Ergebnis 1 bis 7 von 7
  1. #1

    Registriert seit
    08.2008
    Ort
    Köln
    Beruf
    IT-Architekt
    Beiträge
    3

    Hartschaumelement auf nassem Estrich?

    Hallo,
    in unserem WC soll eine bodengleiche, geflieste Dusche gebaut werden.
    Beim Estrichlegen wurde der Bereich der Dusche komplett ausgespart.

    Der Installateur hatte die Flächen zwischen den Rohren mit zurechtgeschnittenen Styropor-Platten aufgefüllt, darauf eine XPS-Platte gelegt und darüber das Hartschaumelement (Illbruck).

    Nach Protest des Fliesenlegers hat der Installatuer nun die XPS-Platte entfernt und durch "Beton" ersetzt. In den frischen "Beton" hat er sofort das Illbruck-Element eingesetzt.

    Das Element wurde über Nacht mit Ballast (Fliesenpackung) beschwert und am nächsten Tag erfolgte eine Verbundabdichtung mit Superflex 1 und an den Rändern mit Bändern.

    Es soll nun über die Fussbodentemperierung der Boden aufgeheizt werden und anschliessend eine weitere Lage Superflex 1 aufgetragen werden.

    Nun meine Fragen:
    1. Ist es fachgerecht, einen frischen "Beton" oder Estrich sofort hermetisch abzudichten? Ich denke, dass - insbesondere in Verbindung mit Fermacellplatten an der Wand - hier die Gefahr der Schimmelbildung existiert.
    2. Der Protest der Fliesenleger bezog sich auf mögliches Setzen eines XPS-Unterbaus. Ist nicht bei frischem "Beton" ein Schwinden zu erwarten mit den gleichen Auswirkungen?
    3. Ist es sinnvoll, vor dem Aufheizen eine Verbundabdichtung aufzubringen, da evtl. vorhandene Feuchtigkeit ja nur schlecht entweichen kann?

    Zusatzfrage:
    Muss auf dem Boden vor der Badewanne eine Verbundabdichtung vorgenommen werden oder gilt dies nicht als Spritzwasserbereich?

    Da Mittwoch der Boden gefliest werden soll, bin ich auf Eure Meinungen sehr gespannt.

    Jörg
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  2. Hartschaumelement auf nassem Estrich?

    Schau dir mal diesen Ratgeber an. Dort findet man Infos und Antworten.

    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  3. #2
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    04.2006
    Ort
    Kempen / NRW
    Beruf
    Maurermeister, öbuv Sachverständiger
    Beiträge
    10,901
    Bei Bodengleichen Duschen wird aus dem Feuchtraum ein Nassraum also gehört der ganze Boden abgedichtet mit den dazugehörigen Wandanschlüssen.

    Das Element gehört natürlich auf einen Schallentkoppelten Unterbau insofern würde sich die Problematik der Feuchte an den Randbereichen gar nicht Stellen.

    Was sind das für Fachleute?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  4. #3
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    04.2006
    Ort
    Kempen / NRW
    Beruf
    Maurermeister, öbuv Sachverständiger
    Beiträge
    10,901
    PS: Fbhzg gibts auch noch? Dann bin ich mal über die Bewegungsfuge am Anschluss zur Dusche gespannt!

    Gibts keinen Planer dabei?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  5. #4
    Themenstarter

    Registriert seit
    08.2008
    Ort
    Köln
    Beruf
    IT-Architekt
    Beiträge
    3
    Zitat Zitat von Robby Beitrag anzeigen
    Bei Bodengleichen Duschen wird aus dem Feuchtraum ein Nassraum also gehört der ganze Boden abgedichtet mit den dazugehörigen Wandanschlüssen.

    Das Element gehört natürlich auf einen Schallentkoppelten Unterbau insofern würde sich die Problematik der Feuchte an den Randbereichen gar nicht Stellen.

    Was sind das für Fachleute?
    Es sind ein Fliesenlegermeister und ein Installateur.

    Schallentkoppelt ist der Unterbau ja, da der Beton auf einer Styroporplatte liegt - wobei die Entkopplung nicht perfekt ist, da der Beton auf den Abwasserrohren liegt. Wie sähe denn sonst eine Schallentkoppelung aus? Ist für die Hartschaumelemente ein trockener Unterbau vorzuziehen? Sowas hatte ja der Installateur gemacht. Der Hersteller empfiehlt entweder sein Unterelement oder das Aufkleben mit Fliesenkleber auf den Estrich.

    Zitat Zitat von Robby Beitrag anzeigen
    PS: Fbhzg gibts auch noch? Dann bin ich mal über die Bewegungsfuge am Anschluss zur Dusche gespannt!

    Gibts keinen Planer dabei?
    Es gibt eine Fussbodentemperierung und eine Heizung. Zwischen dem temperierten und dem Duschbereich ist (teilweise?) ein PE-Randschaumstreifen verlegt. Der Übergang ist nun mit Superflex 1 gestrichen. Vor dem Fliesen wird nochmal gestrichen.
    Ist eine Fußbodentemperierung in Verbindung mit bodengleicher Dusche ohne Temperierung überhaupt auf Dauer rissfrei herzustellen?

    Diese Details hat der Bauunternehmer soweit ich weiss den ausführenden Firmen überlassen. Gehört die Beschreibung mit zur Ausführungsplanung?

    Die meisten Sorgen habe ich wegen dem frischen Beton unter der Dusche. Er war nicht so nass wie Estrich. Wird das ganze Wasser gebunden oder als Kristallwasser eingebaut so dass gar nichts mehr verdunsten muss?

    Jörg
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  6. #5
    Bauexpertenforum
    Registriert seit
    04.2006
    Ort
    Kempen / NRW
    Beruf
    Maurermeister, öbuv Sachverständiger
    Beiträge
    10,901
    wieso nicht im Duschbereich: Gefälleestrich / Trittschall - Wärmedämmung wie im Rest / Estrich ? Dann Verbundabdichtung?
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  7. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
    Registrieren bzw. einloggen, um diese und auch andere Anzeigen zu deaktivieren
  8. #6
    Avatar von operis
    Registriert seit
    03.2007
    Ort
    Am Stadtrand von Berlin
    Beruf
    Fliesenleger
    Beiträge
    2,126
    Zitat Zitat von Robby Beitrag anzeigen
    wieso nicht im Duschbereich: Gefälleestrich / Trittschall - Wärmedämmung wie im Rest / Estrich ? Dann Verbundabdichtung?
    Wenn die Heinis nicht mal ein Styrodurelement nach Herstellerangaben einbauen können, dann möchte ich nicht den Estrich mit Gefälle sehen.

    Hallo Bauherr 2008

    Der Beton sollte das Abflussrohr nicht berühren!
    Desweiteren gehört in die Fuge zwischen Element und Estrich ein Randdämmstreifen, der im zusammengedrückten Zustand immer noch 4 mm stark ist. Die entstehende Fuge muss mit einem Dichtband abgedichtet werden, das eine entsprechende Dehnung auch zulässt, mit 2 mal Streichen ist da nix getan.
    Desweiteren muss der komplette Boden isoliert werden.

    Nach einem Heizprotokoll trau ich mich gar nicht mehr zu fragen....

    Grüße operis
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen

  9. #7
    Themenstarter

    Registriert seit
    08.2008
    Ort
    Köln
    Beruf
    IT-Architekt
    Beiträge
    3
    Zitat Zitat von operis Beitrag anzeigen
    Wenn die Heinis nicht mal ein Styrodurelement nach Herstellerangaben einbauen können, dann möchte ich nicht den Estrich mit Gefälle sehen.
    Den Estrich hatte eine Dritte Firma gemacht.
    Zitat Zitat von operis Beitrag anzeigen
    Desweiteren gehört in die Fuge zwischen Element und Estrich ein Randdämmstreifen, der im zusammengedrückten Zustand immer noch 4 mm stark ist. Die entstehende Fuge muss mit einem Dichtband abgedichtet werden, das eine entsprechende Dehnung auch zulässt, mit 2 mal Streichen ist da nix getan.
    Der Dichtstreifen ist schon übergeklebt. Mit dem Randdämmstreifen sind wir nicht sicher. Das fragen wir nochmal nach.
    Zitat Zitat von operis Beitrag anzeigen
    Desweiteren muss der komplette Boden isoliert werden.
    Ist ja gemacht.
    Zitat Zitat von operis Beitrag anzeigen
    Nach einem Heizprotokoll trau ich mich gar nicht mehr zu fragen....
    Ein weiser Entschluss...
    Die Heizung ist noch nicht betriebsbereit. Wie lange dauert denn das Einheizen? Die veranschlagten 2 Tage werden wohl nicht ausreichen...

    Jörg
    Bei Google suchen Bei Wikipedia suchen Im Forum suchen