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Wiedermal: Oberste Geschossdecke dämmen!

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  1. #1

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    Wiedermal: Oberste Geschossdecke dämmen!

    Hallo!

    Ich weiß, es gibt hier bereits unendlich viele Threads zu diesem Thema, aber ich komme nicht umhin noch einen zu eröffnen. Ich habe ein Haus aus dem Jahre 1978 und habe dieses Jahr für sagenhafte 1500€ Heizöl kaufen müssen, 125 Euro pro Monat für 120 m² finde ich inzwischen etwas arg übertrieben. Desswegen wollte ich erst einmal mit der Dämmung der obersten Geschossdecke anfangen. Diese wurde bereits beim Bau des Hauses notdürftig gedämmt, der Aufbau ist wie folgt: Betondecke, 4 cm Styropor, eine Schicht Bitumen und darüber Spanplatten. Da ich die Spanplatten schon habe, dachte ich mir, ich entferne diese und lege nochmals 10cm Styropor dazu, anschließend werden die Spanplatten wieder aufgebracht und fertig!
    Jetzt frage ich mich aber, wozu man dort eine Bitumenschicht aufgebracht hat, laut den Informationen die ich aus meinem Büchlein entwendet habe, wäre hier keine Dampfsperre notwenig. Kann diese Bitumenschicht irgendeine Notwendigkeit besitzen, oder kann ich davon ausgehen, dass man diese einfach aus Unwissenheit oder anch dem Motto, "schaden kann es nicht" aufgebracht hat? Also kurz gesagt:

    Ist der neue Aufbau 14cm Styropor + Spanplatten ohne Dampfsperre ok? oder wäre es vielleicht sinnvoll eine dickere Dämmsicht aufzutragen?

    Gruß
    Alex
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  2. Wiedermal: Oberste Geschossdecke dämmen!

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  3. #2

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    Erstmal sollte man sagen dass andere mit einem Haus aus 1978 feiern würden wenn sie nur für 1500€ Heizöl bräuchten...

    Die von dir geplante Dämmung ist nicht nur unzureichend, sie ist auch noch gefährlich, denn so wie ich dich verstanden habe ist die Bitumenschicht auf der kalten Seite des Aufbaus!?

    Ein Aufbau sollte immer so sein dass er von innen nach außen immer diffusionsoffener wird... eine Bitumenschicht ist mit das dichteste was möglich ist.
    (man verzeihe mir die unzulässige Steigerung von "dicht" ;-) )

    Wenn du die Dämmung anfässt, dann verlangt der Gesetzgeber von dir die derzeit gültigen Normen einzuhalten, das wird mit 16cm Styropor nicht gelingen...
    Zumal der Materialpreis der Dämmung einen eher geringen Teil in den Gesamtkosten ausmacht...

    wenn die zur Verfügung stehende Aufbauhöhe begrenzt ist dann sollte man zu Material mit einer möglichst geringen Wärmeleitfähigkeit greifen.
    Normales Styropor gehört zur WLG 040, auf zeitgemäßem technischen Stand ist mindestens WLG 035.

    Wegen der Gefahr der Kondeswasserbildung sollte man den geplanten Aufbau mit einem Fachmann absprechen... nicht dass einem später irgendwas absäuft und vergammelt.

    Was ist denn das überhaupt für ein Dach?
    Was für eine Nutzung hat der Raum oberhalb der geplanten Dämmung?

    Gruß
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  4. #3
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    Zitat Zitat von Zuviel Zeit Beitrag anzeigen
    ...gefährlich, denn so wie ich dich verstanden habe ist die Bitumenschicht auf der kalten Seite des Aufbaus!?
    Es kann nur besser werden!

    Je mehr er dämmt, desto weiter wandert die Dampfbremse richtung warm!

    16cm wär schon komfortabel, wenn's möglich ist.

    Drüber Speicher? belüftet?

    Grüsse
    Jonny
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  5. #4
    Themenstarter

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    Hallo!

    Naja, der Aufbau mit der Bitumenschicht scheint ja 30 Jahre funktioniert zu haben, zumindest sind mir beim entfernen der Spanplatten keine Schäden aufgefallen. Aber normalerweise gehört dort keine Dampfsperre hin -richtg?-, desswegen wollte ich sie beim erneuten anbringen der Spanplatten auch nicht mehr verbauen, aber sicherheitshalber eben hier meine Nachfrage.


    Die von dir geplante Dämmung ist nicht nur unzureichend, sie ist auch noch gefährlich, denn so wie ich dich verstanden habe ist die Bitumenschicht auf der kalten Seite des Aufbaus!?
    Ja, auf der kalten Seite, wobei ich durch die nur 4cm dicke Schicht ja sicherlich auch den Dachboden brav mitgeheitz habe...



    16cm Styropor nicht gelingen...
    Zumal der Materialpreis der Dämmung einen eher geringen Teil in den Gesamtkosten ausmacht...
    Verstehe ich jetzt nicht ganz, welche Kosten soll es denn da noch geben, außer das Dämmmaterial selbst und eventuell Beratungskosten? Wieviel Styropor mit WLG 035 müßte man denn da verbauen, 20 cm oder noch mehr?



    Was ist denn das überhaupt für ein Dach?
    Was für eine Nutzung hat der Raum oberhalb der geplanten Dämmung?

    Ein normales flachgeneigets Dach, Neigung 22 Grad mit Pfanneneindeckung, Bitumenschicht und eben den Brettern. Der Raum ist einfach nur ein Abstellplatz für Kartons und Kleidung.
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  6. #5
    Themenstarter

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    Bin ich blind, oder gibt es hier keine "editiern" Funktion?


    Drüber Speicher? belüftet?
    Belüftet ist er nicht, wenn man von den Spalten zwischen den Dachbalken und dem Mauerwerk, sowie den großen offenen Bereichen neben den Dachfenstern absieht.
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  7. #6

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    Tante Edit ist leider vor ner Weile infolge Mißbrauchs ausgestorben...

    Gemeint waren die Einbaukosten.

    Und sicherlich ist der Dachraum belüftet. Nennt sich Spaltlüftung...
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  8. #7
    Themenstarter

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    Achso, ich dachte es ging aus meinem Beitrag hervor, dass ich es selber einbauen werde.
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  9. #8
    Bauexpertenforum Avatar von Jonny
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    so,so

    Zitat Zitat von Zuviel Zeit Beitrag anzeigen
    Wenn du die Dämmung anfässt, dann verlangt der Gesetzgeber von dir die derzeit gültigen Normen einzuhalten, das wird mit 16cm Styropor nicht gelingen...
    Jetzt mal Klartext, warum nicht?

    @Fragesteller
    Wenn du die Bitumenschicht runternehmen kannst wäre das besser.
    Was soll denn erreicht werden ENEV-Mindestniveau oder 'best of show'?

    Wobei,
    zur nötigen Stärke der Dämmung, kann uns ja zuvielZeit noch was sagen.

    Grüsse
    Jonny
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  10. #9

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    Also

    Bitumenbahn raus. (Wenn die Bahn Schäden verursacht haben sollte, dann ist's UNTER der Bahn modrig.)

    Zulässig ist ein U-Wert von <= 0,3.

    Nimm EPS der Wärmeleitgruppe 035. Dann erreichst DU bei 10 cm + 4cm 040eff. einen U-Wert von ca. 0,25.
    Selbst mit 040er würdest Du das gesetzliche Minimum noch erreichen, aber hier würde ich nicht sparen.
    Und, wenn Du Platz hast, dann kannst Du natürlich auch noch ein paar cm mehr verlegen.
    Je nachdem, wie der Zustand der Platten darunter ist, würde ich sie evtl. mit ersetzen.

    Thomas
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  11. #10
    Themenstarter

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    Hallo!

    Ok, dann werde ich die Bitumenbahn rauswerfen und zwei Schichten Styropor verlegen, einmal 6 cm und einmal 8 cm, dann kann man grade noch laufen. Die 4cm Styropor sind noch vollkommen intakt und werden dann auch drinbleiben, mit 18 cm dürfte ich dann hoffentlich auf der Sicheren Seite sein.

    Vielen Dank für die Infos!
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  12. #11
    Themenstarter

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    Achja, wollte eigentlich einen eigenen Thread eröffnen, aber nun schreibe ich es einfach hier mit dazu .


    Mir kam heute die Idee, die alten Stopper der Rolladenpanzer beidseitig gegen L-Profile auszutauschen und darauf jeweils ein Stück Isolierung oder Dichtungsband - weiß noch nichgt genau, was da sinnvoll wäre - aufzubringen, so dass bei hochgezogenem Panzer die ganzen Ritzen abgedichtet werden.
    Jetzt frage ich mich natürlich, ob das etwas bringen würde, oder ob der größere Teil der Wärme ohnehin durch die dünnen Wändchen des Kastens selber entweicht?
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  13. #12

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    Na ja, wenn's zieht entweicht meist mehr Wärme als durch die dünnste Wand.
    Aber trotzdem den Kasten nach Möglichkeit innen dämmen (je nach Platz und Rolladenhöhe passen da vielleicht bis zu 4..5 cm Dämmung rein)
    Evtl. könnte man das Dichtband statt auf der Schiene, am KAsten anbringen, so dass das Profil dagegendrückt. Dann wäre es nicht so stark dem UV-Licht der Sonne ausgesetzt. Weil- irgendwie zersetzt sich fast alles, was man so gängigerweise bekommt mit der Zeit.
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  14. #13
    Themenstarter

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    Da das hier grade so konstruktiv läuft, werfe ich noch eine Frage in dem Raum, das ist aber wirklich die letzte


    Die Heizkörpernischen sind bei mir mit 4mm dicken alukaschierten Styropor "gedämmt", darüber befindet sich Raufasertapete. Da noch ca 3 cm Platz zwischen Wand und Rippenheizkörper vorhanden ist, dachte ich mir, ich könnte die Heizkörper schnell mal abnehmen und da Styrodurplatten draufkleben.
    Jetzt hab ich bei meiner Internet Recherche aber zwei vorherrschende Meinungen vorgefunden:

    1. Problemlos möglich

    2. Um Gottes Willen, bloß nichts hinter den Heizkörper kleben - Schimmelparadies!

    Was stimmt denn nun?


    Gruß
    Alex
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  15. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  16. #14

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    Was stimmt denn nun?
    Weder noch. Aber es ist kritisch. Styrodur ohne dampfsperrende Beschichtung könnte tatsächlich zu Schimmelproblemen führen (und zwar dahinter, wo Du es nicht siehst).

    Mit Alukaschierung davor, dicht mit Aluklebeband verklebt, könnte es funktionieren.

    Bauphysikalisch Besser wäre, die Nischen zu schließen (Rohre nach vorne verlängern).
    Aber das muss natürlich zum Raum passen.
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  17. #15
    Themenstarter

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    Na ja, "könnte" hört sich schonmal entmutigend an. Dann lasse ich das erstmal sein, zumal ich ja sicherlich die Dampfsperre auch an den Seiten irgendwie Luftdicht am Mauerwerk befestigen müßte.



    Die Nischen zu schließen ist mir zu aufwendig und ich war eigentlich immer froh, dass ich Nischen habe, sieht einfach viel besser aus, als wenn die Heizkörper in den Raum hineinragen.
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