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Welche Kellerabdichtung?

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  1. #1
    kat1
    Gast

    Frage Welche Kellerabdichtung?

    Hallo!
    Wir bauen mit einem Bauträger ein EFH mit Keller, den wir auch voll nutzen möchten. Vielleicht könnt Ihr uns weiterhelfen:

    Im Bodengutachten steht:

    Dränage: empfohlen, erdangeschütttete Außenwände mit Filterplatten abstellen, ansonsten nach din 4095, wenn Vorfluter vorhanden
    Bauwerksabdichtung: Lastfall mit Dränage: Bodenfeuchte und nichtstauendes Sickerwasser ( din 18195 t4 )
    Lastfall ohne Dränage: Drückendes Wasser ( din 18195 t6 a8 )

    Heißt das jetzt wir können entweder eine Dränage einbauen und müssen dann nur laut din 18195 t4 abdichten
    oder
    wir bauen keine Dränage ein und müssen dann nach din 18195 t6 a8 abdichten?
    Und wenn ja, wie muss dann die jeweilige Abdichtung sein ?
    Unser Vertikalisolierer will bei drückendem Wasser Bitumenanstrich mit Gewebseinlage anbringen, für um die 1600 € ?
    Würden wir dann um die Dränage rumkommen?
    Denn die Dränage müsste in einem Sickerschacht bei uns auf dem Grundstück ablaufen, wir bezweifeln das das was bringt. Außerdem hat niemand in dem gesamten Neubaugebiet eine Dränage.

    Ich hoffe Ihr könnt uns vielleicht ein wenig weiterhelfen!

    Danke.
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  2. Welche Kellerabdichtung?

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  3. #2
    Bauexpertenforum Avatar von Yilmaz
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    Hallo,
    DIN 18195 teil 6 Abschnitt 8 sieht eine Abdichtung gegen drückendes wasser vor. Abdichtung mit Dickbeschichtungen im Grundwasser wäre nicht DIN gerecht. Wie hoch ist die grundwasserstand? Wen grundwasser wirklich vorhanden ist kann man keine Drainage empfehlen.
    Mfg.
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  4. #3

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    Warum dann keine Weisse Wanne? Das wäre wirklich dicht...
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  5. #4
    Bauexpertenforum
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    Die Ausführung steht und fehlt nicht mit dem "Vertikalisolierer" sondern mit dem "Horizontalisolierer".

    Wenn DIN 18195 - 6 Dann Bodenplatte als WU BAuteil mit allem Pi Pa Po wie Rissbreitenbeschränkung, Betonfestigkeitsklasse usw... wenn as nicht gegeben ist müsste nämlich UNTER der Bodenplatte abgedichtet werden als schwarze Wanne.

    Wenn Dränung dann eine geplante Dränanlage mit allem drum und Dran und gegebenenfalls Flächendränung unter der Bodenplatte.

    Was sagt denn der Bauleiter?
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  6. #5
    kat1
    Gast
    Danke erstmal für Eure schnellen Antworten. Super!

    Also im Bodengutachten steht, dass kein Grundwasser bis 2,8 m bzw. 3 m unter Gelände angetroffen wurde.
    ( Unsere Nachbarn direkt nebenan wollten auch schon einmal einen Brunnen bohren, doch leider erfolglos, da sie auf kein Grundwasser gestoßen sind. )

    Der Keller steht leider schon plus Decke. Wurde gemauert aus Porotonsteinen. Darunter mussten wir Geotextil und Gründungspolster 25 cm machen.

    Noch als Anmerkung: Im gesamten Neubaugebiet gibt es keine Kanäle, nur Versickerungsmulden.

    Bauleiter ist chronisch im Stress und will uns außerdem immer nur die Dränage schön reden.

    An wen könnte man sich den da unabhängig wenden?
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  7. #6
    Bauexpertenforum
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    an einen öbuv SV Kollegen?
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  8. #7

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    @ isolierglas: Die Weisse Wanne ist dicht gegen Wasser in tropfbarer Form. Sollte der Keller nicht nur als Lagerraum genutzt werden, sondern evtl. als Wohnraum, Büro etc. sollte zumindest eine ausreichender Bitumenanstrich apliziert werden. Der SD-Wert wird deutlich zum Vorteil des Nutzers erhöht.

    @ kat1: Wenn das Drainwasser in eine Sickergrube geleitet werden soll und der Grundwasserbemessungswasserstand derart tief anzusiedeln ist würde ich mich gegen eine Drainage entscheiden. Aber diese Entscheidung möchte ich Ihnen nicht abnehmen.

    Nach meinem derzeitigen Kenntnisstand sind folgende Details gefordert:

    Abdichtung mit KMB (kunststoffmodifizierte Bitumendickbeschichtung) gemäß DIN 18195 2000-08 Teil 4: Bodenfeucht und nichtstauendes Sickerwasser / Ausführung in zwei Arbeitsgängen (Arbeitsgänge können frisch in frisch erfolgen) / Mindesttrockenschichtdicke 3mm

    Abdichtung mit KMB gemäß DIN 18195 2000-08 Teil 6: aufstauendes Sickerwasser / Gründungstiefe < 3,0m / Bemessungswasserstand min. 300mm unter unterkante Kellersohle / 2 Arbeitsgänge (1. Schicht muss soweit getrocknet sein, dass bei Auftrag der zweiten die erste nicht beschädigt wird), zusätzlich Verstärkungseinlage / 4mm Mindesttrockenschichtdicke

    Bei größeren Eintauchtiefen sind lt. DIN KMB nicht aufgeführt - andere Systeme oder Sondervereinbarungen sind nötig.

    Weitere Info erhalten Sie von den Herstellern bauchemischer Produkte. Auch empfehle ich Ihnen als Bettlektüre die "Richtlinie für die Planung und ausführung von Abdichtungen mit kunststoffmodifizierten Bitumendickbeschichtungen - erdberührte Bauteile" Erhältlich bei "Deutsche Bauchemie e.V."
    Ich meine, dass in dieser Publikation die DIN recht gut ins "deutsche" übersetzt wurde :-)

    !! Alle Angaben ohne Gewähr !! Details können sich seit meiner letzten Weiterbildung geändert haben !!
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  9. Schau dir mal das Bauherren-Handbuch an.. Sehr viele nützliche Infos!
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  10. #8
    wasweissich
    Gast
    Zitat Zitat von kat1 Beitrag anzeigen
    [Im Bodengutachten steht:
    wenn Vorfluter vorhanden
    Bauwerksabdichtung: Lastfall mit Dränage: Bodenfeuchte und nichtstauendes Sickerwasser ( din 18195 t4 )
    3

    und warum soll er jetzt den gemauerten keller abreissen und eine ww bauen??
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  11. #9
    kat1
    Gast

    Idee

    @BauWerke: Danke für die ausführliche Antwort.
    Ich denke so werden wir auch vorgehen.
    Habe eben nochmal mit dem Bodengutachter telefoniert und der hat gesagt, dass er nie eine Dränage solch einem Fall machen würde, sondern gegen drückendes Wasser abdichten würde. Und zwar keine weiße Wanne (ist ja eh nicht mehr möglich ). Hätte er vor ein paar Jahren bei seinem Haus auch so gemacht.
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