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  1. #1

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    Einzelraumregelung bei Fußbodenheizung

    Hallo

    a) macht eine Einzelraumregelung bei einer Fußbodenheizung Sinn oder kann man darauf verzichten.

    b) Kann man wenn man auf eine Einzelraumregelung verzichtet, dennoch die Temperaturen in den unterschiedlichen Bereichen (-> Bad / Wohnen / Schlafen) unterschiedlich "warm" gestalten? (Wenn ja wie?)

    Besten Dank
    Thomas

    PS: Heizung über Wärmepumpe
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  2. Einzelraumregelung bei Fußbodenheizung

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

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  3. #2

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    Bei einer ordentlich abgeglichenen Anlage ist einer ERR in den meisten Fällen entbehrlich.
    Die gewünschte Raumtemperatur wird über den hydraulischen Abgleich und das Temperaturniveau der Heizkreise bestimmt.

    Aber zur Info, in einem hoch gedämmten Haus werden sich kaum unterschiedliche Temperaturen einstellen. Es erfolgt ein Temperaturausgleich über Türen und Wände, so daß sich die Temperaturen in den verschiedenen Räumen mit der Zeit annähern.

    Hier etwas Lesestoff.

    http://www.bosy-online.de/Einzelraum...-oder-Nein.htm

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
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    EnEV

    Bei dem Thema die ERR für die FB-Heizung wegzulassen bin ich bisher bi zu folgender Stelle gelangt:

    ... "heizungstechnische Anlagen müssen beim Einbau in Gebäude mit selbsttätig wirkenden Einrichtungen zur raumweisen Regelung der Raumtemperatur ausgestattet werden. ( §14 (2) der EnEV 2007). Gruppenregelungen sind in Wohngebäuden nicht zugelassen ( §14(2) der EnEV 2007)."

    Ist es richtig, dass es für mich gar keine Wahlmöglichkeit gibt und man einen Neubau (auch bei Fußbodenheizung via Wärmepumpe) mit einer ERR ausstatten MUSS?

    Gibt es keine Befreiuungsmöglichkeiten?

    Wer hat hier Erfahrung / Tipps?

    Beste Gruesse
    Thomas
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  5. #4
    Avatar von OldBo
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    Moin Thomas,

    neue EnEV § 14 (Auszug)
    Verteilungseinrichtungen und Warmwasseranlagen
    (1) Zentralheizungen müssen beim Einbau in Gebäude mit zentralen selbsttätig wirkenden Einrichtungen zur Verringerung und Abschaltung der Wärmezufuhr sowie zur Ein- und Aus-schaltung elektrischer Antriebe in Abhän-gigkeit von
    1. der Außentemperatur oder einer anderen geeigneten Führungsgröße und
    2. der Zeit
    (2) ........ Fußbodenheizungen in Gebäuden, die vor dem 1. Februar 2002 errichtet worden sind, dürfen abweichend von Satz 1 mit Einrichtungen zur raumweisen Anpassung der Wärmeleistung an die Heizlast ausgestattet werden. Soweit die in Satz 1 bis 3 geforderten Ausstattungen bei bestehenden Gebäuden nicht vorhanden sind, muss der Eigentümer sie nachrüsten.

    neue EnEV § 25 (Auszug)
    Befreiungen
    (1) Die nach Landesrecht zuständigen Behörden können auf Antrag von den Anforderungen dieser Verordnung befreien, soweit die Anforderungen im Einzelfall wegen besonderer Umstände durch einen unangemessenen Aufwand oder in sonstiger Weise zu einer unbilligen Härte führen. Eine unbillige Härte liegt insbesondere vor, wenn die erforderlichen Aufwendungen innerhalb der üblichen Nutzungsdauer, bei Anforderungen an bestehende Gebäude innerhalb angemessener Frist durch die eintretenden Einsparungen nicht erwirtschaftet werden können.

    Gruß

    Bruno
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  6. #5
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    Hallo Bruno

    klasse, allerbesten Dank für die Info. Wie würde denn soetwas in das Praxis aussehen: Würde ich mich an das zuständig Bauamt wenden und dort (formlos?) eine Befreiung beantragen müssen?

    Für Tips wäre ich sehr dankbar.

    Besten Dank und Gruß
    Thomas
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  7. #6
    Avatar von OldBo
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    Ausrufezeichen

    In Deutschland geht wenig auf dem formlosen Weg, auch eine Befreiung von der EnEV nicht.

    Das gilt für die alte EnEV:
    Befreiung nach § 17 EnEV durch Sachverständige

    § 17 EnEV sieht vor, dass dann, wenn besondere Umstände vorliegen, die im Einzelfall zu einer sogenannten "unbilligen Härte" führen, von den Anforderungen der EnEV befreit werden kann. Dies kann zum Beispiel dann der Fall sein, wenn absehbar ist, dass die Kosten der Maßnahmen im Verhältnis zu den zu erwartenden Energieeinsparungen unverhältnismäßig hoch sind.

    Voraussetzung für die Erteilung einer Ausnahme/ Befreiung

    Die Entscheidung, ob die Voraussetzungen erfüllt sind, überlässt der Gesetzgeber den Speziallisten. Das sind in diesem Fall Sachverständige, deren Qualifikation in einer eigenen Verordnung, der Zuständigkeits- und Durchführungsverordnung zur EnEV (ZVEnEV), geregelt ist. Die Sachverständigen müssen bescheinigen, dass die Voraussetzungen für eine Ausnahme oder Befreiung vorliegen.

    Eine behördliche Entscheidung erfolgt daneben nicht mehr, so dass ein Antrag bei der Bauaufsichtsbehörde überflüssig ist.

    Die Sachverständigen werden in Listen bei den entsprechenden Kammern geführt und können dort abgefragt werden.


    Hier die neue EnEV:
    § 25 Befreiungen

    (1) Die nach Landesrecht zuständigen Behörden können auf Antrag von den Anforderungen dieser Verordnung befreien, soweit die Anforderungen im Einzelfall wegen besonderer Umstände durch einen unangemessenen Aufwand oder in sonstiger Weise zu einer unbilligen Härte führen. Eine unbillige Härte liegt insbesondere vor, wenn die erforderlichen Aufwendungen innerhalb der üblichen Nutzungsdauer, bei Anforderungen an bestehende Gebäude innerhalb angemessener Frist durch die eintretenden Einsparungen nicht erwirtschaftet werden können.

    (2) Absatz 1 ist auf die Vorschriften des Abschnitts 5 nicht anzuwenden.


    Da die Überwachung der EnEV ländersache ist, sollte man bei der unteren oder oberen Bauaufsichtsbehörde nachfragen, wie es im jeweiligen Bundesland gehändelt wird.

    Gruß

    Bruno
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  8. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  9. #7

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    Was erwartet mich als Bauherren oder den Heizungsbauer, wenn ich die ERR nicht einbauen lasse? Was hat das für Folgen?
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  10. #8
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    Lese EnEV ziemlich hinten.
    Ordnungswidrigkeit ... .

    Bei Verkauf des Gebäudes *Mangel* ... sollte also so gebaut werden dass es nachrüstbar ist.

    Gruß
    Achim Kaiser
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