und HaustechnikIng.i - das ist zwar genial von den Entwürfen, aber der Innenarchi motzt zB. gegen die Regenfallrohre - die sollen in die Wand - da motzt der TWP. Letztlich muss ich entscheiden - und das ist nicht immer einfach, weil wohl alle irgendwie Recht haben....und unterschiedlich stark im argumentieren sind :-(.

    Das Problem ist wohl auch, dass ich durch das Forum sehr hohe Ansprüche an die Ausführungsqualität stelle, die vielleicht gar nicht notwendig sind. Ich möchte am liebsten alle Details wie von Thali im Rohbau haben und denke, alles andere ist Schrott.........ein echtes Laien-Dilemma eben.....
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  9. #8

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    Regenfalleitungen in der Wand????

    Vielleicht habe ich das jetzt falsch verstanden, aber was hat der Innenarchitekt damit zu tun (die laufen ja nun nicht durchs Wohnzimmer, sondern hängen außen an der Fassade) und zum anderen gehören die nun wirklich nicht in die Wand. Man sollte versuchen Wasser nach Möglichkeit (ich weiß...manchmal geht es halt nicht anders...)nicht ins Haus zu befördern. Undichtigkeiten können immer mal vorkommen und da ist dann ein außen liegendes Regenfallrohr recht leicht zu reparieren.

    Nochmal zur Ausgangsfrage: Für mich gehören Falleitungen tunlichst nicht in die Außenwand. Hierzu kann man Schlitze in den Innenwänden bzw. Installationsschächte vorsehen. Warum die Außenwand schwächen? WARUM?

    Gruß

    Thomas
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  10. #9
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    @thomas
    Innenarchi beansprucht die ästhetische Gesamthoheit des Baus für sich

    Zu der Frage nach dem Warum: Der Archi meint 49cm MW würden das Problemlos hergeben :-(. Bis auf die Zuluft der WRB haben wir die Fallrohre auf mein drängen jetzt schon in die Innenwände verlegt.

    Aber ich werde wohl (auch wegen der Revisionsmöglichkeit)und deinen Argumenten der Dichtheit auf die normalen Regenfallrohre zurückgreifen (auch wenns nicht so gut aussieht!)

    Danke
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  11. #10

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    Mein Vater hat seine Fallrohre auch IN der Aussenwand (Architektenkneepe halt ). Zweimal hat das schon Probleme gemacht - jedesmal mit Heidenaufwand. Nur geht ändern leider so nicht.

    Ich würd ja vieles machen, aber das nicht. Ggf. mal mit eckigen Fallrohren und der Pos. spielen.

    MfG
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  12. #11

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    Innenarchi beansprucht die ästhetische Gesamthoheit des Baus für sich
    Sehr witzig! Die Gesamthoheit sollte immer beim Bauherren liegen. Punkt. Der Archi (auch der Innenarchi) darf (soll und muß!) natürlich gestalterische Optimierung anstreben. Aber immer im Sinne des Bauherren.

    Zur Gesamthoheit: Beansprucht der Innenarchi auch die Verantwortung für sein Tun? Regenfallrohre nach innen ist vielleicht schön anzusehen, aber bautechnischer Nonsens!

    Nachher ist das Haus hübsch aber leider kaputt! Innenarchi soll innen gestalten, Vorschläge unterbreiten, kreieren ... was auch immer....aber wieso sagt er, wie das bautechnisch läuft?

    Ich verstehe es nicht....macht aber auch nix! Was sagt eigentlich der Architekt zu diesen Deatils?

    Gruß

    Thomas
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  13. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  14. #12
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    Das mit der Gesamthoheit war natürlich ein Witz! Natürlich beraten die Herrschaften uns - nur !!!!! (und das ist wohl der Kern des Problems!) - trotz Haftung etc. zählt wohl eher das kurz- bis mittelfristige Ergebnis - was solls wenn in 15 Jahren wegen der Regenfallrohre die Wand aufgebrochen werden muss. Das Bild für die Homepage bzw. für den Wettbewerb ist ja gemacht (ja....ich weiss...langfristige Kundenzufriedenheit ist das wichtigste Werbemoment.....ich bleibe trotzdem dabei )

    Deshalb ist ja auch das Forum wichtig und gibt dem Laien wichtige Entscheidungshilfen im Gestaltungsprozeß - Vielen Dank an alle Beteiligten
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  15. #13
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    sorry - falls meine Architekten sich hier rumtreiben: Ich bin grundsätzlich sehr zufrieden mit Euch! grins
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