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  1. #1

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    Abweichende Deckenhöhe Rohbau/Bauzeichnung

    Hallo,
    wir haben von einem Bauträger ein Reihenhaus erworben. In den Bauzeichnungen, die dem Kaufvertrag beigefügt waren, sind folgende Höhen angegeben:
    Keller - 12cm Bodenaufbau 251cm Raumhöhe und 20cm Decke
    EG - 12cm Bodenaufbau (inkl. Fußbodenheizung) 252cm Raumhöhe 16cm Decke
    OG - 10cm Bodenaufbau (inkl.Fußbodenheizung) 254cm Raumhöhe und 16cm Decke
    Jetzt ist der Rohbau fertiggestellt und am Boden wurden noch keine Arbeiten begonnen. Ich messe aber im EG nur 259cm Höhe (anstelle von 12+252=264), im OG je nach Messpunkt 257 bis 259 (anstelle von 10+254=264).
    Die Decke zwischen EG und OG ist 20cm statt 16cm dick, die überm OG ebenfalls 20cm statt 16cm dick.
    Für Fussbodeheizung und Estrich werden wohl die 12cm anfallen, so dass wir viel.nur auf 245-247cm Raumhöhe kommen. Wenn dann noch Parkett verlegt wird, haben wir nur noch 243-245cm Raumhöhe.

    Was ist zu tun? Gibt es irgenwelche Möglichkeiten den verlorengegangenen Raum über veränderte bauliche Maßnahmen auszugleichen?

    In unserem Kaufvertrag heisst es, das 3% Abweichung (Längenmasse, Flächenangaben etc.) als Toleranz noch keine Ansprüche bedingen.

    Gilt dies auch für die Raumhöhe? Ich meine für den späteren Wert eines Gebäudes spielen 5-7cm fehlende Höhe doch wohl einen gravierenden Wert als zB in der Länge einer Wand?

    Zu welchem weiteren Vorgehen würdet Ihr raten?

    Vielen Dank für alle Hinweise im voraus,
    Camilo
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  2. Abweichende Deckenhöhe Rohbau/Bauzeichnung

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  3. #2
    Baufuchs
    Gast

    Die

    Mindestraumhöhe nach Landesbauordnung dürfte eingehalten sein.

    Die Abweichung liegt im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen.

    Worauf wollen Sie einen Anspruch also begründen?
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  4. #3
    Themenstarter

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    Na zB. wenn die Decke jetzt 20cm anstelle von 16cm ist, ist dies eine Abweichung von 25%....

    Wieviel cm sind denn eigentlich für Estrich und Fußbodenheizung etc. zu veranschlagen? Gibt es da von bis Angaben, dass man ggf. darüber noch was rausholen kann?

    Wie hoch ist die Mindestraumhöhe laut DIN?

    Camilo
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  5. #4
    Avatar von VolkerKugel (†)
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    Es gibt keine DIN ...

    ... für Mindestraumhöhen. Die sind in der jeweiligen Landesbauordnung geregelt.

    In Hessen sind´s 2,40 m, bei den (wohl etwas kleineren ) BaWülern 2,30 m.
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  6. #5

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    Zitat Zitat von VolkerKugel Beitrag anzeigen
    ...(wohl etwas kleineren )
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  7. #6

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    Zitat Zitat von Camilo Beitrag anzeigen
    Na zB. wenn die Decke jetzt 20cm anstelle von 16cm ist, ist dies eine Abweichung von 25%....
    Eine dickere Decke stellt aber für sich genommen eher einen Vorteil als einen Mangel dar. Entscheidend ist doch vielmehr dies: Sie haben vertraglich eine lichte Raumhöhe von 254 cm im OG vereinbart. Außerdem haben Sie bei Abweichungen von 3 Prozent (= 7,62 cm) auf Ansprüche verzichtet.

    Nun lamentieren Sie, eine Abweichung von 5-7 cm bei der lichten Raumhöhe sei "gravierend". Warum haben Sie die Klausel dann unterschrieben? Tricks bei der lichten Raumhöhe gehören schließlich zum Standardprogramm der Bautrüger.

    Ich selbst habe eine lichte Raumhöhe von 303 cm im OG vereinbart. Und die bekomme ich auch auf den Zentimeter genau. Bedeutet aber Bau mit Architekt und Einzelvergabe statt GU/GÜ/BT.
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  8. #7
    Baufuchs
    Gast

    Muss

    nicht mal ein Trick sein.

    Deckenstärken waren u.U. bei Vertrag noch nicht per Statik berechnet.

    Abweichungen ergaben sich dann im Zuge dieser Berechnung. War die Firsthöhe oder Traufhöhe festgesetzt und schon max. ausgenutzt, konnte der BT gar nicht anders als die LH zu verringern.

    Von "Tricks" zu reden ist unangebracht, weil nichts genaues weiß man.

    Übrigens:
    Genauso wenig wie alle Steuerberater "Steuerverbrater" sind, sind nicht alle Bauträger auch tatsächlich "Bautrüger".
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  9. #8

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    Zitat Zitat von Baufuchs Beitrag anzeigen
    Genauso wenig wie alle Steuerberater "Steuerverbrater" sind, sind nicht alle Bauträger auch tatsächlich "Bautrüger".
    Korrekt, aber gerade dieses Forum zeigt doch, daß derartige Mängel vornehmlich beim BT-Bau auftreten. Und überhaupt: Daß ein BT einen Vertrag anbietet und unterzeichnet, obwohl er noch keine Statik gerechnet hat und deshalb nicht weiß, ob er die geschuldeten Leistungen überhaupt erbringen kann, exkulpiert ihn moralisch nicht. Rechtlich ist der BT, wie gesagt, aufgrund seiner cleveren Klauseln aus dem Schneider.
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  11. #9
    Baufuchs
    Gast

    Die

    3% Klausel ist üblich und zulässig.

    (Bei Mietverträgen sind z.B. Abweichungen der zugesicherten Wohnfläche bis 10% zulässig)

    Die vorhandene Raumhöhe bewegt sich im Rahmen der vereinbarten Toleranz.

    Ergebnis: Es liegt kein Mangel vor.

    Zu Statik: Wie schon geschrieben, nix genaues weiss man.
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  12. #10

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    mE gibt es möglichkeiten, den fußbodenaufbau zu verringern. 7 cm werden da nicht rausspringen, aber eventuell im ganzen 2-3 cm.

    wo sind denn hier die experten, die zur lösung beitragen können?

    das haus abreissen und neu bauen war jawohl eh nie beabsichtigt. und von einer (ihm eh nicht zustehenden) minderung bekommt der bauherr auch keine höheren decken.

    laienmeinung:

    zB soll es spezielle ovale fußbodenheizungsrohre geben, die sind angeblich weniger hoch als die normalen rohre und müssen mit weniger estrich abgedeckt werden (kosten aber mehr).

    meistens enthält der fußbodenaufbau doch eine dämmung?
    da gibt es mE auch möglichkeiten.
    es gibt dämmstoffe, die weniger höhe benötigen,
    aber genauso gut dämmen: pur-dämmung oder so (kostet aber mehr).

    ob es speziellen estrich gibt, den man etwas sparsamer gießen kann, um auch hier wieder an fußbodenaufbauhöhe zu sparen, weiss ich nicht.

    was für einen fußbodenbelag ist in den 12 cm ffb-aufbau drin? 3 cm hohe holzdielen wegen der fbh wohl eh nicht.
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