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Öli und Holzvergaser und Pufferspeicher

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  1. #1
    Avatar von hessebub
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    Öli und Holzvergaser und Pufferspeicher

    Hallo liebe Experten!

    Kurze Beschreibung der bestehenden Heizungsanlage:

    Ölbrenner NT-Kessel 34 Kw-Düse mit Weißhaupt Brenner

    beheizt in 2 Heizkreisen 2 Häuser (Bj 1968 mit 200qm und Bj 2003 mit nochmal 200qm)

    Verbrauch in den letzten beiden Jahren 6.000 Liter Öl.
    WW-Bereitung für 4 Erwachsene und 3 Kinder

    Heizlastberechnung sehr schwierig wegen unterschiedlichem Gebäudebestand (unterschiedlicher Vorlauf). 30 Kw Brennerleistung sollten hoffentlich reichen.

    Bislang habe ich im Altbau alle Fenster erneuert und die KG-Decke gedämmt.
    Dach ist bereits gedämmt. Neubau ist ENEV 2002 Außendämmung des Altbaus m.E. unwirtschaftlich (Kosten 20.000 Euro).

    Ich möchte die bisherige Heizung mit einem Holzvergaserkessel "verstärken" (Favorit derzeit Fröling FHG Turbo 3000 mit 30kw und zugleich einen ordentlichen Pufferspeicher (3.000 Liter).

    Den Ölkessel will ich stehen lassen - damit ich auch mal in den Urlaub fahren kann.

    Meine Überlegung insoweit: Schüttraummeter ofenfertiges trockenes Holz z.Z. 75 Euro
    Damit bei 3 SRM = 225 Euro = 22,5 Cent vergleichbar zum Liter Öl.

    Dass ich dafür Holzschleppen muss und mich im Winter zum Kesselknecht entwickle, ist mir schon klar. Aber diese Anlage sollte ich für 15.000 Euro bekommen und ich wäre dann um 5.000 Euro günstiger als die Wärmedämmung am Altbestand, die mir auch nicht mehr als 30% spart (Bei 6000 Liter Öl = 2.000 Euro) Dagegen 4.000 Euro Ersparnis beim Holz. Und für 2.000 Euro kann ich schon ein paar schöne Stunden Holz schleppen.

    Was haltet Ihr davon? Habe ich etwas übersehen?
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  2. Öli und Holzvergaser und Pufferspeicher

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  3. #2

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    Da heisst es "rechnen".
    Wieviel Wärmemenge wird für die Heizkreise benötigt? Auf welchem Temperaturniveau? Und wieviel kann ich davon im Puffer zwischenspeichern?
    Tja, und die Daten des HV sind auch von Interesse (Stichwort: Holzmenge die man einschichten kann)

    Erst dann weiß man, ob man alle 2 Stunden nachlegen muss und ob das Holzheizen zum Ausdauersport wird.

    Pi*Daumen sind die 30kW und 3.000Liter schon einmal OK. Jetzt wäre nur noch die Frage, wie lange man mit einer Befüllung die Hütte beheizen kann.

    Prinzipiell finde ich die Idee also nicht schlecht, vor allen Dingen dann, wenn man eigenen Wald hat oder das Holz sonstwie günstig beschaffen kann.

    Gruß
    Ralf
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  4. #3
    Themenstarter
    Avatar von hessebub
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    Der bisherige Ölverbrauch ...

    von 6.000 Litern lässt doch auch den ein oder anderen Rückschluss zu?

    Bei dem avisierten Kessel gehen 50cm Holzscheite rein und er hat ein Füllungsvolumen von 210 Litern (Kühlschrankgröße?).
    Ich wollte nur einmal am Tag ran und hätte ja immer noch den Öli, falls das Holz verbrannt ist.

    Rechnen denke ich, ist eher schwer. Ich habe derzeit einen Wärmemengenzähler installiert und der sagt: 1/3 Wärme Neubau (2000 Liter Öl) und 2/3 Altbau (4000 Liter Öl).

    Was ich nicht verstehe: Warum einen eigenen Wald? Es gibt doch unzählige Adressen im Web, wo man zu dem angegebenen Preis von 75€ pro SRM ofenfertiges (sogar auf Europaletten geschichtetes) Holz kaufen kann. Oder irre ich mich da???.

    Herzlichen Dank für die erste Einschätzung!

    Gruß

    der Hessebub
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  5. #4

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    von 6.000 Litern lässt doch auch den ein oder anderen Rückschluss zu?
    Klar. Man kann mit der Schweizer Formel schätzen. Das würde bei Dir bedeuten, daß die Heizleistung etwa 20-25kW betragen sollte. Nachteil dieser Schätzung, es gibt sehr viele Faktoren die pauschaliert werden.

    Pi * Daumen benötigt Dein Haus an einem sehr kalten Wintertag 300kWh. Das wären grob 75kg Holz oder unter Berücksichtigung von Verlusten etwa 90kg. Das ist schon eine Menge die man täglich einschichten muß, das sollte man nicht unterschätzen.

    Die 250Liter klingen schon beeindruckend für einen 30kW HV. Ich habe da Größen um 150 Liter in Erinnerung. Einmal Einschichten pro Tag wird nicht reichen, aber auch da kann man noch ein wenig den Taschenrechner quälen.

    Dann darf man nicht vergessen, daß zum Verbrennen auch eine gewisse Zeit benötigt wird, UND der Puffer muß die Energie auch aufnehmen können.

    Tja, und was den Einkauf von Holz betrifft, so wird die Sache nur dann günstig, wenn man selbst Holz hat. 75,- €/Ster Holz ist nicht gerade der Brüller, und die Holzpreise steigen weiter und weiter. Im Vergleich zu Öl liegst Du mit dem o.g. Preis bei etwa 50Ct. / Liter, und Du hast die ganze Arbeit.

    Gruß
    Ralf
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  6. #5

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    Ganz Überlesen....meinst Du 75,- € / srm !!!! oder fm oder rm??? Dann stimmt meine obige Berechnung nicht mehr und wir reden nur noch von 1.000kWh/srm. Das wären dann 75Ct., unter Berücksichtigung des schlechteren Wirkungsgrads des HV noch mehr.

    Gruß
    Ralf
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  7. #6
    Themenstarter
    Avatar von hessebub
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    Holla - Sollte ich hier einem riesigen Rechenfehler ..

    .. aufsitzen

    Ich dachte immer, dass ich mit ca. 3 Schüttraummeter 1000 Liter Öl ersetze.

    Da lag ich aber wohl völlig schief.
    (Ableitung von Pellets 2000 Kilo = 1000 Liter Öl)
    Dann wäre Scheitholz ja teuerer als die Pellets und zudem hat der HV einen schlechteren Wirkungsgrad. Wie sieht das bei Hackgut aus?
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  8. #7

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    Ich vermute die Verwechslung liegt beim srm (Schüttraummeter). Bei uns in der Ecke kostet der Raummeter (Ster) Buchenholz etwa 80,- €. Es ist noch nicht lange her, da konnte man den Ster für weniger als 30,- € kaufen.

    1 Ster Buchenholz bringt etwa 1600kWh bis 1800kWh (abh. vom Wassergehalt). Das wären dann bei 80,- € etwa 0,50 € für 10kWh (entspricht etwa 1 Liter HEL).
    Die Holzheizer vergessen gerne den Wirkungsgrad Ihrer Anlage und die Tatsache, daß nicht immer die komplette Holzmenge verbrannt wird.

    Bei Pellets kostet die Tonne aktuell etwa 180,- €, das wären pro kWh etwa 36Ct. zzgl. Verluste. Da landen wir also irgendwo zwischen 40Ct. und 45Ct.

    Für Hackschnitzel habe ich keinen aktuellen Preis, müsste ich mal nachschauen.

    Gruß
    Ralf
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  9. #8
    Themenstarter
    Avatar von hessebub
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    Ja, da muss ich wohl noch meine Hausaufgaben machen

    Hallo Ralf!

    Ganz herzlichen Dank für Deine Hinweise - ich war völlig auf dem Holzweg (im wahrsten Sinne des Wortes).

    Also, wenn ich bei 50 Cent landen würde (was ich aber noch mal genau nachrechnen muss), rechnet sich das Ganze trotzdem und ich würde es auch machen. Rechnen muss mein Heizi aber trotzdem - und zwar, wie oft ich den Kessel füllen muss.

    Und dann muss ich nochmal fragen, ob ich nicht "in Holz" investieren kann.
    Gab es da nicht mal so einen entsprechenden Holzfonds ...

    Gruß
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  10. #9

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    Zitat Zitat von hessebub Beitrag anzeigen
    Rechnen muss mein Heizi aber trotzdem - und zwar, wie oft ich den Kessel füllen muss.
    Würde ich auch vorschlagen, und er sollte noch ein wenig mehr rechnen.

    Zuerst benötigst Du den Wärmebedarf des Gebäudes respektive die Heizlast. Dann noch die Temperaturen die erforderlich sind damit Deine Heizflächen (FBH oder HK) auch die notwendige Leistung liefern.
    Die von mir genannten Schätzungen sind eben nur Richtwerte.

    Mit diesen Infos kann man dann an die Anlagendimensionierung gehen. Da gibt es jedoch einige Randparameter die man berücksichtigen muß. Deshalb ist es immer von Vorteil, wenn ein Fachmann sich die Sache genauer anschaut.

    Meine Erfahrung, sorgfältige Berechnung im Vorfeld erspart später die Enttäuschung und langwierige Fehlersuche.

    Gruß
    Ralf
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  11. #10
    Avatar von alex2008
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    Zitat Zitat von R.B. Beitrag anzeigen

    Bei Pellets kostet die Tonne aktuell etwa 180,- €, das wären pro kWh etwa 36Ct. zzgl. Verluste. Da landen wir also irgendwo zwischen 40Ct. und 45Ct.

    willst Du lieber einen Dezimalpunkt oder ein Komma?
    ;-)
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  12. #11

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    Zitat Zitat von alex2008 Beitrag anzeigen
    willst Du lieber einen Dezimalpunkt oder ein Komma?
    ;-)
    Am besten BEIDES.

    Sorry. Die Preise beziehen sich auf 1Liter ÖL und somit auf 10kWh (vergleichbar zum Beispiel mit dem Holz).

    Also richtig muss es heissen:

    Bei Pellets kostet die Tonne aktuell etwa 180,- €, das wären pro 10 kWh etwa 36Ct. zzgl. Verluste. Da landen wir also irgendwo zwischen 40Ct. und 45Ct.
    Tja...nobody is perfect. Danke für den Hinweis.

    Gruß
    Ralf
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  13. #12

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    Hallo Hessebub
    Ich bin gerade dabei mir einen Holzvergaser der Firma Örtlie einzubauen. Der hat 17kw.
    Dafür brauche ich einen Pufferspeicher von ca.1250 Liter. Pro kw rechnet man mit ca.55 Liter für den Pufferspeicher. Und nun noch zu deinem Holz. Man rechnet das man mit einem Ster Buchenholz ca. 220 Liter Heizöl sparen kann.Mit einem Holzvergaser macht man sich ein wenig unabhängiger von den Ölbaronen und dem Abzocker Staat.
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  14. #13
    Avatar von OldBo
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    Moin,

    bei einem Holzvergaser würde ich aber auf einen 1700-Liter-Speicher gehen, also 100 l/kW

    Gruß

    Bruno
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14
    Avatar von Lukas
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    Zitat Zitat von Deutz 3006 Beitrag anzeigen
    Mit einem Holzvergaser macht man sich ein wenig unabhängiger von den Olbaronen und dem Abzocker Staat.
    Das dachten auch die, die für viel Geld ihre Autos auf Pflanzenöl umgestellt haben...
    Der Staat zieht immer nach. Erklärt wird Dir das dann damit, daß es doch von Dir so gewählt wurde.

    Gruß Lukas
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  17. #15

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    Zitat Zitat von OldBo Beitrag anzeigen
    Moin,

    bei einem Holzvergaser würde ich aber auf einen 1700-Liter-Speicher gehen, also 100 l/kW
    Bei dem kleinen Füllraum nicht erforderlich.

    Die 1.000Liter wären mir auch etwas zu knapp. Da tendiere ich schon mehr in die Richtung wie von Bruno empfohlen. Der o.g. Hersteller gibt bei 100 Liter Füllvolumen des HV etwa 60kWh pro Abbrand an. Das wären bei dT=30K etwa 1.700 Liter an Puffervolumen, bei dT=40K etwa 1.300 Liter.
    Man muß ja nicht immer einheizen bis sämtliche Sicherungseinrichtungen ansprechen.

    Gruß
    Ralf
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