Werbepartner

Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 15 von 21

Brunnen freilegen, macht das Sinn?

Diskutiere Brunnen freilegen, macht das Sinn? im Forum Tiefbau auf Bauexpertenforum.de


  1. #1

    Registriert seit
    10.2006
    Ort
    Detmold
    Beruf
    Krankenpfleger
    Beiträge
    110

    Brunnen freilegen, macht das Sinn?

    Hallo Forum!

    Ich habe einen alten Brunnen (angeblich ca. 12 Meter tief), der in den 60er Jahren mit Bauschutt verfüllt wurde.

    Der Brunnen muß insgesammt ca. 250 Jahre alt sein.

    Da Wasser immer teurer wird und es draussen auch schön warm ist und ich evtl. einen Pool bauen will, überlege ich, diesen Brunnen wieder zu eröffnen.

    Nun habe ich ein Paar fragen diesbezüglich:

    1. Ich habe gehört, daß Brunnen versiegen, wenn nich regelmäßig Wasser abgenommen wird. Kann es sein, daß der Brunnen "kaputt" ist?

    2. Wie würdet Ihr den Brunnen wieder freilegen?
    a) Bauschutt komplett raus
    b) Bauschutt z.T. raus (3 Meter z.B.) und dann bohren lassen

    3. Bei Variante a) : ist dabei etwas zu beachten? Sauerstoff? Ich habe gehört, daß man, wenn man zu tief in einen Brunnen guckt erstickt?!?

    4. Technische / Praktische Tips?

    Danke und MFG !
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Brunnen freilegen, macht das Sinn?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2

    Registriert seit
    05.2002
    Ort
    NRW
    Beiträge
    1,452
    Nábend,

    tja, guter Rat ist teuer, kommt eben drauf an in welchen Zustand dein Brunnen ist, und vor allen Dingen, was an Bauschutt drin ist.

    ist´s wirklich nur Bauschutt? keine Schadstoffe drin?

    und wenn dann alles in Handarbeit raus, mind. bis 8 m, wegen der Ansaughöhe der Pumpe... und dann NIE alleine dabeigehen, oben mind. 2 Personen, angegurtet, mit Kerze am tiefsten Punkt.

    Alte Brunnen müssen vorher tagelang gelüftet werden, wenn nicht extra belüftet.

    vorher Kosten überlegen. Kreiselpumpen kannste dabei vergessen, Kolbenpumpe mit Beistellgefäß ist angesagt, sprengt aber locker die 1500 bis 2000 Euro Grenze mit Filter, Rückschlagventil und bla und blub
    www.steffens-pumpen.de Das sind die Spezialisten schlechthin.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Themenstarter

    Registriert seit
    10.2006
    Ort
    Detmold
    Beruf
    Krankenpfleger
    Beiträge
    110
    @ C.Schwarze: Danke für die Antwort ! Das hilft mir schon etwas weiter. Aber zum Schluß, was meinst du mit den Pumpen? Wenn ich ehrlich bin ,hab ich mich bisher nur mittelmäßig mit Brunnen etc. auseinander gesetzt.
    Ich dachte, ich buddel den Brunnen frei und dann steht da irgendwo bei 12m oder so das Wasser. Dann wollt ich aufhören und ne Tauchpumpe((ich glaub das heißt so) bei Bedarf reinhängen und sonst wieder rausziehen) benutzen.

    Könnte das so gehen oder denke ich zu einfach?

    Der Brunnen hat übrigens enn Durchmesser von ca, 1,5m und ist aus Bruchsteinen "gemauert" oder was man da vor 250 Jahren zu gesagt hat.
    D.h. denke ich, kann man da nach und nach runter gehen.

    MFG
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4

    Registriert seit
    04.2008
    Ort
    Hessen
    Beruf
    staatl. gepr. Techniker, Kommunikationst.
    Beiträge
    77
    Welchen Grund gab es damals den Brunnen zu verfüllen? Nicht dass er drohte einzufallen und das nachholt wenn du den Bauschutt ausbuddelst!

    Ich würde mal die Kosten für die Entsorgung von 21m³ Bauschutt mit den Kosten für eine Bohrung vergleichen. Wenn das Ausbuddeln nicht immense Kostenvorteile bringt würde ich das Risiko nicht eingehen.
    Und: auch bei einer Bohrung sollte sichergestellt sein, dass man mit dem Wasser dann nicht sonstwas für einen - aus heutiger Sicht - Sondermüll mit hoch pumpt.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Avatar von Shai Hulud
    Registriert seit
    11.2007
    Ort
    Kiel
    Beruf
    Dipl.-Ing. Maschinenbau
    Beiträge
    3,566
    Man weiß eben nicht, was oder wer da ganz unten in 12m Tiefe vorborgen ist, da liegt der Hund begraben.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. #6
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    08.2005
    Beruf
    Bauingenieur
    Beiträge
    3,848
    ich würd mich von dem Gedanken verabschieden. Viel zu viele Risiken, auch finanzieller Art. Und bohren im Schutt macht auch keinen Spaß.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  8. #7
    Themenstarter

    Registriert seit
    10.2006
    Ort
    Detmold
    Beruf
    Krankenpfleger
    Beiträge
    110
    Huhu !

    @ sachwas: Der Brunnen wurde von meinem Opa zugeschüttet, weil der Schutt über hatte und den günstig entsorgen musste. Bauschutt, sonst nix! Finanziell ist es so, daß 4m2 Bauchutt 140EUR kosten --> 420 EUR ... kann man dafür bohren? Hat da einer erfahrungswerte?

    @shai Hulud: ...zimlich sicher nur Bauschutt

    @Manfred Abt : Wiso finanzielles Risiko?

    MFG
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #8

    Registriert seit
    11.2005
    Ort
    NRW
    Beruf
    Schlosser
    Beiträge
    915
    Hallo Struppi,

    "Schutt" aus den 50'er-80'er Jahren kann eine durchaus andere Zusammensetzung haben als "Schutt" im Jahr 2008.
    Asbest,Asche/Ruß...

    Mit den finanziellen Risiken meint Manfred wohl das nicht bekannt ist in welchem Zustand sich die Brunnenwandung befindet. Es kann durchaus sein das der ganze Kram zusammenfällt wenn Du versuchst den Brunnen freizuschaufeln.


    Zum Brunnenbohren: Ich habe bei mir im Garten letzen Monat einen Brunnen (125mm Brunnenrohr) bohren lassen und habe mit allem drum und dran (Brunnenrohr/Fiterrohr/Filerkies/Brunnenkopf) 862€ incl Mwst. bezahlt.


    Einen neuen Brunnen bohren lassen denke ich ist in deinem Fall durchaus die sinnvollere und Zeit-Nerven-Schweissschonendere Lösung.

    Gruß,
    Rene'
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  10. #9

    Registriert seit
    05.2006
    Ort
    Meckl.-Vorp.
    Beruf
    IT-ingenieur
    Beiträge
    701

    Tach auch,

    mal unabhängig von evtl. Altlasten betrachten, wie man den Schutt (Eigenleistung?) da rauskriegen will. Buddeln im Bauschutt ist schon eine extreme Spaßbremse und den Kram aus 3, 5 oder gar 12 Metern nach oben hieven macht auch nicht wirklich Spaß - da ist nach 10 Eimern die Lust schnell vorbei und das werden viel mehr Eimer....

    ...also elektrische Winde, zweiter Mann und vieeeeel Zeit und Geduld einplanen - mit ungewissem Ausgang (Zustand nach Freilegung).

    Ich halte das für keine gute Idee!

    Gruss
    Sven
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  11. #10
    gast3
    Gast
    Bauschutt raus - bohren ? Glaube ich nicht, dass sich das im nächsten Jahrzent rechnet -

    entscheindende Frage: wo ist dein Grundwasserstand ? Welcher Duchmesser hat dein Brunnen ?

    - und hast du eine Idee, wie du in Eigenleistung den Schutt rausbekommst - sonst wird es teuer (Greiferbagger u.ä.)
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  12. #11

    Registriert seit
    05.2002
    Ort
    NRW
    Beiträge
    1,452
    ganz so schwarz würde ich das nicht sehen...
    da der durchmesser wohl 1,5m beträgt, kann man neue betonringe nehmen, und wenn man unten den bauschutt wegnimmt, diese nachrutschen. zwischenraum mit kies ausfüllen. dann kann der alte brunnen auch nicht zusammenbrechen.

    es ist nur eine mordsarbeit.

    und stell dir mal x jahre zurück, was die früher in handarbeit gemacht haben.
    nix arbeitstättenverordnung, nix berufsgenossenschaft, nix gescheites zur hand.

    derjenige der brunnen zuschüttet, frist kleine kinder mit senf und gehört geschlagen.

    und bohren? nun, es kommt drauf an, wie hoch die fördermenge sein soll.
    der brunnen als solches kann einen wasservorrat anlegen, beim bohren muß alles schnell nachfließen... für mich wäre bohren nur 2. wahl.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  13. #12
    Avatar von Der Bauberater
    Registriert seit
    08.2006
    Ort
    Daheim
    Beruf
    Architekt
    Benutzertitelzusatz
    Von Werbefenstern distanziere ich mich
    Beiträge
    1,799

    So wie Herr Schwarze,

    Hallole,
    sehe ich das auch!
    Es wird nix so heiß gegessen, wie es gekocht wird. Wenn Struppi einen Brunnen bohren lässt, dann kostet das Geld, ween er den "Alten" in Eigenleistung leer räumt, dann kann er eigentlich Geld sparen. Klar muss der Bauschutt entsorgt werden, aber wenn da nicht zwei Tonnen Asbest und 30 Autobatterien drinnen liegen, müsste das machbar sein!
    Klar geht ein neuer Brunnen schneller. Mich würde das aber schon interessieren, ob ich das "Loch", das mal einer oder mehrere (auch von Hand gegraben und gemauert hat) wieder intakt kriege.
    Es besteht das Risiko, dass die Mauerung nicht mehr funzt, aber wenn man es nicht ausprobiert, wird man es nie erfahren!
    Gruß
    Peter
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  14. #13
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    08.2005
    Beruf
    Bauingenieur
    Beiträge
    3,848
    Zitat Zitat von Der Bauberater Beitrag anzeigen
    Es besteht das Risiko, dass die Mauerung nicht mehr funzt, aber wenn man es nicht ausprobiert, wird man es nie erfahren!
    dieser Test läuft dann unter dem Begriff "Lebensrisiko"
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  16. #14
    Avatar von ISYBAU
    Registriert seit
    08.2006
    Ort
    Würzburg
    Beruf
    Bauing. öbuv SV Kanalsanierung
    Benutzertitelzusatz
    Bauingenieur, öbuv SV Kanalinspektion&-sanierung
    Beiträge
    1,686
    Dem Lebensrisiko stimme ich bei. Man kann einem Baulaien nicht empfehlen, in Handarbeit einen 12m tiefen Brunnen in Eigenregie freizugraben.

    Der Tipp mit der Kerze während der Arbeiten gehört auch ins letzte Jahrtausend, als man über das Unfallrisiko nicht nachgedacht hat ... nach dem Motto: wird schon klappen, und wenn nicht hören wir von dem Brunnengraber nichts mehr. So ein Tipp ist unverantwortlich.
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  17. #15
    Avatar von Der Bauberater
    Registriert seit
    08.2006
    Ort
    Daheim
    Beruf
    Architekt
    Benutzertitelzusatz
    Von Werbefenstern distanziere ich mich
    Beiträge
    1,799
    Er fängt ja nicht bei 12 m tiefe an, sondern oben bei Null. Wenn er sich Stück für Stück nach unten arbeitet, kann man es entweder abschätzen wie das Mauerwerk aussieht oder man holt sich Fachwissen bei. Da er sich ja auch gedanken über die Luft im Brunnen gemacht hat, schätze ich Struppi als vorsichtig ein.
    Wenn die Igel auch so vorsichtig wären, würden sie aussterben
    Gruß
    Peter
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen